1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

Alles, was mit der Technik der LUFTgekühlten R1200xx zu tun hat
Antworten
Hagber
Beiträge: 31
Registriert: 5. September 2013, 12:28
Mopped(s): BMW R1200 GS und 1200C

1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#1 Beitrag von Hagber »

Moin zusammen,

ich fahre Langstrecken (Schottland etc.) gern mit meiner GS. Doch so langsam (mit 70 darf das auch so sein) wird das Auf- und Absteigen mühsam. Und da ich nur 175 cm groß bin, komme ich mit dem normalen Sattel nur mit den Fußspizzen auf die Strasse. Da ist beim Rangieren mittlerweile ziemlich anstrengend. Der tiefe Sitz von Touratech ist zwar auf für Tagesfahrten ok, aber auf Langstrecken finde ich ihn zu unbequem. Deshalb suche ich nach einer kostengünstigen Möglichkeit meine GS tieferzulegen, ohne den Komfort einzubüßen.
WESA gibt es da einerseits. Ist aber alles andere als günstig. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Ich weiß auch nicht, ob das verbaute ESA wirklich notwenig ist. Vielleicht gibt's ja Möglichkeiten ohne ESA? Ich bin mir nicht sicher, was alles möglich ist und was sinnvoll wäre.

Wie ihr seht, suche ich nach einer Lösung, die es mir ermöglicht, mein Bike noch ein paar Jahre bequem durch Europa zu bewegen.

Ich hoffe, auf viele Tipps und Erfahrungsberichte.

LHzG
Hagber
R1200 GS (Bj.2010) für längere Touren und R1200 C Montauk für die gemütliche Runde am Wochenende. :D
Benutzeravatar
joerg58kr
Moderator
Beiträge: 5098
Registriert: 4. Januar 2003, 09:29
Mopped(s): R12RS 06/15 K54
Wohnort: 63654 Büdingen

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#2 Beitrag von joerg58kr »

Ein gutes, auf dein Gewicht und dein Fahrprofil konfiguriertes/eingestelltes, konventionelles Fahrwerk kann sogar besser sein, als ein in die Jahre gekommenen ESA, welches zumal nur von Standardwerten ausgeht.
Wieviel hat deine GS denn auf dem Buckel? Solo oder mit Sozia/Sozius?
ESA kann sicher ein gewissen Verschleiß kompensieren, aber irgendwann sind die Federn halt ausgelutscht. Dann sind individuelle Lösungen von Wilbers &Co wie eine Offenbarung, auch ohne Sensorsteuerung.
K12RS von 01/00-02/13 über 130TKM, 06/12 bis 06/15 F800ST, jetzt wieder RS aber mit einem R davor: -> R12RS (LC) K54 BJ 06/2015
Halsatmer - ☺Knopf im Hals ☺
Alle Angaben, Hinweise, Ratschläge, Tipps ohne Gewähr und auf eigene Gefahr!
Wiki
Benutzeravatar
BigMama
Beiträge: 144
Registriert: 13. Februar 2026, 11:49
Mopped(s): R1250RS
Wohnort: Südhessen

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#3 Beitrag von BigMama »

Ich finde das ESA-Fahrwerk echt klasse. Schon allein, weil ich schon immer viel zu faul war, die Federvorspannung, bzw. Zug- und Druckstufe zu verändern. Jetzt übernimmt das ESA diese Arbeiten für mich.
Ein konventionelles Fahrwerk bietet einstellungsseitig immer nur einen Kompromiss. Spätestens dann, wenn sich die Umstände jedoch ändern (Beladung, Zustand der Fahrbahn oder dem Einsatzzweck on-/offroad), müsste man bei einem "normalen" Fahrwerk schon wieder rumschrauben. Insofern würde ich -speziell bei einer Reiseenduro wie der GS- nicht auf (W)ESA verzichten wollen - auch, wenn es vielleicht etwas teurer wird. Oder Du suchst Dir niedrigere Alternativen zur GS, die aber wahrscheinlich nicht günstiger sind...
Die Fliegerei ist die einzige Kunst, bei der auch Meister vom Himmel fallen.
Benutzeravatar
Old School
Beiträge: 265
Registriert: 23. November 2019, 04:08
Mopped(s): BMW R1200RT MÜ (2011)
Wohnort: Metropolregion Braunschweig ;-)

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#4 Beitrag von Old School »

Hagber hat geschrieben: 1. September 2026, 18:08 Moin zusammen,

ich fahre Langstrecken (Schottland etc.) gern mit meiner GS. Doch so langsam (mit 70 darf das auch so sein) wird das Auf- und Absteigen mühsam. Und da ich nur 175 cm groß bin, komme ich mit dem normalen Sattel nur mit den Fußspizzen auf die Strasse. Da ist beim Rangieren mittlerweile ziemlich anstrengend...

Wie ihr seht, suche ich nach einer Lösung, die es mir ermöglicht, mein Bike noch ein paar Jahre bequem durch Europa zu bewegen.

Ein guter Grund, nicht am falschen Ende zu sparen. Fa. Wilbers ist da m.E. ein guter Ansprechpartner in puncto Fahrwerk.
Mit zünftigem Biker-Gruß,
Thomas
Benutzeravatar
joerg58kr
Moderator
Beiträge: 5098
Registriert: 4. Januar 2003, 09:29
Mopped(s): R12RS 06/15 K54
Wohnort: 63654 Büdingen

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#5 Beitrag von joerg58kr »

Da sollten ggf. aber auch mal die Unterschiede der verschiedenen ESA Entwicklungstufen berücksichtigt werden. Ein ESA-I von 2004 hat mit einem Dynamik-ESA von heute nicht mehr viel zu tun.

Hier bei Hagber geht es um ein ESA-II und eher um Langstreckenreisekomfort, also nicht um gerade wechselnde Einsatzbedingungen und Geländeeinsätze. Da kann ein konventionelles Fahrwerk, wie beschrieben, durchaus eine Alternative sein. Sogar bei einem Dynamik-ESA, was hier nicht vorhanden ist und Welten zum ESA-II anliegen.

Ich selbst fahre ein Dynamik-ESA seit knapp 75TKM, habe aber auch Wilbers & Co 100TKM genossen, da geht was, wenn nicht mehr.

https://www.motorradonline.de/zubehoer/ ... ringt-das/
K12RS von 01/00-02/13 über 130TKM, 06/12 bis 06/15 F800ST, jetzt wieder RS aber mit einem R davor: -> R12RS (LC) K54 BJ 06/2015
Halsatmer - ☺Knopf im Hals ☺
Alle Angaben, Hinweise, Ratschläge, Tipps ohne Gewähr und auf eigene Gefahr!
Wiki
Benutzeravatar
BigMama
Beiträge: 144
Registriert: 13. Februar 2026, 11:49
Mopped(s): R1250RS
Wohnort: Südhessen

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#6 Beitrag von BigMama »

Zum "Langstreckenreisekomfort" gehört aber auch eine ausgelutschte deutsche Autobahn, eine neu gemachte Landstraße oder ein Feldweg zu einem schottischen Loch - mit oder ohne Gepäck.
Früher haben alle ohne ABS gebremst und trotzdem schöne Momente auf dem Moped erlebt. Heute sagt trotzdem fast jeder, dass ein ABS der größte technische Fortschritte der letzten Jahrzehnte im Motorradbau ist. Genau so sehe ich das auch beim Fahrwerk. Warum soll man diesen Fortschritt nicht nutzen?
Die Fliegerei ist die einzige Kunst, bei der auch Meister vom Himmel fallen.
Hagber
Beiträge: 31
Registriert: 5. September 2013, 12:28
Mopped(s): BMW R1200 GS und 1200C

Re: 1200 GS (Bj. 2010 mit ESA) tieferlegen

#7 Beitrag von Hagber »

An alle,
Danke für die Hinweise und Tipps.


Aktuell komme ich auf 45 TsdKm. Und ich fahre solo.
Eure Tipps und Hinweise helfen mir weiter!!!

Der Artikel in der Motorrad (Danke für den Link!) beleuchtet gut die Vor- und Nachteile meines ESA (ESA II) und die Weiterentwicklung. Es ist gut, dass dort normale Federbeine mit dem ESA verglichen wurden. Wenn ich mir vorstelle, dass die normale Federung bereits gelegentlich an Grenzen (im Vergleich zum ESA-Fahrwerk) kommt, wie würde sich dieser Nachteil bei kürzeren Federn darstellen? Vermutlich würden die Grenzen noch öfter bzw. früher erreicht. Das reduziert der Komfort deutlich, finde ich.

Mein Fazit:
Entweder eine GS von 2010-2012, die werksseitig tiefergelegt ist suchen oder WESA von Wilbers inkl. Tieferlegung. Das erscheint mir nach euren Kommentaren der Weg zu sein.

Nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

LHzG Hagber
R1200 GS (Bj.2010) für längere Touren und R1200 C Montauk für die gemütliche Runde am Wochenende. :D
Antworten