Garantieverlängerung sinnvoll???

Alles, was mit der Technik der LUFTgekühlten R1200xx zu tun hat
Antworten
Benutzeravatar
qtreiber
Beiträge: 2200
Registriert: 3. Januar 2003, 13:58

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#51 Beitrag von qtreiber »

Franz1954 hat geschrieben:Und alle Servicearbeiten müßen nach Zeit und km Plan beim BMW Schrauber bis dahin gemacht worden sein!!
hierzu ein kleines, selbsterlebtes Beispiel:

Eine Erstattung durch die Anschlussgarantie wurde im ersten Schritt abgelehnt, weil auf der vom zuständigen BMW-Händler u. A. eingereichten Inspektionsrechnung das Motoröl nicht aufgeführt war. Dieses hatte ich selbst angeliefert. Nachdem ich nachträglich die noch vorhandene Rechnung *hust* über das gekaufte, zulässige Motoröl nachreichte, klappte die Abrechnung einwandfrei.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
----------------------------------
R 1300 GS - EZ 03-2024
Ehemalige:
V2S Multistrada, V4 Multistrada Pikes Peak, R1250GS, Multi 1260S, R1200R, XCountry, ff

...hier fehlt das Danone-Logo...
Benutzeravatar
Jette
Beiträge: 297
Registriert: 25. September 2010, 23:46
Mopped(s): R1200R 2010
Wohnort: Saar

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#52 Beitrag von Jette »

Hallo,

nun stehe ich nach vier Jahren auch wieder an dem Punkt, um mir über eine Garantieverlängerung Gedanken zu machen. Mein Schätzchen hat jetzt 19.000 km und in den vier Jahren war einmal der Tankgeber kaputt und das RDC-Ventil ist abgebrochen (beides wurde letztendlich kostenlos ersetzt).
Nun kostet die Garantie aber jährlich 272,- Euro und das empfinde ich schon als sehr grenzwertig. Wieviel bezahlt man im Schnitt wohl pro Jahr für außerplanmäßige Reparaturen? Wie wahrscheinlich kämen über 1.000 Euro in den kommenden vier Jahren zusammen?
Benutzeravatar
m53biker
Beiträge: 87
Registriert: 5. August 2013, 22:55
Mopped(s): BMW R1200R-LC (2016)
Wohnort: München

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#53 Beitrag von m53biker »

Hallo,

ich habe mir (nicht nur beim Motorrad fahren) angewöhnt, Risiken nicht nach der Wahrscheinlichkeit des Eintritts, sondern nach der Höhe des möglichen Schadens zu bewerten. Beispiel: fast alle Häuslebesitzer zahlen die (gesetzlich vorgeschriebene) Gebäudebrandversicherung umsonst, denn die Wahrscheinlichkeit eines Brandes ist statistisch gesehen sehr gering. Aber wenn es passiert, ist man (in aller Regel) ruiniert und hat Hab und Gut verloren.

Bei der Garantieverlängerung (eigentlich eine Reparaturkostenversicherung) ist das genauso. Klar, wenn nur kleine Schäden aufgetreten sind, hat sich die Garantieverlängerung nicht gelohnt. Andererseits spielen die rund 270 Euro hierfür im Vergleich zu dem jährlichen Gesamtaufwand fürs Motorradfahren (Versicherung, Steuer, Reifen, Inspektion, Sprit, Wertverlust, Zubehör usw.) nur eine Nebenrolle, ein Betrag, den man leicht verschmerzen kann. Im Gegensatz dazu würde mich die Reparatur eines kapitalen Motor- oder Getriebeschadens mit ein paar Tausend Euro schon treffen. Sollte sowas eintreten, ist man froh, eine Garantieverlängerung zu haben.

Schönen Gruß

Robert
1969 bis heute: Kreidler RS - BMW R 75/5 (leider nur leihweise, siehe Foto) - Honda CB400T - Honda CX500 - (16 Jahre "Babypause") - Honda CB500T - Honda Hornet 900 - Honda CBF1000 - BMW K1300GT - BMW R1200R - BMW R1200R-LC
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#54 Beitrag von farbschema »

8) Traumkunde einer jeden Versicherung.

Man muss sich ja definitiv nicht gegen jeden UnglücksFall absichern.
Richtig wäre imho eine Abwägung von SchadenseintrittsWahrscheinlichkeit UND möglichem Schaden.
Wenn das subjektive Risiko zu hoch erscheint, dann sollte man es tun, sofern der zu erlösende Betrag passt.

Im oben genannten Reparaturfall (Garantieverlängerung, Schaden über 1.000.-) ists ja auch mögich, dass Motorrad notfalls günstiger zu verkaufen oder alternative Reparaturen mit Gebrauchtteilen und freier Werkstatt / Eigenleistung zu erwägen.

(Ein Freund hatte jetzt einen Schaden der Steuerkette am 320d Touring, E91: Reparatur über freie Werkstatt ging auch. BMW "ging" finanziell nicht mehr, da wirtschaftlicher Totalschaden)

Subjektiv finde ich 270.- EUR für zwei bis vier Jahre "Sicherheit" völlig ok.
Sofern man die Inspektionen definitiv eh bei BMW machen würde.

Die zumindest 3x 250.- EUR + X Inspektion (im letzten Jahr bräuchte mans ja nicht) machen das Ganze nachher teuer. Da beruht imho das Geschäftsmodell mit der Gebrauchtgarantie drauf: Kundenbindung.

Mit Minimal-Wartung nach Plan: Öle, Ventile, Kerzen, Filter, Riemen, Bremsflüssigkeit & Verschleißteile wäre man
in Summe sicher deutlich günstiger.
m53biker hat geschrieben:Hallo,
...
ich habe mir (nicht nur beim Motorrad fahren) angewöhnt, Risiken nicht nach der Wahrscheinlichkeit des Eintritts, sondern nach der Höhe des möglichen Schadens zu bewerten. Beispiel: fast alle Häuslebesitzer zahlen die (gesetzlich vorgeschriebene) Gebäudebrandversicherung umsonst, denn die Wahrscheinlichkeit eines Brandes ist statistisch gesehen sehr gering. Aber wenn es passiert, ist man (in aller Regel) ruiniert und hat Hab und Gut verloren.
...
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
ChristianS
Beiträge: 5088
Registriert: 17. August 2009, 17:25
Wohnort: Mittendrin

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#55 Beitrag von ChristianS »

Subjektiv finde ich 270.- EUR für zwei bis vier Jahre "Sicherheit" völlig ok.
Hier gehts aber um 270€ für ein Jahr!

Ich hielt es in der Vergangenheit so wie Robert es beschreibt und werde auch zukünftig jährlich verlängern.

Jette, wer ist denn der Anbieter der Garantie? Die CarGarantie Bike?
Christian grüßt den Rest der Welt
Benutzeravatar
Jette
Beiträge: 297
Registriert: 25. September 2010, 23:46
Mopped(s): R1200R 2010
Wohnort: Saar

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#56 Beitrag von Jette »

Danke für Eure Rückmeldungen,

ja, das ist die CarGarantie Bike. Die erste Garantieverlängerung um 2 Jahre kostete gerade mal 260,- Euro. Nun für nur ein Jahr 272,- Euro zu zahlen, erscheint mir unverhältnismäßig - wird aber aufgrund irgendwelcher Schadensstatistiken schon einen Grund haben. Muss nochmal in mich gehen :roll:.
Franz1954

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#57 Beitrag von Franz1954 »

Wenn man alles bei der BMW Werkstatt machen lässt ist diese Grantie sinnvoll. Wenn man überlegt dass alleine schon der Simmerring wechseln an der Kardan beidseitig bei BMW 390,- Euro gekostet hat, ist bei dieser kleinen Reparatur der Betrag von 275,- Euro schon gut angelegt. Größere Rep. wie Motor, Getriebe, ABS sind da schon andere Preislagen, wo da Hobby schnell mal überdimensional teuer werden kann, wenn man die Versicherung nicht hat.

Franz
Benutzeravatar
m53biker
Beiträge: 87
Registriert: 5. August 2013, 22:55
Mopped(s): BMW R1200R-LC (2016)
Wohnort: München

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#58 Beitrag von m53biker »

farbschema hat geschrieben:8) Traumkunde einer jeden Versicherung.
Ganz im Gegenteil: Bei meiner Form von Risikodefinition erweisen sich die meisten Versicherungen als überflüssig.
Aber lassen wir das, gehört eh nicht dieses Forum.
1969 bis heute: Kreidler RS - BMW R 75/5 (leider nur leihweise, siehe Foto) - Honda CB400T - Honda CX500 - (16 Jahre "Babypause") - Honda CB500T - Honda Hornet 900 - Honda CBF1000 - BMW K1300GT - BMW R1200R - BMW R1200R-LC
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#59 Beitrag von farbschema »

Ok, danke für den Hinweis.

Für zwei (oder mehr Jahre) finde ich den genannten Preis ggf. akzeptabel. Je nach Status der Verlängerung
scheinen zwei Jahre für den Betrag ja möglich.

(Das Forum ist scheinbar kein Streichelzoo, hüstel)
ChristianS hat geschrieben: Hier gehts aber um 270€ für ein Jahr!
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
helmi123 (inaktiv)
Beiträge: 10314
Registriert: 7. November 2002, 12:59

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#60 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

:) ,ja auf jeden Fall siehe auch .ADAC.

Wer die Technik versteht sich eine "Schrauberei" zutraut, braucht keine Verlängerung,wurde aber schon gesagt.
Benutzeravatar
Steinhuder
Beiträge: 978
Registriert: 20. Juni 2013, 05:57
Mopped(s): Earl Grey
Wohnort: Nahe WBL

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#61 Beitrag von Steinhuder »

Franz1954 hat geschrieben:Größere Rep. wie Motor, Getriebe, ABS sind da schon andere Preislagen,....
Wer hat sowas bei einem neueren Modell tatsächlich schon gehabt?
Also jetzt nicht die Getriebeprobleme von 1995/96 wieder aufwärmen.

Ich halte eine außerordentliche Reparaturgröße von 270 Euro jährlich für zu hoch.
Selbst ein Simmerinringwechsel ist da nach zwei, drei Jahren wieder drin.

Zudem gehe ich lieber zu besseren Konditionen in die Werkstatt meines Vertrauens.
Benutzeravatar
qtreiber
Beiträge: 2200
Registriert: 3. Januar 2003, 13:58

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#62 Beitrag von qtreiber »

Steinhuder hat geschrieben:Ich halte eine außerordentliche Reparaturgröße von 270 Euro jährlich für zu hoch.
Selbst ein Simmerinringwechsel ist da nach zwei, drei Jahren wieder drin.

Zudem gehe ich lieber zu besseren Konditionen in die Werkstatt meines Vertrauens.
so ist dem. Mit Kaffee.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
----------------------------------
R 1300 GS - EZ 03-2024
Ehemalige:
V2S Multistrada, V4 Multistrada Pikes Peak, R1250GS, Multi 1260S, R1200R, XCountry, ff

...hier fehlt das Danone-Logo...
Benutzeravatar
ChristianS
Beiträge: 5088
Registriert: 17. August 2009, 17:25
Wohnort: Mittendrin

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#63 Beitrag von ChristianS »

Schön, wenn man eine freie Motorradmeisterwerkstatt in der Nähe hat.
Hier im Umkreis gibts nur Italien, Japan, Österreich............und BMW (ohne Kaffee, aber mit Leihmotorrad). :?

Hab grad mal in den alten Antworten gestöbert:
2012 kostete ein Jahr noch 258,17€
2014 kostet ein Jahr 272€
Offensichtlich hat man erkannt, dass damit Geld zu verdienen ist.
(Das Forum ist scheinbar kein Streichelzoo, hüstel)
Stimmt Hier gehts gnadenloser zu, als im Kindergarten :lol:
Christian grüßt den Rest der Welt
Franz1954

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#64 Beitrag von Franz1954 »

ChristianS hat geschrieben: Hab grad mal in den alten Antworten gestöbert:
2012 kostete ein Jahr noch 258,17€
2014 kostet ein Jahr 272€
Offensichtlich hat man erkannt, dass damit Geld zu verdienen ist.
Natürlich ist damit Geld zu verdienen. Ich kenne keine Firma die antritt ohne damit Geld machen zu wollen. An manchen Motorrädern zahlen sie drauf, an den meisten aber wahrscheinlich nicht. Aber gut ist es für die Besitzer der Motorräder, bei denen sie draufzahlen.
Die Mopeds und die Reparaturen werden immer teurer, die Versicherung nimmt sich auch ein bischen mehr vom Kuchen. Alles wir laufend teurer.
Ich habe 2009 und 2010 noch 200,- und 220,- Euro für die Versicherung einer RT bezahlt. Die einzige Rep. die sie bezahlen mussten waren die 395,- Euro für die Simmerringe. Wäre also ohne die Versicherung besser gewesen. Aber da ich kein Hellseher bin, ........
Diese Kosten waren jedenfalls vorher absehbar.
Tramper
Beiträge: 1482
Registriert: 21. Mai 2006, 01:36
Mopped(s): R 1200 R GS Adv
Wohnort: Mostindien

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#65 Beitrag von Tramper »

Jette hat geschrieben:Mein Schätzchen hat jetzt 19.000 km und in den vier Jahren war einmal der Tankgeber kaputt und das RDC-Ventil ist abgebrochen (beides wurde letztendlich kostenlos ersetzt).
Nun kostet die Garantie aber jährlich 272,- Euro und das empfinde ich schon als sehr grenzwertig.
Wie sieht denn deine persönliche Schadensbilanz aus? Tankgeber und RDC Ventil kosten keine 1'000 Euro auch wenn sie noch zweimal ersetzt werden müssten in den nächsten 4 Jahren.

Meine 3 Boxer haben alle über 70'000 km ohne eine Garantiereparatur zurückgelegt, und rein statistisch werden sie das auch über die nächsten 70'000 Kilometer machen, wie tausende andere Motorräder auch. Und wenn trotzdem eine grössere Reparatur dazu kommt, kostet die garantiert nicht über 4'000 Euro, die ich für die Garantieverlängerungen hätte zahlen müssen. Die gleichen Erfahrungen und Überlegungen machen übrigens alle Vielfahrer, die mit einem Motorrad zuverlässig 100'000 bis 200'000 km zurücklegen. Und wenn ein Motorrad nicht mehr zuverlässig eine Motorradtour über 4'000 km übersteht, zeigt der Kilometerzähler bestimmt deutlich mehr als 200'000 km auf der Uhr.

Liegt ein Produktions-, Material-, Konstruktions- oder Arbeitsfehler vor, tritt dieser auch in den ersten tausenden Betriebskilometer auf, und nicht Jahre oder zehntausende Kilometer später. Zudem haben die Ersatzteile ebenfalls Garantie und Gewährleistung wie die neuen Motorräder. Aus diesem Grund wird in 97% der Fälle die Garantieverlängerung gar nicht beansprucht oder teuer überzahlt, da die Reparaturkosten deutlich tiefer liegen, als die der Garantieverlängerung. Da aber die Menschen in unsicheren Zeiten bereit sind, für die eigene Sicherheit grössere Geldsummen auszugeben, sind die kostenpflichtigen Garantieverlängerungen ein lukratives Zusatzgeschäft, mit sehr viel Gewinn bei minimalem Aufwand.

Grüessli Tramper
Zuletzt geändert von Tramper am 4. September 2014, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#66 Beitrag von farbschema »

Kann man drüber nachdenken.
Dennoch macht es micht stutzig, dass es die BMW-Dauertest-Mopeten regelmäßig intensiv zerbröselt.
Die Honda-Stühle sind meist durch ähnliche Distanzen mit Lächeln oder minimal blauem Auge durchkommen.

Nicht Umsonst habe ich mir eine gut abgehangene neue Q auf die Weide gestellt. Und hoffe das Beste.

Steinhuder hat geschrieben: Wer hat sowas bei einem neueren Modell tatsächlich schon gehabt?
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#67 Beitrag von farbschema »

Auch hier würde ich sagen: Möglicher Schaden & Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Komplexität der Systeme hat nochmal deutlich zugelegt. Manche schaue sich bspw. mal (Google-) Bilder von in der Werkstatt zerlegten RTs / 1600ern an. Grauenhaft :shock:

Bei 2.000.- EUR Repaturkosten werden viele Biker erstmal schlucken.

Das (strategisch ) Gute an Garantieverlängerungen: Der Hersteller hat ein nochmals *verstärktes* finanzielles Interesse an Langzeitqualität der verkauften Gurken. Zusätzlich zu Image, Aktien- und damit Markenwert.


Tramper hat geschrieben: Da aber die Menschen in unsicheren Zeiten bereit sind, für die eigene Sicherheit grössere Geldsummen auszugeben, sind die kostenpflichtigen Garantieverlängerungen ein lukratives Zusatzgeschäft, mit sehr viel Gewinn bei minimalem Aufwand.
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
qtreiber
Beiträge: 2200
Registriert: 3. Januar 2003, 13:58

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#68 Beitrag von qtreiber »

farbschema hat geschrieben:Das (strategisch ) Gute an Garantieverlängerungen: Der Hersteller hat ein nochmals *verstärktes* finanzielles Interesse an Langzeitqualität der verkauften Gurken.
diese Meinung hast du exklusiv.


Grundsätzlich rechnet sich die Garantieverlängerung für den Kunden/Versicherungsnehmer nie. Im Einzelfall, ja.

Persönlich hatte ich bei einem Vorgängermoped 1x die Garantieverlängerung (R1200GS). Überflüssig und zu teuer.

Meine R12R aus 2006 ist knapp vor der 100 TKM-Grenze, eine Versicherung hätte sich bisher für dieses Fahrzeug nicht gerechnet.



... und hör mir auf mit Hondas. Selbst hatte ich jahrelang eine CBR1000, die mir nie/kaum Ärger bereitet hat, aber die ach so zuverlässigen CB450S und CB500 (vor drei Tagen glücklicherweise verkauft) meiner zwei Söhne hatten permanent Probleme. Der jüngere stellt sich nun ein F800S in den Stall. Probefahrten mit Mopeds anderer Marken hat er gemacht, am besten hat ihm die 800S gefallen.
So kann es auch laufen.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
----------------------------------
R 1300 GS - EZ 03-2024
Ehemalige:
V2S Multistrada, V4 Multistrada Pikes Peak, R1250GS, Multi 1260S, R1200R, XCountry, ff

...hier fehlt das Danone-Logo...
Tramper
Beiträge: 1482
Registriert: 21. Mai 2006, 01:36
Mopped(s): R 1200 R GS Adv
Wohnort: Mostindien

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#69 Beitrag von Tramper »

farbschema hat geschrieben:Dennoch macht es micht stutzig, dass es die BMW-Dauertest-Mopeten regelmäßig intensiv zerbröselt.
Wenn 1'000 BMW's und nicht nur 1 Motorrad dauergetestet werden, würde sich das relativieren.

Oder würdest du uns Motorradfahrer als notorische Raser bezeichnen, nur weil bei einer Radarkontrolle, ein einziger die Höchstgeschwindigkeit um 130 Stundenkilometer überschreitet? 83% der Kontrollierten haben statistisch gesehen die Höchstgeschwindigkeit nicht übertreten und 93% der erwischten Sünder bleiben im tolorierten Bereich der tiefen Ordnungsbussen.

Wir würden hier im Forum viel mehr über ausgeführte Garantie- oder Kulananzreparturen lesen, wenn diese auch vermehrt auftreten würden.

Grüessli Tramper
Benutzeravatar
Lingman
Beiträge: 401
Registriert: 6. April 2012, 07:25
Mopped(s): R 1200 GS 2015
Wohnort: Bochum

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#70 Beitrag von Lingman »

farbschema hat geschrieben:Dennoch macht es micht stutzig, dass es die BMW-Dauertest-Mopeten regelmäßig intensiv zerbröselt.
Zu intensiv fällt mir nur der Getriebeschaden beim aktuellen GS-Dauertest ein. Ich meine mich zu erinnern, dass z. B. die R12R sehr gut abgeschnitten hätte - ob das in der Motorrad oder MO war, hab ich allerdings nicht mehr auf dem Schirm.

Was ist denn noch alles zu Bruch gegangen in Sachen BMW?
Grüße ausm Ruhrpott

Bernd
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#71 Beitrag von farbschema »

=> Die Schäden werden bekanntlich an die Versicherungen weiter gereicht. Wenn das Schadensaufkommen zu hoch ist, werden die Bedingungen der Anschlussgarantie für den Hersteller (Interesse: Image / Service-Verrechnung) und Kunden (Sicherheit, Kosten-/Nutzen) unaktraktiv.

Daher ist es meine Meinung, dass der Hersteller in Richtung Qualität gedrückt wird. Hier wird das Management & Controlling des Herstellers zusätzlich drauf schauen (Garantieschäden über die Jahre), da die Kennzahlen - auch der Versicherung - intern kommuniziert und besprochen werden und eine nicht unerhebliche Relevanz haben.

Ich denke, dass ich nicht der Einzige bin, der das nachvollziehen kann. Wieviel das letztlich bringt muss man sehen. Bei der Preisagressivität, der Produkt-Komplexität und dem Innovationsdruck arbeiten die Entwickler und Lieferanten konstant an der Grenze der Überforderung. Meine Meinung. Daher gibt es genug Qualitätsbremsen.

=>Das ist ein NoBrainer - Garantieverlängerung rechnet sich NUR im Einzelfall für den Kunden. Statistisch natürlich NIE. In der Summe muss das Geschäftsmodell Versicherung einen Überschuss bringen. Sonst taugt das Geschäftsmodell nicht und wird eingestellt.


qtreiber hat geschrieben: diese Meinung hast du exklusiv.

Grundsätzlich rechnet sich die Garantieverlängerung für den Kunden/Versicherungsnehmer nie. Im Einzelfall, ja.
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#72 Beitrag von farbschema »

1.) Das aktuelle GS LC-Modell gehört sicher zu "intensiv beschädigt" - Getriebeschaden, ggf. Späne: Motor & Getriebe neu

2.) R1200 GS OHC Ventilabriss (bei 44TKM), Ölverlust auf Hinterrad => ähnliche Technik R1200R
http://www.tourenfahrer.de/motorrad-tec ... dauertest/

3.) R1100 RT (1997), Auslassventil, Getriebezwischenwelle, erwähnt in
http://www.tourenfahrer.de/motorrad-tec ... dauertest/

4.) DauertestTest K1300 GT Kupplung - wirft mit Teilen
http://www.motorradonline.de/news/schad ... bmw/242687

5.) Dauertest S1000RR Nockenwelle, Radlager bei ca. 25 TKM
http://www.motorradonline.de/dauertest/ ... 44?seite=2

6.) / Test K1200 RS / einfach mal suchen.

Mehr mag ich grad nicht mehr suchen. Es geht mir um allgemeine Anmerkungen zur HerstellerQualität.
Natürlich allesamt nachhaltig gelöste, niemals jemals wieder aufgetretene Einzelfälle durch Nutzung unter extremer
Belastung. Waren ja auch die ersten ausgelieferten Maschinen. Blubb.

Es ist ggf. interessanter einen Dauertest zu finden, indem eine BMW KEINE schwerwiegenden Herausforderungen hatte.
Lingman hat geschrieben: Zu intensiv fällt mir nur der Getriebeschaden beim aktuellen GS-Dauertest ein. Ich meine mich zu erinnern, dass z. B. die R12R sehr gut abgeschnitten hätte - ob das in der Motorrad oder MO war, hab ich allerdings nicht mehr auf dem Schirm.

Was ist denn noch alles zu Bruch gegangen in Sachen BMW?
EDIT SAGT:

7.) R 1200 GS 2005, 50 TKM Dauertest, suchte was OHNE Schaden. Etwas gabs scho: Radträger, Getriebe, Steuergerät
http://www.motorradonline.de/dauertest/ ... -gs/104553
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
Lingman
Beiträge: 401
Registriert: 6. April 2012, 07:25
Mopped(s): R 1200 GS 2015
Wohnort: Bochum

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#73 Beitrag von Lingman »

Hm, auch wenn mancher Schaden schon länger zurück liegt, ist das in Summe kein Musterbeispiel teutonischer Wertarbeit. Dazu fällt mir ein, dass lange Jahre eine Harley an der Spitze der Dauertest-Bestenliste der "Motorrad" stand... :wink:

Trotz der offensichtlich fortgesetzten Probleme bei BMW bin ich auch der Meinung, dass die Anschlussgarantie in erster Linie eine Goldgrube für den Hersteller ist; ich hatte noch nie eine, und habe/hätte auch noch nie eine gebraucht (die Verlängerung, meine ich... :wink: ). Ich mache die Entscheidung vom Gefühl für das jeweilige Motorrad abhängig: wie waren die ersten Jahre, wie oft gab es Probleme usw... Ggf. würde ich rüber eine Verlängerung nachdenken - oder aber das Motorrad, dem ich nicht (mehr) vertraue, verkaufen. Eher letzteres, wahrscheinlich.
Grüße ausm Ruhrpott

Bernd
Benutzeravatar
farbschema
Beiträge: 1023
Registriert: 24. Mai 2014, 17:19
Mopped(s): luftgekühlt.
Wohnort: Unterfranken

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#74 Beitrag von farbschema »

Bin auch mal gespannt, was bei mir die nächsten 2 Jahre noch kommt.
In den ersten 2 Monaten / 6.000 km war nichts wirklich Wichtiges.

OT
Die rechte Schalterabdeckung nach vorne hat sich verzogen und man sieht einen offenen Spalt.
UV-Strahlung? Die linke Schaltereinheit wackelt etwas. Das Lastwechselspiel ist wohl so,
Öl- (0,1 L / 1.000) und Spritverbrauch (5 - 5,5L) sind normal.

Getriebe super, Motor super, Fahrwerk gut (Ansprechvehalten könnte feiner sein, ESA-Regelbereich zu klein),
Verarbeitung passt.
/OT

EDIT sagt:

Es sind zwar alte Beispiele zu den Dauertests, Teile der R1200 GS Motor- bzw. Getriebekonstruktion werden/ wurden
noch in der R12R verbaut. Auch wenn später der DOHC-Kopf und irgendwann vorher schon ein neues Getriebe eingesetzt wurde.

Harley ist ein wenig wie Toyota - wenig Varianz in der Technik und eine hohe (nachhaltige) Konstanz erleichtern die Planung.
Ist doch letztlich wie eine Gartenparty: 1 Salat ist leichter gut "abgeschmeckt" als 10 Salate und 5 Dips :lol:
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

R 1200 R http://images.spritmonitor.de/647086.png
PX 150 http://images.spritmonitor.de/538616.png
Benutzeravatar
qtreiber
Beiträge: 2200
Registriert: 3. Januar 2003, 13:58

Re: Garantieverlängerung sinnvoll???

#75 Beitrag von qtreiber »

farbschema hat geschrieben:=> Die Schäden werden bekanntlich an die Versicherungen weiter gereicht. Wenn das Schadensaufkommen zu hoch ist, werden die Bedingungen der Anschlussgarantie für den Hersteller (Interesse: Image / Service-Verrechnung) und Kunden (Sicherheit, Kosten-/Nutzen) unaktraktiv.

Daher ist es meine Meinung, dass der Hersteller in Richtung Qualität gedrückt wird. Hier wird das Management & Controlling des Herstellers zusätzlich drauf schauen (Garantieschäden über die Jahre), da die Kennzahlen - auch der Versicherung - intern kommuniziert und besprochen werden und eine nicht unerhebliche Relevanz haben.
Weder BMW noch andere Hersteller lassen sich aufgrund der von dir hier genannten Daten in irgendeiner Form beeinflussen. Gerade weil eine Anschlussgarantie besteht, drücken die dort ggf. geltend gemachten Kosten den Hersteller überhaupt nicht. Image/Service-Verrechnung? Frag die Controler. Speziell BMW ist in dieser Hinsicht total schmerzbefreit. Die steigenden Kosten einer Garantieversicherung trägt übrigens der Kunde, nicht der Hersteller.

Weshalb alle Gebrauchtfahrzeugverkäufer (Händler), wenn es irgendwie geht, zusätzlich eine Anschlussgarantieversicherung (meist 2 Jahre gültig) mit verkaufen oder in den Kaufpreis mit einbinden, ist wohl ebenfalls klar.

Du machst dir ja echt Mühe möglichst alle "Schäden" etc. darzustellen. Ich fahre lieber ... wenn ich Zeit habe. Welches Emblem dabei auf dem Tank klebt ist mir erst mal schnuppe.

Wenn überhaupt wäre für mich nur die Schadensquote in Relation zu den fahrenden Fahrzeugen interessant. Bei einem Kauf habe ich darauf aber noch nie geachtet, genauso wenig wie auf Testberichte in Zeitschriften. Das steht natürlich jedem frei.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
----------------------------------
R 1300 GS - EZ 03-2024
Ehemalige:
V2S Multistrada, V4 Multistrada Pikes Peak, R1250GS, Multi 1260S, R1200R, XCountry, ff

...hier fehlt das Danone-Logo...
Antworten