K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

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1200ccm
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K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#1 Beitrag von 1200ccm » 23. August 2017, 09:53

Hallo Schrauber-Kollegen,

eine Hinterrad-Bremsen-Revision steht an und ich finde nirgends das
richtige Anzugsmoment der beiden Inbus-Schrauben, welche den hinteren
Bremssattel zusammenhalten.

Kann mir bitte jemand von euch das richtige Anzugsmoment der beiden
Schrauben mitteilen ?


Gruß und Dank…

…Walter

Anm.:
K1200RS / Baujahr 1997 / ohne Integral-ABS / hoher hinterer Bremssattel
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bmw peter
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#2 Beitrag von bmw peter » 23. August 2017, 10:13

Ich hatte diese Arbeit auch mal machen lassen, die Drehmomente rückt dir leider keine Werkstatt raus.
Ich habe zwar damals deneben gestanden aber es mir nicht gemerkt.
BMW will wohl nicht das da Jeder dranrum schraubt.
Normalerweise bekommt eine Schraube mit 8mm Gewinde 20-22 NM.
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wolfgang
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#3 Beitrag von wolfgang » 23. August 2017, 10:35

welche den hinteren Bremssattel zusammenhalten.
Warum willst du die auseinander bauen?? Die Kolben gehen ohne Zerlegung raus. Im Sattel sind nur noch 1-2 O-Ringe.
Normalerweise bekommt eine Schraube mit 8mm Gewinde 20-22 NM.
Es könnten aber auch Dehnschrauben sein, dann liegst du falsch.
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#4 Beitrag von 1200ccm » 23. August 2017, 13:53

Vielen Dank Jungs !
Bin neu hier im Forum und das ist die erste Sache, die ich in Angriff genommen habe.
Der hintere Bremssattel ist eigentlich nichts besonderes.

>>> Peter, soviel ich weiß, haben die Bremssattel-Schrauben M10-Gewinde und M10-Schrauben
werden auch für die Sattelbefestigung an der Schwinge verwendet (mit 40 Nm angezogen).
Die Werte für die anderen Schrauben (Entlüftung, Bremsleitung, Befestigung) stehen in div. Handbüchern und sind kein Geheimnis.

>>> Wolfgang, bin halt neugierung und will wissen, wie diese Dinger aufgebaut sind. Dehnschrauben werden auch bei den
Pleuelstangen verwendet.
Ich denke, daß ganz normale 8.8-Schrauben den Bremssattel zusammenhalten.

Gruß...
...Walter
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#5 Beitrag von wolfgang » 23. August 2017, 14:16

Ich denke, daß ganz normale 8.8-Schrauben den Bremssattel zusammenhalten
Nur mit "ich denke" eine Bremse richten ist etwas kompliziert und dann kann ich dir nur abraten. Entweder du weist es oder eben nicht und bei nicht die Finger weg.
bin halt neugierung
Es ist nichts besonderes darin, die Kolben und Rechteckringe siehst du eh und dann gibt es da nur noch O-Ringe. Es lohnt sich nicht die zu öffnen.
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#6 Beitrag von helmi123 » 23. August 2017, 15:07

Wolfgang der Sattel ist doch schon offen. :D

Nur aus Neugier würde ich beim Bremssattel Hersteller eine anfrage stellen, ist es nicht Sicher gibt es nur eins ,festziehen ,nach fest kommt ab ,und dann hat es sich sowieso erledigt :P
:lol:

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#7 Beitrag von bmw peter » 23. August 2017, 16:53

So Walter,

ich habe den Schrauber (ehemaliger BMW-Meister) von damals angerufen, bei deinem Motorrad 40 Nm.
Es sind keine Dehnschrauben !
Bei späteren Modellen gibt es andere und unterschiedliche (Vorn/Hinten) Schrauben.
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#8 Beitrag von wolfgang » 23. August 2017, 18:29

Was so eine Schwarzwälder alles bewirkt
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#9 Beitrag von Kleinnotte » 23. August 2017, 18:53

Also ich habe bei meiner Karre auch schon sehr oft die Bremse erneuert und anfangs immer nach Gefühl angezogen, irgendwann habe ich viel später den Wert erfahren und dieser ist wie Schwarzwaltortenpeter schrieb, 40Nm
Gruß Jens

K-Treiber seit 2002, die 589/72KW von 17,2TKm-89,8TKm gefahren dann auf die K12/96KW umgestiegen, mit 18,9TKm übernommen, gefahren bis jetzt 107TKm

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#10 Beitrag von wolfgang » 23. August 2017, 19:28

Wir schreiben nicht von den standrohrschrauben sondern von den zwei am bremssattel selbst
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#11 Beitrag von beno » 23. August 2017, 20:16

Die Schrauben sind bei mir mal aufgegangen,und es hat den O Ring rausgedrückt. Das war mit ca 30000 km, Kundendienst beim BMW Händler wurde immer gemacht.
Bei BMW gab es den O Ring nicht einzeln, ich habe mir dann in einer Maschinenbau Firma einen besorgt.
Ich habe die Schrauben nach Gefühl angezogen, das war vor 8 Jahren. Jetzt habe ich 80000 km drauf ,und alles ist dicht.

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#12 Beitrag von wolfgang » 23. August 2017, 21:28

Da kann ich dir nur dazu gratulieren. Wenn du jetzt noch erklären kannst, was "Gefühl " ist beim verschrauben einer bremszange, dann Hut ab und ich will lernen.

Ich kann nur schreiben, mit bremsen spielt man nicht. Entweder weis ich was ich mache oder ich lasse die Finger davon,
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#13 Beitrag von beno » 24. August 2017, 00:19

Das richtige Drehmoment sind 40 Nm steht im Werkstatthandbuch.
Naja wenn du meinst,mein Bekannter ist Werkzeugmacher Meister und würde über sowas nur lachen.
Schaut euch mal Tabellen an was Schrauben alles so aushalten,mit Gewalt und einer Verlängerung kann man natürlich alles abdrehen.

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#14 Beitrag von bmw peter » 24. August 2017, 08:04

wolfgang hat geschrieben:
23. August 2017, 18:29
Was so eine Schwarzwälder alles bewirkt
Nee Wolfgang,

die echte gibt es erst am am Dienstag, da bin ich im Schwarzwald. :D

@beno
Wir reden von der Teilung des Bremssattels, dazu gibt es meines Wissens keine Angaben im WHB.
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#15 Beitrag von helmi123 » 24. August 2017, 08:28

@beno, der Bremssattel ist von Brembo ergo kann BMW keine Angaben machen :x
:lol:

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#16 Beitrag von 1200ccm » 24. August 2017, 08:37

Moin moin K1200RS-Biker !

Danke euch allen, daß es zu so einer interessanten Diskussion gekommen ist.
Und auch vielen Dank Peter für Deine Nachfrage beim BMW-Meister !

Ich hab gestern Abend den Bremssattel und die beiden Schrauben, welche
diesen zusammenhalten, nochmals genau mit der Lupe angesehen.
Am Schraubenkopf ist die Festigkeitsklasse 8.8 eingestanzt !

Das wesentliche hätten wir dann: M10 / 8.8 / keine Dehnschraube.
Vielleicht rückt BREMBO noch das Anzugsmoment raus, dann wären die 40 Nm
auch bestätigt; ich probiers mal.
Ansonsten kann ich ja so fest anknallen, daß das Wasser rauskommt oder die
„Nach fest kommt ab“-Methode anwenden ;-) ;-) ;-) .

So, dann wäre der theoretische Teil erledigt. Das Praktische dürfte ja kein Hexenwerk
sein.

Übrigens: der Freundliche kocht auch nur mit Wasser.

Gruß…
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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#17 Beitrag von helmi123 » 24. August 2017, 10:03

Walter, im FIZ hatte man folgendes Probelaufen gemacht: Drehmoment Schlüßel auf Ratsche, Ringeinstellung auf Null und dann solange erhöhen bis das erste Knacken zu Höhren war :idea:
:lol:

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#18 Beitrag von wolfgang » 24. August 2017, 13:53

Das richtige Drehmoment sind 40 Nm steht im Werkstatthandbuch.
Wie schon geschrieben, die beziehen sich auf die Sättel an die Standrohre und nicht auf die Verschraubung der Sättel selbst.
mein Bekannter ist Werkzeugmacher Meister und würde über sowas nur lachen.
Ich weis jetzt nicht, was du damit sagen willst? Ein Werkzeugmacher hat normalerweise eine Ahnung von Spannungszuständen in Metallen und Bauteilen, wenn er darüber lachen würde, dass man wissen muß, was man an einer Bremszange macht, dann sollte er eventuell seinen Brief an die Handwerkskammer zurückgeben. Nur nebenbei, woher willst du wissen, dass wir nicht ähnliche, gleiche oder eventuell höherwertigere Ausbildungen und Erfahrungen haben??
Schaut euch mal Tabellen an was Schrauben alles so aushalten
Es gibt immer 4 Parteien bei dem Spiel und deshalb wird ein Anzugsmoment an kritischen Bauteilen auch vorgegeben:
- die Schraube
- das Grundmaterial in dem das Gewinde ist
- die Bauteilgeometrie, sprich die Konstruktion
- die verschiedenen Lastfälle

Ganz so einfach ist es leider nicht.

Mit einer normalen Nuß und einer 1/2" Ratsch ohne Verlängerung reißt man problemlos eine M8 in 8.8 ab, da gehört nicht viel dazu.
Gruß

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#19 Beitrag von thowski » 24. August 2017, 14:39

Guten Tag, zum Thema Anzugsmoment möchte ich zwei Ergänzungen beitragen:
1. Kostengünstige Drehmomentschlüssel haben in Abhängigkeit vom Einstellbereich recht hohe Toleranzen. Da sind +-10% keine Seltenheit. Soll heißen: bei 40Nm Einstellwert knackt der eine Schlüssel eventuell bei 36Nm und ein anderer eventuell bei 44Nm. Das sind denn mal schnell 8 Nm Unterschied.
2. Beim "Abknacken" mit Drehmomentschlüsseln kommt eine menschliche Komponente ins Spiel. Auch hierbei benötigt man eine gewisse Erfahrung. Gerne wird "überzogen" (Folge:zu hoher Wert) oder zu schnell gezogen (Folge: Zu niedriger Wert).

Das sind für mich Beispiele dafür, dass man selbst bei Anwendung eines Drehmomentschlüssels auch daneben liegen kann.
Ich denke, ein geübter Schlosser entwickelt dafür ein Gefühl, um Schrauben auch ohne Drehmomentschlüssel mit entsprechendem Werkzeug so anzuziehen, dass sie" korrekt " vorgespannt sind und sich dabei nicht plastisch verformen oder gar abreißen. Das sollte dann für ca. 90% der Fälle ausreichend sein. Der Rest sind dann eh Spezialfälle (z.B.Schwinglager o. ä).

Viele Grüße Thomas

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Re: K1200RS (BJ 1997) / Instandsetzung Hinterrad-Bremse / Anzugsmoment

#20 Beitrag von bmw peter » 24. August 2017, 16:07

Also nochmal,

meine Angabe von 40 NM bezieht sich auf die Teilung des Sattels bei der die Schrauben mit Inbus 8mm versehen sind.
Die neueren Sättel haben für die Teilung Torx.Schrauben, hier wird mit 35 Nm festgezogen.
Dabei gibt es eine Ausführung, wo eine Schraube eine Bundschraube ist, diese gehört dann vorn in den Sattel, also in Fahrtrichtung.
Verstehe garnicht wie hier Leute Angaben zum anschrauben des Sattels schreiben, Frage wohl nicht gründlich gelesen ?!? :shock: :roll:
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