Muss ich noch einmal loswerden.
Übrigens sehr guter Beitrag, gute Idee Handi.
Auch ich bin ein Typ, der allgemein gern weiß was er tut.
Beim Motorradfahren ist es meiner Meinung nach ein großer Vorteil, wenn man etwas von der Physik versteht und es dann mit Hilfe von Fahrsicherheitstrainings und den Tipps die man dort bekommt in die Praxis umsetzen kann.
Man muss dazu nicht die hohe Mathematik beherrschen aber ein Grundverständnis ist schon von Vorteil.
Man lernt dann nur einmal und das von Anfang an sofort richtig.
Man hat einen roten Faden, nach dem man arbeiten kann.
Das ist immer wichtig, -wie im richtigen Leben.
Theorie, Trainingskurse und Praxis sind wohl zusammen die ideale Verbindung.
Jeder Motorradfahrer sollte zur eigenen Sicherheit wissen was Lenkimpuls, Schräglage, Gefahrenbremsung, Aufstellmoment etc. bedeutet.
Alles andere wäre Glücksspiel!!!
Das lernt man in der Regel aber nicht in der Fahrschule.
Ich jedenfalls nicht.
Deine Graphen sind sehr gut, Handy.
Ergänzend möchte ich noch etwas beisteuern, um es etwas eindrucksvoller zu machen.
Jeder Motorradfahrer der sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, beinhaltet eine bestimmte kinetische Energie in sich, die er bei einem Aufprall vernichtet. Sie geht zum größten Teil in Verformungsenergie über.
Diese kinetische Energie steigt im Quadrat der Geschwindigkeit.
W= m x V²/2 (nur mal so)
m= Masse (Fahrer + Motorrad), v= Geschwindigkeit
Das heißt, bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit habe die vierfache Energie zu vernichten.
Sagen wir mal der Mensch wiegt 70 kg und läuft 20 km/h; dafür ist er ausgelegt.
Wenn er dann frontal vor einen Baum läuft kann er schon tot sein, zumindest trägt er einige schwere Verletzungen davon.
Fährt ein Motorradfahrer 100 km/h sieht es (vereinfacht) anders aus.
(Vernachlässigt man das Körpergewicht und rechnet auch das Motorradgewicht nicht mit ein)
20 x 20 = 400 und 100 x100 = 10.000
10.000/400=25
Dann hat er ca. das 25fache an Energie zu vernichten.
Bei Tempo 200 km/h ist das schon das 100fache.
Was dabei rauskommt, kann man sich leicht vorstellen.
Es ist schon ein Unterschied ob einem 10kg oder 1000kg auf den Kopf fallen.
Ein wenig Theorie ist also nicht schlecht.
Hilft aber auch nicht immer, weil der Mensch halt Mensch ist.
Ansonsten kann ich nur sagen, üben, üben, üben, mental, praktisch und theoretisch.
Die körperliche Fitness ist auch nicht ganz unwichtig.
Nur so kann ich das Risiko minimieren (wenn ich möchte).
Wenn ich im Ernstfall überlegen muss, was ich machen soll, kann ich es lassen.
Erst wenn ich die Bewegungsabläufe automatisiert habe, kann ich sie im Ernstfall auch abrufen,
Das das Moped technisch in Ordnung ist, ist Voraussetzung.
Deswegen gebe ich lieber das Geld für ein Sicherheitstraining aus als für einen neuen Auspuff, denn der Auspuff hilft mir im Ernstfall keinen Meter weiter.
Oder anstatt einen schlechten Krimi zu gucken ein Motorradbuch lesen, ist auch nicht schlecht.
Ansonsten allzeit gute Fahrt!
