Hallo liebe BMW Fans,
ich hatte letztes Jahr einem Unfall meine K1200GT (Baujahr Mitte 2007)
Eine Pkw hatte mir die Vorfahrt genommen. Ich habe die Maschine zwar noch zum stehen gebracht und eine echte Kollision verhindert, konnte die Maschine im Stand aber nicht mehr halten und musste Sie auf der rechten Seite "sanft" ablegen. (während einer Ausweichbewegung nach links gestoppt und dann rechts übergekippt)
Große Schäden waren zum Glück nicht festzustellen. An Lackschäden gab es nur eine etwa 0,5cm^2 große Stelle an der äußersten Stelle der Verkleidung (dort wo obere und untere Verkleidung hinten zusammenstoßen) die mit der Straße Kontakt hatte.
Selbst der Gutachter war damals erstaunt, das nicht mehr festzustellen war. An der Fußraste gab es noch Spuren.
Problem 1:
Jetzt nach einem Jahr habe ich festgestellt, dass der Hauptständer nach links verzogen ist.
Der Gummipuffer, an dem das linke Bein des Ständers normalerweise anliegt, sitzt jetzt etwa gut 1 cm rechts neben dem linken Bein des Hauptständers (also teilweise auf der Haltefeder), Führt dazu, dass der Ständer nicht mehr ganz nach oben geht.
Hier meine Fragen:
F1. Wie schafft man es den Ständer so zu verziehen. (ca. 2-2,5 cm auf der gesamten Länge)
F2. Wenn eine K1200GT auf der rechten Seite liegt, wo sind die Auflagepunkte.
Hat der Ständer dabei möglicherweise der Last der Maschine nicht standgehalten.
Das Problem mit dem Ständer ist mir erst jetzt aufgefallen, als ich zum Reifenwechsel in der Werkstatt war.
Der Mechaniker hat mich auf die ungewöhnliche Stellung des Ständers aufmerksam gemacht. Lässt sich schwer abbocken.
Und jetzt kommt nämlich noch ein weiteres Problem hinzu.
Problem 2:
Der Ständer steht zu weit vorn, d.h. die Maschine hat auf dem Hauptständer stehend sowohl mit Vorder- und Hinterrad Bodenkontakt.
Sprich "Bleche" die die Anschläge für den Ständer darstellen müssen sich verdreht haben, so dass der Ständer mittlerweile weiter nach vorn steht und sogar schon auf die Halterung der unteren Verkleidung drückt. (Der Hebel am Hauptständer sitzt jetzt natürlich auch auf.)
Ich habe versucht die Schrauben des Hauptständers zu lösen. Dabei habe ich festgestellt, dass diese verbogen sein müssen. Nach dem Lösen lassen sich die Schrauben nur sehr schwer drehen.
F3. Kennt jemand dieses Problem 2? (Evtl. generelles Konstruktionsproblem des Hauptständer/möglicher Garantiefall?)
F4. Sind beide Probleme voneinander unabhängig?
F5. Ist Problem 2 die Folge von Problem 1. Ist es möglich, das beim Sturz nach rechts nicht nur der Ständer sondern auch die Befestigungsschrauben verbogen wurden? Die verbogenen Befestigungsschrauben haben dann dazu geführt, dass die Anschläge des Ständers sich gelockert und im Laufe der Zeit nach vorn verschoben haben, bis auch das Hinterrad aufsitzt.
F6. Kennt jemand einen Gutachter, der sich auf Motorräder spezialisiert hat (Raum 03) oder gibt es dafür zu wenig Arbeit?
Wie seht Ihr diesen Sachverhalt.
Vielen Dank im Voraus für Ihre/Eure konstruktiven Kommentare.
bmwk12gt
K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
Mahlzeit bmwk12gt,
viele Fragen! Aber grundsätzlich;
da der damalige "Unfall" mir nicht so gravierend erscheint, als das er dir den Hauptständer demoliert hat, stellt sich mir eher die Frage eines Vorschadens.
Wenn der Schaden tasächlich von dem Umfaller gekommen ist, steht er in Zusammenhang mit dem Verursacher, d.h. ab zum Anwalt!
Hast du den Schaden selbst an der Backe würd ich am Ständer nicht viel rumklempner, raus mit dem Teil und ein neues rein.
Das Risiko das sie dir deshalb mal irgendwann umfällt würd ich nicht eingehen. Und dann sieht sie wahrscheinlich leckerer aus als vom Unfall selber.
Die Anschläge ggfl. richten soweit möglich oder tauschen.
viele Fragen! Aber grundsätzlich;
da der damalige "Unfall" mir nicht so gravierend erscheint, als das er dir den Hauptständer demoliert hat, stellt sich mir eher die Frage eines Vorschadens.
Wenn der Schaden tasächlich von dem Umfaller gekommen ist, steht er in Zusammenhang mit dem Verursacher, d.h. ab zum Anwalt!
Hast du den Schaden selbst an der Backe würd ich am Ständer nicht viel rumklempner, raus mit dem Teil und ein neues rein.
Das Risiko das sie dir deshalb mal irgendwann umfällt würd ich nicht eingehen. Und dann sieht sie wahrscheinlich leckerer aus als vom Unfall selber.
Die Anschläge ggfl. richten soweit möglich oder tauschen.
Viele Grüße
Gerd
Gerd
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
Hallo Gerd,
danke für Deine Antwort.
Nachtrag:
Die Sache ist aufgenommen und für die Lackierung hat die Versicherung der guten Frau mir nach dem Gutachten auch ganz schnell einen Scheck geschickt. Da ich den "kleinen Schönheitsfehler" nicht sofort durch lackieren der ganzen Verkleidung beseitigt habe.
Den Scheck habe ich noch nicht einmal eingelöst, sprich für mich war die Sache noch nicht abgeschlossen, für den Fall, dass ich noch was finde.
Mittlerweile überlege ich, ob ich die Verkleidung mal Abschraube, um zu schauen, ob sich nicht noch Schäden darunter verstecken.
Ja klar, ich hätte das alles schon letztes Jahr machen sollen und wenn ich jetzt damit komme, sieht das alles ganz schön blöd aus.
Die Sache mit dem Ständer und der unteren Verkleidung verdreifacht den Schaden jetzt.
Mir kam es damals so vor als schaue der Gutachter sich zum ersten mal so eine Maschine an. Naja...
Habe an meiner Maschine mal eine Spanplatte gegen die Räder gestellt und den dritten Punkt gesucht (quasi zur Simulation der Straße). Danach käme der Ständer zwischen Rädern und der Verkleidung als "Opfer" in Frage. Aber er ist ja nicht mehr in der originalen Position. Ich müsste das eigentlich an einer unfallfreien Maschine ausprobieren.
Oder, hat jemand Vielleicht ein Bild von einer K1200GT direkt von hinten, die nicht auf dem Hauptständer steht.
Vielleicht kann man darauf mit Hilfe eines Lineals erkennen, ob der hochgeklappte Ständer als Auflagepunkt überhaupt in Frage kommt.
Denn Ich will ja auf der anderen Seite auch niemanden etwas unterschieben.
Danke und
Schöne Grüße
bmw12kt
danke für Deine Antwort.
Nachtrag:
Die Sache ist aufgenommen und für die Lackierung hat die Versicherung der guten Frau mir nach dem Gutachten auch ganz schnell einen Scheck geschickt. Da ich den "kleinen Schönheitsfehler" nicht sofort durch lackieren der ganzen Verkleidung beseitigt habe.
Den Scheck habe ich noch nicht einmal eingelöst, sprich für mich war die Sache noch nicht abgeschlossen, für den Fall, dass ich noch was finde.
Mittlerweile überlege ich, ob ich die Verkleidung mal Abschraube, um zu schauen, ob sich nicht noch Schäden darunter verstecken.
Ja klar, ich hätte das alles schon letztes Jahr machen sollen und wenn ich jetzt damit komme, sieht das alles ganz schön blöd aus.
Die Sache mit dem Ständer und der unteren Verkleidung verdreifacht den Schaden jetzt.
Mir kam es damals so vor als schaue der Gutachter sich zum ersten mal so eine Maschine an. Naja...
Habe an meiner Maschine mal eine Spanplatte gegen die Räder gestellt und den dritten Punkt gesucht (quasi zur Simulation der Straße). Danach käme der Ständer zwischen Rädern und der Verkleidung als "Opfer" in Frage. Aber er ist ja nicht mehr in der originalen Position. Ich müsste das eigentlich an einer unfallfreien Maschine ausprobieren.
Oder, hat jemand Vielleicht ein Bild von einer K1200GT direkt von hinten, die nicht auf dem Hauptständer steht.
Vielleicht kann man darauf mit Hilfe eines Lineals erkennen, ob der hochgeklappte Ständer als Auflagepunkt überhaupt in Frage kommt.
Denn Ich will ja auf der anderen Seite auch niemanden etwas unterschieben.
Danke und
Schöne Grüße
bmw12kt
- @andi
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
Der verbogene Hauptständer kann nach meiner Ansicht nicht vom Stürz bzw. vom ablegen der Maschine sein. Mal abgesehen von der Verkleidung die eine Bodenberührung kaum zu lässt, ist der Schwerpunkt vorn. So das beim „ablegen“ der Maschine nicht mal der Auspuff in Mitleidenschaft genommen wird. Der Hauptständer liegt noch unterhalb des Auspuffs! Der verbogene Hauptständer ist von einer anderen Geschichte. Ob man den Hauptständer einfach richten kann, dass sollte dir jemand beantworten der sich mit so etwas auskennt. Da möchte ich lieber keine Empfehlung abgeben.
http://farm3.static.flickr.com/2647/392 ... 7f0d67.jpg
http://farm4.static.flickr.com/3528/392 ... 7b05c3.jpg
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K1200GT, 02/2003-06/2006, Z6, GPS2610
K1200GT, 07/2006-06/2025
R1300GS, 07/2025
Gruß Dirk
K1200GT, 07/2006-06/2025
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Gruß Dirk
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
Hallo,
dank an alle, die sich bisher beteiligt haben. Zur Ergänzung nun ein paar neue Erkenntnisse, der Nebel lichtet sich.
Nachdem ich mich aufgerafft habe und mir noch einmal eine GT beim Händler angesehen habe (Leider anderes Baujahr, sollte aber kein Problem sein. Oder?),
bin ich zu der Meinung gekommen, dass die Wurzel allen Übels nicht der Unfall gewesen sein kann, da der Ständer geschützt liegt.
Um zu sehen was wirklich alles ein Treffer gekriegt hat, habe ich den Ständer jetzt abgebaut.
Leichter gesagt als getan. Die Schrauben waren sehr fest. Auf der linken Seite half dann sogar nur noch die
Bohrmaschine, nachdem der Schraubenkopf ausgelutscht war.
Jetzt zeigt sich folgendes Bild.
Nach meiner Meinung ist der Ständer ok und NICHT, wie im zunächst Titel angenommen, verzogen. Sieht alles schön symmetrisch aus. Aber, die Anschläge waren ihrer Aufgabe nicht gewachsen und haben nachgegeben, welcher Macht/Kraft auch immer.
Anschlag rechts: Anschlag links: Dass der Gummistopper nicht mehr an der richtigen Position (sowohl seitlich als auch in der Höhe) war, lag nicht am Hauptständer, sondern daran, dass der "Anschlag links" so stark verbogen ist.
(im nächsten Beitrag geht es weiter)
dank an alle, die sich bisher beteiligt haben. Zur Ergänzung nun ein paar neue Erkenntnisse, der Nebel lichtet sich.
Nachdem ich mich aufgerafft habe und mir noch einmal eine GT beim Händler angesehen habe (Leider anderes Baujahr, sollte aber kein Problem sein. Oder?),
bin ich zu der Meinung gekommen, dass die Wurzel allen Übels nicht der Unfall gewesen sein kann, da der Ständer geschützt liegt.
Um zu sehen was wirklich alles ein Treffer gekriegt hat, habe ich den Ständer jetzt abgebaut.
Leichter gesagt als getan. Die Schrauben waren sehr fest. Auf der linken Seite half dann sogar nur noch die
Bohrmaschine, nachdem der Schraubenkopf ausgelutscht war.
Jetzt zeigt sich folgendes Bild.
Nach meiner Meinung ist der Ständer ok und NICHT, wie im zunächst Titel angenommen, verzogen. Sieht alles schön symmetrisch aus. Aber, die Anschläge waren ihrer Aufgabe nicht gewachsen und haben nachgegeben, welcher Macht/Kraft auch immer.
Anschlag rechts: Anschlag links: Dass der Gummistopper nicht mehr an der richtigen Position (sowohl seitlich als auch in der Höhe) war, lag nicht am Hauptständer, sondern daran, dass der "Anschlag links" so stark verbogen ist.
(im nächsten Beitrag geht es weiter)
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
(Fortsetzung)
Aufgefallen ist die ganze Sache als die Maschine auf Vorder- und Hinterrad gleichzeitig stand und der Hebelarm komplett auflag. So wie in dem Bild angedeutet. Dann kriegt auch die Verkleidung langsam Probleme und es sieht bald so aus,
da der Ständer dann stark auf die hintere Halterung der unteren Verkleidung drückt (hier die rechte Seite). Es stellt sich aber trotzdem noch die Frage, wie kann es dazu kommen, dass die Anschläge des Ständers sich so verbiegen?
Gab es bereits beim Zusammenbau Probleme mit der linken Schraube?
Sind 4 mm vielleicht zu schwach dimensioniert liebe Konstrukteure von BMW?
Werde jetzt neue Anschläge einbauen und künftig besser auf Veränderungen achten.
Schöne Grüße und allzeit eine unfallfreie Fahrt
bmwk12gt
Aufgefallen ist die ganze Sache als die Maschine auf Vorder- und Hinterrad gleichzeitig stand und der Hebelarm komplett auflag. So wie in dem Bild angedeutet. Dann kriegt auch die Verkleidung langsam Probleme und es sieht bald so aus,
da der Ständer dann stark auf die hintere Halterung der unteren Verkleidung drückt (hier die rechte Seite). Es stellt sich aber trotzdem noch die Frage, wie kann es dazu kommen, dass die Anschläge des Ständers sich so verbiegen?
Gab es bereits beim Zusammenbau Probleme mit der linken Schraube?
Sind 4 mm vielleicht zu schwach dimensioniert liebe Konstrukteure von BMW?
Werde jetzt neue Anschläge einbauen und künftig besser auf Veränderungen achten.
Schöne Grüße und allzeit eine unfallfreie Fahrt
bmwk12gt
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Re: K1200GT Hauptständer verzogen, Folge eines Sturzes?
Grüß dich bmwk12gt,
ja mit den Fotos kann man doch mal was anfangen!
Tja, die Ursachenforschung bei solchen Sachen ist stets schwierig, wenn überhaupt möglich. (wenn überhaupt sinnvoll)
Das dort ein Werksseitiger (Konstruktions)fehler vorliegt glaub ich kaum, da es das Modell schon ein paar Tage am Markt gibt.
Und da sitzen manchmal figürliche Dumdum-Geschosse drauf die der Ständer ebenfalls ab können muß.
Es scheint mir eher so als wenn dort dein Vorbesitzer ausgibiege Turnübungen-, oder eine sehr praxisfremde Abbocktechnik angewendet hat.
Vieleicht ist der Ständer auch mal in vollbeladenen Zustand an einer Bordsteinkannte einfach überdehnt worden. Wer weiß?
Wichtig is daber das kein größerer Schaden entstanden is. Alles was nu krum, platt oder ausgeschlagen und eingerissen is, ab zum Altmetall.
Alles neue macht der Mai. Und das schöne daran is, man kanns auch noch selber machen.
ja mit den Fotos kann man doch mal was anfangen!
Tja, die Ursachenforschung bei solchen Sachen ist stets schwierig, wenn überhaupt möglich. (wenn überhaupt sinnvoll)
Das dort ein Werksseitiger (Konstruktions)fehler vorliegt glaub ich kaum, da es das Modell schon ein paar Tage am Markt gibt.
Und da sitzen manchmal figürliche Dumdum-Geschosse drauf die der Ständer ebenfalls ab können muß.
Es scheint mir eher so als wenn dort dein Vorbesitzer ausgibiege Turnübungen-, oder eine sehr praxisfremde Abbocktechnik angewendet hat.
Vieleicht ist der Ständer auch mal in vollbeladenen Zustand an einer Bordsteinkannte einfach überdehnt worden. Wer weiß?
Wichtig is daber das kein größerer Schaden entstanden is. Alles was nu krum, platt oder ausgeschlagen und eingerissen is, ab zum Altmetall.
Alles neue macht der Mai. Und das schöne daran is, man kanns auch noch selber machen.

Viele Grüße
Gerd
Gerd