Rückrufaktionen BMW Motorrad

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Michael (GF)
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#126 Beitrag von Michael (GF) » 23. März 2015, 16:45

@Frank

hat hier irgendjemand was geschrieben? Ich kann kein Posting sehen.... :wink:
Rollst Du noch oder Fährst Du schon?

Schöne Grüße aus der Region zwischen Harz und Heide.
Michael

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Stefan (W)
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Rückrufaktionen BMW Motorrad

#127 Beitrag von Stefan (W) » 23. März 2015, 17:00

Mädels haben auch nicht geschrieben...

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Frank@S
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#128 Beitrag von Frank@S » 23. März 2015, 17:18


Spürhase
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#129 Beitrag von Spürhase » 23. März 2015, 19:20

Immer schön gelassen bleiben.
Auch ich habe aktuell noch kein Anschreiben erhalten. So wurde also heute die Hotline kontaktiert, die bestätigte, dass auch meine R1200R zum relevanten Umfang gehört. :oops: Der Tipp zur weiteren Vorgehensweise war, sich einfach mit seinem Händler zwecks Austauschtermin in Verbindung zu setzen. Dort gibt's nun kommende Woche eine erste Überprüfung und dann auch (hoffentlich) zeitnah den Austausch. Auf meine ausdrückliche Frage, ob ich noch ruhigen Gewissens auf die Straße darf, reagierten sowohl die Hotline als auch mein Händler durchaus entspannt. So war heute zumindest keine Rede von einem Fahrverbot o.ä.
Grundsätzlich frage ich mich natürlich schon, warum das Anschreiben, oder zumindest eine Stellungnahme, so lange auf sich warten lässt. Eine gewisse Unsicherheit kann ich nicht von der Hand weisen.
Die Daten sollten ja im Zeitalter des Neulands ja mehr oder weniger auf Knopfdruck zur Verfügung stehen...... Aber gut Ding will Weile haben.
Ach ja: Auch ich glaube nicht, dass die Notwendigkeit solcher Aktionen ein blau-weißes Alleinstellungsmerkmal ist. Nur manche gehen halt offener damit um als andere.
O.k. auch mich nervt es. :cry: Aber es ist mir alle Male lieber, als wenn Risiken unter den Tisch gekehrt werden.

In diesem Sinne schöne Grüße aus OWL

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#130 Beitrag von buirer » 23. März 2015, 22:15

nargero hat geschrieben: Ist nicht meine - aber ich kenne das auch in ähnlicher Form...
Meine GS-ADV ist selbst bei deutlich unter Null sofort angesprungen...
Hier geht es weder darum, das andere Marken fehlerfrei sind, noch um irgendwelche Verallgemeinerungen.
Sonst könnte man bei deiner GS-ADV entweder von dem in kürze anstehenden Getriebeschaden mit anschließendem Motorschaden, http://www.motorradonline.de/dauertest/ ... den/559102 oder in Kürze anstehenden Ventilabriss http://www.tourenfahrer.de/index.php?id=639 ausgehen.
Oder den in Kürze anstehenden Motorschäden einer K1200RS, http://www.motorradonline.de/dauertest/ ... den/107088 , oder dem Fahrverbot der R1200RT, wobei letzteres eigentlich schon eine Verallgemeinerung war, da es alle bis dahin ausgelieferten Maschinen betraf.

Es geht um eine Rückrufaktion von BMW, wobei einige das damit verwechseln, dass die Kunden BMW zurückrufen müssen, und das dann auch noch normal finden.

Und dann geht es noch darum, dass einige Besitzer nicht akzeptieren wollen, dass die Motorräder die sie fahren nicht allein deswegen fehlerfrei sind, weil sie selber diese gekauft haben, und aufgrund dessen auf jeden, der hier Mängel postet, nur mit Beleidigungen regieren können.

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#131 Beitrag von buirer » 24. März 2015, 08:26

Gerade gefunden was Michael in einem anderen Thread geschrieben hat.
Michael (GF) hat geschrieben: Man möchte sicher ein "breiteres" Publikum ansprechen.... aber ich bin voll und ganz Deiner Meinung, dass man zuerst mal das inzwischen recht verbreitete Qualitätsproblem angehen muss. Und nicht alles was technisch machbar ist, muss umgesetzt werden. Da hat aber BMW einen hohen Anspruch an sich selbst und die zahlungskräftige Kundschaft. ..

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ChristianS
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#132 Beitrag von ChristianS » 24. März 2015, 09:31

buirer hat geschrieben:Es geht um eine Rückrufaktion (...), wobei einige das damit verwechseln, dass die Kunden (...) zurückrufen müssen, und das dann auch noch normal finden.
Genau auf den Punkt gebracht :D

Ggf Hinhaltetaktik, um die Werkstätten nicht zu überlasten?

Gäbe es beispielsweise keine Internetforen, in denen einige engagierte User ihr über Mundpropaganda zugelaufenes Wissen teilen und damit erst den allgemeinen Impuls zur Nachforschung initialisieren, wüsste die Mehrzahl der betroffenen Kunden bis dato nichtmal, dass es Rückrufe gibt und hätten dementsprechend auch noch keinen Werkstatttermin vereinbart.
Nicht sonderlich rühmlich für einen Fahrzeughersteller.
Wenn schon, dann bitteschön richtig.
Stichwort: Rechenzentren und automatisierte Postverschickung.
Mit Werbung klappts ja komischerweise auch. :twisted:
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#133 Beitrag von helmi123 » 24. März 2015, 10:20

ChristianS hat geschrieben: Wenn schon, dann bitteschön richtig.
Stichwort:
:
:) 1. die Niederlassung-2-3-4-5 etc.
2. die Händler 240.

Der H wiederum seine 1 Kunden-Käufer, mit dem Hinweis sollte er mittlerweile das Mopet Verkauft haben den Verkäufer zu Informieren :evil: u s w. :roll:
:lol:

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ChristianS
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#134 Beitrag von ChristianS » 24. März 2015, 10:28

Okay :)
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#135 Beitrag von assy » 25. März 2015, 16:40

Hallo BMW Biker,

die " alten " K Modelle ( Ziegelstein ) mit dem Längs Eingebauten Motor sind doch gar nicht betroffen - weder RS noch GT oder LT.

Die Rückrufaktion betrifft z.B. K 1200 S - die mit dem Quer Eingebauten Motor.

Ursache : Statt Stahl wurde Alu montiert - Thema Gewicht Reduzierung.


Gruß Johann...

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#136 Beitrag von Frank@S » 25. März 2015, 18:26

ChristianS hat geschrieben:Ggf Hinhaltetaktik, um die Werkstätten nicht zu überlasten?
Die Werkstätten hätten sich sicher einen anderen Termin gewünscht als den Saisonstart, an dem sie alle Hände voll zu tun haben.

Diese habe über Winter mehr Leerlauf als ihnen lieb ist. Zu der Zeit hätte es den Werkstätten gut getan, diese Arbeit zu haben.

Bemerkenswert für mich ist, dass dies weder das Verschulden von BMW noch ihrer Werkstätten ist, BMW aber
trotzdem kostenfrei tauscht. Es gibt Drehmomentvorgaben, die von den (BMW-)Werkstätten eingehalten werden.

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#137 Beitrag von farbschema » 25. März 2015, 21:14

Frank@KS hat geschrieben: Bemerkenswert für mich ist, dass dies weder das Verschulden von BMW noch ihrer Werkstätten ist, BMW aber
trotzdem kostenfrei tauscht.

Es gibt Drehmomentvorgaben, die von den (BMW-)Werkstätten eingehalten werden.
Das klingt ja fast nach sozialem Akt :lol:

Fakt ist, dass BMW strategisch Chance und Risiko abwägt. Genauso wie sie bei meiner R12R 2014 zum Ende des Produktzyklus einfach die Tankanzeige / Öltemperatur weggelassen haben, anstatt das Problem mit dem schlechten Foliengeber für den Spritstand nachhaltig zu lösen. Zum Kübeln.

Wenn das Teil - daher der Radträger - so *wenig* fehlertolerant ist, dass bei zu festem Anziehen der Hinterradschrauben akute Lebensgefahr droht bleibt scheinbar keine Alternative.
Erschwerend kommt hinzu, das viele noch 100Nm als feste Größe im Hinterkopf haben - sei es für Mopeds oder PKW.

Zur strategischen Risikoabwägung: Mit den Jahren könnte wohl der eine oder andere Tote durch Materialermüdung den schwindenden Moped-Nachwuchs verschrecken. Das wäre suboptimal für den Aktienkurs.

Just my 5 ct.
Grüße, Felix
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#138 Beitrag von Frank@S » 25. März 2015, 21:22

farbschema hat geschrieben:das viele noch 100Nm als feste Größe im Hinterkopf haben
das nennt man wohl persönliches Pech;
wenn dann noch eine Leseschwäche dazukommt ......

ja ja, Handbuch lesen ist unsportlich ;-)

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farbschema
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#139 Beitrag von farbschema » 25. März 2015, 21:29

farbschema hat geschrieben:Felix : "das viele noch 100Nm als feste Größe im Hinterkopf haben"
Frank@KS hat geschrieben:das nennt man wohl persönliches Pech;
Denke auch mal an die Monteure bei den Reifenhändlern.
Ob hier immer eine Dokumentation zu Rate gezogen wird? Bin nicht sicher.

In der Praxis ist das Thema daher vielschichtiger & die Konsequenzen bei Schraubenabriss herausfordernd.

EDIT: Könnt Ihr die verschachtelten Zitate nicht zulassen...?
Zuletzt geändert von Frank@S am 24. April 2015, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit zum Edit: Zitatsteuerung ;-)
Grüße, Felix
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#140 Beitrag von nargero » 25. März 2015, 22:56

Frank@KS hat geschrieben:Es gibt Drehmomentvorgaben, die von den (BMW-)Werkstätten eingehalten werden.
... :lol: ... Der war gut...
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut
haben"
– Alexander von Humboldt

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#141 Beitrag von hixtert » 26. März 2015, 09:04

farbschema hat geschrieben:Denke auch mal an die Monteure bei den Reifenhändlern.
Ob hier immer eine Dokumentation zu Rate gezogen wird? Bin nicht sicher.
Wenn der Reifenschrauber anstelle der gewohnten dicken Bolzen die eher filigranen Radschräubchen der BMW in Händen hält, sollte er ins Grübeln kommen. Eine weitere Chance hat er, wenn die 17er/19er Nuss seines Drehmomentschlüssels/Schlagschraubers nicht auf den Torxkopf passen will.

Alles drüber hinaus ist Dilettantismus.
Grüße
Reinhard
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#142 Beitrag von helmi123 » 26. März 2015, 09:15

nargero hat geschrieben:Es gibt Drehmomentvorgaben, die von den (BMW-)Werkstätten eingehalten werden
... :lol: ... Der war gut...
:D wie hoch ist bei der K RS bis BJ 2oo4 das Anzugmoment :idea: :)
:lol:

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#143 Beitrag von juppi » 26. März 2015, 12:00

farbschema hat geschrieben: Wenn das Teil - daher der Radträger - so *wenig* fehlertolerant ist, dass bei zu festem Anziehen der Hinterradschrauben akute Lebensgefahr droht bleibt scheinbar keine Alternative.
Erschwerend kommt hinzu, das viele noch 100Nm als feste Größe im Hinterkopf haben - sei es für Mopeds oder PKW.
Just my 5 ct.
Bei den hochwertigen Materialien die heute verbaut werden, ist die Toleranz des Anzugsmomentes schon sehr viel kleiner als bei Baustahl St xx.
Soll nicht heißen, dass ich BMW in Schutz nehme. Wenn es so ist, dann ist es so.

Aber wie man hier im Forum ja auch oftmals lesen kann, gibt es Schrauber, die haben von 2.5 bis 250 Nm alles im Gefühl. Wissen aber wahrscheinlich gar nicht was es bedeutet wenn man das Anzugsmoment um 10 oder 20% überzieht.

Von der R1150R auf die R1200R hat sich das Anzugsmoment, ich glaube, fast halbiert.

Soll heißen, wenn nach der GEIZ IST GEIL METHODE zum Wald- und Wiesenschrauber um die Ecke gehe, sollte ich damit rechnen, das der noch nichts davon mitbekommen hat. Deswegen bleibt da meiner Meinung nach nur die Fachwerkstatt, die haben alle Anzugsmomente und sind in der Sache sensibler.

Mir war die Reifenmontage bei BMW auch zu teuer und vor allen Dingen, mit hinbringen und abholen, zu umständlich. Aus diesem Grund habe ich mir einen Drehmo Schlüssel zugelegt, baue meine Räder selber ein und aus und lasse nur die Reifen montieren. Das schützt zwar nicht vor Materialfehlern, schließt aber aus, das meine Räder anstatt mit 60 Nm mit 120 Nm angezogen werden.

Denn das schafft auf Dauer jede Felge.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#144 Beitrag von buirer » 26. März 2015, 13:15

Ich persönlich glaube übrigens nicht an die Erklärung der BMW AG
Zum einen sind Risse nicht nur in den Aufnahmen der Radbolzen festgestellt worden, sondern auch in den Aufnahmen der Bremsscheiben. Diese haben jedoch hinten nur die wenigsten gewechselt. Zum anderen ist es wenig glaubhaft, dass bei einem nicht konisch verschraubten Teil die radial zur Bohrung auftretenden Kräfte groß genug sein können, um das Material zu sprengen. Viel wahrscheinlicher ist doch bei zu großem Drehmoment, dass das Gewinde ausreißt.
Davon ist aber nicht bekannt geworden.

Gruß

Volker

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#145 Beitrag von skoss » 26. März 2015, 13:25

So wie ich das sehe, ist da mehr dahinter als zu fest angezogene Radschrauben. Dafür spricht die Tatsache, dass auch die Bremsscheibenbefestigung reissen kann, selbst wenn die Bremsscheibe noch nie entfernt wurde.

Da scheint mir ein Auslegungsfehler vorzuliegen. Alle Risse, die ich bisher gesehen habe, entstehen an der Stelle, an der das Material am dünnsten ist. Eventuell wurden die auftretenden Belastungen zu gering abgeschätzt. Oder das Material erreicht nicht die Festigkeit, für die die Konstruktion (mit einem Sicherheitsfaktor) ausgelegt ist.

Das Bauteil ist meines Wissens aus der Legierung AlZn4.5Mg. Diese Legierung hat eine gewisse Anfälligkeit für Spannungsrisskorrosion, die auftreten kann, wenn Zugspannungen auftreten und ein Angriffsmedium vorliegt. Auch der metallurgische Zustand spielt eine Rolle - und damit ein Wärmeeinfluss, der im Bereich der Bremsscheibe durchaus möglich ist. Angriffsmedium kann einfach Wasser sein, eventuell verschärft durch Streusalz. Möglicherweise zeigt auch Bremsstaub eine Wirkung - das kann ich nicht beurteilen.

Man muss jetzt sicherlich nicht in Hektik verfallen. Die meisten Motorräder sind problemlos zehntausende von Kilometern gelaufen. Einfach mal nachschauen, ob Risse da sind. Falls ja, vielleicht nicht mehr viel fahren vor dem Wechsel. Ansonsten eilt es nicht wirklich.
Viele Grüsse aus dem Wallis
Stefan
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#146 Beitrag von Frank@S » 26. März 2015, 17:55

helmi123 hat geschrieben: :D wie hoch ist bei der K RS bis BJ 2oo4 das Anzugmoment :idea: :)
steht doch auf der Seite des Mopeds: 1200 nm
RS = rechtsrum schrauben
;-)

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#147 Beitrag von manfred180161 » 26. März 2015, 18:33

1200 nm?
Muss mir einen größeren Drehmomentschlüssel anschaffen ;-)
Gruß
Der Manne aus Echterdingen (Stuttgart ist unser größter Vorort ;-))
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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#148 Beitrag von CDDIETER » 26. März 2015, 19:37

Bei LT also L=linksrum T=treten oder einfach mal hier nachschauen:
http://technik.flyingbrick.de/images/5/ ... o_oele.pdf
Da steht für jede Schraube das Drehmoment.
Gruß aus den "Holländischen Bergen"

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#149 Beitrag von CDDIETER » 27. März 2015, 09:16

@Helmi
Damit du in Zukunft die richtigen Infos hast:
http://bmw.k100rs.free.fr/files/repair_ ... RS_GER.pdf
Wer sich nicht an die Vorgaben haelt, ist fuer auftretende Schaeden selbst haftbar.
Gruß aus den "Holländischen Bergen"

CdDieter

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Re: Rückrufaktionen BMW Motorrad

#150 Beitrag von Alt-Boxer » 27. März 2015, 09:30

helmi123 hat geschrieben: :D wie hoch ist bei der K RS bis BJ 2oo4 das Anzugmoment :idea: :)
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Gruß

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