seit drei Wochen habe ich ein Problem mit meiner 2000er R1100R: Nach zwei bis drei Tagen ist die Batterie komplett leer und die Maschine startet nicht mehr. Gestern habe ich mit einem Multimeter nach Kriechstrom geschaut - und siehe da: voller Ausschlag der Nadel. Habe alle Sicherungen und auch sämtliche Relais nacheinander entfernt, aber trotzdem messe ich noch immer einen ziemlich hohen Stromfluss. Eigentlich kann das doch gar nicht sein. Ich bin verwirrt - wie kann denn ohne Sicherungen überhaupt noch Strom fließen? Hat jemand vielleicht einen Hinweis, in welcher Ecke ich mit meiner Suche beginnen sollte?
Die Maschine war gerade vor einem Monat bei der 30.000er Durchsicht bei BMW, da wurde mir ein neuer Blinker eingebaut und die Kiste geprüft. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Kollegen da irgendwas so vermasselt haben, dass mir nun irgendwas die Batterie leer lutscht
Danke für Eure Hilfe!
- elmo
BMW R1100R, BJ 2000
Royal Enfield Bullet 500, BJ 2012
Vielleicht und vermutlich dann ein Zusatzgerät, was nicht über den Sicherungskasten abgesichert ist.
Da fällt mir in erster Linie immer sofort "Navi" ein.
Was bedeutet den "Nadel voller Ausschlag" ? Wieviel mAh/A werden den verbraucht, wenn man sagt, das die Nadel einen vollen Ausschlag hat?
Und bevor es ein anderer tut, will ich das auch mal machen.. Mir ist es schnuppe aber andere legen wert drauf.
Schau dir mal die Beiträge unter diesem Link an, und handle dann entsprechend deiner Intuition viewforum.php?f=168
eieiei, ja, Vorstellung kommt noch, versprochen. Heute musste ich erstmal raus - leider mit der Enfield statt BMW, aber die Entschleunigung ist auch nicht schlecht.
Also: 'Nadel schlägt voll aus' heißt: das Amperemeter ist auf 250mA gestellt, weiter geht der Anzeigebereich nicht, die Nadel schlägt dann bis zum Anschlag aus. Das heißt, dass da deutlich mehr als die 0,25A fließen.
Gemessen habe ich wie es sich gehört in Reihe am abgeklemmten Minuspol der Batterie.
Ich habe keine Anbauten, wie Navi o.ä., daher kann's daran zum Glück nicht liegen. Ich habe nacheinander sämtliche Sicherungen entfernt und nach jeder entfernten Sicherung erneut gemessen. Als der Sicherungskasten leer war, habe ich die einzelnen Relais ebenfalls nacheinander entfernt, bis der Elektrokasten komplett leer war. Nur den Blinkgeber habe ich nicht abgesteckt. (Kann ich ja morgen noch versuchen). Am Ende hämmert die Nadel des Amperemeters immer noch gegen das Skalenende.
Und nun wundre ich mich eben, dass da immer noch ein Strom fließt - und mit geschätzten >300mA auch nicht gerade wenig.
BMW R1100R, BJ 2000
Royal Enfield Bullet 500, BJ 2012
Habe gestern den Scheinwerfer entfernt und alle Kabel sichtgeprüft. Sehen sehr gut aus. Ich habe die Maschine erst seit 3 Monaten, die hat erst 30.000km und ist für ihr Alter in einem exzellenten Zustand. Für mich sehen die Kabel wie neu aus.
Das Dumme ist, dass ich nicht einmal eine Idee habe, wonach ich suchen muss.
Oh man, da werde ich den Bock wohl in die Werkstatt geben müssen. Vor der Rechnung hab ich jetzt schon Angst
BMW R1100R, BJ 2000
Royal Enfield Bullet 500, BJ 2012
Elmo, es gibt bei der R1100 tatsächlich Stromkreise ohne Sicherung. Das hat bei mir früher sogar mal zu einem Kabelbrand geführt. Einzelheiten siehe viewtopic.php?f=61&t=67014&start=25#p638785.
Auch das Zündschloss ist anfällig, es enthält diffizile Kontakte. Könnte sein, dass dort ein Kontakt nicht mehr öffnet.
Kannst Du das Amperemeter nicht auf einen höheren Messbereich stellen ? Wenn mindestens 250 mA gezogen werden, dann sind das schon mindestens 3 W. Das ist ziemlich viel und nuckelt natürlich die BMW in zwei Tagen komplett leer. Es ist aber auch ein Hinweis auf einen ernsthaften Defekt. Zur Abhilfe solltest Du den Tank abbauen, dort sind sehr viele Steckverbindungen. Dort kann es auch einen Kabelbrand geben. Die kannst Du eine nach der anderen lösen. Ohne Stromlaufplan kannst Du freilich die Schadstelle schwer identifizieren.