Kriterien für GPS am Motorrad

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Reiner52
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#76 Beitrag von Reiner52 » 23. Dezember 2016, 08:24

Hallo Dieter,
diesen Button kenne ich. Ich habe ihn mal benutzt, hat aber nicht funktioniert.
Meine Route verkürzte sich dermaßen, das ich fast zuhause war.
Wahrscheinlich lag es an der Neuberechnung oder zu wenig Wegpunkte - ich weiß nicht...
Ich werde eine Testroute planen und in der Praxis auf mir bekannten Strecken mal üben.
Das ist die einzige Sache, die ich noch nicht im Griff habe.
Die Planung mit Basecamp ist kein Problem mehr.
Hauptsächlich habe ich das Navi, weil ich oft einfach durch die Gegend fahre und dann irgendwann
den Button "nach Hause " drücke :D
Und ich kann am PC sehen, wo ich war :D
Gruß Reiner
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CDDIETER
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#77 Beitrag von CDDIETER » 23. Dezember 2016, 09:55

Hallo Reiner,
Wenn du zuwenige Wegpunkte hast und dann z.B. einen Rundkurs fahren willst, kommt es meistens zu diesem Problem. Ist halt nur ein Computer, der seiner programmierten Logik folgt.
Gruß aus den "Holländischen Bergen"

CdDieter

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qtreiber
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#78 Beitrag von qtreiber » 23. Dezember 2016, 10:55

Reiner52 hat geschrieben:Ich werde eine Testroute planen und in der Praxis auf mir bekannten Strecken mal üben.
nach einer oder zwei Saison mit (vielen) Navifahrten wirst du das Teil beherrschen und so langsam daran gewöhnt haben ... und - so ging es mir - es nicht wieder hergeben wollen.
Gruß
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#79 Beitrag von emca » 23. Dezember 2016, 12:47

Bei Überlandfahrten bin ich früher nach Sonnenstand, Straßennummern und größeren Orten gefahren, die auf meinem auf den Tankdeckel geklemmten PC gespeichert hatte. PC=Papiercomputer

Ein Navi habe ich einfach als überflüssig erachtet, weil ich immer dort hingekommen bin, wo ich hinwollte. Dann bekam ich ein TT 2013 geschenkt und möchte es nicht mehr missen. Begann die Routen am PC zu planen, um dann im praktischen Gebrauch immer wieder festzustellen, dass auf meinen Fahrten die Flexibilität verloren ging. Abhilfe, ich plane am Etappenziel immer neu, aber nur noch auf dem Navi, geht mittlerweile ratzfatz.

Das mit dem Verlassen der Route mache ich folgendermaßen. Nächsten Wegpunkt überspringen, abseits der Route fahren und dann zum nächsten Wegpunkt fahren. Sollte ich immer noch Lust haben abseits der Route zu fahren, wird auch dieser Wegpunkt übersprungen. Meine Uschi mache ich dann stumm.

Womit ich Probleme hatte, wenn ich eine Tankstelle anfahren musste, die abseits der Route lag. Wenn ich die alte Route wieder aufrief, sollte ich zum letzten Wegpunkt zurückfahren. Da hätte ich mir so einen Tu was ich denke Knopf gewünscht. Vielleicht mache ich aber etwas verkehrt und zu einer Tankstelle fahre ich nach Symbol im Kartenausschnitt, Ton aus und ab zum Tanken und dann zum nächsten Wegpunkt.

Das Navi ist Fluch und Segen zu gleich, aber bei mir mittlerweile viel mehr Segen.

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Reiner52
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#80 Beitrag von Reiner52 » 23. Dezember 2016, 12:51

nach einer oder zwei Saison mit (vielen) Navifahrten wirst du das Teil beherrschen und so langsam daran gewöhnt haben ... und - so ging es mir - es nicht wieder hergeben wollen.
Ich bin da guter Dinge...
Basecamp habe ich so ziemlich kapiert, da kriege ich die Praxis auch hin.
Und falls nicht, ihr seit ja auch noch da :D
Schöne Feiertage
Gruß Reiner
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#81 Beitrag von Soccerkojak » 23. Dezember 2016, 13:22

@emca
Genau das mit der Tanke hatte ich dieses Jahr in der Wachau auch. Kam nicht mehr in der Route auf den richtigen Weg. Na ja.. Ging ja immer an der schönen Donau entlang.

Ansonsten werde ich mal versuchen, alles weiterhin mit dem motoplaner zu machen, bevor ich mich mit basecamp quäle.

Gruß.
Kurt

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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#82 Beitrag von qtreiber » 23. Dezember 2016, 13:23

für geübte GPS-Nutzer ist das kurzfristige Anfahren von Zielen außerhalb der Route und das Zurückfahren auf diese überhaupt kein Problem. Entweder nach Display oder (s. o.) mit spontanen Wegpunkten. Diese Optionen bietet keine Papierkarte.

Ich nutze die Displaylösung. Die Sprachansage ist immer deaktiviert. Ich mag und benötige das Gequassel nicht.
Gruß
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Gollum
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#83 Beitrag von Gollum » 23. Dezember 2016, 13:50

Da ich nun schon seid TomTom Navigator 3.0 auf einem Pocket-PC
mit TomTom navigiere, dann auf einen TomTom One 2, dann auf
einen Go930 auf der Erika und einen Go750 im PKW umgestiegen bin,
und auch sehr viele Feldversuche zwecks der Navigation gemacht habe,
habe ich so manches für mich heraus gefunden.

Wie kann man es weitgehendst schon bei der Vorrausplanung vermeiden
um immer wieder an einen Wegpunkt zurück navigiert wird, der eventuell
innerhalb einer Baustelle gesetzt wurde von der man vorher nichts wußte,
oder man aus irgendeinem anderen Grund eine Umleitung fahren muß?

Zuerst, wo findet man den die meisten Umleitungen? Doch hauptsächlich
innerhalb Ortschaften. Deshalb sollte man es immer vermeiden Wegpunkte
auch innerhalb einer Ortschaft zu setzen. Am besten 1-2km vor oder nach der
Ortschaft! Denn dann kann man getrost einer Umleitung in einem Ort folgen ohne
ständig zurück navigiert zu werden! So kann man auch mal wenn keine Umleitung
ist mal kurz innerhalb der Ortschaft von der Route abweichen um was an zu schauen,
was Essen zu gehen oder was auch immer. Ein Navi sollte ja dann die Route vom
jeweiligen Standort automatisch neu berechnen und auf die Route zurücknavigieren
wo man fahren möchte!

Wenn dann Überland mal eine Umleitung besteht, Baustelle, Unfall oder auch
sonst was immer, fährt man die Umleitung bis zum Umleitungsende durch,
hält dort kurz an und markiert den letzten Wegpunkt der eventuell zwischen
dem Beginn und dem Ende der Umleitung liegt und man immer wieder dahin
zurücknavigiert wird als "Besucht" und läßt die Route neu berechnen, und meistens
kommt man so auch wieder auf die alte vorgeplante Route zurück oder ist schon
wieder am Ende der Umleitung darauf.

Was auch immer wieder viele Navi User falsch machen ist, daß sie auf ihren
vorgeplanten Routen so viel wie mögliche Wegpunkte setzen zu müssen.
Es geht oftmals auch mit sehr wenigen Wegpunkten und man kann trotzdem
die Route fahren die man möchte. Als Beispiel, 50 Wegpunkte auf einer
Tour mit 300km Länge, ob Roundtour oder normale Tour, ergäbe alle 6km
einen Wegpunkt, was oftmals unsinnig und total unübersichtlich werden kann
wenn mal ein Problem unterwegs auftaucht und man umdisponieren muß.
Dann passiert meistens das, daß man eventuell Wegpunkte löscht oder als
"Besucht" markiert die man gar nicht löschen oder markieren möchte!

Für mich gilt nur ein Grundsatz, egal bei welchem Navihersteller,
so wenig Wegpunkte wie möglich und nur so viele wie unbedingt nötig!
Dann ist es auch wichtig dazu die Wegpunkte richtig zu setzen.

Dazu mal eine Hilfestellung die gleichermaßen für alle Navis gültig sein dürfte:

Wegpunkte entweder vor oder nach einer Ortschaft setzen, außer man braucht
unbedingt einen in der Ortschaft! Dann einen Wegpunkt immer nach einer
Straßenkreuzung oder Kreisverkehr in die Straße setzen in die man abbiegen oder
ausfahren möchte. Dann die Wegpunkte bei normalen Straßen immer Straßenmittig
setzen, bei Mehrspurigen Straßen wie Schnellstraßen und auch Autobahnen die
Fahrtrichtung beachten wo man hin will, also in Fahrtrichtung immer rechts!
Dazu immer, egal mit welchem Programm man die Touren vorplant, sollte man den
Kartenausschnitt etwas größer zoomen, damit man den Wegpunkt auch richtig auf
die Straße setzten kann und nicht irgendwo in der Pampa. Und dann immer die
Route vorher über die Kartenansicht im Navi kontrollieren bevor man sie abfährt!
Warum? Ganz einfach, jeder Navihersteller hat so seinen eigenen Algorythmus
zum Berechnen einer Route und da kann es schon sein, daß man mal zwischen
den Wegpunkten anders geroutet wird als in der Vorplanung in einem Routenplaner
am PC angezeigt wird!

Dann ist noch zu beachten sich die Wegpunkte im Navi in einer größeren
Kartenansicht anzuschauen und zu kontrollieren ob sich die Wegpunkte
eventuell in einem Tunnel oder einer Unterführung befinden, das erkennt
man meistens daran, dass auf der errechneten Route im Navi die
Straßenführung etwas dunkler hinterlegt ist als die normale angezeigte
Route! Dabei gibt es während der Navigation Probleme, da ja das Navi
im Tunnel oder einer Unterführung kein GPS Signal hat und deshalb den
Wegpunkt als nicht angefahren ansieht. Sobald das GPS Signal wieder
da ist will einen das Navi immer wieder an diesen Wegpunkt zurückführen!

Also auch hier, die Wegpunkte notfalls vor dem Tunnel oder danach setzen.
Leider ist ein Tunnel in so manchen Routenplanern im Kartenmaterial vorher
nicht immer erkennbar! Da muß man dann die Wegpunkte direkt im Navi ändern!

Man kann aber somit sehr viel Probleme im Vorfeld verhindern. Natürlich läßt es sich
nicht immer vermeiden, daß das Navi mal an einen Wegpunkt zurück navigieren möchte.
Ist mir auch schon zwecks Baustellen, Unfall oder was auch immer passiert, aber dazu,
wie schon oben beschrieben, Umleitung durchfahren bis zum Ende, kurz anhalten,
Wegpunkt als "Besucht" markieren und weiter geht es.

Und noch ein Grundsatz, ein Navi kann nur so gut navigieren wie es der User
zu bedienen weiß. Man darf auch nicht denken, daß das Navi automatisch
wissen kann wie der User letzendlich tatsächlich fahren möchte. Um mit einem
Navi aber fast problemfreie Route fahren zu können, bedarf es einfach an
Übung Übung und nochmals Übung beim Vorplanen von Routen und mit dem richtigen
Umgang des jeweiligen Navis! Klingt zwar hochnäsig von mir, entspricht aber den Tatsachen.
Auch ich hab schon Lehrgeld beim Vorplanen einer Route machen müssen! :shock:

Wer also mal eine Route hat wo was nicht stimmt, ich möchte hier keine
Werbung machen, und diese noch mit dem guten alten Motorrad Tourenplaner
oder mit Motoplaner.de geplant hat, und nicht weiter kommt, kann mich gerne
um Rat fragen und notfalls die Route zukommen lassen. Dann schau ich mir
das auch gerne mal an und helfe wo ich kann!

Sodele, habe fertig! :wink:
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#84 Beitrag von qtreiber » 23. Dezember 2016, 14:19

... macht es nicht zu kompliziert. Fast alles lässt sich spontan schnell, gut und einfach "auf der Straße" klären. Bedingt halt etwas Übung und Erfahrung. Ähnlich wie bei einem PC sitzt das Problem gerne vor dem Bildschirm.

Einige Details und Vorgehensweisen sind dann u. a. auch direkt von dem genutzten Gerät/System abhängig und lassen sich nicht immer auf andere 1:1 übertragen.

Zum Thema "Wegpunkte" hatte ich oben bereits etwas gesagt. Die Aussage von Uwe, dass weniger grundsätzlich mehr (= besser) ist, sehe ich auch so. Ich (in meinem System) nutze fast ausschließlich "graue Wegpunkte". Echte nur wenn ich diese auf jeden Fall anfahren will, z. B. ein Hotel, Restaurant oder auch Sehenswürdigkeit. In meiner Grundplanungsdatei zu Hause habe ich zwischenzeitlich über 1.000 (echte) Wegpunkte gesammelt, die mir bei der Planung eine große Hilfe sind und hauptsächlich zur Orientierung dienen (u. a. die Pässe aus Alpenrouten). Eine 300 KM-Tour plane ich auf dem PC (immer nur in Mapsource) in ganz wenigen Minuten. Kartennutzer haben dann erst ggf. ihre verlegte Brille gefunden. :wink:


Gerade mit einem Navi an Bord genieße ich es unterwegs auch einmal bewusst von der zu Hause vorgeplanten Route abzuweichen. Links geht eine schöne Straße rein ... und später fahre ich irgendwo wieder auf meine Route zurück ... oder auch nicht. Alles ohne Anhalten zu müssen und evtl. eine Karte zur Übersicht zu nutzen. Geht alles. Seit vielen Jahren.

Ebenfalls erlebe ich - selbst in mir bestens bekannten Revieren - immer wieder angenehme Überraschungen wenn ich mir auf dem Navi "nur" die gerade Luftlinie zwischen zwei Orten/Punkten anzeigen lassen und mich dann nach Sicht und Display auf der Straße daran entlang hangel.

Ebenso entscheide ich gerne selbst welche Strecke "landschaftlich schön" oder "kurvenreich" ist. Diese teilweise angebotenen Planungs-Feature nutze ich nur in Ausnahmefällen.




btw: natürlich habe ich vollstes Verständnis für Motorradfahrer, die lieber eine Karte als ein GPS nutzen!
Gruß
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#85 Beitrag von Gollum » 23. Dezember 2016, 18:06

Wie Du schon schreibst, und ich schon geschrieben habe, der Umgang
mit der Vorplanung von Routen und der Umgang mit einem Navi erfordert
einfach Übung! Und seid ich ein Navi habe, habe ich mich in Regionen gewagt,
die ich früher mit der Papiernavigation niemals angefahren hätte. :wink:
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#86 Beitrag von Tourenbiker » 24. Dezember 2016, 09:26

Gollum hat geschrieben: Und seid ich ein Navi habe, habe ich mich in Regionen gewagt,... :wink:
Wow, wie man doch mit kleinem Geld aus simplen Bikern richtig mutige MOTORRAD-HELDEN machen kann :lol: :lol: :lol:
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#87 Beitrag von emca » 24. Dezember 2016, 09:40

Dann war ich vorher schon ein Held. :lol: :lol: :lol:

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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#88 Beitrag von manfred180161 » 24. Dezember 2016, 09:47

Stimmt wohl!
Eine unvorbereitete Befahrung des Albtraufes ist für psychisch Labile nicht ohne chronisches Suchtrisiko...
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#89 Beitrag von qtreiber » 24. Dezember 2016, 10:22

na ja, der Smiley von Gollum war bei seiner Aussage nicht zu übersehen.

Dennoch: MIT Navi ist es aus meiner Sicht viel einfacher (geworden) speziell in unbekannte Reviere zu fahren. OHNE Vorbereitung zu Hause. Das überlasse ich den Kartenusern. Meine Karte ist immer sichtbar, läuft mit, zeigt mir wo es langgeht und redet bei Bedarf sogar mit mir (Emma habe ich den Mund verboten).
Alles ... wenn der Fahrer es möchte und zulässt. :-)

Für mich mit das sinnvollste Zubehör auf einem Moped.
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#90 Beitrag von Tourenbiker » 24. Dezember 2016, 11:08

mea culpa, ich hab den Smily vergessen anzufügen, das hol ich hiermit nach: :wink: :wink: :wink:
Im Übrigen genieße ich es ebenfalls mich in die feinsten Ecken führen zu lassen, an denen man früher ohne Topo-Karte einfach vorbei gefahren wäre, bin aber auch so "mutig" zwischendurch selbst zu bestimmen wo's lang geht. :wink: :wink:
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#91 Beitrag von manfred180161 » 24. Dezember 2016, 11:29

qtreiber hat geschrieben:Für mich mit das sinnvollste Zubehör auf einem Moped.

Dem kann ich nur beipflichten.
Bin im Frühjahr ab Stuttgart zum Sachsenring gefahren ganz ohne Vorplanung.
Eingabe Callenberg im DummDumm, kurvenreiche Strecke und siehe da: Es war einfach unfassbar. Nach 550 Kurvenkilometern war mir tags drauf noch immer schwindlig.
Ich habe Straßen befahren, die man nur mit erstklassiger Ortskenntnis finden kann. Meistens fernab von jedem Verkehr.

Und ja, ich gebs zu: Ich habe nie eine Karte dabei. Und das, obwohl ich mit Kartenlesen aufgewachsen bin...
Gruß
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Navigationshelferlein zur App - das TomTom VIO

#92 Beitrag von RS259-black » 6. September 2019, 22:21

Handi hat geschrieben:
1. Dezember 2005, 09:35
... nach relevanten Kriterien für den Kauf eines GPS zum Gebrauch am Motorrad:

1. Wasserdicht
2. Autorouting-fähig
3. Stromversorgung über Akku oder Batterie
4. Größe (Display)
5. Bedienbarkeit
6. Kartenmaterial
7. Speicherkapazität
8. Routenplanung
9. Schnittstelle zum PC
10. Routen-Dokumentation
11. Sprachausgabe
12. Software-Updates
13. User-Interface
14. Service
Ergänzungen / Verbesserungsvorschläge willkommen!
Hab die Liste verwendet bei meiner Qual der Wahl und möchte kurz kommentieren & warum ich zur Billig-Lösung TomTom Vio - ein Roller-Bildschirm für die TomTom Smartphone App - gegriffen habe. Nachteile und Risiko vorneweg: zwingend wird Bluetooth vorausgesetzt, Gerät (dieses Jahr) aus dem aktuellen Produktsortiment geflogen, wahrscheinlich Nachfrage zu gering. Wie das mit den Karten weitergeht k.A. Jedenfalls, ein Update des Gerätes ist bei der ersten Verbindung durchgelaufen.

Aus dem online Handbuch, link zur Geräteansicht bzw. der App, damit man sich das vorstellen kann.
http://download.tomtom.com/open/manuals ... ts_vio.png
http://download.tomtom.com/open/manuals ... ts_app.png

Ausgehend von der Montage an meiner R1100RS war ich abgeschreckt, welches System hält wie wo zu welchem Preis, was will ich im Grunde, SchlagmichmitFunktionentot oder keep it simple. Bisher im Auto und auf Reisen (Berge, Städte) genutzt habe wir OsmAnd+, eine Smartphone App, die man offline benutzen kann und die man für´s Auto oder Wandern ganz wunderbar einstellen kann, Höhenlinien, Straßenbeschaffenheit etc. bis hin zur Warnung vor Zebrastreifen.

Auf der BMW reicht mir für´s Erste - Anschaffungen hate ich genug nach Kauf v.a. Sicherheitsausstattung von Kopf bis Fuß - eine einfache Navigationshilfe. Ziel eingeben und anzeigen lassen, wo es langgeht, weniger Infos auf dem Ablese-Bildschirm, dann kann es kleiner sein. Spiegel sind rund, warum kein rundes Display? Und das VIO wird am Spiegel montiert, d.h. relativ hoch, seitlich, ohne Überschneidungen mit Tacho u.a. Cockpit Anzeigen.

Ist wasserdicht lt. Hersteller,
Autorouting macht die App sogar offline, weil Karten offline runtergeladen werden können (Speicherkapazität des Smartphone ist die Grenze),
Stromversorgung per Akku, Bluetooth und GPS ziehen permanent Strom
Größe und Bedienbarkeit sind minimalistisch,
Kartenmaterial m.E. ebenfalls stark auf Straßenrouting zugeschnitten (mein OsmAnd+ leistet dagegen ein Vielfaches an Details),
Routenplanung habe ich bisher über direkte Zieleingabe gemacht, komplizierte Routen siehe die Optionen aus dem online Handbuch,
keine Schnittstelle zum PC,
Routen sind speicherbar, jedoch am Smartphone, nicht über das Gerät,
Sprachausgabe am Gerät bzw. über´s Smartphone direkt, per Bluetooth oder Kabelstecker,
Software Updates einzig über Bluetooth Verbindung zum Smartphone, betrifft Geräte Updates und natürlich Kartenmaterial,
User Interface wie gesagt minimalistisch oder böse gesagt: rudimentär, nett gesagt: retro, stylisch verpackt :lol:
Service von TomTom haben die Forennutzer mehr Ahnung. :wink:
Spezialfunktionen von TomTom wie Verkehrsstau, Radarinfos und Gefahrenstellen benötigen eine Internetverbindung des Smartphone (will ich nicht, für eine längere Tour bestimmt ein nice to have feature).

Würde gerne einen stärkeren Akku einbauen, warte noch ab bis ich verlässliche Laufzeiten gesammelt habe, einen USB Zusatzakku (powerbank mit LiPo, Ausgänge für 2 Geräte) werde ich noch anschaffen, Stromverlängerung für die BMW Bordsteckdose habe ich, doch das Gekabel stört mich unter der Fahrt. Akku kann man mit dunklem Bildschirm schonen, mir ist es zu dunkel, eine mittlere Einstellung genügt. Die Befestigung auf der Plastik Aufnahme wirkt auf den ersten Blick stabil genug, aber ich zweifle stark, ob das Jahre hält.

Für ernsthafte Navigation ist das VIO das falsche Gerät, das wusste ich vor dem Kauf. Für mich tut es, zuhause aufladen, kabellos aufstecken, ein Knopfdruck und sofort ist Bild da, die Smartphone App starte ich davon unabhängig, kann die Sprachausgabe nutzen ohne das VIO anzuschalten. Mit Handschuhen ist der Einschaltknopf hinten/oben gut zu treffen. Kurz gedrückt geht das VIO in einen standby, praktisch um die Bluetooth Koppelung zu erhalten, zum ganz Ausschalten (Stromsparen) muss man länger drücken, beim Fahren zu umständlich, an einer Ampelpause machbar.

Autorouting habe ich vor Ort ausgiebig getestet, bin auf mir bekannten Strecken bewusst weiter- und falschgefahren, um zu sehen, wie schnell reagiert die TomTom App, bin zufrieden, je nach Streckenverlauf will die Software zurückleiten oder sie schaltet in wenigen Sekunden um und leitet auf dem neuen Weg weiter. Vielleicht ist das ein Vorteil der offline Navigation oder ein Merkmal eines schnellen Smartphones (Achtkerner in meinem Fall, älteren Datums).

Fazit, das TomTom Vio ist in erster Linie ein ziemlich ... kleines Ding mit Elementarfunktionen und schwachem Akku, erst mit der TomTom App wird die Sache runder - noch runder als das Bildschirmchen am Spiegel :D - mir gefällt dieser Lückenfüller ganz gut, Smartphone ist eh dabei mit anderen, ebenfalls offline Navi-Apps. Das VIO von TomTom bietet gerade den leicht zu montierenden Bildschirm am bike, mit einem Dreh beim Abstellen abgenommen, weil klein genug passt es in jede Tasche, mitgelieferte Silikon-Hülle leistet sogar einen gewissen Stoßschutz.

P.S. Bericht ist etwas länger geworden, ich fand die "Kriterien für GPS" richtig gut und wollte das mal durchspielen für das Rollerdingens am Motorrad.

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bmw peter
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Re: Kriterien für GPS am Motorrad

#93 Beitrag von bmw peter » 7. September 2019, 08:37

Wäre nix für mich, ich will nicht nur von A nach B navigieren.
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Re: Navigationshelferlein zur App - das TomTom VIO

#94 Beitrag von Tramper » 8. September 2019, 19:23

RS259-black hat geschrieben:
6. September 2019, 22:21

Fazit, das TomTom Vio ist in erster Linie ein ziemlich ... kleines Ding mit Elementarfunktionen und schwachem Akku
Halt ein Lifestyle Produkt dass viel kostet und nicht mehr Nutzen bietet als eine viel günstigere wasserdichte Smartphone Hülle.

Technisch gesehen ist der Via nur ein Bildschirm in Form eines Vespaspiegel, da die eigentliche Navigationsarbeit die App von TomTom auf dem Smartphone erledigt. Wie Du richtig geschrieben hast, ist das ein Gadget für Vespa Roller, die vor Jahren einen Boom erlebt haben. Das erklärt auch warum die Akkuleistung nur für die Fahrt zu den Einkaufsmeilen in Großstädten oder einen Trip zu Freunden resp. angesagten Clubs in der Stadt ausreicht, aber niemals für eine ganze Tagestour mit deiner GS.

Mein Fazit: Für Anfänger und ambitionierte Motorradfahrer reicht es völlig aus, wenn das Navi vom aktuellen Standort zum gewünschten Zielort navigiert, das ist die Aufgabe der Autoroutingfunktion die in jedem Navi serienmässig vorhanden ist. Auf der längeren Motorradtour ist noch die Stromversorgung über das Bordnetz und Wasserdichtigkeit nach IPX7 Norm ein unverzichtbares Muss. Die Funktion kurvenreiche Strasse kann durch befahren von kleineren Strassen evt. mit Steigungen oder Gefälle ersetzt werden.

Grüessli Tramper

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