"Einschlag"geschwindigkeit

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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#51 Beitrag von helmi123 » 9. Januar 2008, 16:24

:lol: na dann habt ihr ja beim nächsten Treffen gleich die erste volle Arbeit so als Guide, ihr seit für die gruppe verantwortlich,

weswegen wir beim rs immer noch und jedes mal eine disko eröffnen wegen abstand und so. :lol:
:lol:

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Marcus Schraeder
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#52 Beitrag von Marcus Schraeder » 9. Januar 2008, 16:31

Richtig!

Üben sollte man das, sonst bremst man unbewusst zu zaghaft lange vor dem Regelbereich. Gerade als "Neu-ABSler".

Aus 70 Sachen mal voll in die Eisen gehen, Regelbereich bis zum Stillstand vorne und hinten.
Dann sieht man auch was geht. Vorher aber vergewissern das keiner hinter einem ist. :wink:
Gruß aus´m Pott

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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#53 Beitrag von helmi123 » 9. Januar 2008, 19:02

Marcus Schraeder hat geschrieben:Richtig!
Üben sollte man das, sonst bremst man unbewusst zu zaghaft lange vor dem Regelbereich. Gerade als "Neu-ABSler".
Aus 70 Sachen mal voll in die Eisen gehen, Regelbereich bis zum Stillstand vorne und hinten.
Dann sieht man auch was geht. Vorher aber vergewissern das keiner hinter einem ist. :wink:
:lol: marcus,daß wissen aber nur "uns " weil getestet, jeder andere ist dem exotus nahe, :lol: der baum ist nah daß geld is weg oh ---- schrecklich.
:lol:

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Thomas_Ziegler
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#54 Beitrag von Thomas_Ziegler » 9. Januar 2008, 20:12

Und die Mutigen testen das Ganze nicht aus 70 sondern aus 220 km/h :lol: , nur nicht vergessen bei 90 auf den Seitenstreifen zu wechseln, sonst kommen die LKW'S zu nah :P .

Gruß

Thomas
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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#55 Beitrag von helmi123 » 9. Januar 2008, 20:32

:lol: na es geht doch noch. :lol:
:lol:

kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#56 Beitrag von kub0711 » 9. Januar 2008, 20:33

Da kannst dann aber für jedesmal Bremsen 1500km Laufleistung abziehen.
Also beim BT is nach 4-5 mal Bremsen Schluss

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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#57 Beitrag von helmi123 » 9. Januar 2008, 20:45

kub0711 hat geschrieben:Da kannst dann aber für jedesmal Bremsen 1500km Laufleistung abziehen.
Also beim BT is nach 4-5 mal Bremsen Schluss
:lol: buben ein gescheiter weil richtiger reifen (Z6) taugt auch für mehrere bremsungen aus 260 Km/h :lol:
:lol:

kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#58 Beitrag von kub0711 » 9. Januar 2008, 20:49

Gib ihn für die LT frei und ich nehm ihn :D

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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#59 Beitrag von helmi123 » 9. Januar 2008, 21:05

kub0711 hat geschrieben:Gib ihn für die LT frei und ich nehm ihn :D
frag doch bei metz die wissens. :lol:
:lol:

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Bewo
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#60 Beitrag von Bewo » 11. Januar 2008, 10:21

walterld hat geschrieben: Nur....woher soll der Kunde wissen welche Fahrerfahrung der Fahrlehrer hat ?
Daher fragen, welches Töff fährt er, wieviel fährt er im Jahr, kann er alle Grundfahraufgaben vorfahren, begleitet er seine Schüler mit dem Töff.
Guter Tipp, Walter, nur leider etwas zu spät

Meine Freundin hat 2006 den "A" gemacht und sich in der Fahrschule
"um die Ecke" angemeldet. Dass der Fahrlehrer "A" nur ausbildet, weil
es eben dazugehört, hat sie leider erst zu spät gemerkt.
Anstatt ihr die natürliche Angst vor dem Motorradfahren zu nehmen,
und einen Grundstock an Sicherheit zu vermitteln, kamen so Sätze wie:
"Eine meiner Fahrschülerinnen hat sich letztes
Jahr totgefahren," und "Ich selber fahre garnicht mehr so viel Motorrad,
ist einfach zu gefährlich!"

Als meine Freundin ihm von einem WE-Ausflug von München zum Königsee
erzählt hat, meinte er nur: "Was, so weit..."!

Drei Häuser weiter wäre eine Fahrschule gewesen, bei der der Fahrlehrer
selber aktiver Motorradfahrer ist!!!

Bei einem Sicherheitstraining hat sie dann aber an einem Tag mehr
übers Motorradfahren gelernt, als während der gesamten Fahrschulzeit!

Gruß
Bernd

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Piet
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#61 Beitrag von Piet » 11. Januar 2008, 14:14

René hat geschrieben:Aber auch das volle reinlangen trotz ABS muss erlernt werden. Habe bis zu meinem jetzigen Motorrad vorher noch nie auf einer ABS Maschine gesessen, geschweige mal damit eine Vollbremsung gemacht.
Wenn man das volle, und ich meine volle Reinlangen nicht gewohnt ist, da es einen ja vorher geschmissen hätte, ist das gar nicht so leicht.

Bei den ersten Bremsungen im Regelbereich, ist mir ganz gehörig der Stift gegangen.

Das ist das Schöne bei einem Fahrertraining mit der RS (oder was auch immer) auf der Rennstrecke: Das kannst du üben, üben, üben, .....ohne Ende.
Wenn du auf der Zielgerade bist und aus 210 runterbremst auf ca. 50-60 um die nächste Kurve zu kriegen , und du merkst, dass dann die Karre schlingert wie ein Ozeandampfer, da geht einem nicht nur der Stift - Adrenalin gehört nun mal zum Spass dazu :twisted: - da lernt man auch seine Grenzen bzw. die seines Moppeds erst so richtig kennen.
Gruss

Piet

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Werner
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#62 Beitrag von Werner » 11. Januar 2008, 14:19

Da brauchste nicht mal ein Fahrertraining. Ein ganz normales Sicherheitstraining beim ADAC zum Beispiel reicht auch schon aus um zu sehn und zu erfühlen was das ABS kann.
Es kann wesentlich mehr als man ihm zutraut.
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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#63 Beitrag von Thomas » 11. Januar 2008, 18:26

Im Bense-Forum gefunden: Sehr interessant und macht einen nicht dümmer!

http://www.tuev-sued.de/uploads/images/ ... er_BMW.pdf

Link geht so leider nicht. Bitte poste den Link doch nach der Anleitung, die wir unter FAQ usw. zur Verfügung gestellt haben (Handi)
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LuK
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#64 Beitrag von LuK » 12. Januar 2008, 06:44

hier vielleicht ein ganz interessanter Clip zum Lenkimpuls:

http://www.gaskrank.eu/tv/motorrad-schu ... en-803.htm

Bremsen:
Im übrigen sehe ich es als große Schwierigkeit, in der jeweiligen, konkreten (!) Gefahrensituation immer alles richtig zu machen. Es sind derart viele Faktoren, die man innerhalb der Reaktionszeit erfassen müßte, wo bei mir quasi die "Rechenleistung" am Limit ist. Hatte da mal 'ne Sitaution auf der AB mit viel Verkehr, 3 Spuren, leicht feucht, Linkskrümmung, nicht ganz klares Helmvisier, etwas Zeitdruck ... und plötzlich Stau!!! Hab's irgendwie hingekriegt, aber fragt nicht nach meinem "Kupferbolzen"! Kann den Anteil zwischen richtigem Handeln und glücklicher Fügung bis heute nicht einschätzen.
Ich habe zum Beispiel auch Mühe, beim harten Bremsen meine negativ beschleunigte Körpermasse zu bändigen. Dort sehe ich auch einen Grund, warum man nicht (unter guten Straßenbedingungen) bis an den Regelbereich des ABS verzögert...
Es grüßt Lutz aus dem Vogtland!
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#65 Beitrag von kub0711 » 12. Januar 2008, 09:11

So blöd das für viele klingt, aber dagegen hilft neben den SHTs auch mentales Training.
Immer wieder Situationen gedanklich durchspielen und dabei die passenden Reaktionen durchlaufen lassen.
Im Ernstfall handelt man eh nicht mehr durch Überlegen, sondern nur noch durch Reaktion, die hat man aber durch das mentale Training umprogrammiert, so dass sie richtig abläuft.

Klar ist, dass man das erst dann realistisch kann, wenn man die Grenzen des Moppeds und seiner selbst kennt. Am praktischen SHT führt daher kein Weg vorbei.

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#66 Beitrag von Werner » 12. Januar 2008, 09:46

Am praktischen SHT führt daher kein Weg vorbei

..... dem kann ich nur beistimmen. Ich mach auch öfters auf einem freien Parkplatz (Supermarkt oder so) Bremsübungen. Dann hab ich das immer drin. Auch mit Sozia oder Gepäck hab ich das schon gemacht.
Für die Sozia war es gewalltig ihrer Meinung nach. Seit dem ist sie konzentrierter hinten drauf und beobachtet auch alles mit.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#67 Beitrag von Thomas » 12. Januar 2008, 09:49

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#68 Beitrag von Werner » 12. Januar 2008, 10:17

ist schon super das ABS nur was hilft es wenn der Fahrer sich nicht traut dies zu benutzen. Das heißt bei einer "Notbremsung" den Hebel ganz durchzuziehn.
Die meisten haben das ja noch nie ausprobiert und können also auch nicht wissen wie sich das anfühlt. Nicht nur körperlich sondern auch im Kopf, wo meist die Hemmschwelle sitzt.

Viele Fahrer denken sie wissen was sie im Falle eines Falles zu tun haben, nur trainiert haben sie es nicht. Dadurch weiß das Unterbewußtsein, das in jeder Notsituation die Körperfunktionen übernimmt, das aber nicht.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#69 Beitrag von juppi » 14. Januar 2008, 14:13

Ich kann nur jedem ein Sicherheitstraining empfehlen.
Ansonsten kann ich kann nur sagen, üben üben üben….
Mental sollte man alle Situationen durchspielen, da man in der Realität ja nicht alles trainieren kann.
Der Trainingschwerpunkt sollte immer das Bremstraining sein.
Viele können in 3,4 s von Null auf Hundert beschleunigen.
Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
Ich würde jedenfalls die übrigen Euros lieber in ein Sicherheitstraining als in einen Auspuff oder ähnliches investieren.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#70 Beitrag von Thomas » 14. Januar 2008, 18:37

Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
Wenn die Verzögerung bei Sekundenbruchteilen liegt, wäre das eine Erklärung für die Sprachlosigkeit.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#71 Beitrag von dachs » 14. Januar 2008, 19:35

juppi hat geschrieben: Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
kommt drauf an wie weit die mauer enfernt ist. :oops:

gruß
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helmi123
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#72 Beitrag von helmi123 » 14. Januar 2008, 20:17

Thomas hat geschrieben:
Wenn die Verzögerung bei Sekundenbruchteilen liegt, wäre das eine Erklärung für die Sprachlosigkeit.[/quote]

:lol: weniger als 11 meter/s ist nur mit abs und ,nur bei reibwerten die einen überschlag verhindern möglich :lol:
:lol:

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walterld
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#73 Beitrag von walterld » 14. Januar 2008, 22:52

Werner hat geschrieben: Die meisten haben das ja noch nie ausprobiert und können also auch nicht wissen wie sich das anfühlt.
ECHT....gibt es wirklich Töff-Fahrer die mit ABS noch nie eine Gefahrenbremsung geübt haben ? Das glaube ich nicht.

Das ist doch das mindeste was jeder ABS'ler machen muss: eine Gefahrenbremsung aus 50 km/h und voll an beiden Hebeln ziehen.

Das übt man doch schon in der Fahrschule und auch noch ohne ABS.

Das wäre ja schon wieder eine Umfrage wert.
Gruß Walter

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wf
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#74 Beitrag von wf » 14. Januar 2008, 23:27

... und mein Tip ist: Auch bei einer Maschine mit ABS nicht BLIND darauf vertrauen, dass es funktioniert. Auch hier sollte man bereit sein, ggf. wieder zu lösen, wenn das Vorderrad blockiert. Es ist nur ein Hilfsmittel, nicht mehr und nicht weniger.

Begründung:
Ein Kumpel von mir hat bei einem Sicherheitstraining voll reingegriffen und ... das ABS fiel aus (ich hab es selbst gesehen!).
Zum Glück hat er gut reagiert und wieder gelöst.
Danach hat er das Ganze nochmal getestet. Beim Losfahren keine Warnung, dann kurz vor der Bremsung ging wieder die Warnlampe an.
Klar, wie man weiss, beim SHT besteht die Gefahr, dass die Spannung zu weit runterfällt, durch langsame Rumfahrerei.

... also ich meine nur, gut ist der beraten, der auch sein ABS "beobachtet" und nicht blind darauf vertraut

Und noch einen draufgesetzt:
Ich hab einen anderen Bekannten, der hat sich mit einem ABS-Motorrad hingelegt, 3 Rippen gebrochen, das Schlüsselbein auch .. weil das Vorderrad blockiert hat ... nicht bei einem SHT ... (muss ihn nochmal fragen, ob er vorher eine Warnleuchte gesehen hat ...)

Nicht falsch verstanden: Ich bin kein Gegner von ABS.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#75 Beitrag von juppi » 16. Januar 2008, 08:44

Muss ich noch einmal loswerden.
Übrigens sehr guter Beitrag, gute Idee Handi.

Auch ich bin ein Typ, der allgemein gern weiß was er tut.
Beim Motorradfahren ist es meiner Meinung nach ein großer Vorteil, wenn man etwas von der Physik versteht und es dann mit Hilfe von Fahrsicherheitstrainings und den Tipps die man dort bekommt in die Praxis umsetzen kann.

Man muss dazu nicht die hohe Mathematik beherrschen aber ein Grundverständnis ist schon von Vorteil.
Man lernt dann nur einmal und das von Anfang an sofort richtig.
Man hat einen roten Faden, nach dem man arbeiten kann.
Das ist immer wichtig, -wie im richtigen Leben.

Theorie, Trainingskurse und Praxis sind wohl zusammen die ideale Verbindung.

Jeder Motorradfahrer sollte zur eigenen Sicherheit wissen was Lenkimpuls, Schräglage, Gefahrenbremsung, Aufstellmoment etc. bedeutet.

Alles andere wäre Glücksspiel!!!

Das lernt man in der Regel aber nicht in der Fahrschule.
Ich jedenfalls nicht.

Deine Graphen sind sehr gut, Handy.
Ergänzend möchte ich noch etwas beisteuern, um es etwas eindrucksvoller zu machen.

Jeder Motorradfahrer der sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, beinhaltet eine bestimmte kinetische Energie in sich, die er bei einem Aufprall vernichtet. Sie geht zum größten Teil in Verformungsenergie über.
Diese kinetische Energie steigt im Quadrat der Geschwindigkeit.

W= m x V²/2 (nur mal so)
m= Masse (Fahrer + Motorrad), v= Geschwindigkeit

Das heißt, bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit habe die vierfache Energie zu vernichten.

Sagen wir mal der Mensch wiegt 70 kg und läuft 20 km/h; dafür ist er ausgelegt.
Wenn er dann frontal vor einen Baum läuft kann er schon tot sein, zumindest trägt er einige schwere Verletzungen davon.

Fährt ein Motorradfahrer 100 km/h sieht es (vereinfacht) anders aus.
(Vernachlässigt man das Körpergewicht und rechnet auch das Motorradgewicht nicht mit ein)
20 x 20 = 400 und 100 x100 = 10.000
10.000/400=25
Dann hat er ca. das 25fache an Energie zu vernichten.
Bei Tempo 200 km/h ist das schon das 100fache.

Was dabei rauskommt, kann man sich leicht vorstellen.
Es ist schon ein Unterschied ob einem 10kg oder 1000kg auf den Kopf fallen.

Ein wenig Theorie ist also nicht schlecht.
Hilft aber auch nicht immer, weil der Mensch halt Mensch ist.

Ansonsten kann ich nur sagen, üben, üben, üben, mental, praktisch und theoretisch.
Die körperliche Fitness ist auch nicht ganz unwichtig.

Nur so kann ich das Risiko minimieren (wenn ich möchte).
Wenn ich im Ernstfall überlegen muss, was ich machen soll, kann ich es lassen.
Erst wenn ich die Bewegungsabläufe automatisiert habe, kann ich sie im Ernstfall auch abrufen,

Das das Moped technisch in Ordnung ist, ist Voraussetzung.

Deswegen gebe ich lieber das Geld für ein Sicherheitstraining aus als für einen neuen Auspuff, denn der Auspuff hilft mir im Ernstfall keinen Meter weiter.
Oder anstatt einen schlechten Krimi zu gucken ein Motorradbuch lesen, ist auch nicht schlecht.

Ansonsten allzeit gute Fahrt!
:) :wink:
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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