Hallo Thomas, hallo Jens
zu Schwimmsätteln - die Erklärung von Thomas ist stimmig, da die Hydraulik zur Kolbenbetätigung die Mechanik (eben den Schwimmsattel) mit betätigen muß. Dazu legt sich der Kolben an den einen Bremsklotz an, dieser legt sich an die Scheibe an, jetzt kann er nicht mehr weiter, drückt das Ganze nach "hinten", verschiebt dadurch den Bügel, der den anderen Bremsklotz an die Scheibe drückt. Wenn dieser an der Scheibe anliegt, dann kann das "richtige" Bremsen beginnen.
Idealerweise

braucht der "bügelbetätigte" Bremsklotz etwas länger, bis zwischen Scheibe und Bremsklotz wieder etwas Spiel reinkommt (Scheibe hat in der Regel einen leichten Seitenschlag). Der bremskolbenbetätigte Klotz liegt als erstes an, löst sich theoretisch aber früher wieder von der Scheibe (wie gesagt, in der Theorie) - deshalb sollte auch bei einer Schwimmsattelbremse der Verschleiß an beiden Bremsklötzen gleichmäßig sein.
Unsere Dicke hat Festsättel - die Dinger haben den Namen deshalb, weil der Sattel "unbeweglich" ist und nur die Hydraulikkolben auf die Bremsklötze drücken.
Auch meine Ferndiagnose ist eine unterschiedliche Kolbenfreigängigkeit.
Allerdings würde ich NIE Kupferpaste verwenden, da Aluminium mit Kupfer sich nicht gut verträgt und eine Gefügeveränderung vornimmt. Dadurch nimmt in aller Regel die Festigkeit des Aluminiums ab!!!
Beim Testen der Leichtgängigkeit der Kolben unbedingt ein Holzstück in den Maßen von Bremsscheibendicke und eines neuen Bremsklotzes plus Bremsklotzgrundplatte beilegen.
WARUM: Sollten die Kolben wirklich einseitig schwergängig sein und die Bremse (ok ok speziell I-ABS) betätigt werden, dann kann schon mal ein leichtgängiger Kolben rausflutschen - und schon ist die Sauerei im Gange
Wenn die Kolben gleichmäßig leichtgängig in diesem Bereich sind, dann kann auf ein Holzzwischenstück in den Maßen der Bremsscheibenstärke plus 2 x Bremsklotzgrundplatte zurückgegangen werden.
Ich hoffe, ich bin verstanden worden
Grüßle und viel Spass beim Schrauben
Peter
Uuups - war ich doch zu lange mit dem Schreiben beschäftigt - Sorry Thomas