Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

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schaumburger
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#26 Beitrag von schaumburger » 30. September 2017, 19:54

Detlev hat geschrieben:
30. September 2017, 18:09
Die nächsterreichbare Rennstrecke wäre wohl Oschersleben.

Die nächsterreichbare Rennstrecke von mir ist tatsächlich Bilster Berg.
ca 1 Stunde von mir entfernt.
Alles was viel weiter ist, ist momentan etwas schwierig....

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Gollum
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#27 Beitrag von Gollum » 30. September 2017, 20:15

Ich würde einfach mal die Bilster Berg Gesellschaft zwecks Fahrsicherheitstraining,
bzw. Fahrertraining für Motorräder anschreiben und nachfragen ob sie das anbieten!
Beschreibe denen was Du möchtest und was Du Dir dabei so vorstellst und ich bin mir
sicher, daß Du darauf eine Antwort bekommen wirst. :wink:
Gruß Uwe
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Brunni
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#28 Beitrag von Brunni » 30. September 2017, 20:34

Hallo Schaumburg,
mit Bilster Berg und ADAC Paderborn (bieten 3 oder 4 verschiedene Trainings für Moto an) hast Du diverse Optionen fast direkt vor der Haustür.
Ich würde erstmal mit nem Training in Paderborn starten und dann den Bilster Berg angehen.
Und die Variante, möglichst viel mit einem erfahrenen Fahrer auf Strecke zu gehen, kann ich nur unterschreiben.
Da muss ich meiner besseren Hälfte noch heute danken ( ganz bewußt auf nen sauberen Fahrstuhl geachtet, auch bei sich selbst, Touren mit Erholungsphase und Konzentrationspausen geplant und von Anfang an respektiert, dass ich mein Tempo fahre und das war anfänglich bestimmt nicht immer so toll für ihn)

LG Brunni

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#29 Beitrag von ssuchi » 30. September 2017, 21:01

schaumburger hat geschrieben:
30. September 2017, 18:05
ach und den rat mit einem schräglagentraining nehme ich auch gerne zu herzen.
werde mir auf jedenfall nächstes jahr einen entsprechenden kurs raussuchen :wink:
Wir haben bei Peter Schoustal https://ps-motorradtraining.de/ sehr gute Erfahrungen gemacht. Am Abend des Trainingstages kurvt man mit Schräglagen über den Platz, die man am Morgen noch für physikalisch unmöglich gehalten hätte, selbst bei nassem Untergrund. Und Spaß hat es auch gemacht. :)
Gruß, Stefan

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Larsi
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#30 Beitrag von Larsi » 30. September 2017, 23:11

Rennstrecke würde ich erst später in Angriff nehmen.
Lieber auf kleinen Kursen wie Fassberg, Harzring oder Geesthacht.

Der Bilster Berg ist für Anfänger ein ganz schönes Brett ... Wer da ordentlich schräg fahren will, braucht Erfahrung und Eier.
Gruß Lars

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#31 Beitrag von stromanR1200R » 1. Oktober 2017, 05:41

Ich kann das ADAC Aufbautraining auf dem Contidrom empfehlen.
Auf dem großen Handlingkurs (max 160 km/h in einer schnellen Gruppe) kann man perfekt die Grenzen ausloten. Das ganze Training findet quasi bei Landstraßentempo statt. Kreisbahn (auch mit Bremsen und Ausweichen) bis 120 km/h, Brems- und Ausweichübungen bis 140 km/h auf der Geraden. Ich habe das dreimal gemacht und hatte viel Spaß beim Grenzen ausloten.
Und das Contidrom ist von SHG gut zu erreichen.
Grüße aus Hannover
Steffen
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Ist das Alter nicht mehr messbar, fährt man besser mit der Vespa

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schaumburger
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#32 Beitrag von schaumburger » 1. Oktober 2017, 09:32

Larsi hat geschrieben:
30. September 2017, 23:11
Rennstrecke würde ich erst später in Angriff nehmen.
Lieber auf kleinen Kursen wie Fassberg, Harzring oder Geesthacht.

Der Bilster Berg ist für Anfänger ein ganz schönes Brett ... Wer da ordentlich schräg fahren will, braucht Erfahrung und Eier.
vielen dank für die guten tipps :)
die kleinen kurse sehen tatsächlich erstmal besser aus für meine zwecke!
die großen rennstrecken sind da schon ne andere hausnummer und mit der erfahrung und den eiern hast du sicher auch recht :wink:
also immer langsam mit den pferden, denn übermut tut selten gut gelle...
also werde wohl die reinfolge befolgen:
1) Schräglagentraining ADAC o.ä.
2) kleinere kurse zum verfestigen (gibt ja doch einige die gut von mir zu erreichen sind:)
3) rennstrecke (wenn bis dahin die eier groß genug sind ;)

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Gollum
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#33 Beitrag von Gollum » 1. Oktober 2017, 10:23

Sicherheitstrainings auf Rennstrecken müssen nicht gleich bedeuten, daß man lernt
wie ein Rennfahrer über die Strecke zu pesen! Es wird oftmals sektionsweise geübt
bestimmte Kurven richtig anzufahren um dadurch für sich die richtige Kurvenfahrt
überhaupt anzueignen! Und dabei achten die Instruktoren schon darauf, daß da keiner
übertreibt! :wink:
Gruß Uwe
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emca
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#34 Beitrag von emca » 1. Oktober 2017, 18:47

Fahren Fahren Fahren und das bei jedem Wetter, muss ja nicht bei Eis und Schnee sein und versuche mal das hier genannte Vorderradrutschen auszublenden. Auf einmal Vorderrad Rutschen kam bei mir auf mehreren 100.000 Motorradkilometern 100 Mal Hinterradrutschen, was in genauso vielen Fällen nur etwas Schreckhaft war, aber ungefährlich. Ein kurzer Rutscher ist wie Verschalten, kommt immer mal wieder vor. Ich spreche vom öffentlichen Straßenverkehr und bei mir war es immer Übermut. Ein Tipp von mir, lies nicht in Foren, sondern verwende die Zeit zum Fahren.

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#35 Beitrag von R850scrambleR » 2. Oktober 2017, 01:09

schaumburger hat geschrieben: vielen dank für die guten tipps :)
die kleinen kurse sehen tatsächlich erstmal besser aus für meine zwecke!
die großen rennstrecken sind da schon ne andere hausnummer und mit der erfahrung und den eiern hast du sicher auch recht :wink:
also immer langsam mit den pferden, denn übermut tut selten gut gelle...
also werde wohl die reinfolge befolgen:
1) Schräglagentraining ADAC o.ä.
2) kleinere kurse zum verfestigen (gibt ja doch einige die gut von mir zu erreichen sind:)
3) rennstrecke (wenn bis dahin die eier groß genug sind ;)
Hallo Schaumburger,

ich empfehle Dir als Punkt "0", die obere Hälfte des Motorrads von Bernt Spiegel durchzulesen/-arbeiten! Dss Buch ist ja bereits genannt worden, und ich kann nur rückblickend sagen, daß das Buch (vor vielen Jahren) bei mir einiges bewirkt hat: gekaudt hatte ich es mir auch auf Empfehlung nach ca. 1 Jahr Motorradfahren, was aus meiner Sicht damals schon gut funktioniert hat. Nach der Lektüre hatte ich definitiv ein ganz anderes Gefühl für das Motorrad und für das Fahren. Das fing damit an, daß ich plötzlich im statt auf dem Motorrad saß!

Du bist scheinbar ein "Kopfmensch", was Deine Ängste und Gedanken um die Sache erklärt. Um mehr Spaß am Fahren zu bekommen, mußt Du aber das angestrengte Nachdenken aufgeben und Platz machen für Verhaltensmuster, die eine Stufe tiefer im Kopf verbuddelt sind und eher intuitiv benutzt werden. Sind diese erdtmsl vorhanden und abrufbar, steigt die Freue am Fahren, der Spaßfaktor, das Erholungspotential... Schau mal in der oberen Hälfte nach "Flow", nur beispielhaft. Einen sehr großen Anteil an Rutsch- u. sonstigen Ängsten sind evolutionstechnisch begründet und völlig normal. Der Mensch an sich ist nicht für Schräglagen gebaut. Auch nicht für große Geschwindigkeiten. Das muß man wissen, erkennen und aktiv angehen, zum Beispiel durch angepaßte Gucktechniken - Blickführung! Bernt Spiegel erklärt das (und vieles andere) so genial, das bleibt im Hirn! Der Rest kommt dann durch Fahrpraxis. The more the better. Und gezieltes Imitationsverhalten beim Hinterherfahren bei einem alten (und vertrauenswürdigen!) Hasen hilft zusätzlich. Das alles ist unabhängig vom Motorradtyp, allerdings sollte das Möp zum Einsatzzweck passen.

Viel Freude und schöne Grüße,
R850scrambleR
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farbschema
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#36 Beitrag von farbschema » 2. Oktober 2017, 03:06

Das Wichtigste ist doch, gesund heim zu kommen. Direkt danach kommt der Spass am Fahren.

Ich fahre gerne mal flott um Kurven, lasse aber gerne die "letzten 20%" als Reserve, so dass ich i.d.R.
keine Rasten schleife und am (hinteren) Reifen 5-10mm Rand ungenutzt verbleiben.
Auch - so wie heute - mit 90 entspannt den Herbst genießen finde ich genauso OK.

Was ich in den frühen 90ern als Anfänger öfter hatte - wie hier auch geschildert: diese Unsicherheiten, etwa "das war jetzt knapp, das ist zu eng da vorn, für die Situation bin ich zu schnell..." das habe ich nicht heute i.d.R. mehr. Dies habe ich hier mehrfach gelesen - und das würde ich als Fahrer in jedem Fall versuchen, schnell zu überwinden.
Die Regel sollte doch sein, viele Wochen / Monate zu fahren, bis irgendwann mal eine knappe Situation auftaucht. Also möglichst wenige dieser knappen Situationen.

Für mich wichtig
  • Den "Prof. Spiegel" - "Die obere Hälfte des..." habe ich mir mal kürzlich gekauft - viel Text, aber sehr gute und hilfreiche Gedanken darunter.
  • Zum neuen Motorrad / zur neuen Saison ein kostenloses Sicherheitstraining der Polizei (oder ADAC etc.) ist ein guter sehr Start, ein teures Kurventraining dann die Ausbaustufe
  • Letztlich lerne ich in Bergauf-Kehren/Haarnadelkurven am meisten. Selbst nach Jahren gehört immer noch verschärfte Konzentration und etwas Überwindung dazu, diese Kurven technisch sauber und sicher mit korrekter Blickführung zu fahren.
Da hat mir bspw. ein Urlaub mit der damals neu angeschafften R12R am Gardasee mit Sternfahrten in die umliegenden Berge sehr dabei geholfen, meine Technik zu verbessern.

Jeder muss dabei immer wieder selbst hinterfragen, ob er genug "Reserven übrig" lässt. Nicht nur einmal habe ich
als Alleinfahrer am Mittagstisch bei der Rast gehört, dass zwei Kerle zusammen los sind - einer schneller, der andere hinten dran.
Der Langsamere fährt leider oft ein höheres Risiko um dran zu bleiben. Korrekt wäre es, sich zurückfallen zu lassen - die sichere Seite zu wählen.
Kritische Rutscher und ungesunde Spannungen waren das Ergebnis. Fast wäre der Urlaub hart beendet worden.

Jeder muss seinen runden Fahrstil mit seinem Tempo finden. Dann sind Rutscher auf einmal die seltene Ausnahme.
An Rutscher des Vorderrads erinnere ich mich bspw. nur noch dunkel (bspw. Glemseck Rückfahrt, Z8 fast fertig und Regen, schlimme Strecke).
An Rutscher des Hinterrads erinnere ich mich eher, weil man diese in bestimmten Kurven durch gezieltes Gasgeben (natürlich selten) auch mal bewusst einleitet.

Ansonsten sind Rutscher doch meist ein Zeichen für eine unangemessene Geschwindigkeit, schlechtes Lesen der Oberfläche(nhaftung) und einen
unrunden Fahrstil. Selbst bei Bitumen sieht man die Streifen ja oft - und weiß, dass das nass ähnlich wie Schnee/ Glatteis sein kann - analog dazu auch die weißen Markierungen.

Das waren meine 2ct dazu - meine Gedanken und Erfahrungen - soll nicht belehrend gemeint sein.

Das Wichtigste ist doch, gesund heim zu kommen. Direkt danach kommt der Spass am Fahren.

:D

Lieben Gruß
Fx-
Grüße, Felix
__________________________________________
Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

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emca
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#37 Beitrag von emca » 2. Oktober 2017, 08:54

Gut, du bist Anfänger und nicht mehr taufrisch, da sind schon eine Menge Gedanken im Kopf, die man als Jugendlicher gar nicht kennt. Lesen bildet, aber doch besser in Büchern, wie das schon genannte "die obere Seite ..." Hier wird so getan, als dürftest du ohne diverse Sicherheitstraining gar nicht erst losfahren. Ignorier das einfach und fahre deinen Verhältnissen entsprechen erst einmal auf "deiner Hausstrecke" und das bei jeder Witterung, du wirst die Fortschritte schnell erkennen. Damit meine ich nicht die kürzere Zeit, sondern die Eigenheiten der Kurven. Was ich dir auch empfehlen kann, mach ein paar Ausflüge zu einem geschlossenem Supermarktparplatz und lege die Bremspunkte fest, fahre Kreise und und und, steht alles in Büchern. Wenn du dann schon etwas sicherer bist und das geht sehr schnell, dann melde dich zu einem Kurventraining an, deinem Hauptproblem. Wenn du auf der Hausstrecke und auf dem Parklatz keine Fortschritte erkennst, dann hast du das falsche Hobby gewählt. Was auch sehr gut geht, du suchst dir ein paar Gleichgesinnte, müssen keine Profis sein, weil man sich gegenseitig anspornt und die Fehler bei anderen schnell entdeckt. Unterm Strich, Motorradfahren ist nur ein schönes Hobby und keine Philosophie.

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Mangfalltaler
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#38 Beitrag von Mangfalltaler » 2. Oktober 2017, 09:07

Interessanter Thread, irgendwie scheint sich ja auch jeder ein Stück weit da wiederzufinden, ich gehöre definitiv dazu. Das meiste was hier gesagt wurde, kann ich absolut unterschreiben, wie z.B. mit einem "Mentor" zu fahren, Trainings und Bücher aller Art und viel, viel Praxis. Die Schwierigkeit ist wohl im Wesentlichen, unsere als Mensch maximale "angeborene Schräglage" von 20 Grad beim schnellen Laufen zu überwinden, mit dem Motorrad geht nun mal viel mehr. Mein Fahrstil hängt auch ganz wesentlich davon ab, wie meine Tagesform ist, manchmal fahre ich wie ein junger Gott und am nächsten Tag krieg ich den Bock kaum um die Ecke. Vieles ist Kopfsache, aber tendenziell bin ich doch eher etwas konservativer unterwegs, gerade in einem engen und unübersichtlichen Geläuf.

Viele Grüße,
Ralf

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schaumburger
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#39 Beitrag von schaumburger » 2. Oktober 2017, 11:07

farbschema hat geschrieben:
2. Oktober 2017, 03:06
Ich fahre gerne mal flott um Kurven, lasse aber gerne die "letzten 20%" als Reserve, so dass ich i.d.R. keine Rasten schleife und am (hinteren) Reifen 5-10mm Rand ungenutzt verbleiben
ja das klingt vernünftig will ja auch nicht ständig auf der letzten rille fahren.
dennoch will ich auch die letzten reserven beherrschen wenn es mal sein muss.
ein beispiel:
die ersten wochen nach führerschein habe ich mich nur sehr wenig schräglage getraut, so dass es mich mehrmals aus kurven rausgetragen hat
(ohne überschreitung der geschwindigkeitsangaben).
jetzt mit mehr (mir möglichen) schräglage und besserer blicktechnik passiert das nicht mehr.
zudem ist es ja auch so, wenn immer die letzten 5-10mm des reifens unbenutzt bleiben,
bleibt er dort auch glatt.
das erste was ich jetzt immer bei neuen reifen mache ist ihn gleich bis zur kante einzufahren (hinterreifen). so dass ich egal in welcher schräglage immer genug grip habe.
bin auch noch nie mit dem ziel losgefahren die rasten schleifen zu lassen, dennoch ist es schon ungewollt passiert und auch hier ist es ja dann zum vorteil wenn der reifen und der kopf das mitmachen.

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#40 Beitrag von G-B » 2. Oktober 2017, 16:01

Du bist genau auf dem richtigen Weg. (Der Kopf ist die Grenze und nicht der vermeintliche Rand des Reifens; Da kommen schon ein paar mehr Faktoren dazu)
Mach das was du dir vorgenommen hast erst einmal und schreib dann nächstes Jahr wie es läuft.

Lass dich in nichts rein hetzen, das wird.
Viele Grüße

Gerhard


Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann, wie ich darf!!

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Roadrunner72
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#41 Beitrag von Roadrunner72 » 2. Oktober 2017, 16:33

Wenn ich lese, das du erst seit einem Jahr fährst, bist du ja schon recht ordentlich bei der Musik. Hatte ich nach der Zeit nicht...

Wichtig ist nicht der Kackstreifen. Wichtig ist, dass du Spaß am Fahren hast und sich ein "Flow" einstellt. Es muß nicht die allerschrägste Variante sein.
Ich für meinen Teil mache jedes Jahr ein Kurventraining bei uns auf einer Kartbahn. Der Vorteil ist, das du bei moderaten Tempi dich an deine Schräglagen herantasten kannst. Am Bilster Berg bist du schon sehr zügig unterwegs. So ein Training gibt dir auch Vertrauen in die Kompetenz der Reifen. Die können mehr als der Normalfahrer abrufen kann. Das schafft massiv Sicherheit für die Straße.

Zum Thema Bitumen: Hier ist die Reifenwahl auch sehr entscheidend. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, das z. B. Bridgestone-Tourenreifen extrem auf Bitumen reagieren (Sportreifen lustigerweise nicht). Andere sind da wesentlich gutmütiger., z. B. der Angel GT. Mein aktureller Michelin Power RS z. B. ist diesbezüglich der Hammer, da merkt man nahezu gar nichts mehr.

Ich kann dir nur empfehlen, deine fahrerischen Kompetenzen bei Sicherheitstrainings zu schulen. Da hast du im Zweifel keinen Gegenverkehr, keine Leitplanken und keinen Dreck auf der Straße. Und gibt dir selber Zeit. Erfahrung kommt von fahren, und das ohne irgendeinen Druck, unbedingt 100% des Reifens nutzen zu müssen...

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#42 Beitrag von PostMan » 2. Oktober 2017, 17:25

Vielleicht hast Du irgendwo die Möglichkeit mal eine Hardenduro oder Crosser zu fahren. Diese Geräte vermitteln viel Spaß und man kann unglaublich viel dabei lernen im Bezug auf Fahrzeugbeherrschung. Ich hatte schon immer in den letzten 30 Jahren einen Faible dafür und es hat mir für die Straße viel gebracht ;)

Ansonsten, wie bereits mehrfach erwähnt, fahren.... und defensiv bleiben den die letzte Rille ist schon ein heißer Tanz.
Gruß Stefan

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#43 Beitrag von PHS » 2. Oktober 2017, 17:46

Etliche der Vor-Poster kann ich nur beipflichten:
Bernd Spiegel lesen, einmal ein Runstreckentraining und nun mein Senf: Vorsicht bei kalten Reifen.
Angststreifen 2-3 cm im "Normalverkehr" zeugt von Vernunft; nach Rundstreckentraining ist der Streifen weg; danach kann man unter guten Bedingungen mit 0,5 mm gut leben. (Dies als Beispiel auf einer 2012-R1200R mit M7RR).
Ciao,
Philipp

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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#44 Beitrag von Sweeper » 2. Oktober 2017, 17:48

Nun fahre ich seit über 40 Jahren motorisiert Zweirad. Meine Erfahrung mit wegschmierendem Vorderrad waren gott lob sehr sehr wenige. Mit viel Glück im Gepäck hat's mich nie auf die Fr...e gehauen. :D Wenn es denn mal rutscht gibt es immer einen gratis Adrenalinstoß durch den kompletten Körper :shock:

Wer ein Motorrad schräg im öffentlichen Verkehr bewegt ist meist schnell unterwegs.
Die letzten 5-10mm am Hinterrad hängen von dessen Aufbau (spitz oder rund) seiner Größe/Breite 150 oder gar 200er genauso ab wie vom Mopedtyp selbst.

Unsere R12R auf die hintere Kante zu bringen heißt schon ordentliche Schräglage zu fahren. Dies muss nicht schnell sein sondern ist eher vom Kurvenradius und dem Belag abhängig. Ich war immer da am tiefsten wo es kleine Straßen waren mit keinem oder sehr wenig Verkehr. Wo man weit in die Kurve bzw. Straße sehen konnte.

Ohne überheblich wirken zu wollen möchte ich jedem, besonders Anfängern gerne etwas mit auf den Weg.

1. Fahre immer nur auf deiner Fahrbahnseite also auch dein Kopf gehört da hin !!! - Ich hasse Kurvenschneider/schnibbler, besonders SUV's.
2. Tiefe Schräglagen nur da wo man auch noch sieht wo man gleich ist. Also wo man nichts sieht fährt man in bremsbereitschaft und nicht mit dem Knie am Boden.
3. Reserve ist das wohin man persönlich kommt ohne jedoch ständig bis dort abzuwinkeln und nicht das was man noch am HR sehen kann ;)
4. Es gibt immer einen der schneller ist :D ziehen lassen und das Gebotene genießen.

Fahren mit dem Motorrad im öffentlichen Straßenverkehr ist doch in erster Linie Spaß an Schräglage, Beschleunigung, Fahrphysik im Allgemeinen, Frischluft ... und nicht der Kampf auf der letzten Rille.

Blickführung ist die Top-Disziplin ... beste Grüße
Sweeper
Pegeot-105TSA Zündapp Hercules
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R1150RT R1100S-BC-DZ K1200RS R1100S-BC-EZ R1200RT F800R SpeedTriple R1200R-AC

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schaumburger
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#45 Beitrag von schaumburger » 2. Oktober 2017, 18:48

Sweeper hat geschrieben:
2. Oktober 2017, 17:48
1. Fahre immer nur auf deiner Fahrbahnseite also auch dein Kopf gehört da hin !!! - Ich hasse Kurvenschneider/schnibbler, besonders SUV's.
2. Tiefe Schräglagen nur da wo man auch noch sieht wo man gleich ist. Also wo man nichts sieht fährt man in bremsbereitschaft und nicht mit dem Knie am Boden.
3. Reserve ist das wohin man persönlich kommt ohne jedoch ständig bis dort abzuwinkeln und nicht das was man noch am HR sehen kann ;)
4. Es gibt immer einen der schneller ist :D ziehen lassen und das Gebotene genießen.
kann ich dir 100% zustimmen sehr gute einstellung :wink:
darum auch meine aussage: ich will das motorrad so gut und sicher wie möglich beherrschen.
von blindes kurvenheizen halte ich auch überhaupt nichts!
wenn ich fahre, versuche ich tatsächlich möglichst alles im blick zuhaben:
straßenzustand, gegenverkehr, immer möglichst weit in die kurve sehen, einmündungen kreuzungen etc... und natürlich gerade bei unübersichtlichen kurven möglichst weit auf meiner seite zu bleiben. (hat mir schon oft den a.... gerettet)
ist aber auch echt sehr anstregend länger so konzentriert zu fahren, aber auch das wird bestimmt mit der zeit besser.
allein das weit in die kurve schauen hat mich lange zeit überwindung gekostet.
so gedankenlos und starr durch die gegend fahren ist so garnicht meine welt.
auch wenn ich mir manchmal etwas mehr kopffreies fahren wünschen würde bin ich da eher übertrieben übervorsichtig.
habe sogar immer ein feuchtes zewa dabei um mir alle 100km wieder einen glasklaren blick zu verschaffen :lol:
ihr seht also, sein motorrad beherrschen zu wollen, und auch mal bis zur kante zufahren oder wie ein irrer gedankenlos durch die kurven zu heizen sind zwei völlig verschiedene sachen!
wenn mir in so manchen kurven knieschleifer mit ihrer birne auf meiner fahrbahn entgegenkommen, wird mir auch jedes mal ganz anders. kann ich nicht nachvollziehen sowas!?
in solchen momenten bin ich dann wieder froh, dass ich meinen kopf nicht ausschalte...

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Mangfalltaler
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#46 Beitrag von Mangfalltaler » 2. Oktober 2017, 19:43

.... und ich habe mal gehört, dass Leute die die Groß-/Kleinschreibung beherrschen, ca. mehr 10% mehr Schräglage hinbekommen :lol: :lol:

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Larsi
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#47 Beitrag von Larsi » 2. Oktober 2017, 20:23


Habe ich auch gehört, ist aber nicht so ...
Gruß Lars

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manfred180161
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#48 Beitrag von manfred180161 » 2. Oktober 2017, 20:25

Echt jetzt? 🤣

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk

Gruß
Der Manne aus Echterdingen (Stuttgart ist unser größter Vorort ;-))
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congafluke
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#49 Beitrag von congafluke » 2. Oktober 2017, 21:02

schaumburger hat geschrieben:hallo liebe leute
ich habe das zwar schon mal in einem anderem thema erwähnt, hier aber jetzt nochmal spezifischer.
letztes jahr habe ich mit 36 meinen motorradschein gemacht.
weil es mich direkt zu beginn mehrmals aus kurven rausgetragen hat (zum glück nichts passiert:)
habe ich erstmal einen anfängerkurs bei adac mitgemacht.
hier konnte ich schon mal festellen, dass ich bis da eine sehr schlechte blickführung hatte.
der kursleiter formulierte es immer treffend:
"guckst du ******, fährst du ******"
also mit verbesserten blick weit in die kurve lassen sich die kurven nun deutlich besser fahren:)
es bleiben aber weitere probleme die mich immer noch sehr stören.
1) ich brauche immer sehr lange bei kurvenreichen strecken bis ich mich überwinden kann bis kante (hinterreifen) zu fahren.
2) ich lege mich sehr gerne in die kurven die angst vor dem wegrutschen nimmt aber viel von der fahrfreude :(
3) bei kleinsten rutschern (bitumen, schmutz auf der fahrbahn etc) bekomme ich jedesmal einen riesen schreck und brauch dann wieder lange um mich wieder richtig in die kurve zu legen.
klar haben mir ja jetzt auch schon andere gesagt, dass da noch einiges mehr an schräglage geht und das moped so schnell nicht wegrutsch.
dennoch will der kopf da nicht so recht mitgehen bzw fahren...
wie geht es euch damit?
bzw wie habt ihr das überwunden?
ADAC Fahrtraining inkl. Kurven mit Stützrädern zum Austesten der Grenzen.
https://www.sicherheitstraining.net/mot ... ng,53.html

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schaumburger
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Re: Angst vor Schräglage und Wegrutschen überwinden

#50 Beitrag von schaumburger » 2. Oktober 2017, 21:24

Mangfalltaler hat geschrieben:
2. Oktober 2017, 19:43
.... und ich habe mal gehört, dass Leute die die Groß-/Kleinschreibung beherrschen, ca. mehr 10% mehr Schräglage hinbekommen :lol: :lol:
schön wärs
dafür kann man aber 10% zeit sparen :lol:
und so lange man hier keinen preis gewinnt für schönschrift, warum das leben unnötig schwer machen!?
vielleicht gilt das mit den 10% mehr schräglage aber auch nur wenn man rechtschreibung beherrscht :wink:

vielleicht gibt es ja nächstes jahr noch ein paar andere die interesse an einem schräglagentraining haben!?
aber ist ja auch noch bisschen zeit dahin...

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