Alterung ÖL

Alles, was mit der Technik der LUFTgekühlten R1200xx zu tun hat
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erki
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Alterung ÖL

#1 Beitrag von erki » 20. Juli 2017, 21:37

Hallo zusammen,

ich habe Ende 2014 bei ca. 20.000 km an meiner R1200 R Bj. 2009 das Getriebeöl, sowie das Öl im Kardanantrieb gewechselt.

Laut BMW soll das Öl im Kardanantrieb alle 20 tsd oder alle 2 Jahre gewechselt werden. Getriebeöl alle 40tsd oder alle 2 Jahre.

Meine Frage wäre, altert das Öl auch wenn das Motorrad steht?

Wenn ja, muss ich dann die 0,5 Liter teures Castrol Getriebeöl, die ich noch in der original Dose habe auch entsorgen? Es ist ja auch schon 2 Jahre alt?

Mein KM Stand ist jetzt ca. 40 tsd Km.
LG
erki

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Chucky1978
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Re: Alterung ÖL

#2 Beitrag von Chucky1978 » 21. Juli 2017, 04:16

ÖLTHREAD...yipieh :D :D :D

Öl ist meistens eine Glaubensfrage.

Aber ganz kurz:

Ja Motoröl altert bereits ab dem Moment der Abfüllung.

Nein du musst die 0,5 Liter nicht wegschütten, sofern es noch gut ausschaut, also der Fliegenanteil usw recht gering ist, und es noch die reguläre Färbung hat, und nicht schon eine milchige oder sonst wie undefinierbare Flüssigkeit geworden ist.

:arrow:

Was das Intervall angeht. Wenn keine Garantie/Gewährleistung da ist, brauchst du da nicht soooo stark drauf zu achten, aber gemacht werden sollte es nach besten Wissen, oder Gewissen.

Es gibt Getriebe die halten 240.000+ mit dem ersten Getriebeöl, andere haben so eine bescheidene Belüftung oder generell so Konstruiert, das schon nach 40.000 KM das Getriebeöl mehr Wasser als Öl haben kann usw...
Bei den geringen Laufleistungen der Moppeds ist es schwer nach Gewissen zu handeln, aber ich würde nach dem vorgeschriebenen Intervall einfach Wechseln, und dann je nach Aussehen der Öle entscheiden ob es auch noch ein paar Tausender mehr sein können. Das Mopped wird vermutlich schon lange abgemeldet sein, bevor man das Intervall auf einen Punkt gebracht hat, wo man sich sagt das es jetzt langsam Zeit wurde. Und der Grund der Abmeldung wird höchstwahrscheinlich nicht das hoch gesetzte Intervall sein. 8)
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Gruß Ingo

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Hoger
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Re: Alterung ÖL

#3 Beitrag von Hoger » 21. Juli 2017, 05:47

Hm, ich denke nicht, dass man da bei einem Literpreis von ca. 15 Euro und einer 3/4 Stunde Arbeit, das Ganze nach drei Jahren, über einen Ölwechsel nachdenken sollte....
Zuletzt geändert von Hoger am 21. Juli 2017, 06:03, insgesamt 1-mal geändert.
Aufgrund von Stalking habe ich die PN Funktion abgeschaltet

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ChristianS
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Re: Alterung ÖL

#4 Beitrag von ChristianS » 21. Juli 2017, 05:49

Meine Frage wäre, altert das Öl auch wenn das Motorrad steht?
Ja
Muss ich dann die 0,5 Liter teures Castrol Getriebeöl, die ich noch in der original Dose habe auch entsorgen?
Nein
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Re: Alterung ÖL

#5 Beitrag von farbschema » 21. Juli 2017, 21:47

Man benötigt einen Liter und zwei bis vier Alu ringe.(?)

15.- in Summe / 2 Jahre.

Verbrate den halben Liter doch sonst wo.
Sehe keinen Grund da oxidiert Reste einzuführen.

😉
Grüße, Felix
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Re: Alterung ÖL

#6 Beitrag von emca » 22. Juli 2017, 08:22

Wenn dein Öl eingefüllt wird, ist es schon ein paar Millionen Jahre alt. Wenn es jetzt ungenutzt ein paar Tage in deinem Motorrad liegt, zerfällt es dann in seine Bestandteile?

Der Zeitintervall ist nur die Lizenz zum Gelddrucken.

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ChristianS
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Re: Alterung ÖL

#7 Beitrag von ChristianS » 22. Juli 2017, 08:26

Wo muss man bohren, um 20W50 zu erhalten? :lol:
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Re: Alterung ÖL

#8 Beitrag von lamhfhada » 22. Juli 2017, 14:18

ChristianS hat geschrieben:Wo muss man bohren, um 20W50 zu erhalten?
... in den entsprechenden Kanister - ich find' es inzwischen aber irgendwie angenehmer sie oben aufzuschrauben, dann hat man weniger Bohrstaub und Späne im Öl.

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Re: Alterung ÖL

#9 Beitrag von Chucky1978 » 22. Juli 2017, 14:30

emca hat geschrieben:
22. Juli 2017, 08:22
Wenn dein Öl eingefüllt wird, ist es schon ein paar Millionen Jahre alt. Wenn es jetzt ungenutzt ein paar Tage in deinem Motorrad liegt, zerfällt es dann in seine Bestandteile?
Der ist gut.. den muss ich mir behalten.... :-)
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Re: Alterung ÖL

#10 Beitrag von erki » 22. Juli 2017, 17:13

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten. :D

Ich habe gesten bei 39700 km beide Öle gewechselt, also Kardan und Getriebeöl. :)

Ich kann nur sagen, beide Öle sahen aus wie neu. :lol:
LG
erki

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Jürgen VAI
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Re: Alterung ÖL

#11 Beitrag von Jürgen VAI » 22. Juli 2017, 17:18

Es geht beim Getriebeöl und Endantrieb nicht um die Färbung durch Verbrennung sondern um die klein gehäxelten Molekülketten.
Gruß aus Vaihingen an der Enz, der schwäbischen Toskana.
Jürgen

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emca
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Re: Alterung ÖL

#12 Beitrag von emca » 23. Juli 2017, 19:27

erki hat geschrieben:
22. Juli 2017, 17:13
Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten. :D

Ich habe gesten bei 39700 km beide Öle gewechselt, also Kardan und Getriebeöl. :)

Ich kann nur sagen, beide Öle sahen aus wie neu. :lol:
Neues Öl gibt immer das schöne Gefühl, man hätte etwas gutes für sein Motorrad gemacht und das ist es, was zählt. Wie gesagt, der Zeitintervall ist eine schöne Geschäftsidee und funktioniert prächtig. Für das HAG kann ich jedem empfehlen, das Öl nach ca. 10.000 Km zu wechseln, obwohl in der Anleitung 20.000 Km steht. Sonst ist die Laufleistung des Motoröles unkritisch, da darf man die Laufleistung schon mal um 50% überschreiten ohne Sorgen haben zu müssen. Wenn sich aber das schlechte Gewissen meldet, das vielen von den Werbefuzzis eingeimpft wurde, dann sollte man unbedingt wechseln. :lol:

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Re: Alterung ÖL

#13 Beitrag von teileklaus » 23. Juli 2017, 19:53

emca hat geschrieben:
22. Juli 2017, 08:22
Wenn dein Öl eingefüllt wird, ist es schon ein paar Millionen Jahre alt. Wenn es jetzt ungenutzt ein paar Tage in deinem Motorrad liegt, zerfällt es dann in seine Bestandteile?

Der Zeitintervall ist nur die Lizenz zum Gelddrucken.
Mag sein aber wenn du frisch gebohrtes "paar mio altes Öl einfüllst, wirst du bald einen Motor brauchen.
Es sind halt zugefügte Bestandteile drin, die sehr wohl schlechter werden, schlechtere Visco und "gehäxelte" lange Molekül Ketten..
HAG- und Getriebeöl eher früher, Motoröl großzügig praktikabel wechseln. Ich leb nicht vom Ölwechseln...

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Re: Alterung ÖL

#14 Beitrag von erki » 23. Juli 2017, 20:12

Hallo,

entweder bilde ich mir das nur ein, oder das Getriebe lässt sich wirklich leichter Schalten. :shock:

Also die Gänge lassen sich ganz weich einlegen. :D
LG
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Re: Alterung ÖL

#15 Beitrag von teileklaus » 23. Juli 2017, 20:13

bei anderer -140 Viskosität ist das oft so

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Re: Alterung ÖL

#16 Beitrag von emca » 24. Juli 2017, 13:17

teileklaus hat geschrieben:
23. Juli 2017, 19:53
Es sind halt zugefügte Bestandteile drin, die sehr wohl schlechter werden, schlechtere Visco und "gehäxelte" lange Molekül Ketten..
Wir sprechen nicht vom Gebrauch, sondern von der Lagerung (Zeitintervall). Frag einen Chemiker und er wird dir die Halbwertszeit der Schraubenmoleküle oder Ketten nennen und du merkst, du bist der Strategie der Werbefuzzis aufgesessen. Aber wie schon erwähnt, wenn es die gewollten Sorgen bereitet, dann wechseln. :wink:

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Re: Alterung ÖL

#17 Beitrag von lamhfhada » 24. Juli 2017, 17:13

Lagerung ist halt auch nicht Lagerung...
Wenn der Behälter fest verschossen in Keller oder Garage bei "nicht extremen" Temperaturen steht hätte ich keine Probleme das Öl noch zu benutzen.
Wenn er aber die letzten Jahre halb offen bei Wind und Wetter auf dem Südbalkon stand würde ich mir lieber frisches Öl holen ;-)

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Re: Alterung ÖL

#18 Beitrag von teileklaus » 24. Juli 2017, 17:35

weil das Öl ja schon gefahren wurde und sowohl Feuchtigkeit als auch andere Spuren aufgenommen worden sind, ist es halt auch der Alterung im Stehen unterworfen. Neu eingefüllt oder als verschlossener Anbruch sehe ich da kaum eine Alterung. Reinfüllen.
Klar habe ich ja schon gesagt, beim Motoröl wechsle ich nicht zwanghaft früh. Öl steht normal nie offen. Das hab ich in 30 Jahren nicht bei jemand gesehen.

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