Fahrbanbelag

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Ollli
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Fahrbanbelag

#1 Beitrag von Ollli » 7. August 2011, 13:22

Hallo Leute,

ich habe eine R21, R1150R, und einen M5 auf den Felgen.

Im Südtirol und auch bei mir in den Ösialpen (Westösterreich) entdecke ich immer wieder unterschiedlichsten Straßenbelag. Ich tu mir oft schwer, den einzuschätzen, wie gut dort der Reifen, M5 ist ja eher von der klebrigen Sorte, hält.
So gibts in der Schweiz auf den Stoß oder auf die Bielerhöhe/Vorarlberg, Teilstücke, die wurden vor Monaten oder einem Jahr neu asphaltiert und sind somit schwarz.
Hält der Asphalt gut, oder muss dieser erst so hell werden, wie alter Belag ist?
Oft sieht man Belag, der größere Steine beinhaltet, dann wieder Belag, bei dem keine Steine auszumachen sind. Was hat es damit auf sich.

Gibts da irgendwelche Regeln, da eine Einschätzung machen zu können?

Wie tastet ihr euch an die Schräglage heran? Mit Gasgeben und mal zuwarten, was passiert?

Ich selber trau mich nur dort das Moped etwas tiefer zu legen, wo ich schon hundet mal druchgefahren bin und mir der Zustand bekannt ist. Übrigens, der Elefant hinten hat keine Frisur mehr. Vielleicht ist das ein Idikator, nur wofür?

Danke euch

Oliver

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Thilo
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Re: Fahrbanbelag

#2 Beitrag von Thilo » 7. August 2011, 21:16

:roll: Kann ich dir nicht genau sagen :roll:
Ist ne Gefühlssache. Mal so, mal so.
Jedenfallst sind meine Elefanten tot :?
Aber lieber nur am Skalp rubbeln und sich wohl fühlen :wink: :wink: :wink: :wink:
Grüßle vom Bodensee
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Re: Fahrbanbelag

#3 Beitrag von Hobie » 13. August 2011, 13:51

Ollli hat geschrieben: Wie tastet ihr euch an die Schräglage heran? Mit Gasgeben und mal zuwarten, was passiert?
Nur Mut :) No Risk no Fun, ein kleiner Rutscher bremst auch wieder ein. Ansonsten soll es ja noch die Möglichkeit geben mit der Stiefelsohle die Griffigkeit zu prüfen.

Ich selber trau mich nur dort das Moped etwas tiefer zu legen, wo ich schon hundet mal druchgefahren bin und mir der Zustand bekannt ist. Übrigens, der Elefant hinten hat keine Frisur mehr. Vielleicht ist das ein Idikator, nur wofür?

Du fährst dauernd die gleichen Strecken :D

Tramper
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Re: Fahrbanbelag

#4 Beitrag von Tramper » 14. August 2011, 12:37

Es gibt in unseren Breitengraden (A, FL, CH, BRD, I und F) 8 verschiedene Grundsorten an Asphltmischungen die je nach klimatischen Bedingungen und Verkehrsbelastungen eingesetz werden. Vom Gripverhalten bei den Motorrädern ist ein Unterschied der Mischungen kaum feststellbar. Der Belag mit den grossen Steinen ist ein sogennanter Flüsterbelag, der das Abrollgeräusch der Reifen (grössere Lärmquelle als die Auspuffgeräusche!) verringern.

Der Grippverlust den du so fürchtest, ist aber abhängig von der "Verschmutzung" des Asphaltbandes. Leider sind die Schmutzpartikel auf der Fahrbahn vom blossen Auge während der Fahrt kaum wahrnehmbar und verändern sich von Centimeter zu Centimeter, was eine reale Einschätzung des aktuellen Grippes verunmöglicht.

Anhaltspunkte auf mögliche Verschmutzungen die den Grip verhindern sind die klimatischen Bedingungen, so werden z.B. mit ausgiebigen Regenfällen die Strassen regelrecht gewaschen und der Gripp nach dem Abtrocknen ist viel besser als vor der Regenwäsche. Ein neuer Teerbelag ist in der Regel rutschig und muss Eingefahren werden was je nach Verkehrsbelastung einige Zeit in Anspruch nimmt. Abseits der üblichen Reifenspuren ist der Belag auch rutschiger, weil sich da der Schmutz ansammelt, die die Reifen aufwirbeln. Halte auch im Auge was links und rechts der Strasse abspielt. In Waldabschnitten fällt der Dreck von den Bäumen auf die Fahrspur und der Wind bringt die Erde vom Waldboden oder dem Ackerfeld oder der Blütenstaub der Pflanzen auf die Fahrbahn. In bebauten Gebieten oder Wiesenlandschaften sind nebst dem Blütenstaub die Fahrzeuge selbst die den Schmutz aus und vom Reifen, Radkasten, Tanküberlauf, Ölwanne, offenen Ladebrücken usw. auf dem Strassenbelag verteilen.

Um diese Unterschiede bei gleichem Strassenbelag zu erfahren, eignen sich der Stoos und der Ruppen hervorragend. Beobachte dabei auch welche Fahrzeuge die beiden Strassen befahren, denn das sind weitere Indikatoren die über den aktuellen Gripp beeinflussen. Vorallem die Anzahl an LKW's (Kipper) oder landwirtschaftlichen Gefährten machen einen grossen Unterschied.

Grüessli Tramper

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Re: Fahrbanbelag

#5 Beitrag von Ollli » 28. August 2011, 23:21

Danke für die sehr ausführliche Antwort.

D.h., dass so ein sauberer gewaschener Flüsterbelag mit den großen glatten Steinen auch super halten kann, wenn halt vorher ordentlich mal gerechnet hat?

Wo ist den der Ruppen?

Danke

Oliver

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Re: Fahrbanbelag

#6 Beitrag von Tramper » 28. August 2011, 23:53

Ollli hat geschrieben:Wo ist den der Ruppen?
Westlich vom Stoss :wink:

In Altstätten im St.gALLERrheintal beginnen zwei Passtrassen die in westlicher Richtung ins Appenzellerland führen, der von dir erwähnte Stoss führt nach Gais AR und der Ruppen führt nach Trogen AR.

Hier die Videos vom Stoos und vom Ruppen

Grüessli Tramper

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Re: Fahrbanbelag

#7 Beitrag von supercondi » 29. August 2011, 07:02

Tramper hat geschrieben:Es gibt in unseren Breitengraden (A, FL, CH, BRD, I und F) 8 verschiedene Grundsorten an Asphltmischungen die je nach klimatischen Bedingungen und Verkehrsbelastungen eingesetz werden. Vom Gripverhalten bei den Motorrädern ist ein Unterschied der Mischungen kaum feststellbar.
und genau das ist ein riesen irrtum.
wenn du auf italiens strassen so fährst, wie auf denen in den franz. seealpen,
wirst du schneller auf der nase liegen, als dir lieb ist.
nur mal so...
grüsse aus`m kalletal
carsten

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Re: Fahrbanbelag

#8 Beitrag von smoover » 29. August 2011, 07:46

Wer auf unbekanntem Strassen auf der letzen Rille um die Ecke biegt hat meiner Meinung nach eh einen an der Waffel.
Sicher ist es sehr schwer die einzelnen Beläge abzuschätzen, hier hilft Erfahurung und ein Bauchgefühl, wer das ignoriert düfte den Belag bald aus nächster Nahe testen :shock: :wink:
Deshalb lieber auf Nr. sicher und Abend gesund daheim.
Es reicht ja auch schon wenn der Belag "gleich" ist & die Lichtverhältnise wechseln, gerade im Frühjahr & Herbst wo oft die Sonne tief steht ist es manchmal schon ein "leichter Blindflug".
Gestern durch den schwäbischen Wald wars nicht mehr lustig, an viele Stellen lag Rollsplitt & der war kaum vom Belag zu unterscheiden.
Vorrsicht heisst es bei neuem Belag, gerade der verleitet zum angasen weils so schön glatt/sauber aussieht.
Ein Bekannte hat sich beim normalen Abbiegen auf frischen Belag (Teer) sauber abgelegt.
Sicher ist es ein Votteil wenn mann sich traut das Moped in "Maximale Schräglage" zu legen, aber wenn ich so "um jede Kurve" bügel hab ich keine Reserve mehr wenn ich vllt doch mal zu schnell bin oder eben der Belag zu leichten Rutschern führt. :idea: :wink:
Wenn ich die Strecke nicht kenn, lass ich eben mal langsamer laufen, macht ja auch Spaß 8)

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Re: Fahrbanbelag

#9 Beitrag von supercondi » 29. August 2011, 10:24

smoover hat geschrieben:Wer auf unbekanntem Strassen auf der letzen Rille um die Ecke biegt hat meiner Meinung nach eh einen an der Waffel.
war jetzt zwar überhaupt nicht das thema,
aber klar, dass wieder son spruch kommen musste.
wer beurteilt denn " letzte rille " ???
du ?? :lol: :lol:
was für dich "letzte rille " ist, ist für andere vielleicht nur cruisen.
also lass doch einfach solche sprüche.
verbessert auch die stimmung im forum. :wink:
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Re: Fahrbanbelag

#10 Beitrag von smoover » 29. August 2011, 11:22

War ja -auch- klar das so ne Reaktion auf "meine Meinung" kommt :wink:
Hab sie trotzdem geschrieben & letzte Rille definiere ich "kurz vor Abflug" & das ist bekanntlich von mehr Faktoren als "Schräglage" abhänig.
Wenn du sowas Cruisen nennst .... bitte :lol: :lol: :lol:
Und meines Wissens macht "Meinungäusserung" ein Forum aus & nicht das verkneifen von selbiger :wink:
Ich dachte das die "allgemeine Fahrweise" sehr wohl was mit "herantasten an den Belag/Grip" zu tun hat ...naja ....
....... es liegt mir mehr wie fern irgend jemand zu belehren ... jeder wie er mag !

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Re: Fahrbanbelag

#11 Beitrag von Ollli » 29. August 2011, 11:57

Mich interessiert das Thema nach wie vor.

Danke für eure Antworten.

Oliver

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Re: Fahrbanbelag

#12 Beitrag von Tramper » 29. August 2011, 22:08

supercondi hat geschrieben:und genau das ist ein riesen irrtum.
wenn du auf italiens strassen so fährst, wie auf denen in den franz. seealpen,
wirst du schneller auf der nase liegen, als dir lieb ist.
nur mal so...
Der Irrtum ist auf deiner Seite, denn Fahrer die wegen Gripverlust Stürzen beherrschen das Motorradfahren nicht. Ich fahre auf den italenischen Strasen genau so wie auf den Strassen der franz. Seealpen und bin dabei noch nie gestürtzt.

Leider ist überall die unangepasste Geschwindigkeit die Hauptursache beim Stürzen ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer, unabhängig vom Grip des Asphaltbandes. Aber da ja alle max. auf der letzten Rille fahren und keiner darüber, ist der Grip völlig unwichtig, da immer genügend vorhanden. Und wer über der letzten Rille fährt, verliert bei jedem Asphaltband den Grip, egal ob in Italien, den fraz. Seealpen oder in Norddeutschland.

Grüessli Tramper

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Re: Fahrbanbelag

#13 Beitrag von supercondi » 30. August 2011, 04:30

Tramper hat geschrieben: Der Irrtum ist auf deiner Seite, denn Fahrer die wegen Gripverlust Stürzen beherrschen das Motorradfahren nicht.
diese aussage halte ich für die arroganz schlechthin.
Ich fahre auf den italenischen Strasen genau so wie auf den Strassen der franz. Seealpen und bin dabei noch nie gestürtzt.
da wird wohl jeder, der hinter dir fährt nen schnupfen kriegen.
Leider ist überall die unangepasste Geschwindigkeit die Hauptursache beim Stürzen ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer
hab ich nie bestritten.
unabhängig vom Grip des Asphaltbandes.
nee, eben meist abhängig von genau diesem.
Aber da ja alle max. auf der letzten Rille fahren und keiner darüber, ist der Grip völlig unwichtig, da immer genügend vorhanden.
das heisst aber eben nicht, das du auf unterschiedlichen belägen die selben
kurvengeschwindigkeiten fahren kannst und somit,wie von dir behauptet,
ein unterschied zu vernachlässigen ( wörtlich : kaum festzustellen ) ist.
Und wer über der letzten Rille fährt, verliert bei jedem Asphaltband den Grip, egal ob in Italien, den fraz. Seealpen oder in Norddeutschland.
das ist unbestritten, es sei denn, er beherrscht die hohe kunst des driftens.

Grüessli Tramper
...alles in allem werden wir wohl auf keinen gemeinsamen nenner kommen.

ich lass dir deine meinung,
lass du mir meine.
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Re: Fahrbanbelag

#14 Beitrag von Thomas » 30. August 2011, 07:22

Derr Grip einer Straße hängt in erster Linie von der Microstruktur des jeweiligen Belages ab. Grobe Oberflächen sind dabei sekundär. Besonders in Italien und Kroatien werden kalkhaltige Steingranulate verwendet, die sich sehr schnell abschleifen und von den Fahrzeugen rundpoliert werden. In Frankreich gibt es dagegen sehr hartes Granit- und Vulkangestein, die scharf bleiben und eine optimale Verzahnung bieten. Auch die beliebten Dolomiten sind mit Vorsicht zu genießen: Der Dolomit ist auch nur ein etwas härterer Kalkstein. Der Grip einer Straße hängt somit in erster Linie von den Steinressourcen der jeweiligen Umgebung ab. Die Reibbeiwerte können dabei um ein Vielfaches !!! schlechter sein. Tramper liegt hier also total daneben.
Rückwärts verstehen und vorwärts leben!

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Re: Fahrbanbelag

#15 Beitrag von supercondi » 30. August 2011, 09:19

Thomas hat geschrieben:Derr Grip einer Straße hängt in erster Linie von der Microstruktur des jeweiligen Belages ab. Grobe Oberflächen sind dabei sekundär. Besonders in Italien und Kroatien werden kalkhaltige Steingranulate verwendet, die sich sehr schnell abschleifen und von den Fahrzeugen rundpoliert werden. In Frankreich gibt es dagegen sehr hartes Granit- und Vulkangestein, die scharf bleiben und eine optimale Verzahnung bieten. Auch die beliebten Dolomiten sind mit Vorsicht zu genießen: Der Dolomit ist auch nur ein etwas härterer Kalkstein. Der Grip einer Straße hängt somit in erster Linie von den Steinressourcen der jeweiligen Umgebung ab. Die Reibbeiwerte können dabei um ein Vielfaches !!! schlechter sein. Tramper liegt hier also total daneben.
mein reden, :wink:
das problem dabei ist nur...
so einem erfahrenen "biker" :lol: :lol: :lol: macht ja hier keiner was vor.
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Re: Fahrbanbelag

#16 Beitrag von Nordmann » 30. August 2011, 09:40

Die Eingangs gestellte Frage läßt sich nicht beantworten, weil zuviele Faktoren für den Grip verantwortlich sind. Selbst wenn man einige Parameter kennt, Tramper und Thomas haben sie beschrieben, hilft es nicht weiter.

Kleines Denkspiel. Du findest den besten aller Straßenbeläge (Frankreich mit hohem Granitanteil) und vom Regen gereinigte Straße, nur etwas entscheidendes kannst du nicht erkennen, wie stark wurde der Belag in Anspruch genommen, s.h., "glattgeschliffen". Weil selbst das härteste Material, Beispiel Granit ohne "scharfe" Bruchkanten keinen Gripp mehr bringen. Du müßtest praktisch jeden Belag vorher in Augenschein nehmen.

Zusammengefaßt heißt das für mich, wenn ich eine Strecke nicht kenne, fahre ich so, als wäre es ein Allerweltsbelag, bei dem ich mir Reserven erhalte. Einen Tipp habe ich aus langjähriger Erfahrung, tiefschwarzer welliger Teerbelag in südlichen Ländern, der in der Sonne glänzt, ist mit äußester Vorsicht zu genießen. Habe ihn oft in "Jugoslawien" angetroffen. Meine letzte Tour durch Kroatien liegt allerdings 6 Jahre zurück, k.A. ob das heute auch noch so ist.

Zum guten Schluß, deine Frage läßt sich pauschal nicht beantworten und fast alles was Tramper geschrieben hat, kann ich unterstreichen. Wer sich ohne Fremdeinwirkung auf den Pinsel legt, hat etwas falsch gemacht und es ist in 100% der Fälle eine nicht angepaßte Geschwindigkeit, was nicht heißt, die Maschine über die Straße zu schieben. Denke auch, weil sich Tramper und Thomas dazu geäußert haben, dass zwischen ihren angepaßten Geschwindigkeiten eine gehörige Differenz liegt, was nicht bedeutet, der eine fährt sicherer als der andere.

Viele Kilometer und langjährige Erfahrung ist der beste Indikator, Antworten aus einem Forum mit der schlechterste. :idea:

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Re: Fahrbanbelag

#17 Beitrag von nargero » 30. August 2011, 14:13

Dann geb ich jetzt auch noch eine "Weißheit" dazu... :lol: :lol: :lol:

Ich hab nach etwas Zögern und Vorsicht festgestellt:
Sogar mit dem Conti TKC80 (ein echter Stollenreifen!) kann man mit einer Enduro (in meinem Fall die RD07, also wirklich viel Bodenfreiheit) auf den meisten Straßen und Belägen bis auf die Raste runter. :!:

Ich bin inzwischen der Meinung, das quasi ALLE Reifen mit Straßenzulassung über so viel Grip verfügen, dass man - etwas gesunden Menschenverstand vorausgesetzt - wirklich keine Angst haben muss, über zu wenig Grip zu verfügen.

Was m.E. mit Vorsicht zu genießen ist:
- vielbefahrene Kreisverkehre (da hatte ich schon öfters böse Rutscher)
- neuer UND nasser Belag (auf neuem trockenen Belag geht's ja halbwegs)
- frisch gemachte Bitumenstraßen (die also eigentlich als Luxus-Schotter-Weg zu bezeichnen sind :lol: )
- Kuhsch*e*e und Gülle in Kurven :lol:

Wer also mit einem PR2, PR3, Z6, Z8, ST, Anakee, Tourance, etc., etc., über "zu wenig Grip" jammert: Da halt ich es auch mal mit Tramper's Aussage zur "Mopped-Fahr-Kompetenz"... :wink:
Ansonsten würde ich selbst hinter Tramper wohl auch mit einem "Gähnkolben" kämpfen... :wink: Dafür mit viel Gripreserven... :lol:

Nein - im Ernst: aktuelle Reifen bei normalen Straßenbedingungen haben mehr als ausreichen Haftung!
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut
haben"
– Alexander von Humboldt

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Re: Fahrbanbelag

#18 Beitrag von Tramper » 2. September 2011, 19:40

supercondi hat geschrieben:ich lass dir deine meinung,
lass du mir meine.
Deine Absicht hast du selbst widerlegt...
supercondi hat geschrieben:und genau das ist ein riesen irrtum.
Thomas hat geschrieben:Der Grip einer Straße hängt somit in erster Linie von den Steinressourcen der jeweiligen Umgebung ab. Die Reibbeiwerte können dabei um ein Vielfaches !!! schlechter sein. Tramper liegt hier also total daneben.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil, der Asphalt hat immer den gleichen Gripp und umgibt das beigemischte Gestein vollständig!

Wenn jetzt der Asphalt abgefahren wurde, werden wie du schreibst, die beigemischen Steingut freigelegt und abgefahren und die hinterlassen je nach Härte schnell eine Staubschicht auf der Asphaltfläche. Diese (meist unsichtbare) Staubschicht vermindert wie Schmutz z.B. Ölflecken oder Kuhfladen den Grip der Strasse, da sie über dem Asphalt als kompakte Schicht liegen. Entfernt man den Staub und Schmutz von der Fahrbahnoberfläche komplett, dann merkt der Durchschnittsmotorradfahrer keinen Grippunterschied, da für seine Fahrweise immer genügend Grip (verzahnung Reifen sauberer Fahrbahnbelag) vorhanden ist. In den Labors der Qualitätskontrolle der Apshalthersteller werden die Gripwerte gemessen und können so miteinander direkt verglichen werden. Lasst euch mal die Labormesswerte geben und vergleicht sie miteinander und ihr werdet feststellen, dass nicht die Asphaltmischungen merklich von einander abweichen, sondern die Fahrbahnverschmutzungen, die aber nichts mit der Asphaltmischung zu tun haben.

Grüessli Tramper

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Re: Fahrbanbelag

#19 Beitrag von supercondi » 2. September 2011, 22:53

ein letztes mal...
@ trampel
da du ja sowieso zu fast jedem thema nicht nur etwas zu sagen hast,
( ich hab mir mal die mühe gemacht, einen teil deines abgelassenen mülls
zu wirklich fast jedem thema zu lesen )
sondern dann auch noch alles besser weisst,
werde ich mir in zukunft die zeit schenken, auf dein gewäsch zu reagieren.

du bist in meinen augen einfach nur ne riesen luftpumpe.

aber denk immer dran, die welt ist klein.
möglicherweise begegnet man sich mal, wenn du mal wieder,
nach mittlerweile vielleicht 800 betankungen deiner 12er r auf einer
deiner über 1000 alpenpasstouren unterwegs bist.
dann kannst du mal zeigen. was du drauf hast.
grüsse aus`m kalletal
carsten

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Re: Fahrbanbelag

#20 Beitrag von Tommy » 2. September 2011, 23:24

Ollli hat geschrieben: ...Ich selber trau mich nur dort das Moped etwas tiefer zu legen, wo ich schon hundet mal druchgefahren bin und mir der Zustand bekannt ist....

Oliver
Oliver, ich mach`s kurz...


so mach ich es auch, mit der Einstellung leb ich gut und bleibe oben... :wink:

im Kopf fährt immer auch die Familie mit... 8)

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Re: Fahrbanbelag

#21 Beitrag von Insel-Tom » 3. September 2011, 07:08

Tommy hat geschrieben:Oliver, ich mach`s kurz...
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen . :) :)
Gerade hier bei uns ist es immer ein Risiko,wo vor 10 Minuten noch alles ok war
kann auf einmal ein Landwirt mit seinem Trecker von Feld gekommen sein
und schon hast Du die schönste Rutschbahn.
Die schlimmste Zeit ist immer wenn die Gülle ausgefahren wird, dann hat man
einen schönen rutschigen Belag auf der Strasse. :( :(
Grüße von der Insel !!
Thomas
Ich weiß,dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind,aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen !!

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Nordmann

Re: Fahrbanbelag

#22 Beitrag von Nordmann » 3. September 2011, 09:22

Wenn der Wind günstig steht, kannst du die "Gefahr" sogar riechen. :lol:

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Re: Fahrbanbelag

#23 Beitrag von Tramper » 3. September 2011, 10:01

Insel-Tom hat geschrieben:Gerade hier bei uns ist es immer ein Risiko,wo vor 10 Minuten noch alles ok war
kann auf einmal ein Landwirt mit seinem Trecker von Feld gekommen sein
und schon hast Du die schönste Rutschbahn.
Ich bin vor kurzem eine der Hausstrecken von Olli das 1. Mal in diesem Jahr gefahren, das Furkajoch.

Die teileweise stark verschmutzten Schräglagenkurven kündigten sich frühzeitig an, denn Abseits der Strasse war jede freie Waldfläche mit den Autos der Pilzsammler zuparkiert, die beim Wegfahren den Waldhumus auf dem Asphaltband verteilten. Nach diesem Erlebnis wusste ich, warum ich in der Pilzsaison die Frukajochstrasse meide auch wenn ich von dem ausserordentlich frühen Beginn der Pilzsaison überrrascht worden bin :wink:


Ich habe früh in der Fahrausbildung gelernt, auf solche Indikatoren abseits der Asphaltbänder zu achten, so meldet mir auch die Nase zuverlässig, wenn vor dem Regen die Bauern ihre Gülle spazieren fahren. Wer mit geschärften 7 Sinnen Motorrad fährt, wird selten von einem Grippverlust mit Folgen überrascht, das nennen meine Ausbildner "Lesen der Strasse". Mit zunehmender Erfahrung gelingt mir das immer besser, die Strassenverhältnisse während der Fahrt korrekt zu beurteilen, und wenn nicht, dann habe ich genügend Zeit zur Korrektur, da ich nie auf der letzten Rille fahre, sondern immer mit einem Sicherheitspolster, da auch andere Verkehrsteilnehmer einen Fehler machen können.

Grüessli Tramper

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Re: Fahrbanbelag

#24 Beitrag von Ollli » 3. September 2011, 10:12

Hallo Tramper,
ich möchte heute noch den Ruppen mal rauffahren. Ist der Asphalt dort auch so legendär wie der vom Stoss?
Der Belag vom Stoss ist ja der Hammer. Wie stehts um die erneuten Beläge beim Stoss? Haben die die selbe Qualität wie der alte Belag?

Merci

Oliver

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Re: Fahrbanbelag

#25 Beitrag von Tramper » 3. September 2011, 10:42

Salü Olli

der Ruppen ist gleichmässiger als der Stoos, da beim Stoos immer noch einige Abschnitte richtige Wellblechpisten sind oder mit Bitumienstreifen auf der Ideallinie. Der Ruppen hat den Nachteil, dass der Verkehr den Schmutz auf der Fahrbahn nicht zur Seite räumt, da viel weniger Fahrzeuge den Ruppen befahren.

Ich brauche von mir aus 2 Stunden zur COOP Tanke Eingangs Oberriet nach dem Zoll/Autobahn EinAusfahrt wo wir uns heute treffen könnten für eine kleine Appenzeller Tour.

Grüessli Tramper

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