Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

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MondMann
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Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#1 Beitrag von MondMann » 12. September 2017, 10:38

Wann macht Ihr Eure Motorölwechsel.., :?:
Sind alle 10.000 Km nicht übertrieben.., :?: , beim Automotor macht mans doch auch nicht.
Eigentlich müßten doch 20.000 oder 30.000 Km auch reichen.., oder was meint Ihr.. :?:
"Bis die Tage", viele Grüße,
Erwin

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gerreg
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#2 Beitrag von gerreg » 12. September 2017, 10:48

Hallo Erwin,

normalerweise schon, ausser Du bist noch in der Garantie??

Ich mach einmal im Jahr in Frühjahr einen Ölwechsel mit Filter der reicht das ganze Jahr!
Gruß

Gerd

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emca
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#3 Beitrag von emca » 12. September 2017, 12:00

Achte gar nicht mehr auf den kilometerbedingten Ölwechsel, habe ich übrigens noch nie gemacht. Früher habe ich es selbst gewechselt, heute bin ich zu faul dazu und lasse es beim Service machen und weil ich Öl und Filter mitbringe, fällt er gar nicht ins Gewicht.

Beispiel: Beim Service 2015 war das Öl erst 8.000 km im Motor und ich hatte eine 8.000 km lange Tour vor mir, habe ich es wechseln lassen. Weil ich überwiegend lange Strecken fahre, blieb das Öl bei mir auch mal bis zu 18.000 km drin. Wie gesagt, heute wird’s einfach beim Service gemacht und der liegt bei mir nie unter 10.000 km. Diese geldbringende Vorgabe, Service nach 10.000 km oder spätestens nach einem Jahr, hatte bei mir noch nie eine Rolle gespielt. Serviceintervalle lagen bei mir zwischen 12 und 18.000 km und meist im Frühjahr oder vor der ersten Urlaubsreise. Da habe ich es gerne, dass "mein" Mechanikus mal einen Blick drauf wirft, weil ich zu phlegmatisch geworden bin, selbst zu schrauben.

Dein Vergleich mit Auto und Motorrad passt nicht, die Menge machts. :idea:

Worauf ich penibel achte, dass das HAG Öl nicht zulange drin bleibt, das lasse ich auch mal beim Reifenwechsel gleich mitwechseln, s.d. nicht viel mehr als 10.000 km zusammen kommen. Vorgabe ist bei meiner 20.000 km, notfalls würde ich das auch selbst wechseln. Mag sein, dass es übertrieben ist, aber ich habe mit dem HAG einschlägige negative Erfahrungen, nicht bei mir, aber bei Freunden und Bekannten.

Und Gott oder wer auch immer verschone uns vor Beiträgen, in denen die Ölsorte (mit detaillierter Beschreibung der Inhaltsstoffe) für den Wechselintervall verantwortlich ist. Das wäre dann der 1.000 Ölthread. :lol:

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einsteiger44
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#4 Beitrag von einsteiger44 » 12. September 2017, 14:46

Ich wechsele 1 mal im Jahr, kilometerunabhängig. Kostet ja nicht die Welt und erhält die Freundschaft mit Deinem Motor


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emca
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#5 Beitrag von emca » 12. September 2017, 15:51

einsteiger44 hat geschrieben:
12. September 2017, 14:46
Ich wechsele 1 mal im Jahr, kilometerunabhängig. Kostet ja nicht die Welt und erhält die Freundschaft mit Deinem Motor
Wieviele Jahreskilometer kommen denn da so zusammen? Mondmann möchte ja auch gerne wissen, ob mehr als 10.000 km möglich sind, bzw. wann wir wechseln?

Hatte schon Jahre, da habe ich >20 t Km runtergeradelt, aber auch zwischendrin gewechselt. Das Schauglas gibt auch gewisse Hinweise her, man sollte wechseln.

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farbschema
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#6 Beitrag von farbschema » 12. September 2017, 17:13

Hallo,

ich denke, dass beim Motoröl grob 10.000 km / jährlich ganz ok sind.
Dieses Jahr habe ich wohl auch 13.000 km und ca. 16 Monate, oder so etwa.

Da ist aber die sehr ruhige NorwegenTour mit fast 9.000 km rollen dabei :wink:

Das Wechselintervall sollte man von der Belastung abhängig machen.
Wenn ein 170 PS Motor bei 120 Grad Öltemperatur darüber herfällt,
wird das Öl verbraucht. Bei meiner R12R Luftboxer habe ich direkt nach Anfahrt und dem
Stau am Gardasee die Verfärbung des Öls gesehen. Temperaturspitzen. Auch bei 98 PS
zerlegts das Öl.

Klar ist auch, dass ein PKW-Motor oft weniger gefordert wird und zudem früher weniger
Leistung je Hubraum hatte. Aber das änderte sich ja auch. Daher ist ein Vergleich nicht 1:1 möglich.

Ich richte mich also schon grob nach den Vorgaben, in Details abweichend, aber mit Verstand.
Gerade das Thema Hinterachsöl ist interessant: bei grob 200ml ist man inkl. Dichtringen wohl
bei 5.- dabei, wenn mans selbst vornimmt. Sicher gut angelegtes Geld beim verkürzten Intervall.
Grüße, Felix
__________________________________________
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Chucky1978
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#7 Beitrag von Chucky1978 » 12. September 2017, 18:17

Schweres Thema im Grunde. Meine Meinung:

Ob 10 oder 20.000 KM spielt im Grunde keine wirkliche Rolle. Einmal im Jahr spätestens aber nach 2 Jahren sollte es dann doch ersetzt werden beim Mopped. Das wäre so für mich das Maximum was ich generell pauschal als ok betrachten würde unabhängig der verschiedenen Variationen wie Kaltstarts und Kurzstrecken.
Es sind nicht wenige Additive die sich abbauen können.
Auch gibt es einige Situationen wo der Wechsel früher stattfinden sollte, oder vielleicht sogar auch später erfolgen kann. Kippe ich in 15.000 Km fast 3,5 Liter Öl nach, statt wenig Verbrauch zu haben, sind die Additive weniger das Problem usw, jedoch bindet das Öl ja auch Schadstoffe von der Verbrennung und Co. Daher finde ich ist die verdopplung des Intervalls schon das Maximum was pauschal tragbar wäre.

Beim Mopped ist denke ich das größte Problem tatsächlich nur die Nasskupplung. Wäre die nicht vorhanden, würde ich sogar den Ölwechsel nahezu komplett vernachlässigen wenn ich auf 1000 Km nen halben oder nur 1/4 Liter Öl nachkippen muss.

Was den Filter angeht. Auch wieder meine Meinung. Im Prinzip filtert ein gebrauchter Filter sogar besser als ein neuer. Natürlich wird der Durchfluss gemindert. Fragt sich nur, ob der maximal mögliche Durchfluss im Neuzustand überhaupt benötigt wird. Durch die Tatsache das es meist ein Nebenstromfilter ist, also nicht das Gesamte Öl durch den Filter läuft bevor es an den Schmierstellen ankommt, und dieser auch ein Bypass hat, sollte er doch mal zu sein, kann meiner Meinung nach dieser auch wesentlich länger drin verbleiben als man vermuten möchte. Ich denke Am Anfang, also die ersten 1000Km wäre es ratsam, aber danach, sofern kein wirklicher Schaden am Mopped vorhanden ist, wie Lagerschäden oder sowas, kann man den sicherlich auch 20 bis 30.000 Km drin belassen statt ihn alle 10.000 zu wechseln.

Im Grunde hängen aber soviel Faktoren davon ab, ob man das Öl länger oder kürzer nutzen kann, das man pauschal da sicher keine Allgemeingültige Regel machen könnte als "Hobbyschrauber". Hersteller die eine individuelle Insektion haben, werden diese sicherlich vorher Labortechnisch geprüft haben, und auch so einige Faktoren ständig mit einbeziehen, die man als Fahrer selbst so genau gar nicht auf die Dauer nachvollziehen/behalten kann.

Die einzige wirkliche Möglichkeit wäre demnach ein Labortest des gebrauchten Öls, welches dann auf Verschleiß getestet wird. Kostenpunkt je Probe 50-150€. Dort bekommt man dann evtl. gesagt welche Additive noch in welcher menge vorhanden sind, aber vor allem bekommt man die menge an Schadstoffen beschrieben, die je nachdem gut, vertretbar oder schlecht sind.

Was jedoch nicht zu vernachlässigen ist, sind die Rückstände im Motor. Wechsel ich das Öl regelmäßig alle 10.000 Km oder 15.000 Km, kann man davon ausgehen, das der Motor im inneren auch bei 100.000 Km noch recht sauber sein wird. Sollten die Intervalle zu lang gewählt sein, könnten durchaus Rückstände im Motor pappen bleiben, die natürlich mit der zeit nicht besser werden. Da haben dann diverse Spüllösungen die man vor dem Wechsel ins Öl gibt ihre Daseinsberechtigung. Ich für meinen Teil kann jedoch sagen, das bei 10-15.000 Km-Interval und 65000 Km der Motor von innen nahezu noch neu ausschaut (nicht nur nahezu, sondern keinerlei Rückstände).
Das sieht bei meinem PKW, der vielleicht mal nur alle 30.000 das Öl gewechselt bekommt komplett anders aus, und der benötigte bei 170000 schon mal eine Spülung mit einem Additiv, damit die Hydros nicht mehr so laut klackern, die Nockenwellenlager wieder schön sauber aussehen, statt Verbrennungsrückstände die Finger schwarz einfärben. Beim PKW kommen jedoch noch andere Faktoren hinzu durch nicht selten Kurzstrecke und Co.. Aber die Rückstände, mal abgesehen von verstopften Ölbhrungen der Hydros sind jetzt nicht wirklich Lebensbedrohlich
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Gruß Ingo

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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#8 Beitrag von ChristianS » 12. September 2017, 18:33

Kurze reingrätschende Zwischenfrage:
der benötigte bei 170000 schon mal eine Spülung mit einem Additiv, damit die Hydros nicht mehr so laut klackern
Was genau hast du dafür genommen? Danke.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#9 Beitrag von emca » 12. September 2017, 19:37

Gott ist auch nicht mehr das, was er einmal war, denn jetzt haben wir den 1001 Ölthread. Mal sehen, was der Fragesteller dazu meint, hoffentlich stellt er keine Fragen zum Reifenwechsel. :lol:

Bin dann mal weg.

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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#10 Beitrag von Chucky1978 » 13. September 2017, 05:30

ChristianS hat geschrieben:
12. September 2017, 18:33
Kurze reingrätschende Zwischenfrage: Was genau hast du dafür genommen? Danke.
Mannol 9900 Motor Flush. Wenn es aber "nur" um Hydros geht, gibt es andere Produkte... 9900 ist nur für die Kurze Anwednung um es direkt wieder abzulassen (beim anstehenden Ölwechsel z.B)
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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#11 Beitrag von assy » 22. September 2017, 11:07

Alle Achtung - von Ingo kann man noch was lernen !!!

Gruß Johann.

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Re: Ölwechsel alle 10.000 Km übertrieben...??

#12 Beitrag von motoro » 23. September 2017, 15:51

Hallo Erwin,

ich wechsele grundsätzlich an allen meinen Fahrzeugen 1 x im Jahr das Öl incl. Filter. Egal ob nun 1000 od. 10.000 Km innerhalb des Jahres gemacht wurden u. auch egal ob lt. Hersteller longlife-tauglich od. nicht.
Mache das seit über 30 Jahren so u. bin bis dato bestens damit gefahren.
Gruß
Ralf

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