BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

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Yannic
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BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#1 Beitrag von Yannic »

Hallo zusammen,
ich bin Student und aktuell auf der Suche nach meinem ersten größeren Motorrad. Dabei bin ich bei der BMW R1100R aus den 90ern gelandet, die mir sowohl technisch als auch als Basis für einen späteren dezenten Umbau sehr gut gefällt.

Mein Budget ist entsprechend etwas begrenzt. Aktuell schaue ich mir hauptsächlich Maschinen im Bereich von etwa 1.000–2.000 € an. Die Laufleistungen liegen dabei häufig zwischen 60.000 und über 100.000 km.

Da ich aktuell den A2-Führerschein habe, müsste die R1100R außerdem auf 35 kW gedrosselt werden.

Ich hätte daher ein paar Fragen an die R1100R-Erfahrenen hier:

Worauf sollte man beim Kauf einer R1100R aus den Baujahren ca. 1994–1997 besonders achten?
Welche typischen Schwachstellen bzw. teuren Reparaturen gibt es?
Wie kritisch sind Laufleistungen von 80.000, 100.000 oder auch 140.000 km bei vernünftiger Wartung?
Würdet ihr gezielt eine mit ABS kaufen? Ich habe beispielsweise eine für 1.100 € VB gefunden, die allerdings kein ABS hat.
Wie zuverlässig ist das damalige ABS und gibt es dabei bestimmte Dinge, die man beim Kauf prüfen sollte?
Hat jemand Erfahrungen mit der 35-kW-Drosselung für A2, insbesondere Einbau, Abnahme und Fahrverhalten?

Das Motorrad soll nicht nur zum gelegentlichen Fahren gedacht sein, sondern auch für längere Touren genutzt werden. Deshalb möchte ich lieber eine technisch vernünftige Basis kaufen, statt nur nach dem niedrigsten Preis zu gehen.

Ich freue mich über alle Tipps und Erfahrungen zur R1100R
Viele Grüße
Yannic
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MuH
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#2 Beitrag von MuH »

Hallo Yannic,
meine Erfahrung beschränkt sich auf die R850R, aber die ist bis auf den Hubraum mit der 1100er baugleich.
Wenn du eh auf 48PS drosseln willst, ist die 850er auch eine Option. Der "kleine" Motor läuft feiner.
Der m.E. kritischste Schwachpunkt ist das Getriebe. Erst die Getriebe mit "M97" Markierung sind unkritisch, kamen meines Wissens nach dem Facelift.
Meine ist BJ 94 und hatte den Gangspringer (beim Beschleunigen springt der betroffene Gang über, gibt einen Ruck. Grund sind abgenutzte Schaltklauen). Das Getriebe habe ich auf M97 Stand umbauen lassen, seitdem ist Ruhe.
Das ABS II ist problemlos, wenn die Bremsflüssigkeit regelmäßig gewechselt wurde. Würde ich nehmen.
Die kleinen Kegelrollenlager zwischen Hinterradantrieb und Schwinge können so nach ca. 70t km tauschreif werden. Fällt aber beim TÜV auf!
Die Bremsleitungen sollten gegen Stahlflex getauscht worden sein, die alten Gummileitungen können nach über 20Jahren Probleme machen.
Auch der hintere Schwimmsattel der Bremse sollte sich seitlich verschieben lassen (schwimmen), wenn der fest sein sollte, ist oft die Scheibe erkennbar abgenutzt. Reparatur ist nicht allzu aufwendig.
Der Lenkungsdämpfer sollte dicht sein, kann sonst beim TÜV auffallen.
Ich würde auch drauf achten, dass das Original Bordwerkzeug dabei ist, denn das ist recht nützlich.
Wenn du Touren fahren willst, müssen Koffer und Windschild dabei sein.
Auch Heizgriffe sind nett. Wenn die bei der Probefahrt nicht gehen sollten: entweder Schalterinnereien korrodiert (lässt sich leicht instandsetzen) oder Heizleiter fehlerhaft (Reparatur aufwendiger)
Bezüglich der angesprochenen Reparaturen: selber machen ist prinzipiell möglich, hängt von den vorhandenen Vorkenntnissen ab.
Viel Erfolg bei der Suche!
Martin
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MuH
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#3 Beitrag von MuH »

Meine hat 93000km und läuft völlig problemlos!
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Joerg58FB
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#4 Beitrag von Joerg58FB »

Hallo Yannic,

herzlich willkommen im Forum – schön, dass Du uns gefunden hast!

Damit wir Dich und Dein Bike besser kennenlernen, stell Dich doch bitte kurz vor. Hier wäre der richtige Platz dafür:
viewforum.php?f=168

Ein paar Stichpunkte reichen völlig:
- Zumindest ein Vorname wäre nett(ok. haben wir schon), und wo Dein Motorrad oder Deine Garage wohnt
- Aktuelles Motorrad oder gerne frühere Maschinen, was bist Du so gefahren?
- Vielleicht etwas über Dich? Fahrerfahrung, Lieblingstouren, Schraubertalent, warum du hier gelandet bist … (klar alles freiwillig, aber immer interessant!)

Je mehr wir voneinander wissen, desto schneller wird aus einem Nickname ein echter Forenuser, dem dann auch sicher engagiert geholfen wird.

Wir freuen uns auf Deine Vorstellung – und wünschen Dir viel Spaß hier im Forum sowie allzeit gute Fahrt!

Mod Jörg und Dein Foren-Team

Zu deinem Thema:
A2-Drosselung ist sicher machbar, meist über den Gasgriff. Ob sinnvoll?
Die Laufleistungen sind bei einer gut Pflegehistorie kein Problem, Trotzdem muss man bei einem durchschnittlichen Alter von 30 Jahren auch altersbedingte Reparaturen einkalkulieren. Alles was aus Gummi, Kunststoff, Plastik ist incl. Kabel wird mürbe oder ist auch mal durchgescheuert, undicht. Ein neuer Anlasser ist da mit 60-90€ das kleinste Problem. Auf ein ABS würde ich , gerade als Anfänger allerdings nicht verzichten und gerade das kann ins Geld gehen und hier sogar schnell den Fahrzeugwert überschreiten.
K12RS von 01/00-02/13 über 130TKM, 06/12 bis 06/15 F800ST, jetzt wieder RS aber mit einem R davor: -> R12RS (LC) K54 BJ 06/2015
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BigMama
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#5 Beitrag von BigMama »

Hallo Yannic,
mit dem Kauf eines Oldies schaffst Du Dir auch eine kleine Dauerbaustelle an. 30 Jahre hinterlassen schon einige Spuren an einem Motorrad. Speziell bei den günstigsten Exemplaren dürfte schon einiges zu machen sein. Hast Du denn selbst schon Schraubererfahrung gesammelt, oder hast Du einen guten Kumpel, der sich da auskennt? Wenn Du wegen jeder "Kleinigkeit" in die Werkstatt musst, dann kann das vermeintliche Schnäppchen schnell zur Kostenfalle mutieren. Ich möchte Dich hier nicht entmutigen, aber einen Oldie muss man sich leisten können.
Die Fliegerei ist die einzige Kunst, bei der auch Meister vom Himmel fallen.
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R850scrambleR
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#6 Beitrag von R850scrambleR »

Ja, Oldie but Goldie! ;-)
Ich würde auf jeden Fall ein ABS-Modell nehmen. Ohne fehlt ein aus meiner Sicht absolut notwendiges Sicherheitsfeature, auf das man heutzutage auf keinen Fall verzichten sollte.
Die wichtigsten Punkte sind schon angesprochen worden. Laufleistung spielt da eine untergeordneten Rolle. Lieber viele gepflegte Kilometer als eine Standuhr... Und gerne auch lieber die 850er als die 1100er, ab Modelljahr 97 (wegen des Getriebes).
Was mir noch einfällt: die Tankinnenschläuche altern. Ebenso die Kabelummantelungen (Bougierrohre) im Lenkerbereich. Das sind dann Reparaturen, die man gut selbst machen kann, wenn man keine 2 linken Hände hat, und Forumstipps zu Bezugsquellen nutzt.
Drosselung ist kein Problem. Kits dafür kann man meist selbst einbauen, muss halt noch vom TÜV abgenommen werden.
Was genau willst Du denn sonst noch umbauen?
Auch Basteleien gehen ins Geld, wenn sie denn fachgerecht und technisch sinnvoll ausgelegt sind.

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Richard
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#7 Beitrag von Richard »

Hallo Yannic,
Du wirst Dir warscheinlich eine Dauerbaustelle kaufen. Die hier geschilderten Reparaturen kommen auf Grund des Alters unweigerlich auf die Maschine zu. Meine hatte unter anderem einen Kabelbrand an einer Tankstelle. Gottseidank gabs da Wasser. Der seinerzeit gekaufte Kabelbaum zur Reparatur wurde gottseidank nicht benötigt. Der liegt noch hier rum. Die Maschine (R85oR) war von 2001 und hatte jetzt 163.000km runter. Verbunden mit allen hier geschilderten Reparaturen. Trotzdem hab ich mir vor wenigen Wochen den gleichen Typ wieder gekauft. Standmodell. 35.000km. Eingerostete Bremsbacken usw usw. Nein ich hör jetzt hier auf :oops: :roll:
Gruss Richard
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R850scrambleR
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Re: BMW R1100R als erstes großes Motorrad – Kaufberatung / ABS / A2-Drosselung

#8 Beitrag von R850scrambleR »

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