R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

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schaumburger
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R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#1 Beitrag von schaumburger » 29. September 2017, 15:20

hallo leute habe da mal eine frage.
ich habe zurzeit den dunlop roadsmart 3 drauf womit ich auch bisher zufrieden war.
was ich aber komisch finde, ist dass bei dem reifen noch nicht die rasten geschliffen
sind obwohl ich schon bis reifenkante (hinterreifen) fahre.
nun zu meiner frage ist das bei anderen reifen anders?
bei dem michelin pilot road 4 hingegen hatte ich den eindruck, dass die rasten schon weit vor der reifenkante schleifen!?...
wie sind da eure erfahrungen und welche reifen könnte ihr speziell fürs sportliches kurvenfahren empfehlen?
geht mir jetzt auch nicht darum mit dem dunlop die rasten schleifen zu lassen.
will es nur verstehen wo und warum da bei anderen reifen die unterschiede liegen!?...

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Larsi
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#2 Beitrag von Larsi » 29. September 2017, 15:29

Wenn du nur Bedenken hast, dass mit Erreichen der Kante der Grip zu Ende sei, kann ich dich beruhigen.
Auch wenn die Kante erreicht ist, geht noch einiges mehr an Schräglage.
Die Michelin Pilot Power oder Dunlop Roadsmart (1) meiner hochgelegten 17"-GS fahre ich auf der Strasse bis zur Kante und habe dabei noch etwa eine Hand breit Luft unter dem Zylinder. Dasselbe Mopped mit denselben Reifen fahre ich auf abgesperrter Piste bis zum Aufsetzen des Zylinderdeckels.

Zu den aktuellen Reifen auf der R1200R kann ich leider keine Erfahrung anbringen ...
Gruß Lars

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schaumburger
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#3 Beitrag von schaumburger » 29. September 2017, 15:49

danke für die antwort.
ich bin jetzt ca 1mm von kante entfernt (d.h. kante steht noch) und denke tatsächlich wenn ich jetzt noch ein tick weiter in schräglage gehe, komme ich über die kante und rutsche weg :roll:
mein denken: spätestens wenn man über der kante ist muss doch auch der grip flöten gehen oder liege ich da falsch!?
das schleifen der rasten hätte ich nur gerne als warnung bzw richtlinie, dass jetzt bald das maximum an schräglage erreicht ist.

Weissblau
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#4 Beitrag von Weissblau » 29. September 2017, 16:05

Würde mich an deiner Stelle nach einem anderen Reifen anstelle dem Roadsmart umsehen. Der ist genau wie der Pilot Road 4 kein exellenter Reifen bezüglich Haftung.
Den PR4 habe ich nach 5 Versetzern gegen einen Satz Conti RA3 getauscht. Seitdem ist der Kopf wieder frei!

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#5 Beitrag von Hartmut05 » 29. September 2017, 16:54

Falls Du mit dem Reifen ansonsten zufrieden bist, fahre ihn einfach weiter. Es gibt bei den aktuellen Reifen keine wirklich Schlechten mehr.
Erst wenn Du vorne auf der Kante bist, wird es "eng".

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#6 Beitrag von stromanR1200R » 29. September 2017, 17:11

Ich kann für alle Situationen bis hin zum fleissigen Fußrastenschleifen den Metzeler Roadtec 01 empfehlen. Den habe ich auf dem Contidrom sehr flott bei Vollgas und-bremse bis an die Kante und zu den Fußrasten bewegt. Und in den Alpen, bei Nässe und den alltäglichen Dingen macht er auch eine gute Figur.
Grüße aus Hannover
Steffen
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Ist das Alter nicht mehr messbar, fährt man besser mit der Vespa

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Larsi
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#7 Beitrag von Larsi » 29. September 2017, 17:24


schaumburger hat geschrieben:...
mein denken: spätestens wenn man über der kante ist muss doch auch der grip flöten gehen oder liege ich da falsch!?
...
Ja, da liegst du falsch.
Natürlich ist irgendwann Schluss mit lustig, aber du fährst ja nicht auf einer dünnen Kante spazieren.
Der Latsch, also die Fläche die auf der Straße liegt, ist ein paar Zentimeter breit und noch etwas länger als breit.
Bist du jetzt an der Kante angekommen und gehst noch tiefer, wird der Latsch langsam etwas schmaler. Da die Fläche aber in ihrer Ausdehnung von Gewicht und Luftdruck abhängt, muss sie im Gegenzug länger werden.
Das funktioniert eine ganze Weile und ganz sicher so weit bis das Mopped bei normalen Straßenverhältnissen mit den Rasten schleift.

Dennoch gilt:
Nicht übertreiben und nix machen, was dir ein ungutes Gefühl gibt.
Im Zweifel mit übertreiben ...
Und wenn dir ein anderer Reifen ein besseres Gefühl gibt, dann wechsele.
Gruß Lars

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#8 Beitrag von schaumburger » 29. September 2017, 19:07

ich liebe es kurven zu fahren besonders in (für meine verhältnisse) hoher schräglage.
anscheinend geht da ja doch noch einiges mehr als der kopf mir sagt :)
und wenn man ständig denkt: "wenn ich jetzt noch bisschen schräger werde dann schmiere ich weg"
dann macht es ja nicht mehr so wirklich spaß.
naja vielleicht hilft ja doch mal so ein intensives kurventraining um die blockade im kopf zu lösen!?...

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#9 Beitrag von PHS » 4. Oktober 2017, 14:15

Hier meine ganz konkrete Antwort auf die eingangs gestellte Frage, falls Grip wichtiger als Laufleistung.
Ciao, Philipp
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#10 Beitrag von Werner » 4. Oktober 2017, 15:03

schaumburger hat geschrieben:
29. September 2017, 19:07
ich liebe es kurven zu fahren besonders in (für meine verhältnisse) hoher schräglage.
anscheinend geht da ja doch noch einiges mehr als der kopf mir sagt :)
und wenn man ständig denkt: "wenn ich jetzt noch bisschen schräger werde dann schmiere ich weg"
dann macht es ja nicht mehr so wirklich spaß.
naja vielleicht hilft ja doch mal so ein intensives kurventraining um die blockade im kopf zu lösen!?...
Also ersten würde ein Kurventraining immer helfen und zweitens würd ich von den Tourenreifen weggehen und zum Sportreifen greifen. Ich hatte auf meiner Rockster auch mal den Pilot-Road drauf. Nachdem ich nur noch über die Kannte gerutscht bin (Aussage eines Kumpels der hinter mir fuhr) kam der Pilot-Power wieder drauf und gut wars. Es ging schräger und sicherer.
Tourenreifen haben meist nicht nur eine andere Gummimischung sondern auch eine etwas andere Form.
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Larsi
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#11 Beitrag von Larsi » 4. Oktober 2017, 15:20

Werner hat geschrieben:
4. Oktober 2017, 15:03
... zweitens würd ich von den Tourenreifen weggehen und zum Sportreifen greifen. ...
Ich finde auch, dass Tourenreifen nach einem Jahr Fahrpraxis an ihre Grenzen stoßen.
Spätestens nach 4 Jahren geht ohne Rennreifen gar nix mehr!!!

:roll: :roll:
Gruß Lars

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#12 Beitrag von schaumburger » 4. Oktober 2017, 16:18

na ja so ganz krass bin ich ja noch nicht drauf :lol:
die reinen sportreifen haben ja anscheinend noch besseren grip, dafür aber kürzere laufzeiten.
also wenn ich bedenke, dass ich 3 bis 4 mal im jahr reifen wechseln muss, wäre es schon schön wenn sie dann auch minimum 5000km halten würden :roll: (fahre ca 20.000km im jahr)
da die laufleistung hier nicht ganz unwichtig ist, werde ich wohl beim nächsten wechsel mal den
sport touring reifen conti road attack 3 probieren.
hat ja immerhin beim grip bzw landstraßentest platz 1 abgesahnt...
http://www.motorradonline.de/motorradre ... 39920.html

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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#13 Beitrag von papa schlumpf » 4. Oktober 2017, 16:29

Wenn du den Conti Road Attack 3 gefahren bist, stellst du dir die Frage warum es sportreifen gibt ;)
Der Reifen ist der beste den ich bis jetzt gefahren bin. Habe auf der LC den 2 Satz drauf !


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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#14 Beitrag von Roadrunner72 » 4. Oktober 2017, 17:28

Also Schaumburger, das mit der Notwendigkeit des Sportreifens vergiß mal schnell wieder. Das ist die übliche Mär, die ein cooler Biker braucht.
Im Gegenteil: Fährst du einen Sportreifen nicht richtig warm, rutscht der schneller als ein Tourenreifen.

Davon ab haben heutige Tourenreifen derart viel Grip, daß das sicherlich ganz locker für die Landstraße reicht. Wenn du jetzt noch die Augen offen hälst und die Straße schön "liest", kann dir mit denen nichts passieren.
Ich habe auf der Kartbahn sowohl den Angel GT (Tourenreifen) als auch den Power RS (Sportler) gefahren. Die Schräglagen waren nahezu identisch, keiner von denen ist gerutscht.

Das mit der Kante hat Larsi ja schön erklärt. Wenn deine Reifenkante den Asphalt berührt (du es also auf dem Reifen siehst), ist der Reifenaufstandspunkt noch ein gutes Stück in Richtung Reifenmitte verschoben. Da hast du noch Platz, bevor es eng wird. Sowas kannst du auf einem Kurventraining gut probieren, denn da fährst du dieselbe Kurve zig Mal, und kannst dich Stück für Stück nähern.

Aus meiner Sicht kann ich den Angel GT empfehlen. Laufleistung war für mich okay. Wenn du dich an die Platzierungen in der Motorrad hältst, kannst du ansich nix falsch machen. Lediglich vom Bridgestone Tourenreifen würde ich persönlich die Finger lassen...

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schaumburger
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Re: R1200R LC Reifenempfehlung bei sportlichem Kurvenfahren

#15 Beitrag von schaumburger » 4. Oktober 2017, 17:45

Roadrunner72 hat geschrieben:
4. Oktober 2017, 17:28
Fährst du einen Sportreifen nicht richtig warm, rutscht der schneller als ein Tourenreifen.
simmt das ist für mich auch noch ein wichtiges argument,
das eher für einen sporttouring-reifen spricht :wink:

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