Kardan Metallspäne im Altöl

Alles, was mit der Technik dieser Motorenreihen zu tun hat
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Oberwelle
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Kardan Metallspäne im Altöl

#1 Beitrag von Oberwelle » 28. Dezember 2016, 19:50

Moin..

ich habe bei meiner RT1150 ( 57000km ) heute das Endgetriebeöl wechseln wollen, und habe einen "schreck" bekommen, was da mit dem alten Öl so alles mit ausgeschmemmt wird. An der Ablass Schraube hing dann auch noch jede Menge "Metall" :roll:

Vor 2 Jahren ist mir da nichts aufgefallen.. also gehe ich davon aus, daß dort etwas nicht in Ordnung ist..

Wie gehe ich am besten vor ?
Muß das Endgetriebe raus und untersucht werden, was mich ein wenig abschreckt, da in der Anleitung zum zerlegen, einiges an Abziehern etc. benötigt wird ?!
Oder steht mit der Metalspäne schon fest, daß ich mich nach einem Ersatz Endgetriebe umschauen sollte.. ? :?

Grüße aus dem Norden

OW

teileklaus
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#2 Beitrag von teileklaus » 28. Dezember 2016, 22:41

Hi da noch keiner deine Späne gesehen hat ist das schwierig vorherzusagen.
Sicher ist da irgendwo Verschleiß, möglicherweise am großen Radlager, das eigentlich selbst ausgetauscht werden kann, wenn man die Abzieher hat.
Stellt sich beim Zerlegen was anderes wie Eingangswellenlager als auch beschädigt raus, kann man das normal nicht selbst reparieren, dann sollten die Spiele und das Tragbild auch stimmen.
Ansonsten würde ich noch im Winter das HAG selbst ausbauen und es zum Michael Giering oder einem anderen guten Betrieb schicken, der macht nach zerlegen einen Kostenvoranschlag.
Ich würde mich mal auf 300- 500.- einstellen dann ist wieder alles jahrelang gut. Ein gebrauchtes HAG kann halten, aber auch wie deines nur von Spänen gesäubert aber etwas defekt sein.
M. Giering, Equippementbau Bonn ( der Bonner ) http://www.equipmentbau.de/14017.html , habe da auch schon welche machen lassen.
Gruß Klaus

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#3 Beitrag von locke1 » 29. Dezember 2016, 11:08

:!: das is die richtige Adresse für dein HAG
Gruß Bernd

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qtreiber
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#4 Beitrag von qtreiber » 29. Dezember 2016, 11:40

Auch wenn der Verdacht auf eine (kommende?) Beschädigung nahe liegt, wäre ich mir nicht sicher ob bereits jetzt gehandelt werden muss.

So lange kein Knirschen zu hören oder Spiel am Hinterrad - alles im Stand auf dem Hauptständer zu prüfen, auch mal direkt nach einer Fahrt - festzustellen ist, ... fahren.

Was ist "jede Menge Metall"? Fotos?


Für meine R habe ich mir vor etlichen Jahren einen nagelneuen GS-Endantrieb aus einem Teileträgermoped günstig gekauft. Ich wollte eine kürzere Übersetzung. Wäre zumindest eine zusätzliche Alternative im Ernstfall.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
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nargero
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#5 Beitrag von nargero » 29. Dezember 2016, 11:57

Der von Klaus vorgeschlagene Weg ist doch perfekt. Würde ich nicht anders machen.
Zuerst mal schauen was Du selber machen kannst, dann evtl. zum Profi schicken.

"Nichts" zu tun ist die denkbar schlechteste Variante, denn dann hast Du den *echten* Schaden mitten in der Saison und da hat niemand Zeit "mal eben" zu helfen.
Lieber jetzt in aller Ruhe alles beheben und Ruhe haben.

Viele Grüße
Gero
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut
haben"
– Alexander von Humboldt

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#6 Beitrag von teileklaus » 29. Dezember 2016, 12:40

Ich sage ja nicht dass nur Er das gut machen kann, auch jede gute BMW Werkstätte sollte das machen können oder schon gemacht haben. Wenn nicht schon gemacht,dann nicht dort hin.
Wenn ein Unerfahrener die auf dem Hauptstäner laufen lässt, sind auch gute HAG da trotzdem laut und verdächtig weil, die hackenden Verbrennungen über den großen Knickwinkel und die Spiele auch im Getriebe Kupllungsverzahnung usw. eben laute Geräusche machen und keine verlässliche Aussage möglich machen.
Nur Zerlegen sichert da, ob in der nächsten Saison nichts nachkommt, wenn man eigentlich fahren wollte oder der Urlaub geplant ist.
Manchmal sieht man ja auch den Kugelkäfig schon sich zerlegen und Späne spenden.

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qtreiber
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#7 Beitrag von qtreiber » 29. Dezember 2016, 17:54

na ja, _ich_ repariere defekte Teile, bzw. lasse diese reparieren, wenn es fest steht, dass diese tatsächlich kaputt sind oder es relativ sicher ist, dass die Lebensdauer sich dem Ende zuneigt. Ist das im vorliegendem Fall tatsächlich so?

Und dass "auf dem Hauptständer" nicht per Motor das Hinterrad gedreht werden sollte, dürfte klar sein und hatte ich so auch nicht geschrieben.

Es wäre schön, wenn der TE über die weitere Vorgehensweise und das Ergebnis hier berichtet.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#8 Beitrag von teileklaus » 29. Dezember 2016, 18:28

schon klar ich repariere auch nur, was deutlich Mucken macht, aber "Späne" ist halt Metall und wenn es wo fehlt und im Öl rumkann?
Dann ist für mich Nachseh- Handlungsbedarf, weil ein Getriebe oder HAG mit Metallabrieb ist für mich wie Sand im Getriebe. Auch wenn der metallabrieb sich an der Magnetschraube sammelt.
Ein Metallschimmer im ÖL ist vl auch nur Abrieb der halt so entsteht..

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#9 Beitrag von Oberwelle » 30. Dezember 2016, 11:39

Moin und schon mal vielen Dank für die bisherigen Infos.
Ich habe das Endgetriebe nun aus- und auseinander gebaut.

Die Erwärmung auf die 120° ( Reparaturhandbuch ) brachte übrigens nicht wirklich den gewünschten Effekt, daß sich die Fest- und Loslagerzapfen halbwegs einfach lösen. Da musste man schon sehr kräftig "Hand" anlegen. Gibt es einen Trick ( für nächstes mal ) ?

Die Bilder stelle ich mal ohne weiteren Kommentar ein, unter dem gekennzeichneten Simmerring ( roter Pfeil ) ist das angesprochene Lager zu finden ?
Die Zahnräder sehen an allen Stellen "gleich" aus, also da fehlt kein Zahn :lol:

Gibt es dafür einen Trick den Simmerring vernünftig raus zu holen, ohne den Schraubendreher als "Meissel" zu verwenden ?

Sorry nur Fragen.. :|
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Zuletzt geändert von Oberwelle am 30. Dezember 2016, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#10 Beitrag von Oberwelle » 30. Dezember 2016, 11:41

weitere Bilder
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#11 Beitrag von teileklaus » 30. Dezember 2016, 12:18

Also Kegel und Tellerrad sieht für mich für das was ich auf den Bildern sehe gut aus.
Auch ist der Abrieb nicht spänig eher schmierig, das würde ich in ein Glas und mit Bremsenreiniger abspülen, dann den Inhalt auf ein Küchenrollenpapier, dann sieht man wie groß die Partikel sind, also eher nicht bedrohlich.
Die dunklen Stellen des Inneren Wälzlagers sollten mit dem Fingernagel glatt sein, dann ist es für mich weiterverwendbar.
Das Wichtigste noch vor dem Ausbau des HAG und dem Zerlegen das Kippspiel am Rad ( Möglichst keines oder nur 1 mm wie es von Bernd geschrieben wurde, hast du wohl nicht gemacht?
Das ist ausgebaut schlecht zu machen und wäre auch Hinweis auf das große Lager hinter dem Simmerring.
Wenn man den wechseln will, würde ich vorsichtig 2 2,5 mm Löcher in den Dichtring bohren und mit einer Blechschraube den Ring rausziehen.
Den Dichtring für 29.- würde ich aber nur wechseln , wenn das große Lager 77.- auch nicht gut wäre, oder wenn schon Öl Undichtigkeit wäre, ansonsten geschmiert drinlassen.
Zum Ausbau des Großen Lagers braucht man glaub ich auch Hitze.
Die 120 Grad werden bei den Schwingenlagerbolzen nicht schnell erreicht, das Alu und die Masse zieht viel Wärme ab, da hilft 20 Minuten Heizen.
Auch dann geht es schwer, aber frisst nicht. Dies beiden Nadel Lager würde ich auch sehr kritisch ansehen, es dürfen keine Rasternasen sein und wenn kein Fett mehr drin war auch eher wegwerfen.
Die gibt es nur original.
Nun bin ich mal gespannt auf eure Einschätzung Bernd und Bernd..

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#12 Beitrag von teileklaus » 30. Dezember 2016, 12:43


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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#13 Beitrag von Friesland » 30. Dezember 2016, 19:14

Das 30205 würde ich auch tauschen. Tragbild auf den Kegelrollen sieht nicht so gut aus und ist kein Kostenfaktor, ca.12€ wenns teuer wird.
Gruß vom Nordseedeich wünscht Holger "Woanders is' auch ******"
die schönen Sternchen stehen für das Wort, welches ich als Kind nicht aussprechen durfte

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Oberwelle
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#14 Beitrag von Oberwelle » 31. Dezember 2016, 13:07

Moin..

ich habe das kleine Walzenlager ( 30205 ) abgezogen.
Als erstes kam mir ein ungewöhnlicher Geruch entgegen und dann konnte man schon die Bescherung sehen.
Riefen zwischen dem Gehäuse und der Distanzscheibe und zwischen der Distanzscheibe und Lager.
Metallabrieb war da auch zwischen.. Allerdings sehr viel feiner als an der Ablaßschraube.

Ich werde jetzt vom Örtlichen den Simmerring, das Lager und die Distanzscheibe neu holen..
Hoffentlich war es das dann auch..?!

Gruß OW
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#15 Beitrag von teileklaus » 31. Dezember 2016, 14:12

dann müsste das Lager/ Innenring mal blockiert haben ?

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#16 Beitrag von locke1 » 1. Januar 2017, 11:16

Hut ab,ich würde da nicht dran gehen. Das Ausdistanzieren des HAGs` ist nicht ohne und werden da Fehler gemacht kannst du das HAG in die Tonne haun! Einfach nur die selben Distanzscheiben und alles wieder zusammenbaun-damit ist es nicht getahn!
will dir die Fähigkeit zum richtigen Distanzieren nich aberkennen, ist nur eine Hinweis das dort Fehler zum total verlust des HAG führen können.
viel Erfolg :wink: und ein Gesundes neues Jahr 8)

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#17 Beitrag von teileklaus » 1. Januar 2017, 12:48

das ist eine ruinierte Distanzscheibe.
Dann müsste man ja die Solldicke wissen, um die bestellen zu können.
Steht was drauf?
Ansonsten müsste man das einbauen, spielfrei haben und dann noch etwas mehr zugeben um Vorspannung zu geben..
Nur wieviel? 5 /100 ? Oder mit Meisterdorn.. etc. ausmessen..
Gut eine Scheibe kostet 4,71 oder 5,13€ je nach Dicke - da könnte man sich schon 2- 4 verschiedene Dickere um das momentane Maß kaufen und probieren.
Und hätte unter den Strich trotzdem eine günstige Reparatur.

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#18 Beitrag von DieterQ » 1. Januar 2017, 13:00

Das ist sicher keine einfache Arbeit.

Vielleicht bin ich da zu blauäugig. Wenn auf der vorhandenen Distanzscheibe das Maß noch ersichtlich wäre, hätte ich dasselbe Maß wieder eingebaut. Lager und Distanzscheiben werden auf 1/1000 mm genau gefertigt. Die Toleranzen kommen aus dem HAG Gehäuse und den Zahnrädern. Wenn sich daran nichts geändert hat, müsste das das alte Distanzmaß noch passen.

Habe ich da was übersehen?
Gruß Dieter

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#19 Beitrag von Larsi » 1. Januar 2017, 13:07

DieterQ hat geschrieben:... müsste das ... noch passen.
...
und genau das reicht mir persönlich nicht.
entweder ich kann das selbst nachmessen oder ich lasse es von jemandem machen, der das kann.

vielleicht bin ich da übervorsichtig ... :roll:
Gruß Lars

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#20 Beitrag von teileklaus » 1. Januar 2017, 13:19

ich würde es so bei meinem machen aber nicht bei einer Fremdreparatur, auf die ich Garantie gebe.
Überlegung wäre das Zahnflankenspiel noch weiter zu reduzieren.( Ich liebe wenig Lastwechselspiel beim Schalten).
Also das Tellerrad/ Kegelrad ggf. noch näher, aber mit Restspiel an einander zu bekommen.
Das bedingt aber auch die Justierung des Kegelrades etwas nach hinten, und das Tellerrad etwas nach rechts zum kleinen Lager, hier verschlissenen Distanzring.
Da tut sich einer, der viele Scheiben liegen hat, leichter. Und kostet nichts wenn man andere Scheiben nimmt. Der Kunde zahlt ja doch 2 neue Scheiben, weil eine kaputt ist.
Fahrprobe gut, wäre unter viel Last nur Handwarm max 50 Grad! für mich.

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#21 Beitrag von Gollum » 1. Januar 2017, 13:41

Normaler Weise müßte die Maßangabe für die Distanzscheibe doch
auf dem Großen Kegelrad stehen, siehe PDF 1. Und danach wird dann
auch die Distanzscheibe festgelegt die man braucht.

Dann geht man weiter vor wie in der Pdf 2 und ermittelt das Tragbild.
Man kann das zwar alles auch für die benötigte Distanzscheibe, wenn
man die Möglichkeit und die richtige Meßwerkzeugausrüstung dazu hat,
alles ausmessen, dennoch kann das Tragbild wie in den beiden Abbildungen
auf der rechten Seite der Pdf 2 aussehen, dann nützt das beste Messen nichts.
Denn man kann auch schon beim Messen durch falsche Handhabung Meßfehler
erzeugen.

Die PDFs sind zwar aus dem Werkstatthandbuch einer R1100S Bj.1998,
aber bei einer R1150RT dürfte das nicht viel anders sein!
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Gruß Uwe
R1100S, was gutes gibt man nicht her, ond älles onder 1100 Kubikzentimeter isch a Moppedle!
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#22 Beitrag von teileklaus » 1. Januar 2017, 14:01

dennoch Uwe denke ich, dass man mit identischem mittigem Tragbild das Zahnflankenspiel weiter und enger haben kann. Oder nicht?

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#23 Beitrag von Gollum » 1. Januar 2017, 19:57

teileklaus hat geschrieben:dennoch Uwe denke ich, dass man mit identischem mittigem Tragbild das Zahnflankenspiel weiter und enger haben kann. Oder nicht?
Aus meiner Sicht eigentlich nicht, da je nach dem ob Du eine zu dicke oder
eine zu dünne Distanzscheibe nimmst das HAG schwerer läuft oder sogar
klemmen kann. Und warum kann es klemmen? Aus meiner Sicht weil die Zähne
des Kegel- und Tellerrades gebogene Zähne haben, also einen gewissen Radius
zueinander haben. Und wenn das nicht sauber in einander greifen kann dann gibt
das Probleme, läuft schwer oder verklemmt sich. Natürlich kann man mehr oder weniger
Spiel einstellen, aber dann nützen sich beide Räder an den Flächen wie sich das Tragbild ergibt (Siehe Pdf 2 meines Dateianhangs weiter oben), also relativ ungleichmäßig und auch schneller ab! Ich kenne die in etwa gleiche Antriebsart auch aus dem Rundtischbau für CNC Bearbeitungszentren. Da hab ich so was genauso auf die Art und Weise ausdistanziert!
Nur waren das zum Teil doppelt so große Kegel- und Tellerräder. Auch da war das Tragbild
entscheident, hatte ich zu dicke oder zu dünne Distanzscheiben hat der Antrieb oftmals geklemmt.
Ich hab im Maschinenbau gelernt, ein Getriebe oder Zahnräder müssen immer so zu einander
ausgerichtet sein, daß die Zähne so gut wie möglich mit den Zahnflanken ineinander greifen
können. Ansonsten kann ein Getriebe schwer bis gar nicht laufen oder sich bei zu wenig
oder zu viel Spiel schneller auflösen als man möchte. :wink:
Gruß Uwe
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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#24 Beitrag von Chucky1978 » 2. Januar 2017, 01:38

teileklaus hat geschrieben:dennoch Uwe denke ich, dass man mit identischem mittigem Tragbild das Zahnflankenspiel weiter und enger haben kann. Oder nicht?
Denke wie Uwe auch NEIN.

Die Distanzscheibe dient ja nicht soweit ich es sehe zum einstellen des Spiels zwischen Kegel und Tellerrad, sondern stellt das eingreifen fest, also wie diese Flanken ineinander greifen.
Für das eigendliche Spiel müsste man dann wieder das Tellerrad unterlegen. Also die Distanzscheibe hat nichts mit dem Spiel als solches zu tun.

Was das Spiel angeht. Ich würde weder bei aktuellen Minustemperaturen, aber auch nicht bei schönen 20 Grad solch ein Spiel "enger" als angegeben einstellen wollen. (sofern das überhaupt möglich bzw vorgesehen ist). Kenne das HAG nicht.

Solange der Fahrer nur Kurzstrecken fahren würde mit einem noch engerem Spiel, also vollerem Tragbild, wird nichts passieren, aber dann einmal BAB und warmes HAG, und aus dem engen Spiel wird dank Materialausdehnung und noch Lastzustand
gar kein Spiel mehr, und man zieht im besten Fall einen Nutellastreifen hinter sich her weil das HAG blockiert.
Ein goldener Sattel macht einen Esel noch nicht zum Pferd

Gruß Ingo

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Re: Kardan Metallspäne im Altöl

#25 Beitrag von Chucky1978 » 2. Januar 2017, 02:04

DieterQ hat geschrieben: Habe ich da was übersehen?
Ja.. das Eichhörnchen... Ohne Scherz.. In der Fertigung jedes Bauteils gibt es Toleranzen. 1/100stel hier, 1/100stel dort usw..
Selbst wenn ich die selben Bauteile nochmal verwenden würde, also gar nichts erneuere, würde ich solch eine Messung durchführen, da auch im ständigen Betrieb sich
einige Werte verändert haben könnten.
Ein goldener Sattel macht einen Esel noch nicht zum Pferd

Gruß Ingo

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