Ü50 Führerschein

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hoppenstedt
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Re: Ü50 Führerschein

#26 Beitrag von hoppenstedt » 18. November 2013, 00:36

lehrling hat geschrieben:Möchte mit 59 Jahren erstmals aufs Motorrad steigen. Hierzu gibt es einen vereinfachten Führerschein, wenn man vor 1980 die alte Klasse 3 erworben hat. Also ein paar Fahrstunden - keine Theorie und dann die Prüfung.

Hat jemand so was bereits gemacht?
Jedenfalls ich nicht.

Aufgrund eigener in jüngeren Jahren gesammelter Erfahrungen gebe ich Dir den Hinweis, dass Du
- die richtige Fahrschule mit dem richtigen Fahrlehrer finden solltest (eben am besten mit dem Fahrlehrer auf dem Motorrad)
- dich über die aktuelle Gesetzeslage informierst
- lieber eine Leistungs- und Gewichts(!)klasse niedriger einsteigst. Zum Einstieg ist eine etwas stärkere Enduro (so 30 - 40 PS) perfekt, finde ich. Die neuen 390er von KTM, deren Freeride o.Ä. oder die geniale DR 350 S oder DR-Z 400 von Suzuki oderoderoder...

Nichts ist schlimmer als ein Unerfahrener auf einem 200-PS-Hobel, der ihn zügig an den nächsten Baum nagelt! (Siehe Bernt Spiegel.)
Von dem Gesichtspunkt aus betrachtet waren die früher üblichen horrenden Versicherungsbeiträge für >50 PS gar nicht soo schlecht...
(Nicht schlagen bitte! 8) )
Grüße Alfred

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Star Trooper
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Re: Ü50 Führerschein

#27 Beitrag von Star Trooper » 18. November 2013, 19:25

@Vejama

Meine Aussage oben über die Ü60 war in keinster Weise als blöder Spruch gedacht.
Mit " die könnens nämlich" wollte ich zum Ausdruck bringen, daß es hier jede Menge
älterer Herren gibt die ausgezeichnete Motorradfahrer sind.
Sorry für die unglückliche Formulierung

yadappes
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Re: Ü50 Führerschein

#28 Beitrag von yadappes » 19. November 2013, 01:17

Star Trooper hat geschrieben:@Vejama

Meine Aussage oben über die Ü60 war in keinster Weise als blöder Spruch gedacht.
Mit " die könnens nämlich" wollte ich zum Ausdruck bringen, daß es hier jede Menge
älterer Herren gibt die ausgezeichnete Motorradfahrer sind.
Sorry für die unglückliche Formulierung
Mach dir mal keinen Kopp deswegen. Ich, und sicher die allermeisten anderen hatten das genau so verstanden, wie Du es meintest.

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Thomas
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Re: Ü50 Führerschein

#29 Beitrag von Thomas » 19. November 2013, 12:26

Mimosen fahren meist alleine!
Rückwärts verstehen und vorwärts leben!

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Ghostrider
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Re: Ü50 Führerschein

#30 Beitrag von Ghostrider » 19. November 2013, 14:48

Aber hoppla, 62???
Wie heißt es bei Udo Jürgens
Mit 66 Jahren da fängt das Leben an......
Gut ich bin noch keine 66 Jahre aber 64 und fahre seit 5 Jahren wieder mit meiner
90 S oder RT80 umher..
Wichtig ist das man noch körperlich fit ist und spass daran hat.
Meine Freundin ist mit 62 zu ersten Mal auf einem Motorrad mit gefahren ( bei mir)
Also einfach ausprobieren
Grüßle

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Star Trooper
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Re: Ü50 Führerschein

#31 Beitrag von Star Trooper » 19. November 2013, 17:23

Ich glaub, ich bin hier mit 53 Jahren einer der Jüngsten. http://img5.fotos-hochladen.net/uploads ... tq9xy6.gif

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Re: Ü50 Führerschein

#32 Beitrag von bmw peter » 20. November 2013, 11:56

Ihr jungen Schnösel. :lol:
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Otto1234
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Re: Ü50 Führerschein

#33 Beitrag von Otto1234 » 19. Dezember 2013, 19:39

ich bin auch nicht gerade der jüngste, steig aber ab und an noch immer auf mein Motorrad, der Nervenkitzel ist einfach genial ;D aber oft verwendet ich das gute Bike nicht mehr ... - aber hergeben würde ich es auch nicht ;)

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Re: Ü50 Führerschein

#34 Beitrag von Larsi » 19. Dezember 2013, 19:43

Otto1234 hat geschrieben:... der Nervenkitzel ist einfach genial ...
sowas ähnliches sagten die beifahrer meines uropas auch immer ...
Gruß Lars

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Re: Ü50 Führerschein

#35 Beitrag von Dietmar Hencke » 22. Dezember 2013, 15:22

Ist doch alles keine Frage des Alters, sondern des körperlichen und geistigen Zustandes und der
hoffentlich vorhandenen kritischen Selbsteinschätzung, die natürlich mit zunehmendem Alter
manchmal etwas nachlässt...
(... und dann natürlich, ob es die Frau noch erlaubt! :wink: )

Hab gerade meinen 75. Geburtstag gefeiert.
Gruß Dietmar

Aktuell: ZZR1400 jetzt mit Superbike-Lenker; 60.000km überschritten      
 ... und meine Spaßmaschine

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert. (Einstein)

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Re: Ü50 Führerschein

#36 Beitrag von Star Trooper » 22. Dezember 2013, 17:37

Hallo Dietmar

Nachträglich die besten Wünsche zum Wiegenfest.
Und noch viele, viele unfallfreie km auf dem Moped.

Bunny
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Re: Ü50 Führerschein

#37 Beitrag von Bunny » 21. Februar 2014, 21:05

lehrling hat geschrieben:Mich interessiert mehr, wie es ist als 59 Jähriger erstmalig Motorrad zu fahren.
Mein Kumpel hatte letztes Jahr (mit 58 J.) seinen Motorradführerschein gemacht und hat sich wohl gefühlt. Bedenken gabs bei ihm nicht.
Habe seine erste Fahrstunde miterlebt, da ich beim Fahrlehrer im Fahrschulwagen saß 8)

Hinterher hatte ich ihn gefragt, wie er die erste Fahrstunde empfunden hat und er: Zuerst ungewohnt, danach wars gut.

In der 2013er Saison sind wir beide über 15tkm gefahren :wink:

Damals hätte mein Kumpel nie gedacht, das er mal den Motorrad Lappen macht und jetzt (1 Jahr danach) ist er schon ganz ungeduldig auf die 2014er Saison!
Gruß Bunny

RosyKH50
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Re: Ü50 Führerschein

#38 Beitrag von RosyKH50 » 10. Mai 2016, 21:39

Hallo Lehrling.
Nach der Europäischen Novelierung der Führerscheinklassen im Januar 2013 ist es möglich, wenn du die Klasse 3 vor 1980 erworben hast, mit ca. 5 Fahrstunden und einer Prüfungsfahrt die Klasse A2 zu bekommen. Das ist für heute 35 KW oder 48 PS.
Ich habe mit 71 Jahren den Führerschein Klasse A2 am 26.08.2013 gemacht. Dazu braucht du ca.
5 Fahrstunden, wegen des Sicherheitsfahrtränings und eine Prüfung ohne Theorie.
Nach zwei Jahren habe ich am 20.08.2015 dann sogar auf die Klasse A den Führerschein nochmal erweitert, mit der gleichen Vorgabe wie zuvor, für die ganz dicken Mopeds.

gefahren habe ich zuerst mit dem Autoführerschein also A1 eine Piaggio Beverly 125 ca 12800 km
nach einem Unfall dann ein Dreirad Piaggio MP3 500 LT das ging mit Autoführerschein, ca 4950 km
Mit dem A2 habe ich eine Honda NC 700 S DCT ca. 19950 km
Jetzt ist das dicke Teil dran BMW R1200R von 03.08.2015 bis jetzt 6822 km
siehst du geht doch.

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Albert
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Re: Ü50 Führerschein

#39 Beitrag von Albert » 10. Mai 2016, 22:48

entgegen dem überbordenden Altersrausch poste ich (54 Jahre, davon seit 33 auf 2 Rädern ) mal eine andere Meinung:

Natürlich kann man auch mit Ü50 noch viele neue Dinge lernen, auch das Motorradfahren. Und natürlich kann man auch dabei Spaß haben.

Wer hier aber nicht gepostet hat, sind die, die nach anfänglicher Begeisterung das Fahren wieder haben sein lassen: weil es ihnen zu gefährlich, zu unbequem, zu anstrengend wurde. Ich kenne solche Fälle aus dem Bekanntenkreis. Die sind natürlich nicht hier unterwegs, die findet Ihr jetzt in Cabrioforen.

Der Tip mit der 125er ist, denke ich, genau richtig. Erstmal mit niedrigem Risiko/Kosten antesten, ob das was ist, dann entscheiden, ob upgegraded wird.

Meine Empfehlung für alle Einsteiger (egal welchen Alters): ja, es ist gefährlich, es ist anstrengend, es ist unbequem - aber wenn Du das vergißt, wenn Dir beim Gashebel drehen die Eier(stöcke) vibrieren, dann ist es das wert. Wenn nicht, fahr Cabrio.

Gruß, Albert

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Re: Ü50 Führerschein

#40 Beitrag von manfred180161 » 11. Mai 2016, 06:56

Gut gebrüllt Albert! Hab ja mehr oder weniger auch erst mit 53 das fahren wieder angefangen und gleich mit einer fetten R1100R.
War FÜR MICH genau der richtige Weg. Aber da tickt jeder anders.
Alternativ viele Probefahrten mit unterschiedlichen Bikes machen und ein paar Wochenenden ausleihen. Dann kann man mit geringen finanziellen Aufwänden ein besseres Gefühl finden, wo man sich wohlfühlt.

Und wenn die Klötze vibrieren, dann verkauf dein Auto und fahr nur noch Mopped! :-)
Gruß
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Re: Ü50 Führerschein

#41 Beitrag von emca » 11. Mai 2016, 09:36

In Anbetracht der Lage, dass sich der "Lehrling" 3 Jahre nicht mehr gemeldet hat, wird er wohl einen der Ratschläge angenommen haben und ich vermute den richtigen. Wer mit 59 Jahren das Motorradfahren beginnt, muss als Grundvoraussetzung zunächst einmal sportlich sein, s.h., auch über ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeiten besitzen. Meine Erfahrung, es gibt wenig gute Fahrer/innen, die im späten Alter zum Motorradfahren gekommen sind. Fast allen ist zu eigen, dass sie in Grenzsituationen, drück es einmal vorsichtig aus, übervorsichtig bzw. etwas verkrampft reagieren. Man könnte es an einer einfachen Sache erkennen, schicke zwei 60 jährige, die noch nie auf einer Rennstrecke gefahren sind zu einer Vergleichsfahrt. Einer fährt seit seiner Jugend, der zweite ist ein Neueinsteiger. Die Rundenzeit lassen wir einmal außer acht, es wird ausschließlich auf die flüssige Fahrweise geachtet. Die Unterschiede können nicht größer sein.

Meine Meinung, egal welche Sportart und Motorradfahren ist eine sportliche Betätigung, nah bei den 60 erlernt wird, dafür ist es von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, einfach zu spät.

Und gleich dazu, Wiedereinsteiger sind damit nicht gemeint, das wäre ein Extra Thema.

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Frank@S
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Re: Ü50 Führerschein

#42 Beitrag von Frank@S » 11. Mai 2016, 09:50

Ich denke, dass man dazu kein Zehnkämpfer sein muss....

...es kommt auf die Einstellung zum Mopedfahren an;
wenn die positiv ist, kann man das auch noch im reiferen Alter lernen ;-)

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Re: Ü50 Führerschein

#43 Beitrag von manfred180161 » 11. Mai 2016, 10:00

Macht ja nix, wenn er nicht wie VR um die Ecken fetzt. Reicht doch vollauf, wenn er Spaß dabei hat, unabhängig davon, wie gut das im Vergleich zu einem alten Hasen ist.
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Re: Ü50 Führerschein

#44 Beitrag von juppi » 11. Mai 2016, 11:21

Albert hat geschrieben: Meine Empfehlung für alle Einsteiger (egal welchen Alters): ja, es ist gefährlich, es ist anstrengend, es ist unbequem - aber wenn Du das vergißt, wenn Dir beim Gashebel drehen die Eier(stöcke) vibrieren, dann ist es das wert. Wenn nicht, fahr Cabrio.

Gruß, Albert
Die wirklich schönen Sachen im Leben muss man sich halt erarbeiten und das täglich.
Nach vielen Motorradtrainings und vielen Trainingsstunden merke ich immer wieder, dass es für mich noch viel zu lernen gibt.
Aber es macht immer wieder Spaß.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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emca
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Re: Ü50 Führerschein

#45 Beitrag von emca » 11. Mai 2016, 11:22

Von Zehnkämpfer und um die Ecken fetzen ist nicht die Rede, es ist davon die Rede, dass diese meist sehr unsicheren Fahrer/innen nicht alleine auf der Straße sind und eigener Spaß reicht dazu einfach nicht aus. Habe das grade ganz aktuell wieder festgestellt, deshalb habe ich geschrieben. Drei ältere Späteinsteiger 2 x m. 50 - 60 sind aus unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und haben sich dabei verletzt und was das blöde ist, auch noch zwei unbeteiligte mit abgeräumt. Jetzt kommt natürlich die Aussage, nicht repräsentative Einzelfälle. Richtig, aber auffällig ist es trotzdem, weil ich diese Erfahrung schon sehr lange mache. Man muss sich nur mal in den Motorradgruppen umhören.

Im Grunde genommen ist es mir egal, ob sich jemand im fortgeschrittenen Alter das Hobby Motorradfahren aussucht und ich möchte es keiner/m ausreden oder gar verbieten, aber dieses realitätsfremde Gehabe, finde ich einfach fehl am Platz. Wie stand es über meinem Schulportal? Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

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Re: Ü50 Führerschein

#46 Beitrag von wolfgang » 11. Mai 2016, 11:40

Richtig, aber auffällig ist es trotzdem, weil ich diese Erfahrung schon sehr lange mache.
Es spiegelt sich sicher auch in den Statistiken wieder. So um 1980 war die gefährdete Altersklasse wohl zwischen 18-25, heute ist es wohl ehr um die 45 +. Das Problem aus meiner Sicht ist einfach, es ist das Geld da und es kann gekauft werden und es kommen dann Karren in die Hütte mit 80 PS + XXX.

Ich bin mir sicher, dass man das Fahren auch mit 50+ erlernen kann und dies dann auch noch gut. Es gibt einige Beispiele hier im Forum, die haben dort erst begonnen und fahren sehr gut und sicher. Man braucht eben die Disziplin der Beherrschung und sicherlich viel Hilfe von aussen und dann Fahren, Fahren und nochmals Fahren.
Gruß

Wolfgang (KA)
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Franz1954

Re: Ü50 Führerschein

#47 Beitrag von Franz1954 » 11. Mai 2016, 12:19

Also sicher ist dass JEDER, egal ob 18 oder 60 Jahre alt, es erst mal lernen muss. Und was sich unterscheidet ist eigentlich nur folgendes. Der mit 18 ist eben Körperlich wesentlich besser dafür geeignet es schnell zu lernen. Ich weiß dass ich mich mit 16 Jahren auf eine R75 gesetzt habe, obwohl ich nur ein paar Runden auf 50ccm Mopeds unterwegs war, und damit losgedüst bin wie einer der Fahren kann. Aber was ich konnte war Fahrrad fahren und ich hatte ne große Klappe. Man tut sich wesentlich leichter, weil man keinen Respeckt vor so einem Teil hat. Man hat noch keine Erfahrung was so eine damals 200kg - 50PS Mühle anrichten kann, wenn man den kleinsten Fehler macht. Und ist der Meinung das passiert ja eh nur den anderen.

Der 60 Jährige hat nicht mehr das Super Gleichgewicht eines 18 Jährigen, ist nicht mehr so unbedarft, nach dem Grundsatz was soll schon schief gehen, und er weiß aus Erfahrung dass Vorsichtiges rangehen kein Nachteil ist, man auch nicht schneller fahren soll wie der Schutzengen fliegen kann. Der letzte im Ziel ist besser als gar nicht im Ziel ankommen.

Also der 18 Jährige hat es schneller drauf, fährt aber auch gleich entsprechend hohes Risiko, leider ohne jede Ahnung davon dass er in vielen Situationen "Glück haben" mit "fahren können" verwechselt. Der ist also sicher auch ein wesentlich höheres Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Der 60 Jährige lernt langsammer damit umzugehen, fährt aber auch entsprechend Vorsichtiger / Umsichtiger, weil er inzwischen gelernt hat, auch Pferde können kotzen. Also eigentlich wäre die tolle Kombination das was sich jeder Arbeitgeber von seinen Stellenbewerbern wünscht, ein 20 Jähriger mit der Erfahrung und Umsicht eines 60 Jährigen der seine Fehler schon gemacht hat.

Jeder ist also am Anfang ein Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Aber die guten Motorradfahrer sind sicher die heute 60 Järigen, die seit 18 schon am eigenen Motorrad sitzen, und mit 18-25 nicht an ihrer angebohrenen Selbstüberschätzung gestorben sind.

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Re: Ü50 Führerschein

#48 Beitrag von cxo » 11. Mai 2016, 12:52

Hallo Lehrling,

auch von meiner Seite der Rat, erst mal mit einer 125er anzufangen - und unbedingt ein Fahrsicherheitstraining zu machen, das bringt enorm etwas in Fahrsicherheit und Vertrauen in die Maschine.

Das Fahrsicherheitstraining ist übrigens auch am Beginn jeder Saison eine ganz hervorragende Idee, um sich nach der Winterpause mal wieder vertraut mit der eigenen Maschine zu machen!

Ansonsten wäre mein Rat noch, am besten mit einer kleinen Enduro anzufangen, und zusätzlich einen Enduro-Lehrgang zu machen (z.B. einfach mal beim ADAC oder lokalen Enduro-Clubs nachfragen, sofern in der Nähe).

Eine kleine Enduro läßt sich auf Grund der entspannten, aufrechten Sitzposition und des breiten Lenkers ganz vorzüglich fahren.

Und ein Enduro-Lehrgang macht nicht nur einen Haufen Spass, sondern vermittelt - zusätzlich zum Fahrsicherheitstraining - noch eine Menge zusätzliches Gefühl für die Maschine; und man lernt auch, sich auf "unsicheren" Untergründen (Sand, Schotter), sicher zu bewegen. Das bringt auch eine ganz schöne Menge Erfahrung und Vertrauen für den Strassenbetrieb (eigene Erfahrung!)

Ach ja, gaaanz wichtig: Unbedingt vernünftige Schutzkleidung beim Fahren verwenden!!!

Wenn Du zur Schutzkleidung noch Tipps brauchst - einfach fragen, da bekommst Du hier sicher jede Menge Anregungen.

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Re: Ü50 Führerschein

#49 Beitrag von emca » 11. Mai 2016, 16:40

cxo hat geschrieben:Hallo Lehrling,
Bin gespannt, ob er nach fast drei Jahren dein Hallo hört. :lol:
wolfgang hat geschrieben:Es gibt einige Beispiele hier im Forum, die haben dort erst begonnen und fahren sehr gut und sicher.
Das sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. :idea:

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Re: Ü50 Führerschein

#50 Beitrag von wolfgang » 11. Mai 2016, 17:30

Das sind die Ausnahmen
Dann kennst du sicher eine Liste in der steht, wieviele begonnen haben und nicht fahren können :lol: :lol: :lol:
Vergiss einmal eines nicht, die Zahl der Mopeds hat schon gewaltig zugenommen.
Gruß

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