"Einschlag"geschwindigkeit

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Dietmar Hencke
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#26 Beitrag von Dietmar Hencke » 5. Januar 2008, 19:29

Ich hab ihr etwas über Blickführung, Kreiselkräfte und Lenkimpuls erzählt, ihr Tipps gegeben, wie sie das gefahrlos ausprobieren kann und dieses probieren erzeugte ständig Aha-Effekte und verbesserte direkt ihre Fähigkeiten.

Weil intuitiv oder aus Erfahrung richtig fahren schafft der eine oder andere womöglich, obwohl ich persönlich da an eine nicht zu überschreitende Schwelle glaube.
Wer jedoch weiss, was er tut, kann seine Reaktionen gezielt trainieren und damit seine Fahrtechnik nochmals verbessern.
Manchem hilft die Theorie - oder eine gute Erklärung derselben - seine (Fahr-)Technik zu verbessern. Manchem reichen Tipps zur Fahrtechnik, um daraus einen besseren Fahrstil zu entwickeln. Ich habe auch schon "beratungsresistente" Kandidaten erlebt, die gar nicht mitbekamen, dass ihre "Kurventechnik" der Grund war, jedes Mal auf der Gegenfahrbahn zu landen. Ich selbst habe viel gelernt - und lerne immer noch - durch hinterher fahren und beobachten.
Jeder hat höchstwahrscheinlich seine eigene Methode etwas zu lernen und zu verinnerlichen. Man muss es allerdings wollen!!!
Gruß Dietmar

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Thomas_Ziegler
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#27 Beitrag von Thomas_Ziegler » 5. Januar 2008, 20:38

Learning by doing :idea: ,

dazu gehört auch mal ein gescheiter Abflug im Idealfall auf der Rennstrecke ins Kiesbett :oops: . Diese Erfahrung muss jeder mal machen :twisted: . Sonst kann er nicht mitreden :wink: .

Gruß

Thomas
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Dietmar Hencke
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#28 Beitrag von Dietmar Hencke » 5. Januar 2008, 20:40

Thomas_Ziegler hat geschrieben:Learning by doing :idea: ,

dazu gehört auch mal ein gescheiter Abflug im Idealfall auf der Rennstrecke ins Kiesbett :oops: . Diese Erfahrung muss jeder mal machen :twisted: . Sonst kann er nicht mitreden :wink: .

Gruß

Thomas
Hallo Thomas,
Soooo einfach ist das.
Ab jetzt sage ich nichts mehr dazu.
Ich war noch nie im Kiesbett und möchte da auch nicht hin. :roll: :roll:
Gruß
Gruß Dietmar

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Thomas_Ziegler
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#29 Beitrag von Thomas_Ziegler » 5. Januar 2008, 20:43

Hallo Dietmar,

ich auch nicht 8) , aber meinem Junior hat es sehr geholfen, der fährt jetzt sogar LT :lol: .

Gruß

Thomas
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kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#30 Beitrag von kub0711 » 5. Januar 2008, 21:22

Naja, hab einen Überschlag und einen Rutscher in meiner "Karriere".
Fahrttechnisch könnte ich auf beides verzichten.

Ein gepflegter kleiner Slide bringt aber schon etwas.

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Mike LB
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#31 Beitrag von Mike LB » 5. Januar 2008, 23:15

Thomas_Ziegler hat geschrieben: dazu gehört auch mal ein gescheiter Abflug im Idealfall auf der Rennstrecke ins Kiesbett :oops: . Diese Erfahrung muss jeder mal machen :twisted: . Sonst kann er nicht mitreden :wink: .
Gruß
Thomas
Jeder kann bis zur Grenze gehen.
Aber wo ist diese. Merkbar erst wenn sie überschritten ist und das geht schnell
Passt auf euch auf,
das Leben kann leider zu bald enden

Gruß vom Schwabenland,
Mike


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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#32 Beitrag von kub0711 » 5. Januar 2008, 23:18

Nö, ich denk, man kann sich auch rantasten. Überschreiten ist unnötig.
Dauert vielleicht länger, bis mans dann findet, is aber deutlich billiger.

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#33 Beitrag von friedo » 5. Januar 2008, 23:35

Als man mir - theoretisch - erklärt hat, was der Lenkimpuls ist und wie er sich auswirkt, ab da bin ich gefahren wie ein anderer.
Aber das muss dir erstmal einer - theoretisch - erklärt haben.
Hallo zusammen,

den Satz von "wf" kann ich voll und ganz unterstützen. Ging mir genauso. Seitdem fahr ich viel sicherer durch die Kurven.

Friedo
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#34 Beitrag von Handi » 6. Januar 2008, 09:59

Tja, wenn man z.B. in einer Rechtskurve etwas zu schnell ist und nicht weiß, daß man durch Drücken, also Lenken nach links noch weiter runterkommt, dann landet man schnell im Gegenverkehr.

Dem Typen in meinem Beispiel hat man in er Fahrschule auch nur gesagt: Moppedfahren ist wie Fahrradfahren. Das ist zwar nicht falsch, aber auf dem Mopped ist man nun mal mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs und da können Kurven, die man mit dem Fahrrad (instinktiv) problemlos meistert, schon sehr eng werden. Genau das war das Problem. Der Kandidat hatte sich nie Gedanken gemacht, wollte in Kurvenrichtung lenken und bekam Probleme. Mir ging's übrigens auch lange Zeit so, weil's mir niemand erklärt hat.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#35 Beitrag von Werner » 6. Januar 2008, 10:29

Deswegen ist es ratsam einen Kurs mit zu machen. Weil der Lehrer dann die Fehler sieht und einem dann auch gleich sagen kann was er falsch gemacht hat und wie er es verbessern kann.

Danach heißt es Üben
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#36 Beitrag von helmi123 » 6. Januar 2008, 11:16

Mike LB hat geschrieben: Jeder kann bis zur Grenze gehen.
Aber wo ist diese. Merkbar erst wenn sie überschritten ist und das geht schnell
:) danke mike :) du bist es :D
:lol:

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Schnuri
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#37 Beitrag von Schnuri » 6. Januar 2008, 13:07

Hallo Handi, Zusammen!
Der Beitrag ist klasse und rückt ausreichend vor dem Saisonstart das hohe Risiko unseres liebsten Hobby in den Vordergrund. Ich hatte vor 3 Jahren selbst einen eindrücklichen Unfall, mir wurde an einer Kreuzung die Vorfahrt genommen. Bremsen alleine reicht oft nicht aus, Bremsen, Ausweichen und Körperschutz in Kombination haben zwar das Motorrad zerstört aber mich mit leichten Blessuren davon kommen lassen. Dabei war ich nicht schneller als 50km! Bei allem was darüber liegt wird es fast unmöglich größere Verletzungen zu vermeiden. Das bedeutet, vorausschauend und angepaßt fahren auch wenn Geschwindigkeit Spaß macht. Danke für den Beitrag :!: Keine Panikmache, reine Fakten als freundliche Erinnerung :D

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#38 Beitrag von Jerry » 7. Januar 2008, 13:49

Hallo Handi,

finde auch, dass der Beitrag sehr gut ist. Solche Beiträge haben mich schon häufig zum nachdenken und recherchieren gebracht. Auch dieser wieder. Habe mich mal wieder im Internet über den zwar von mir schon gehörten aber nicht mehr direkt abrufbaren Lenkimpuls informiert.

Wen es nicht interessiert, der soll es halt nicht lesen!
Gruß
Jerry

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#39 Beitrag von @andi » 7. Januar 2008, 19:51

Zu diesem Thema kann ich auch noch ein Link mit Download beitragen.
Link >Service > Download > Anhalteweg dann die Simulation Anhalteweg und Aufprallgeschwindigkeit speichern und ausführen.
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http://up.picr.de/771280.jpg
Gruß Dirk

dachs
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#40 Beitrag von dachs » 7. Januar 2008, 20:26

hi

ich denk es wird keiner langsamer fahren weil er jetzt weis
mit welcher geschwindigkeit er einschlägt.

allerdings hat sich das ganze ja entwickelt.

was die fahrschulen ihren zweiradfahrschülern für die gesalzenen preise
beibringen ist lachhaft.
mein großer dachte nach bestandener fahrprüfung auch
wenn er links drückt fährt er nach rechts.

gruß
willi

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Stephan
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#41 Beitrag von Stephan » 7. Januar 2008, 22:33

Prinzipiell ist jedes Thema erlaubt, das mit Motorradfahren zu tun hat. Insbesondere Themen, die die Sicherheit erhöhen und das Bewusstsein für Fahrfehler und Fahrphysik erhöhen. Wer meint, darüber zu stehen, der kann bitte weiterblättern.

Ich halte es nach dem alten Motto von Ernst Leverkus (Klacks): Jeder Sturz ist ein Schande, oder anders ausgedrückt: Als Motorradfahrer hat man eigentlich nur eine Chance, bei einem Unfall heil davon zu kommen, nämlich in dem man ihn vermeidet. Auch kleine Stürze können schon zu tödlichen inneren Verletzungen führen.

Doch bitte zurück zum Thema.

Das Interessante ist doch, wie sehr sich die Reaktionszeit des Fahrers und des Brems-Systems auf den Anhalteweg und damit auf die Aufprallgeschwindigkeit auswirkt. Das war damals auch der Grund für BMW, den Bremskraftverstärker zu entwickeln. Der basierte auf der Überlegung, dass Männer in der Regel zu langsam reagieren und Frauen zu wenig Bremsdruck aufbauen. Mit dem Bremskraftverstärker war man in der Lage, genau diese beiden Probleme zu beheben, indem man den Anstieg des Bremsdrucks sowie den Druck selbst erhöhte. Eigentlich eine richtige Überlegung und eine sinnvolle Verbesserung.

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friedo
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#42 Beitrag von friedo » 7. Januar 2008, 22:40

dachs hat geschrieben:hi

ich denk es wird keiner langsamer fahren weil er jetzt weis
mit welcher geschwindigkeit er einschlägt.
Doch, ich.

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walterld
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#43 Beitrag von walterld » 8. Januar 2008, 10:39

Handi hat geschrieben: Dem Typen in meinem Beispiel hat man in er Fahrschule auch nur gesagt: Moppedfahren ist wie Fahrradfahren. Das ist zwar nicht falsch, aber
aber, keine qualifizierte Fahrschule für "A". Leider, leider ist es so, dass die meisten Fahrlehrer zu wenig (manchmal gar nicht mehr) Motorradfahren. Ein Fahrlehrer ohne genügend Fahrerfahrung kann einem Schüler niemals die Feinheiten des Motorradfahrens beibringen. Man kann nur das weitervermitteln was man selbst erlebt hat.

Nur....woher soll der Kunde wissen welche Fahrerfahrung der Fahrlehrer hat ?
Daher fragen, welches Töff fährt er, wieviel fährt er im Jahr, kann er alle Grundfahraufgaben vorfahren, begleitet er seine Schüler mit dem Töff.
Gruß Walter

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#44 Beitrag von walterld » 8. Januar 2008, 10:42

dachs hat geschrieben:allerdings hat sich das ganze ja entwickelt.

was die fahrschulen ihren zweiradfahrschülern für die gesalzenen preise
beibringen ist lachhaft.
mein großer dachte nach bestandener fahrprüfung auch
wenn er links drückt fährt er nach rechts.

gruß
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Tja, ich kann nur sagen: vorher informieren was der Fahrlehrer kann. Dann braucht man sich danach nicht ärgern.
Gruß Walter

kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#45 Beitrag von kub0711 » 8. Januar 2008, 13:41

Kann auch schieflaufen:
Erster Fahrlehrer meiner Frau war ein alter Hase: Vermittlung = 0, weil Frauen können ja nicht fahren.
Zweiter Fahrlehrer war mit geringer Fahrerfahrung, die Fahrschule bildet zu 50% auf A aus und hat Erfolg (regelmässig durchschnittlich viele Fahrstunden und annehmbare Ergebnisse im Abschluss)

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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#46 Beitrag von @andi » 8. Januar 2008, 17:33

dachs hat geschrieben:hi
ich denk es wird keiner langsamer fahren weil er jetzt weis
mit welcher geschwindigkeit er einschlägt.
gruß
willi
Ich sehe es ähnlich wie Willi, leider. Aber wichtig ist das Bewusstsein dafür zu stärken, was ist eigentlich Geschwindigkeit. Gerade Geschwindigkeiten unter 20Km/h, alles was drüber ist haben wir sowieso mit unserer körperlicher Kraft nicht mehr im Griff. Was man sich alles tun kann schon bei 7km/h! Da braucht man nur mal gegen eine Wand zu laufen, aber ohne zuvor abzubremsen. Oder vielleicht mit ca. 12 km/h Renntempo, dass selbe noch mal probieren. Da kann es einen schon ausnoggen. Man geht oft davon aus, ich sitze in einem "sicheren" Fahrzeugen, was sind schon 20;30 oder 40 Km/h. Für den der im Fahrzeug sitzt, nicht unbedingt das große Problem. Aber denjenigen den man eventuell trift oder selbst getroffen wird, kann es tödlich sein. Dieses sollte man sich bewusst machen, nicht nur die Verantwortung für sich selbst sondern auch gegenüber anderen tragen.
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Gruß Dirk

Lutz_K12
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#47 Beitrag von Lutz_K12 » 8. Januar 2008, 21:12

Ich möchte zu dieser doch sehr aufschlussreichen Diskussion auch noch einige Erfahrungen aus meiner doch sehr langen Töff-Fahrer-Karriere beisteuern: Als ich anno Domini 1956 meinen Töff-Fahrausweis machte, war mein Fahrlehrer gleichzeitig mein Berufsschullehrer und dem genügte es wenn man damals auf einer eben gerade neu herausgekommenen NSU-Lambretta die Figur einer einigermassen gelungenen 8 auf der Strasse fahren konnte und ansonsten halbwegs aufrecht voran kam. Von Reaktionszeit, Bremsweg, links ziehen für Rechtskurven und umgekehrt, sowie die richtige Blickrichtung in Kurven und überhaupt...., hatte der gute Mann selber noch nie etwas gehört! Alle diese Sachen lernten wir erst im Laufe der folgenden Jahre, teilweise durch Selbsterkenntnis, oder durch die "schmerzhaften" Erfahrungen von Freunden und Kollegen. Es ist daher mehr als erschreckend zu lesen, dass zum Teil heute noch "ähnliche" Zustände herrschen, wohlgemerkt, zum Teil, ganz sicher nicht bei allen Fahrschulen. Mir ist das auch an Weiterbildungskursen, an denen ich teilgenommen habe, mehrmals aufgefallen: Da gab es Teilnehmer mit K1200RS, welche bereits seit mehr als 40000km mit Ihren "ABS-Töffs" unterwegs waren und noch nie im Regelbereich Ihrer ABS-Anlage waren, hatten aber mit den gleichen Maschinen Ihren Fahrausweis gemacht! Ich kann mir lebhaft vorstellen was einem solchen Verkehrsteilnehmer passiert, wenn er dann wirklich einmal im Fall der Fälle den vollen Druck auf seine Bremsen schicken muss....... Es hat Ihm nie jemand erklärt, was passiert, er hat es nie geübt, folglich kann er es auch nicht, er wird nämlich vor Schreck loslassen, oder garnicht erst stark genug ziehen und treten. Im "alten" Forum gab es einmal einen solchen lustigen Vogel, "Goldi" hiess der , wenn ich mich richtig erinnere.

Ich finde diese Diagramme sehr gut, sie sollten im B12-Format an jeder Plakatwand hängen.

dachs
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#48 Beitrag von dachs » 9. Januar 2008, 16:09

Lutz_K12 hat geschrieben: Da gab es Teilnehmer mit K1200RS, welche bereits seit mehr als 40000km mit Ihren "ABS-Töffs" unterwegs waren und noch nie im Regelbereich Ihrer ABS-Anlage waren, hatten aber mit den gleichen Maschinen Ihren Fahrausweis gemacht! Ich kann mir lebhaft vorstellen was einem solchen Verkehrsteilnehmer passiert, wenn er dann wirklich einmal im Fall der Fälle den vollen Druck auf seine Bremsen schicken muss....... Es hat Ihm nie jemand erklärt, was passiert,
hi
also ohne abs versucht das hinterrad mich zu überholen
und es quietscht und pfeift.

aber mit abs - was passiert da ?

gar nichts-außer das sie verdammt gut bremst-und das völlig spurtreu
und ohne gequietsche.
also voll rein.

gruß
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kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#49 Beitrag von kub0711 » 9. Januar 2008, 16:15

So solls sein.
Aber guck mal zu, wenn ABS-Piloten bremsen. Bei einigen kommt man schon ins Grübeln, ob die wirklich wissen, was sie da als Bremse haben. Möcht ich nicht hinter mir haben, wenn ich reinlange :roll:

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René
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#50 Beitrag von René » 9. Januar 2008, 16:22

Aber auch das volle reinlangen trotz ABS muss erlernt werden. Habe bis zu meinem jetzigen Motorrad vorher noch nie auf einer ABS Maschine gesessen, geschweige mal damit eine Vollbremsung gemacht.
Wenn man das volle, und ich meine volle Reinlangen nicht gewohnt ist, da es einen ja vorher geschmissen hätte, ist das gar nicht so leicht.

Bei den ersten Bremsungen im Regelbereich, ist mir ganz gehörig der Stift gegangen.
Wenn ein Dichter friert, schreibt er dann Schüttelreime ?

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