langsames Wenden

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Wolli_Claudi
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Re: langsames Wenden

#26 Beitrag von Wolli_Claudi » 8. September 2010, 11:56

Bei einem allgemeinen Sicherheitstraining hat man aber das Problem, dass die wenigsten ein Bike mit einem Leergewicht von knapp 380 kg fahren. Ich möchte auch an so einem Training teilnehmen, aber frage mich ernsthaft, ob ich als LT-Einsteiger die Übungen überhaupt machen kann. Wäre schon peinlich, wenn man alle 5 Minuten auf der Seite liegt :lol:

Gruß, Wolfram
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juppi
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Re: langsames Wenden

#27 Beitrag von juppi » 8. September 2010, 12:09

Du sollst das Moped doch nicht tragen, sondern fahren, Wolfram.
:)
Bei dem Training würdest Du jedenfalls sehen wie gut Du die LT beherrschst und was Dir noch alles fehlt um sie locker fahren zu können.
:(
Es ist jedenfalls besser beim Training umzufallen, als im Straßenverkehr vor einen Laster zu fahren.
:idea:
Wenn die Trainingsteilnehmer alle perfekt wären, wären sie nicht beim Training.
:wink:
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

Franz1954

Re: langsames Wenden

#28 Beitrag von Franz1954 » 8. September 2010, 21:24

Wolli_Claudi hat geschrieben:Bei einem allgemeinen Sicherheitstraining hat man aber das Problem, dass die wenigsten ein Bike mit einem Leergewicht von knapp 380 kg fahren. Ich möchte auch an so einem Training teilnehmen, aber frage mich ernsthaft, ob ich als LT-Einsteiger die Übungen überhaupt machen kann. Wäre schon peinlich, wenn man alle 5 Minuten auf der Seite liegt :lol:

Gruß, Wolfram

Ist es wirklich noch ein großer Unterschied, wenn man am Motorrad eigentlich fit ist, und das Motorrad dann mal ein Stück schwerer ist? Ich dachte eigentlich wenn man das Fahren erst mal drauf hat, also auch das langsamme fahren und in engen Wenden Balance zu halten, dann ist der Umstieg auf die Dicke nur noch ein unwesentlicher Schritt mit einer kleinen Umgewöhnungs-Phase.

Ich überlege ernsthaft, ob es für mich (als totaler Motorradanfänger) Sinn macht, mit einem super leichten 50ccm Moped mal dieses extreme langsamfahren und enge Wenden fahren zu üben, bis das völlig locker von der Hand geht. Denn so ein Leichtgewicht ist natürlich wesentlich leichter zu halten wenn man kippt, als so eine 300 kg Maschine, wie meine RT. Da wären also die Fehler ohne ernste Folgen an Mensch und Material. Auch das Gas ist da wesentlich unproblematischer, wenn kaum PS dahinter stehen. Ja, und dann dachte ich eigentlich ist der Umstieg auf meine RT kein Akt mehr, denn 300 kg die sicher aufrecht stehen, fallen nicht ins Gewicht :D

Franz

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Wolli_Claudi
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Re: langsames Wenden

#29 Beitrag von Wolli_Claudi » 9. September 2010, 10:12

Es kann sein, dass ich einfach noch zuviel Respekt vor der LT habe. Gut möglich, dass es auch daran liegt, dass ich mit den Füßen kaum auf den Boden komme (nur so eben mit den Fußspitzen). Fakt ist, dass ich mich noch extrem unsicher auf der Dicken fühle und ganz viel üben muss. Das hatte ich bei noch keinem Motorrad (auch einige > 1.000 ccm). Die LT ist die erste, bei der ich langsames Fahren, enges Wenden etc. neu lernen muss. Einmal in Fahrt, hab ich überhaupt keine Probleme mit dem Bike. Unglaublich, wie dynamisch man mit so einem Gleiter fahren kann. In den nächsten Tagen kommen die Einlagen für die Schuhe. Wenn das nicht reicht, wird der Sitz noch abgepolstert. Ich bin mir aber sicher, dass ich solche Hilfen nach einiger Zeit nicht mehr benötige. Am Anfang ist es aber sicher eine kleine Unterstützung.

Gruß, Wolfram.
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Thommy
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Re: langsames Wenden

#30 Beitrag von Thommy » 9. September 2010, 18:13

Hoi Ihr Zwei,
ich empfehle auch dass Ihr ein Fahrsicherheitstraining absolviert.
Es stimmt zwar, dass wenn sich einer im Training lang mach, macht er es bei den Übungen in Schrittgeschwindigkeit. Jedoch besser auf dem Übungsplatz als drausen.
Ich denke mal, dass sich der 4-Zylinder-Motor sehr sanft fahren läst (Gasannahme in Verbindung mit schleifender Kupplung)
Übe zuerst mal geradeaus in Schrittgeschwindigkeit zu fahren und wenn das gut klappt fange mit Kurven an.
Die Zeit im Training ist dafür schon etwas knapp. Also mein Vorschlag:
Übe zuerst Schritt geradeaus und später leicht Kurven. Dann ins Training.

Tramper
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Re: langsames Wenden

#31 Beitrag von Tramper » 9. September 2010, 18:43

Wolli_Claudi hat geschrieben:Bei einem allgemeinen Sicherheitstraining hat man aber das Problem, dass die wenigsten ein Bike mit einem Leergewicht von knapp 380 kg fahren.
Jetzt kannst du dir Vorstellen, wie es auf öffentlichen Strassen mit dem Luxusdampfer ist, wo das Verhältnis extrem krasser ist :oops:

Wolli_Claudi hat geschrieben:Ich möchte auch an so einem Training teilnehmen, aber frage mich ernsthaft, ob ich als LT-Einsteiger die Übungen überhaupt machen kann.
Die Übungen der Sicherheitstrainings sind so angeordnet, dass wenn man die Anweisungen des Instruktors strikte befolgt, kein Risiko besteht. Da ist es im normalen Strassenverkehr viel latenter.

Meine Erfahrung aus zig Trainings sind die, dass gerade die Jungspunde mit ihren viel zu leichten Maschinen (und die sind eindeutig in der Minderheit) sich viel schwerer tun, als die alten Hasen. Das hängt damit zusammen, dass die ungeübte Grobmotrik viel feiner agiert wenn eine gewisse träge Masse bewegt werden muss. Ist kein Gegengewicht vorhanden, fallen die einzelnen Bewegungen am Lenker viel krasser aus und dementsprechend sind die Reaktionen schwerer zu beherrschen.

Die professionellen Trainings sind bewährte Kurse, in dem die einzelnen Übungen zuerst erläutert (inkl. Theorie) und dann im geschützen Rahmen geschult und geübt werden. Zudem sind das alles Fahrmanöver die du in den Grundzügen bereits in der Fahrschule erlernt und im Strassenverkehr täglich anwendest.


http://www.abload.de/img/oldieeek3.jpg

Jeder der zögert an Trainings teilzunehmen, kann ich nur dazu ermutigen. Meine Fahrschule bietet nach erfolgreicher Prüfung zahlreiche Anlässe, wo sich Ehemalige treffen um gemeinsam unter professioneller Anleitung unsere Fertigkeiten zu verfeinern. Dabei spielt es keine Rolle ob mit Oldtimer wie auf dem Foto, Chopper, Sternenkreuzer, 200 PS Hayabusa, Trail GasGas, Roadster oder Enduro gefahren wird, das Motto ist und bleibt Spass Sicherheit und Abenteuer.

Grüessli Tramper

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Re: langsames Wenden

#32 Beitrag von Wolli_Claudi » 9. September 2010, 19:38

Da ist es ja gut, dass mir meine Freundin eine Zweitkarte vom ADAC geschenkt hat :-) ok, werde dann mal so ein Training machen. Die Einlagen für die Schuhe sind heute gekommen und ich hab's gleich ausprobiert. Funzt 1a! Ich komme jetzt mit den kompletten Sohlen auf die Straße und das ist gleich ein ganz anderes Gefühl. Ich kann die Dicke jetzt schön nach links und rechts abkippen. Am Sonntag übe ich auf einem großen Parkplatz.

Gruß, Wolfram
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Re: langsames Wenden

#33 Beitrag von Thommy » 10. September 2010, 19:06

Kommt selten vor Tramper, aber diesmal schliesse ich mich Deinen Worten voll und ganz an.http://www.smilies.4-user.de/include/Op ... op_002.gif

Also Wolli, so machst Du es optimal.

Franz1954

Re: langsames Wenden

#34 Beitrag von Franz1954 » 10. September 2010, 20:52

Wolli_Claudi hat geschrieben:..........Am Sonntag übe ich auf einem großen Parkplatz.
Ja, das habe ich mir auch mal wieder vorgenommen. Ich werde mir einen Parkplatz in München suchen, der am Sonntag nicht sooo gut besucht ist. Muß ja nicht jede sehen, daß ich mich noch ganz schön dumm anstelle auf dem Moped :oops:

Viel Glück beim üben
Franz

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derBernhard
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Re: langsames Wenden

#35 Beitrag von derBernhard » 10. September 2010, 20:53

Wolfram, ich muss Deinen Mut bewundern.
Du kommst grade mal so mit beiden Füßen auf den Boden und traust Dich an eine LT.
Ich hätte da Schiss.

Ich habe ja schon ziemlichen Respekt vor einer RT, und das bei 184 cm Größe.

Obwohl, ich war mal vor etlichen Jahren bei der BMW Niederlassung in München bei einem sog. Schrauberkurs.
Und da hat uns der Instruktor gezeigt, wie man ein Motorrad richtig auhebt.
Danach konnte ich eine RT kontrolliert hinlegen und wieder aufheben.
Aber im wirklichen Leben möchte ich nicht in die Lage kommen.
Gruss vom Bernhard

Franz1954

Re: langsames Wenden

#36 Beitrag von Franz1954 » 10. September 2010, 21:18

derBernhard hat geschrieben: ....... ich war mal vor etlichen Jahren bei der BMW Niederlassung in München bei einem sog. Schrauberkurs.
Gibts sowas immer noch? Und ist der für alle Interessierten?

Kontrolliertes hinlegen (auf Polster) und dann das aufheben üben möchte ich auch mal mit meiner RT. Also eine R1200C hatte ich schon mal am Boden(unbeabsichtigt :oops: ), die konnte ich sogar mit einem teilweise gerissenen Oberschenkelmuskel wieder aufstellen. Aber die hat natürlich sehr viel weniger Gewicht.

Franz

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Re: langsames Wenden

#37 Beitrag von Thilo.G » 11. September 2010, 08:45

Bei meinem letzen Fahrsicherheitstraining vom ADAC wurde dies geübt. Man soll sich beim Wenden nicht scheuen die Füße runter zu tun.

Seither komme ich mit den 300kg unterm Hintern beim langsamen Wenden viel besser zurecht.

Außerdem mach ich jedes Jahr eine Fahrsicherheitstraining.
Gruß
Thilo

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Re: langsames Wenden

#38 Beitrag von buirer » 11. September 2010, 15:09

Thilo.G hat geschrieben: Man soll sich beim Wenden nicht scheuen die Füße runter zu tun.
Das rät der ADAC Instruktor? und dann die Handbremse um die Geschwindigkeit zu verringern?

Sehr merkwürdig.

Viele Grüße

Volker

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Werner
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Re: langsames Wenden

#39 Beitrag von Werner » 11. September 2010, 19:59

Also ich habe festgestellt das sobald ich die Füße von den Rasten nehm die Fuhre instabil wird.
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Tom Dooley
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Re: langsames Wenden

#40 Beitrag von Tom Dooley » 11. September 2010, 20:16

Das, was Thilo G. hier schreibt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich würde sagen: Auf jeden Fall die Haxerl auf den Rasten lassen!

Franz1954

Re: langsames Wenden

#41 Beitrag von Franz1954 » 11. September 2010, 21:33

Die Füße auf den Rasten und auskuppeln ist bei mir zur Zeit das einzige wie ich meine Kiste einigermassen stabil rüber bekomme. Aber wenn die Fuhre dabei zu langsam wird, ist die Stabilität auch wieder weg. Wenn man dadurch schon total unstabil ist und dann noch zusätzlich wieder einkuppeln muß um nicht stehen zu bleiben droht auch wieder der Abflug :? :(
Deshalb sollte man wohl die Kupplung schleifen lassen, und mit der Fußbremse das Tempo kontrollieren. Aber zur Zeit ist mir das noch ein bischen zuviel, denn dann muß man die Kuplung, das Gas, die Bremse, und das Gleichgewicht gleichzeitig in Schach halten.

Das Allheilmittel meines Schwagers ist in solchen Kurven auch auskuppeln und wenn´s eng wird die Füße runter :? :?:

Tramper
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Re: langsames Wenden

#42 Beitrag von Tramper » 12. September 2010, 19:09

Thilo.G hat geschrieben:Bei meinem letzen Fahrsicherheitstraining vom ADAC wurde dies geübt. Man soll sich beim Wenden nicht scheuen die Füße runter zu tun.
Diese Aussage ist nicht ganz korrekt, denn Wenden ist nicht gleich Wenden.

Beim Wenden als Teil eines Fahrmanövers verbleiben die Füsse immer auf den Rasten, solange sich die Räder drehen!

Beim Wenden als Teil eines Rangiermanövers verbleiben die Füsse auf dem Boden! Dabei ist es in den meisten Fällen sogar sicherer, vom Motorrad abzusteigen und daneben stehend das Motorrad zu rangieren.
Franz1954 hat geschrieben:Aber zur Zeit ist mir das noch ein bischen zuviel, denn dann muß man die Kuplung, das Gas, die Bremse, und das Gleichgewicht gleichzeitig in Schach halten.
Konzentriere dich ausschliesslich auf deine weit vorausschauende Blickführung und all deine Stabilitäts- und Koordinationsprobleme sind gelöst, denn dein Körper bedient den Hobel auch ohne dein dazu tun korrekt.

Grüessli Tramper

Franz1954

Re: langsames Wenden

#43 Beitrag von Franz1954 » 12. September 2010, 20:59

Tramper hat geschrieben:
Konzentriere dich ausschliesslich auf deine weit vorausschauende Blickführung und all deine Stabilitäts- und Koordinationsprobleme sind gelöst, denn dein Körper bedient den Hobel auch ohne dein dazu tun korrekt.

Grüessli Tramper
Ich habe es heute nach deinen Vorgaben geübet, wobei die Blickführung noch kein Thema war. Ich war so verkrampft, daß mir nach etwa 15 Minunten die Hände gnadenlos schmerzten. Aber ich habe zumindest schon mal gemerkt, daß man damit tatsächlich etwas Stabilität hinbekommt. Ich muß nur mal lockerer werden, weil sonst jedesmal nach so kurzer Zeit die Übung beendet ist. Ich habe dabei nur immer auf den Lenker geschaut, um zu sehen wie eng ich einschlage. Aber es war ein Anfang. Das Gas, Kuplung, Bremse Spiel muß man mehr üben, daß es von alleine geht. Dann könnte das schon werden.

Danke einstweilen, habt ne gute Woche

Franz

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bernreich
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Re: langsames Wenden

#44 Beitrag von bernreich » 13. September 2010, 07:36

Es ist wie Tramper schon mehrmals schrieb, einzig und allein die richtige Blickführung löst die Probleme, das ist beim langsamen Wenden genauso wie bei schnellen Kurven.
Wenn der Blick am falschen Punkt hängenbleibt eiert man nur noch rum. Deshalb ist auch der Bitumen so sch...., denn dummerweise schaut man da dann drauf und wo man hinschaut fährt man auch hin, muss dann die Linie wieder korrigieren und schwubbs wird die Linie Eckig.

Ich habe leider manchmal das Problem, wenn mir aus Kurfen viel entgegen kommt, dass ich unnötigerweise die Breite der Gegenfahrbahn abschätze, also an den linken Straßenrand schaue und dann kommt auch schon die Kurve, welche ich dadurch ohne Linie mit nur halber Geschwindigkeit fahren kann.
Beim Fahren muss der Blick dorthin wo die gewünschte Linie in der Kurve verschwindet, und der darf dann auch keinesfalls an irgend einer Fahrbahnunebenheit hängen bleiben, was mir dummerweise manchesmal einfach passiert, sondern eben entsprechend der Geschwindigkeit voraus die Straße fressen.

Beim Wenden führt der falsche Blick durch die geringe Geschwindigkeit sogar zum Kippeln.
Der Blick muss auf den Punkt welcher überfahren werden soll und zwar etwas voraus, nicht rechts in der Kehre oder links am Rand, auch nicht direkt vor das Vorderrad und niemals auf den Lenker. Der Blick des Fahrers führt das ganze Fahrzeug, egal wie schwer und hält es stabil auf der Linie, also immer im Schwung bleiben, das ist genauso wichtig.
es grüßt der Heidel-ber

Thommy
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Re: langsames Wenden

#45 Beitrag von Thommy » 13. September 2010, 08:19

Das ist ähnlich, als wenn man zu Fuss über ein schmales Brett balanciert.
Wenn man sich direkt vor die Füsse schaut wird man wackelig, schaut man aber weiter nach vorne klappt es besser.

Franz an deiner Stelle würde ich erstmal geradeaus in Schrittgeschwindigkeit üben,
(Kupplung, Gas, Bremse) Blick weit nach vorne, und wenn das klappt mit leichten Kurven anfangen.

Auf jeden Fall ist ein Training zu empfehlen.

Tramper
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Re: langsames Wenden

#46 Beitrag von Tramper » 13. September 2010, 10:35

Franz1954 hat geschrieben: Ich muß nur mal lockerer werden, weil sonst jedesmal nach so kurzer Zeit die Übung beendet ist. Ich habe dabei nur immer auf den Lenker geschaut, um zu sehen wie eng ich einschlage. Das Gas, Kuplung, Bremse Spiel muß man mehr üben, daß es von alleine geht. Dann könnte das schon werden.
Hallöle Franz

wie machst du das Ganze an der Strassenkreuzung beim Abbiegen?

Schaust du da auch verkrampft auf den Lenker, um zu schauen ob du den Lenker genügend engeschlagen hast?

Ich weiss, dass du noch nie auf den Lenker geschaut hast um zu schauen ob du ihn genügend eingeschlagen hast. Das machst du weder bei einer Landstrassenkurve oder beim Abbiegen an einer Kreuzung. Also warum fängst du damit an, wenn du einen engeren Kurvenradius fahren willst? Es gibt keinen Unterschied in den Bewegungsabläufen und der Blicktechnik wenn du eine Kurve fährst, egal ob die Kurve einen 3 Meter Radius hat oder 120 Meter Radius.

Je enger der Kurvenradius, desto langsamer die Kurvengeschwindigkeit. Einzig die Durchfahrgeschwindigkeit ist je nach Kurvenradius unterschiedlich. Darum ist es wichtig, dass du zuerst Sicherheit bekommst, wenn du mit deinem Motorrad Geschwindigkeiten unter 3 km/h fährst. Die Übung dazu nennt sich Spurgasse und kann auf jeder Fahrt vor einer roten Ampel, oder kleinen Parkplatz geübt werden.

Das Ziel der Übung Spurgasse ist, eine 1 Meter breite und 10 Meter lange Strecke in minimal 15 Sekunden zu durchfahren.
Dabei mit dem Blick einen Punkt im Gelände (in der Verlängerung) fixieren, mit dem rechten Fuss die Hinterradbremse betätigen und mit dem Gas und schleifender Kupplung die Geschwindigkeit regulieren.

Das beherrschen der Spurgasse ist Voraussetzung um Kurvenradien von weniger als 10 Meter (2 Fahrspuren) zu meistern.

Grüessli Tramper

Thilo.G
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Re: langsames Wenden

#47 Beitrag von Thilo.G » 13. September 2010, 10:53

Tom Dooley hat geschrieben:Das, was Thilo G. hier schreibt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ich würde sagen: Auf jeden Fall die Haxerl auf den Rasten lassen!
Es geht hier um das laaaangsame Wenden. Und nichts anderes.
Gruß
Thilo

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Franz1954

Re: langsames Wenden

#48 Beitrag von Franz1954 » 13. September 2010, 10:56

Tramper hat geschrieben: Hallöle Franz

wie machst du das Ganze an der Strassenkreuzung beim Abbiegen?

Grüessli Tramper
Ja, am Anfang als meiner Motorradkarriere (Nov. 2009) begann, war schon das 90° abiegen mit dem 300kg Gerät in eine einspurige Strasse eine echte Herausforderung :oops: :?
Inzwischen bin beim abbiegen schon recht fit. Bin ja seit November nun auch schon 13000km auf dem Bock unterwegs.
Ja, ich übe weiter an der Stabilität bei extrem langsamer fahrt, das wird schon. Ich schaffe es inzwischen schon teilweise, im Stau bis zum Stillstand die Füße auf den Rasten zu lassen, und erst dann wenn ich stehe ohne Hast die Füße auf den Boden zu stellen. Und nächtes Jahr zähle ich mich dann schon zu den geübten, die ein Training ohne Sturz durchstehen werden :D

Franz

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Re: langsames Wenden

#49 Beitrag von Thilo.G » 13. September 2010, 10:58

[/quote]

Das rät der ADAC Instruktor? und dann die Handbremse um die Geschwindigkeit zu verringern?

[/quote]

Hallo Volker,

hier gehts doch ums Wenden und Rangieren oder ?
Gruß
Thilo

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Re: langsames Wenden

#50 Beitrag von Tom Dooley » 13. September 2010, 13:35

Thilo.G hat geschrieben:Bei meinem letzen Fahrsicherheitstraining vom ADAC wurde dies geübt. Man soll sich beim Wenden nicht scheuen die Füße runter zu tun.
Thilo.G hat geschrieben:Es geht hier um das laaaangsame Wenden. Und nichts anderes.
Thilo, wir reden hier schon von der selben Sache! Kommt mir sehr merkwürdig vor, dass bei einem FST so eine Aussage gemacht wird. Und nochmal: Wenn Du die Füße auch beim laaaaangsamen Fahren von den Rasten nimmst, wird die Fuhre nur instabiler. Natürlich versucht man reflexartig, sich mit den Füßen am Boden zu orientieren oder sich wenigstens in "Hab-Acht-Stellung" zu halten. Das kann man sich aber sehr schnell abgewöhnen - war bei mir nicht anders. :wink:

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