Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

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Ollli
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Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#1 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 12:15

Hallo,

ich habe ca. 20 Tage Erfahrung auf verschiedenen Strecken mit meiner Boxer BMW R1200R gemacht.
Sachsenring, Anneau du Rhin, Brünn

Da mir die BMW etwas zu schade ist, ich vom Aufsetzen der Zylinder Schiss habe (passierte schon öfters trotz Öhlinsfahrwerk) denke ich über einen Umstieg auf ein Rennstreckenmoped nach, mit Verkleidung und mehr Schräglagenfreiheit.

Ich fahre ca. 20 Jahre Motorrad. Auf der Strecke bin ich erst die letzten drei Jahre unterwegs und da immer mit ABS.
Da ich beim Umstieg auf ein Rennmotorad an etwas Gebrauchtes denke (soll ja günstiger sein), wird das Motorrad eher auch kein ABS besitzen, da nicht üblich oder zu teuer (BMW HP4 oder Fireblade etc.)

1) Ich frage mich nun, wie gut ich damit klar kommen werde. In den Regelbereich des ABS bei der BMW bin ich selten gekommen, man bremst ja trotzdem nicht hirnlos, steigert den Bremsdruck nicht plötzlich, da dann das ABS sowieso nur aufmachen würde und den Bremsweg unnötig verlängert.
Warum mich der Umstieg beunruhigt? Ich war auf der Strecke nie der Schnellste (wie auch ;) ) bemerkte aber, dass vor der Kurve ich eher zu den Spätbremsern gehöre (mit ABS keine große Kunst, das weiß ich). Es macht mir eben etwas Angst, dass ich in ABS Bremsmuster verfallen könnte, die mich dann von der Strecke befördern.

2) Auch wäre ein Umstieg auf eine Rennmaschine eine Umstellung in der Sitzposition. Von Opahaltung :lol: (Nakedbike) in die gebückte Haltung. Wie werde ich da wohl klar kommen, frage ich mich.

Die Fragen sind vor allem an jene von euch gerichtet, welche so einen ähnlichen Umstieg mal hatten und davon berichten können, wie sie damit umgegangen sind.

Herzlichen Dank euch.

OLI

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Thomas
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#2 Beitrag von Thomas » 4. Mai 2014, 12:27

Ein kurzfristiger Umstieg ist immer problematisch, weil man sich jedesmal komplett neu kalibrieren muss. Das kostet schon mal einen halben Tag. Dann z.B. lieber eine fireblade mit ABS sowohl auf Rennstrecke als auch auf öffentlichen Straßen bewegen.
Rückwärts verstehen und vorwärts leben!

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Larsi
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#3 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 12:49

moin,

meinst du, du kannst an so nem schnöden vierzylinder spass haben?
von 2005-2011 war ich geschätzte 60-70 tage auf diversen strecken unterwegs, allerdings immer mit boxerpower. erst ne 1150GS mit 17"-umbau, danach mit R1200S, beide mit diversen modifikationen.

ich denke, dass du vorm fehlenden ABS keine angst haben musst, sofern du nicht im nassen auf der letzten rille bremsen willst. bei meinen beiden habe ich das ABS im trockenen immer abgeschaltet, da ich nicht wollte, dass das die vorderradbremse aufmacht, wenn ich es gar nicht gebrauchen kann.

zur sitzposition:
ich war immer nur aufrecht unterwegs (S mit superbikelenker), so dass ich dazu nicht viel sagen kann.
kurzzeitige versuche mit stummellenker habe ich schnell verworfen. ist nix für mich.
und auch aufrecht ist es machbar, neben spass zu haben auch ordentliche zeiten zusammen zu fahren.
Gruß Lars

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Steinhuder
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#4 Beitrag von Steinhuder » 4. Mai 2014, 13:11

Umstieg auf gebückte Haltung hat bei mir etwas gedauert, weil man intensiver arbeitet.

Geht aber dann auch ganz gut.

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#5 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 16:24

Danke für eure Meldungen.....

Das hilft etwas weiter. An einen Zwei- statt Vierzylinder habe ich auch schon gedacht: Aprilia RSVF Mille... Aber da scheiden sich die Geister....

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Steinhuder
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#6 Beitrag von Steinhuder » 4. Mai 2014, 16:40

Nicht die klugen...

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#7 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 16:40

...und was heißt das????


Du würdest also mit der R1200R weiterfahren?

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mikmuk
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#8 Beitrag von mikmuk » 4. Mai 2014, 18:16

halbherziger racer oli? wenn du racen willst, sollte die richtung doch eindeutig sein...
mik
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Steinhuder
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#9 Beitrag von Steinhuder » 4. Mai 2014, 18:39

Ollli hat geschrieben:...und was heißt das????


Du würdest also mit der R1200R weiterfahren?
Das bezog sich auf das Scheiden der Geister zwischen 2 und 4 Zülünder. :wink:

Die 12R ist für dn Track bestenfalls Behelf.
Da gibts deutlich Geeigneteres. Was nicht heisst, dass man nicht auch ne flotte Runde hinbekommt.

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#10 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 18:43

Nein ist sie nicht...
Was meinst du mit Richtung?

Ich fahre immer bei den eher langsamen, fahre schon ganz gut Hanging off, Brünn in 2:34 Min. Mich interessieren die Zeiten nicht, fahre stets ohne Transponder, da ich auf der Sekundenjagd nicht abliegen möchte. Es geht mir mehr ums coole Fahrgefühl, nicht ums Gewinnen.
die R1200R ist mir aber etwas zu schade.

Danke

Oliver

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#11 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 18:46

Die R nehme ich in jedem Fall immer mit auf die Strecke, auch wenn ich ein Racer habe. Wenns regnet, fahre ich mit der R mit Metzelerreifen. Dann muss ich den Joghurbecher nicht umbereifen.

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#12 Beitrag von ChristianS » 4. Mai 2014, 20:56

Wie wäre es denn mit einer 12er GS? Da setzt nichts auf und alle geäußerten Bedenken wären gegenstandslos.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#13 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 20:58

Da muss ich aber mit Geländereifen herumfahren. Und eine 12er GS kostet recht viel.

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#14 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 21:01

ChristianS hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einer 12er GS? Da setzt nichts auf und alle geäußerten Bedenken wären gegenstandslos.
das ist ein trugschluss!
bei der GS ist ohne massive änderungen an fahrwerk und rädern auf der rennstrecke kein blumentopf zu holen.
ich hab das thema schon durch ... klar geht das und ich finds auch geil, aber das kostet richtig kohle.
Gruß Lars

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#15 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 21:10

Eben, Enduroreifen sind nicht der Hit. Mit dem 19er Rad vorne hat mein keine Möglichkeit, vernünftige Reifen zu montieren.

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#16 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 21:19

das 150er hinterrad ist auch nicht besser.


1200GS konsequent umrüsten bedeutet mindestens:
- 17"-räder in 3,5 und 5,5 aus R, RT, ST, S für adäquate bereifung
- schwinge der R, RT, ST
- federbeine gegen straffere und längere tauschen (wilbers, öhlins, etc)
- fussrasten höher

und dann sitzt du immernoch wie ein schluck wasser hinterm lenker
Gruß Lars

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#17 Beitrag von ChristianS » 4. Mai 2014, 21:30

Larsi hat geschrieben:...auf der rennstrecke kein blumentopf zu holen..
Wie wir inzwischen wissen, tangieren ihn Blumentöpfe eher peripher.
Denn:
Mich interessieren die Zeiten nicht, fahre stets ohne Transponder, da ich auf der Sekundenjagd nicht abliegen möchte. Es geht mir mehr ums coole Fahrgefühl, nicht ums Gewinnen.
Mit'ner Stolle auf der Rennstrecke zu fahren ist freilich semioptimal. Ich würde es dann wahrscheinlich so handhaben, dass ich einen zweiten Satz Räder mit entsprechend besser geeigneten Reifen zu Hause rumliegen hätte, welche ich dann je nach Tagesplanung montieren würde. Ist ja kein Aufwand und geht schnell. Dazu das ESA auf hart und gut is.
Die anderen angesprochen Umbauten erachte ich für einen, der nicht auf Blumentöpfe aus ist, als erstmal nicht sooooo wichtig. Kann man ja nach und nach nachholen (je nach Geldbeutelfüllstand).
Und mit einer GS geht auch Hanging off :wink:
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#18 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 21:36

Und wenn wir mal von Eutermopes absehen (Toni Mang hat meine R1200R letztes Jahr in Brünn so bezeichnet)
und von einem Reiskocher absehen, eine RSV Mille mit 2 Zylindern wäre was?

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#19 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 21:37

wenn du die GS nicht straffer machst, setzt die genau so schnell auf wie eine R.
und damit meine ich nicht die dämpfung, sondern die federn.

zudem ist eine GS auch mit ESA auf hart für die rennstrecke noch immer weich.
Gruß Lars

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#20 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 21:39

Ollli hat geschrieben:Und wenn wir mal von Eutermopes absehen (Toni Mang hat meine R1200R letztes Jahr in Brünn so bezeichnet)
und von einem Reiskocher absehen, eine RSV Mille mit 2 Zylindern wäre was?
ich denke schon, sofern du wirklich den bückling machen willst.
Gruß Lars

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#21 Beitrag von ChristianS » 4. Mai 2014, 21:39

Oder eine 1100er Ducati Hypermotard? (=kein Bückling)

Die bekommt man auch relativ günstig.
Zuletzt geändert von ChristianS am 4. Mai 2014, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#22 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 21:41

oder eine SV650S Suzuki

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#23 Beitrag von Larsi » 4. Mai 2014, 21:47

evtl solltest du mal im www.racing4fun.de schmökern.
rookiesguide lesen, rumstöbern, fragen stellen (und nicht ärgern lassen)

die jungs da haben mehr erfahrung mit tauglichen moppeds.
Gruß Lars

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Re: Umstieg Straßenmoped auf Rennmoped

#24 Beitrag von Ollli » 4. Mai 2014, 21:48

Danke!!

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