Streifen auf Michelin Reifen
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Re: Streifen auf Michelin Reifen
Ok, und ich hab überlesen, daß DU von farbigen Streifen sprichst (um die es hier ja eigentlich gar nicht ging). Mea culpa!
Manfred
-
Chucky1978
Re: Streifen auf Michelin Reifen
Uralt-Thread mal wieder aufleb.
Ich arbeite für Goodyear/Dunlop.
Die "Farbigen" Streifen dienen lediglich zur INTERNEN Reifengrößen Erkennung.
Hat nur indirekt oft auch gar nichts was mit Mischungen zu tun.
Im LKW-Bereich ist ein 385er LHS wie auch RHS mit fast der selben Markierung angenommen Gelb-Weiß wie auch Gelb-Grün, tasächlich unterscheidensich die Mischungen extrem von einander, lediglich das Mundstück durch das gepresst wird ist das selbe. Wohingegen Gelb-Rot wieder ein anderen Mundstück ist, aber die selbe Mischung wie Gelb-Weiß
Diese Farben sind oft für die reguläre PRODUKTION logisch auf gebaut.
Mischungen ist nur ein Indiz. Da die Laufflächen in Meterware hergestellt werden, ist eine andere Farbe drauf, sobald
diese anders geschnitten werden für 17 Zoll, 19 Zoll usw.
Sprich Weiß-Grün-Grün, könnte man davon ausgehen, das Weiß-Blau die selbe Mischung ist. Ist aber nicht immer
der Fall. Auch hier gibt es Unterschiede. Weiß-Braun ist z.B ein 405er Baggerreifen mit einer zähen Mischung, und Weiß-Gelb ein 385er LKW-Reifen
der mit der Bagger-Mischung zwar ewig Hält aber bei 100KM/h auseinander fliegen würde.
Es ist auch gut das Otto-Normal-Verbraucher hier kein Wissen über die Farbzusammenhänge haben, sonst wären so einige
Absatzzahlen vermutlich schlechter
Man sollte ja nicht davon ausgehen, das jede Firma unterschiede macht zwischen H,V und ZR-Reifen
es werden einfach auf Menge ZR-Reifen hergestellt die später als ein niedriger Bedruckt werden.. aber da sollte man sich nicht drauf
verlassen, dafür muss man die Farbkennungen halt kennen
Soviel zum Thema das Leute denken, das Reifen weitaus mehr als beschrieben aushalten.
Das hat nicht immer den Grund, das hier jede Menge Sicherheitsreserven vorhanden sind, sondern es tatsächlich kein 180 KM/H-Reifen ist, sondern ein
240 KM/H Reifen. Also im Umkehrschluss von einem 240KM/H-Reifen würde ich so eine Großzügige Sicherheitsreserve dann nicht mehr annehmen wollen.
Der EINE Streifen der in nähe der Mitte des Reifens ist, nennt man PEN.
Ist kein Michelin-Phänomen, sondern dieses hat JEDER Reifen wegen Statischer Aufladung und vor allem Blitzeinschlag.
Der Grund das man diesen mal sehen kann ist ganz einfach.
Nur allein die Lauffläche, also das Profil zzgl. 0,5-2mm darunter je nach Reifen besteht allein aus mindestens
2, meist aber 3 verschiedenen Mischungen. Sogar bis 4 und wenn man es genau nimmt 5 verschiedene Mischungen sind heute möglich.
Die Lauffläche wird gespritzt, und das verfahren geht etwa so wie bei einem Fleischwolf, nur mit dem
Unterschied, das hier nicht eine, sondern je nach Reifen 3 und 4 Fleischwölfe, bestückt mit anderer
Mischung, diese durch ein Mundstück pressen. Wenn sich die Mischung farblich (schwarz ist nicht gleich schwarz) etwas unterscheidet
von der Mischungsfarbe der oberen Schicht des Protektors (Lauffläche) kann man ganz klar einen
Unterschied erkennen. Das ist aber selten der Fall.
Beim Spritzen haben wir schon immer wieder Probleme diesen direkt zu erkennen, und müssen eine Lauffläche
oft aufschneiden, um zu sehen, ob dieser PEN durch die Lauffläche durchgeht, bei anderen Mischungen
hingegen sieht man den PEN sofort auf anhieb.
Wenn dieser PEN nicht durch geht, ist es ein Schrottreifen, und darf nicht mehr weiter verwendet werden.
Es hat aber erstmal nichts damit zu tun, ob man eine "gewischt" bekommt. Das hat dann meist andere Gründe
Dieser Streifen ist größtenteils nur dazu da, um die Personen vor Blitzeinschlägen zu schützen,
wenn sich durch Reibung ein Reifen jedoch auflädt, wird diese Aufladung
auch natürlich über den PEN abgegeben. Aber es brauch schon eine Menge statische Aufladung, bis eine Spannung
es schafft, sich durch Alu, Farbe und riesen Widerstände von Schrauben usw durchzuarbeiten, damit man vom Reifen eine
ab bekommt.
Ich arbeite für Goodyear/Dunlop.
Die "Farbigen" Streifen dienen lediglich zur INTERNEN Reifengrößen Erkennung.
Hat nur indirekt oft auch gar nichts was mit Mischungen zu tun.
Im LKW-Bereich ist ein 385er LHS wie auch RHS mit fast der selben Markierung angenommen Gelb-Weiß wie auch Gelb-Grün, tasächlich unterscheidensich die Mischungen extrem von einander, lediglich das Mundstück durch das gepresst wird ist das selbe. Wohingegen Gelb-Rot wieder ein anderen Mundstück ist, aber die selbe Mischung wie Gelb-Weiß
Diese Farben sind oft für die reguläre PRODUKTION logisch auf gebaut.
Mischungen ist nur ein Indiz. Da die Laufflächen in Meterware hergestellt werden, ist eine andere Farbe drauf, sobald
diese anders geschnitten werden für 17 Zoll, 19 Zoll usw.
Sprich Weiß-Grün-Grün, könnte man davon ausgehen, das Weiß-Blau die selbe Mischung ist. Ist aber nicht immer
der Fall. Auch hier gibt es Unterschiede. Weiß-Braun ist z.B ein 405er Baggerreifen mit einer zähen Mischung, und Weiß-Gelb ein 385er LKW-Reifen
der mit der Bagger-Mischung zwar ewig Hält aber bei 100KM/h auseinander fliegen würde.
Es ist auch gut das Otto-Normal-Verbraucher hier kein Wissen über die Farbzusammenhänge haben, sonst wären so einige
Absatzzahlen vermutlich schlechter
es werden einfach auf Menge ZR-Reifen hergestellt die später als ein niedriger Bedruckt werden.. aber da sollte man sich nicht drauf
verlassen, dafür muss man die Farbkennungen halt kennen
Das hat nicht immer den Grund, das hier jede Menge Sicherheitsreserven vorhanden sind, sondern es tatsächlich kein 180 KM/H-Reifen ist, sondern ein
240 KM/H Reifen. Also im Umkehrschluss von einem 240KM/H-Reifen würde ich so eine Großzügige Sicherheitsreserve dann nicht mehr annehmen wollen.
Der EINE Streifen der in nähe der Mitte des Reifens ist, nennt man PEN.
Ist kein Michelin-Phänomen, sondern dieses hat JEDER Reifen wegen Statischer Aufladung und vor allem Blitzeinschlag.
Der Grund das man diesen mal sehen kann ist ganz einfach.
Nur allein die Lauffläche, also das Profil zzgl. 0,5-2mm darunter je nach Reifen besteht allein aus mindestens
2, meist aber 3 verschiedenen Mischungen. Sogar bis 4 und wenn man es genau nimmt 5 verschiedene Mischungen sind heute möglich.
Die Lauffläche wird gespritzt, und das verfahren geht etwa so wie bei einem Fleischwolf, nur mit dem
Unterschied, das hier nicht eine, sondern je nach Reifen 3 und 4 Fleischwölfe, bestückt mit anderer
Mischung, diese durch ein Mundstück pressen. Wenn sich die Mischung farblich (schwarz ist nicht gleich schwarz) etwas unterscheidet
von der Mischungsfarbe der oberen Schicht des Protektors (Lauffläche) kann man ganz klar einen
Unterschied erkennen. Das ist aber selten der Fall.
Beim Spritzen haben wir schon immer wieder Probleme diesen direkt zu erkennen, und müssen eine Lauffläche
oft aufschneiden, um zu sehen, ob dieser PEN durch die Lauffläche durchgeht, bei anderen Mischungen
hingegen sieht man den PEN sofort auf anhieb.
Wenn dieser PEN nicht durch geht, ist es ein Schrottreifen, und darf nicht mehr weiter verwendet werden.
Es hat aber erstmal nichts damit zu tun, ob man eine "gewischt" bekommt. Das hat dann meist andere Gründe
Dieser Streifen ist größtenteils nur dazu da, um die Personen vor Blitzeinschlägen zu schützen,
wenn sich durch Reibung ein Reifen jedoch auflädt, wird diese Aufladung
auch natürlich über den PEN abgegeben. Aber es brauch schon eine Menge statische Aufladung, bis eine Spannung
es schafft, sich durch Alu, Farbe und riesen Widerstände von Schrauben usw durchzuarbeiten, damit man vom Reifen eine
ab bekommt.
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Bartl
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- Registriert: 28. August 2010, 19:03
- Wohnort: Mittelfranken/Oberfranken
Re: Streifen auf Michelin Reifen
Danke für die Info, der Beitrag ist wirklich interessant für Laien. Um den Reifen wird ja immer etwas geheimnisvolles gebastelt. Schön, mal etwas tiefer gehende Beiträge zu lesen.
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)
u. a. BMW R 1100 RT-Aprilia ETV Caponord-BMW K 1200 LT-Honda ST 1300 Pan European
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