Öko-Seuche in den Dolomiten

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emca
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Öko-Seuche in den Dolomiten

#1 Beitrag von emca » 10. August 2018, 09:01

Jetzt hat die Ökoseuche, auch Öko-Krätze genannt, die Dolomiten voll erreicht. Laut Aussage der einheimischen Bevölkerung, ist der Überträger die gemeine grünbauchige Ökozecke. :lol:

Durch eine Infektion werden u.a. geistige Blähungen der folgenden Art hervorgerufen. Es ist zu befürchten, dass sich die geistigen Blähungen epidemisch über die ganze Region verbreiten können. Bis jetzt wurde noch kein Gegenmittel gefunden. :twisted:
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Achim1958
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#2 Beitrag von Achim1958 » 10. August 2018, 09:41

Hi,

hier wird die Maßnahme verständlich erklärt:
Dolomitesvives: Sellajoch aktiv geregelt

Gruß Achim
Die Katze ist ein Wunder der Natur***Leonardo da Vinci***
& wer Rechtschreibfehler findet,darf sie behalten

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emca
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#3 Beitrag von emca » 10. August 2018, 12:28

Sehr verständlich erklärt, ich beobachte nämlich seit Jahrzehnten, die ich schon in die Dolomiten fahre, wie die Berge der Dolomiten schrumpfen. Durch den nachhaltigen Beitrag zum Schutz der Dolomiten, Sperrung des Sellajochs, wird die ganze Region wieder neu erblühen. Mit den Pflanzen ist es das gleiche, sie sind gänzlich aus den Dolomiten verschwunden. Z.B. die Edelweiswiesen oberhalb von Corvara werden mühevoll im Frühjahr mit Plastikblumen bepflanzt, die Latschen in einem freundlichen Grün lackiert, damit man die Schäden, die durch die Sellajochfahrer entstanden sind, nicht sieht.

Die Sperrung ist blinder Aktionismus, ich nenne es eine geistige Blähung. Wenn man etwas gegen den zunehmenden Verkehr unternehmen möchte, dann gäbe es intelligente Lösungen, zB. wie die in den Dolomiten lebenden normalen Menschen vorschlagen, eine Bevorzugung der Übernachtungsgäste gegenüber denen, die nur einmal durch die Gegend rauschen wollen, um hinterher posten zu können, wir haben heute 20 Pässe gemacht.

Und die hochgelobten Radler kommen aus Mailand, München und anderen Städten alle umweltschonend mit dem Fahrrad oder mit der Bahn angereist. :lol: :idea:

Auch hier das Problem, man hört den Menschen, die mit und vom Tourismus leben, einfach nicht zu. In Corvara zB. lebt jeder vom Tourismus und fragt sie, was sie von der Maßnahme halten. :idea:
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#4 Beitrag von Soccerkojak » 10. August 2018, 12:44

bei aller Ironie @emca, die Du an den Tag legst. Irgendwie kann ich das ganze schon verstehen. Ich war letztes Jahr ziemlich genau um diese Jahreszeit in den Dolos. Das war auf den Pässen rund um das Sella-Joch auch mit dem Moped kein Vergnügen mehr. Busse, LKW´s, PKW´s, Radfahrer, Wohnmobile, Mopeds.... und und und... flüssiges Fahren schaut anders aus.
Ich für meinen Teil hab danach beschlossen, dass die Dolos so Juli und August absolut von mir/uns gemieden werden.

Bei allem Frust, ein wenig Verständnis sollte man(n) schon aufbringen.

VG

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Lumi
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#5 Beitrag von Lumi » 10. August 2018, 12:55

Ich hab an der Region gar kein Interesse mehr.
Um kilometerlange Tunnels zu fahren brauch ich nur den Engelbergtunnel nach Leonberg.
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emca
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#6 Beitrag von emca » 10. August 2018, 13:04

Soccerkojak hat geschrieben:
10. August 2018, 12:44
Irgendwie kann ich das ganze schon verstehen. Ich war letztes Jahr ziemlich genau um diese Jahreszeit in den Dolos. Das war auf den Pässen rund um das Sella-Joch auch mit dem Moped kein Vergnügen mehr. Busse, LKW´s, PKW´s, Radfahrer, Wohnmobile, Mopeds.... und und und... flüssiges Fahren schaut anders aus.

Bei allem Frust, ein wenig Verständnis sollte man(n) schon aufbringen.

VG
Da liegen wir gar nicht auseinander, nur über den Weg und vor allen Dingen, dass man den Leuten nicht zuhört und etwas überstülpt, was Dummfug ist. Wie war das nochmal mit der Umverteilung, wenn man eine Straße schließt? Selbst die Menschen, die unter dem zunehmenden Verkehr (Lärm usw.) leiden, sind der Meinung, das haben sich Idioten ausgedacht. Habe extra genau zugehört.

Und was du beschreibst, habe ich nur am Wochenende erlebt und da auch nur zu einer bestimmten Tageszeit, der Rest war ein sehr entspanntes Fahren, könnte ein paar Beweisvideos zeigen. Das ist doch der Irrsinn, dass die Sperrung in der Woche stattfindet.
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#7 Beitrag von Frank W15 » 10. August 2018, 16:47

Hatte von der Sperrung noch nichts gehört und wollte gestern den Sellapass
fahren.
Gekommen bin ich bis kurz vor Viga. Dann war schon die Zufahrt zur SS48
dicht. Und dann eine Blechlawine bis zu Horizont. Allerdings waren
wir Motorradfahrer in der Unterzahl.
Und in diesem Chaos standen, natürlich, auch die öffentlichen Busse.
Habe dann gedreht und zurück zum Karersee. Hier wurden alle die den dortigen
großen Parkplatz anfahren wollten, einfach vorbeigewunken. Parkplatz voll und
der Fusswweg um den See ein ein Gedränge wie beim Schlussverkauf bei Woolworth......
Bin eindeutig zur falschen Zeit hier....... :D
Grüsse aus Wuppertal

Frank

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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#8 Beitrag von hixtert » 10. August 2018, 17:08

Ist ja nur eine befristete Sperrung.

Jahr für Jahr wundere ich mich immer, dass so viele Germanen ausgerechnet zur Ferragosto, also zur Hauptferienzeit der Einheimischen gen Italien reisen.
Grüße
Reinhard
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emca
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#9 Beitrag von emca » 10. August 2018, 17:42

hixtert hat geschrieben:
10. August 2018, 17:08
Ist ja nur eine befristete Sperrung.

Jahr für Jahr wundere ich mich immer, dass so viele Germanen ausgerechnet zur Ferragosto, also zur Hauptferienzeit der Einheimischen gen Italien reisen.
Manche können nur zu dieser Zeit, also nicht wundern. :idea:

@Frank W15
Ich war jetzt 14 Tage in den Dolomiten und wenn du es mir nicht glaubst, unter der Woche und vor dieser bekloppten Sperrung war nichts los auf den Straßen. Wie schon geschrieben, könnte es durch Fahrvideos beweisen. Selbst am Wochenende bis ca. 10:30 und ab 16 Uhr war es sehr schön zu fahren.

Auf der Paßstraße im Bild ist nicht ein Auto gewesen.
dolo bmwforum.jpg
Erst als die selten dämliche Sperrung wirksam wurde, gab es an den Zufahrtsstraßen zur Sellarunde Probleme.

Ich sage es immer wieder, was sich anmaßt Umweltschützer zu nennen, müsste im Fall Sella Joch und ähnlichen Fällen eingefangen werden und irgendwo in der Natur fern der Zivilisation ausgesetzt werden. :lol: Dann würden sie endlich begreifen, dass sie nicht die Umwelt/Natur schützen können, allenfalls sich selbst vor der Natur schützen können. Fürchte aber, dafür sind sie ebenfalls ungeeignet, weil einfach zu dämlich. :evil:
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#10 Beitrag von Gollum » 10. August 2018, 18:40

Ich sehe das Problem so, daß wir viel zu viele Fahrzeuge auf den Straßen haben,
egal wo. Und wo dann wegen Lärm, oder der Natur auch Straßen gesperrt werden
verlagert sich das Ganze auf eine andere Region und dann haben die dort halt den
Lärm und die Abgase. Die Probleme werden nicht gelöst sondern nur verlagert,
denn die Anzahl der Fahrzeuge werden ja dadurch nicht weniger.

Und als die Bergländer den Tourismus entdeckt haben war das dann furzegal
ob da so eine Stinkeschleuder angekommen ist, es wurde Geld verdient! :wink:

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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#11 Beitrag von Frank W15 » 10. August 2018, 19:36

emca hat geschrieben:
10. August 2018, 17:42
Manche können nur zu dieser Zeit, also nicht wundern. :idea:

@Frank W15
Ich war jetzt 14 Tage in den Dolomiten und wenn du es mir nicht glaubst, unter der Woche und vor dieser bekloppten Sperrung war nichts los auf den Straßen. Wie schon geschrieben, könnte es durch Fahrvideos beweisen. Selbst am Wochenende bis ca. 10:30 und ab 16 Uhr war es sehr schön zu fahren.

Auf der Paßstraße im Bild ist nicht ein Auto gewesen.

dolo bmwforum.jpg
Super Foto, so eins wollte ich auch machen..... :D
Und, wie du schon richtig ausgeführt hast, die Zeit hab ich mir
nicht freiwillig so ausgesucht........
Grüsse aus Wuppertal

Frank

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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#12 Beitrag von wohi » 28. Februar 2019, 20:39

lg,
Wolfgang

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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#13 Beitrag von emca » 28. Februar 2019, 22:24

Leider nur kurzfristig, dass die Vernunft Einzug hält.

Wünsche mir für die Zukunft, dass man ohne Verbote der Ökos auskommt. Blitzer bringen auch nichts, was etwas bringt, sind gezielte Polizeikontrollen, bei denen die Krachmacher mit null Toleranz aus dem Verkehr gezogen werden, das gleiche sollte für rücksichtslose Fahrer gelten, egal ob auf zwei oder vier Rädern. Da braucht es nicht einmal einen großen Personalaufwand. Zwei Polizeibeamte mit Ferngläsern, die eine ganze Paßrampe mit Augen und Ohren beobachten können und oben eine Gruppe, die dann die Idioten aus dem Verkehr ziehen. Autos und Motorräder bleiben an Ort und Stelle stehen und werden dann kostenpflichtig ins Tal gebracht. So gesehen und geschehen in der Schweiz. Das spricht sich in Windeseile herum und hält die Idioten aus den Dolomiten fern und die Leute bekommen wieder ihre Ruhe. Wie man den Massenverkehr regelt, wird sich in den nächsten 10 bis 20 Jahren zeigen.
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#14 Beitrag von Robi » 1. März 2019, 08:48

Es gibt sinnvolle Verbote, aber noch viel mehr unsinnige Verbote (viele unter dem grünen Mäntelchen).
Venedig verlangt nun Eintritt und viele (Küsten-) Städte werden nachziehen. Vermutlich gibt es einfach zu viele Leute, die genug Geld haben. Und natürlich muss man alles gesehen haben.. Die Freizeitindustrie trommelt ja unaufhörlich...darum die Flut von neuen Kreuzfahrtschiffen, eine völlig bekloppte Zunahme vom Flugverkehr weltweit. Die Küstenregionen sind zur Hauptreisezeit zu und nun weicht man halt auch noch in die Berge aus...
Auch hier in der CH fahre ich unsere Pässe nur noch unter der Woche... ich habe mir jetzt nochmals ein (letztes) Motorrad gekauft. (sinnloser Luxus). Aber es wird immer schwieriger, dies noch einigermassen unbeschwert geniessen zu können... ich weiss nicht, ob das die Jungen auch so empfinden, aber wir "Alten" hatten schon noch viele Freiheiten...

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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#15 Beitrag von Lumi » 1. März 2019, 09:19

Blöd ist das die Lautesten alle legal unterwegs sind. Das es ist nur mit Eu Abnahme möglich.
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Re: Öko-Seuche in den Dolomiten

#16 Beitrag von emca » 1. März 2019, 10:40

Robi hat geschrieben:
1. März 2019, 08:48
.. ich habe mir jetzt nochmals ein (letztes) Motorrad gekauft. (sinnloser Luxus). Aber es wird immer schwieriger, dies noch einigermassen unbeschwert geniessen zu können... ich weiss nicht, ob das die Jungen auch so empfinden, aber wir "Alten" hatten schon noch viele Freiheiten...
Deinem gesamten Beitrag kann ich nur zustimmen. Habe viele Kontakte zu jungen Leuten, die sehen es ähnlich wie die Alten, nur dass die kaum noch das Motorradfahren anstreben. Unser Problem sind die 35 bis 50 jährigen, die vor lauter Überkandidelkeit/Wichtigkeit nur dummes Zeug von sich geben. Leider sind es zu einem immer größer werdenden Anteil grün gefärbte Frauen. Zu den Dolomiten, lasst es die Menschen vor Ort Regeln und keine Schwachköpfe aus dem fernen Bozen.

Ich nehme mir immer öfter meine Freiheiten, die von den Regeln der Wichtigtuer/Innen deutlich abweichen. Das befreit mich und alleine das Nehmen macht schon Spaß, selbst wenn es teilweise nur in meinen Gedanken stattfindet. :lol:
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