"Einschlag"geschwindigkeit

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Piet
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#61 Beitrag von Piet »

René hat geschrieben:Aber auch das volle reinlangen trotz ABS muss erlernt werden. Habe bis zu meinem jetzigen Motorrad vorher noch nie auf einer ABS Maschine gesessen, geschweige mal damit eine Vollbremsung gemacht.
Wenn man das volle, und ich meine volle Reinlangen nicht gewohnt ist, da es einen ja vorher geschmissen hätte, ist das gar nicht so leicht.

Bei den ersten Bremsungen im Regelbereich, ist mir ganz gehörig der Stift gegangen.

Das ist das Schöne bei einem Fahrertraining mit der RS (oder was auch immer) auf der Rennstrecke: Das kannst du üben, üben, üben, .....ohne Ende.
Wenn du auf der Zielgerade bist und aus 210 runterbremst auf ca. 50-60 um die nächste Kurve zu kriegen , und du merkst, dass dann die Karre schlingert wie ein Ozeandampfer, da geht einem nicht nur der Stift - Adrenalin gehört nun mal zum Spass dazu :twisted: - da lernt man auch seine Grenzen bzw. die seines Moppeds erst so richtig kennen.
Gruss

Piet

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Werner
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#62 Beitrag von Werner »

Da brauchste nicht mal ein Fahrertraining. Ein ganz normales Sicherheitstraining beim ADAC zum Beispiel reicht auch schon aus um zu sehn und zu erfühlen was das ABS kann.
Es kann wesentlich mehr als man ihm zutraut.
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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#63 Beitrag von Thomas »

Im Bense-Forum gefunden: Sehr interessant und macht einen nicht dümmer!

http://www.tuev-sued.de/uploads/images/ ... er_BMW.pdf

Link geht so leider nicht. Bitte poste den Link doch nach der Anleitung, die wir unter FAQ usw. zur Verfügung gestellt haben (Handi)
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LuK
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#64 Beitrag von LuK »

hier vielleicht ein ganz interessanter Clip zum Lenkimpuls:

http://www.gaskrank.eu/tv/motorrad-schu ... en-803.htm

Bremsen:
Im übrigen sehe ich es als große Schwierigkeit, in der jeweiligen, konkreten (!) Gefahrensituation immer alles richtig zu machen. Es sind derart viele Faktoren, die man innerhalb der Reaktionszeit erfassen müßte, wo bei mir quasi die "Rechenleistung" am Limit ist. Hatte da mal 'ne Sitaution auf der AB mit viel Verkehr, 3 Spuren, leicht feucht, Linkskrümmung, nicht ganz klares Helmvisier, etwas Zeitdruck ... und plötzlich Stau!!! Hab's irgendwie hingekriegt, aber fragt nicht nach meinem "Kupferbolzen"! Kann den Anteil zwischen richtigem Handeln und glücklicher Fügung bis heute nicht einschätzen.
Ich habe zum Beispiel auch Mühe, beim harten Bremsen meine negativ beschleunigte Körpermasse zu bändigen. Dort sehe ich auch einen Grund, warum man nicht (unter guten Straßenbedingungen) bis an den Regelbereich des ABS verzögert...
Es grüßt Lutz aus dem Vogtland!
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http://up.picr.de/1039922.jpg http://up.picr.de/13388012jw.jpg
kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#65 Beitrag von kub0711 »

So blöd das für viele klingt, aber dagegen hilft neben den SHTs auch mentales Training.
Immer wieder Situationen gedanklich durchspielen und dabei die passenden Reaktionen durchlaufen lassen.
Im Ernstfall handelt man eh nicht mehr durch Überlegen, sondern nur noch durch Reaktion, die hat man aber durch das mentale Training umprogrammiert, so dass sie richtig abläuft.

Klar ist, dass man das erst dann realistisch kann, wenn man die Grenzen des Moppeds und seiner selbst kennt. Am praktischen SHT führt daher kein Weg vorbei.
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Werner
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#66 Beitrag von Werner »

Am praktischen SHT führt daher kein Weg vorbei

..... dem kann ich nur beistimmen. Ich mach auch öfters auf einem freien Parkplatz (Supermarkt oder so) Bremsübungen. Dann hab ich das immer drin. Auch mit Sozia oder Gepäck hab ich das schon gemacht.
Für die Sozia war es gewalltig ihrer Meinung nach. Seit dem ist sie konzentrierter hinten drauf und beobachtet auch alles mit.
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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#67 Beitrag von Thomas »

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Werner
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#68 Beitrag von Werner »

ist schon super das ABS nur was hilft es wenn der Fahrer sich nicht traut dies zu benutzen. Das heißt bei einer "Notbremsung" den Hebel ganz durchzuziehn.
Die meisten haben das ja noch nie ausprobiert und können also auch nicht wissen wie sich das anfühlt. Nicht nur körperlich sondern auch im Kopf, wo meist die Hemmschwelle sitzt.

Viele Fahrer denken sie wissen was sie im Falle eines Falles zu tun haben, nur trainiert haben sie es nicht. Dadurch weiß das Unterbewußtsein, das in jeder Notsituation die Körperfunktionen übernimmt, das aber nicht.
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juppi
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#69 Beitrag von juppi »

Ich kann nur jedem ein Sicherheitstraining empfehlen.
Ansonsten kann ich kann nur sagen, üben üben üben….
Mental sollte man alle Situationen durchspielen, da man in der Realität ja nicht alles trainieren kann.
Der Trainingschwerpunkt sollte immer das Bremstraining sein.
Viele können in 3,4 s von Null auf Hundert beschleunigen.
Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
Ich würde jedenfalls die übrigen Euros lieber in ein Sicherheitstraining als in einen Auspuff oder ähnliches investieren.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!
:idea:
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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#70 Beitrag von Thomas »

Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
Wenn die Verzögerung bei Sekundenbruchteilen liegt, wäre das eine Erklärung für die Sprachlosigkeit.
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dachs
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#71 Beitrag von dachs »

juppi hat geschrieben: Wenn man sie aber fragt, wie lange sie von Hundert auf Null brauchen, können sie die Frage nicht beantworten.
kommt drauf an wie weit die mauer enfernt ist. :oops:

gruß
willi
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helmi123 (inaktiv)
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#72 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

Thomas hat geschrieben:
Wenn die Verzögerung bei Sekundenbruchteilen liegt, wäre das eine Erklärung für die Sprachlosigkeit.[/quote]

:lol: weniger als 11 meter/s ist nur mit abs und ,nur bei reibwerten die einen überschlag verhindern möglich :lol:
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walterld
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#73 Beitrag von walterld »

Werner hat geschrieben: Die meisten haben das ja noch nie ausprobiert und können also auch nicht wissen wie sich das anfühlt.
ECHT....gibt es wirklich Töff-Fahrer die mit ABS noch nie eine Gefahrenbremsung geübt haben ? Das glaube ich nicht.

Das ist doch das mindeste was jeder ABS'ler machen muss: eine Gefahrenbremsung aus 50 km/h und voll an beiden Hebeln ziehen.

Das übt man doch schon in der Fahrschule und auch noch ohne ABS.

Das wäre ja schon wieder eine Umfrage wert.
Gruß Walter
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wf
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#74 Beitrag von wf »

... und mein Tip ist: Auch bei einer Maschine mit ABS nicht BLIND darauf vertrauen, dass es funktioniert. Auch hier sollte man bereit sein, ggf. wieder zu lösen, wenn das Vorderrad blockiert. Es ist nur ein Hilfsmittel, nicht mehr und nicht weniger.

Begründung:
Ein Kumpel von mir hat bei einem Sicherheitstraining voll reingegriffen und ... das ABS fiel aus (ich hab es selbst gesehen!).
Zum Glück hat er gut reagiert und wieder gelöst.
Danach hat er das Ganze nochmal getestet. Beim Losfahren keine Warnung, dann kurz vor der Bremsung ging wieder die Warnlampe an.
Klar, wie man weiss, beim SHT besteht die Gefahr, dass die Spannung zu weit runterfällt, durch langsame Rumfahrerei.

... also ich meine nur, gut ist der beraten, der auch sein ABS "beobachtet" und nicht blind darauf vertraut

Und noch einen draufgesetzt:
Ich hab einen anderen Bekannten, der hat sich mit einem ABS-Motorrad hingelegt, 3 Rippen gebrochen, das Schlüsselbein auch .. weil das Vorderrad blockiert hat ... nicht bei einem SHT ... (muss ihn nochmal fragen, ob er vorher eine Warnleuchte gesehen hat ...)

Nicht falsch verstanden: Ich bin kein Gegner von ABS.
Gruß Armin
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juppi
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#75 Beitrag von juppi »

Muss ich noch einmal loswerden.
Übrigens sehr guter Beitrag, gute Idee Handi.

Auch ich bin ein Typ, der allgemein gern weiß was er tut.
Beim Motorradfahren ist es meiner Meinung nach ein großer Vorteil, wenn man etwas von der Physik versteht und es dann mit Hilfe von Fahrsicherheitstrainings und den Tipps die man dort bekommt in die Praxis umsetzen kann.

Man muss dazu nicht die hohe Mathematik beherrschen aber ein Grundverständnis ist schon von Vorteil.
Man lernt dann nur einmal und das von Anfang an sofort richtig.
Man hat einen roten Faden, nach dem man arbeiten kann.
Das ist immer wichtig, -wie im richtigen Leben.

Theorie, Trainingskurse und Praxis sind wohl zusammen die ideale Verbindung.

Jeder Motorradfahrer sollte zur eigenen Sicherheit wissen was Lenkimpuls, Schräglage, Gefahrenbremsung, Aufstellmoment etc. bedeutet.

Alles andere wäre Glücksspiel!!!

Das lernt man in der Regel aber nicht in der Fahrschule.
Ich jedenfalls nicht.

Deine Graphen sind sehr gut, Handy.
Ergänzend möchte ich noch etwas beisteuern, um es etwas eindrucksvoller zu machen.

Jeder Motorradfahrer der sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, beinhaltet eine bestimmte kinetische Energie in sich, die er bei einem Aufprall vernichtet. Sie geht zum größten Teil in Verformungsenergie über.
Diese kinetische Energie steigt im Quadrat der Geschwindigkeit.

W= m x V²/2 (nur mal so)
m= Masse (Fahrer + Motorrad), v= Geschwindigkeit

Das heißt, bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit habe die vierfache Energie zu vernichten.

Sagen wir mal der Mensch wiegt 70 kg und läuft 20 km/h; dafür ist er ausgelegt.
Wenn er dann frontal vor einen Baum läuft kann er schon tot sein, zumindest trägt er einige schwere Verletzungen davon.

Fährt ein Motorradfahrer 100 km/h sieht es (vereinfacht) anders aus.
(Vernachlässigt man das Körpergewicht und rechnet auch das Motorradgewicht nicht mit ein)
20 x 20 = 400 und 100 x100 = 10.000
10.000/400=25
Dann hat er ca. das 25fache an Energie zu vernichten.
Bei Tempo 200 km/h ist das schon das 100fache.

Was dabei rauskommt, kann man sich leicht vorstellen.
Es ist schon ein Unterschied ob einem 10kg oder 1000kg auf den Kopf fallen.

Ein wenig Theorie ist also nicht schlecht.
Hilft aber auch nicht immer, weil der Mensch halt Mensch ist.

Ansonsten kann ich nur sagen, üben, üben, üben, mental, praktisch und theoretisch.
Die körperliche Fitness ist auch nicht ganz unwichtig.

Nur so kann ich das Risiko minimieren (wenn ich möchte).
Wenn ich im Ernstfall überlegen muss, was ich machen soll, kann ich es lassen.
Erst wenn ich die Bewegungsabläufe automatisiert habe, kann ich sie im Ernstfall auch abrufen,

Das das Moped technisch in Ordnung ist, ist Voraussetzung.

Deswegen gebe ich lieber das Geld für ein Sicherheitstraining aus als für einen neuen Auspuff, denn der Auspuff hilft mir im Ernstfall keinen Meter weiter.
Oder anstatt einen schlechten Krimi zu gucken ein Motorradbuch lesen, ist auch nicht schlecht.

Ansonsten allzeit gute Fahrt!
:) :wink:
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Thomas
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#76 Beitrag von Thomas »

Das volle, harte Reingreifen in die Bremse ist - besonders mit BKV- genauso falsch wie halbherziges Bremsen. Die Bremsung sollte gefühlvoll begonnen werden, damit sich beim Vorderrad Druck aufbaut und es nicht vorzeitig blockiert bzw ABS einsetzt. Genauso löse ich die Bremse langsam während des Hineinfahrens fast bis zum Scheitelpunkt, also nicht schon vor der Kurve, um das Vorderrad nicht plötzlich zu entlasten und ein nachteiliges Ausfedern zu bewirken. Somit habe ich letztlich einen längeren Bremsweg ohne harte Reaktionen im Fahrwerk (schwänzelndes Hinterrad) und könnte im Notfall auch in der Kurve wegen des noch belasteten Vorderrades sogar nachbremsen, was bei vorher gelöster Bremse schief gehen würde. Das einsetzende ABS ist ein Störfaktor beim Bremsen und ist nur für den Notfall gedacht und sollte nicht zum alltäglichen Bremsverhalten gehören.
Das alles ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ein Lernerfolg durch Stefan Nebel und vor allem Jürgen Fuchs.
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kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#77 Beitrag von kub0711 »

Wobei man schon sagen kann, dass das beherzte Reinlangen besser ist als zu zögerlich. Anfänger sollen sich ja gerade nicht scheuen, auch mal auf Anschlag zu gehen. Die Bremswegverkürzung durch richtiges Bremsen erreichen die sowieso nicht.
Progressives Bremsen will halt gelernt sein und ist, völlig korrekt, auch bei ABS förderlich.

Wer allerdings im HangOff durch die Kurve fliegt ohne richtig bremsen zu können, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Fahrkönnen beinhaltet eben auch Bremskönnen.
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helmi123 (inaktiv)
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#78 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

Thomas hat geschrieben:Das volle, harte Reingreifen in die Bremse ist - besonders mit BKV- genauso falsch wie halbherziges Bremsen. Die Bremsung sollte gefühlvoll begonnen werden, damit sich beim Vorderrad Druck aufbaut und es nicht vorzeitig blockiert bzw ABS einsetzt. Genauso löse ich die Bremse langsam während des Hineinfahrens fast bis zum Scheitelpunkt, also nicht schon vor der Kurve, um das Vorderrad nicht plötzlich zu entlasten und ein nachteiliges Ausfedern zu bewirken. Somit habe ich letztlich einen längeren Bremsweg ohne harte Reaktionen im Fahrwerk (schwänzelndes Hinterrad) und könnte im Notfall auch in der Kurve wegen des noch belasteten Vorderrades sogar nachbremsen, was bei vorher gelöster Bremse schief gehen würde. Das einsetzende ABS ist ein Störfaktor beim Bremsen und ist nur für den Notfall gedacht und sollte nicht zum alltäglichen Bremsverhalten gehören.
Das alles ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ein Lernerfolg durch Stefan Nebel und vor allem Jürgen Fuchs.
bub du irrrrrrst, bkv und abs sind eins, wenn du jetzt abs überlistest t, hatt die bremse keine 2meter zeit um die überschussgeschwindigkeit zu relativiren.

abs verhindert eine blokade des vorderrades, wird diese sicherheit aber verzögert gehen wertvolle meter der geschwindigkeitvernichtung verloren, die Birke ist nicht weit.

und mit alexa zu sprechen :mein freund der baum , möchte ich nicht zwingend haben. :evil:
kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#79 Beitrag von kub0711 »

Wieso? Fürs ABS gelten dieselben physikalischen Gesetze.
Und nach denen ist die übertragbare Bremsleistung am Vorderrad eben erst dann maximal, wenn ich Last drauf bringe.
Hau ich sofort bis Anschlag durch (Panikbremsung), baut sich die Last erst langsam aufs Vorderrad, das ABS fängt aber gleich an zu regeln, da das Rad ja bei geringerem Bremsdruck schon blockieren würde.
Baut man den Bremsdruck nun etwas langsamer auf (das schöne Bildchen vom Schwamm auspressen), dann kann sich die Last auf dem Vorderrad parallel zu Bremsdrucksteigerung aufbauen und früher volle Bremsleistung erreciht werden. Dadurch wird im Endeffekt insgesamt mehr Bremsleistung erzielt = kürzerer Bremsweg.
Ich unterstell den Regelmechanismen des ABS jetzt mal, dass sie das nicht berücksichtigen können.

Sollte ich irren, erklärs mir einer besser. :wink:
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helmi123 (inaktiv)
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#80 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

kub0711 hat geschrieben:Wieso? Fürs ABS gelten dieselben physikalischen Gesetze.
Und nach denen ist die übertragbare Bremsleistung am Vorderrad eben erst dann maximal, wenn ich Last drauf bringe.
Hau ich sofort bis Anschlag durch (Panikbremsung), baut sich die Last erst langsam aufs Vorderrad, das ABS fängt aber gleich an zu regeln, da das Rad ja bei geringerem Bremsdruck schon blockieren würde.
Baut man den Bremsdruck nun etwas langsamer auf (das schöne Bildchen vom Schwamm auspressen), dann kann sich die Last auf dem Vorderrad parallel zu Bremsdrucksteigerung aufbauen und früher volle Bremsleistung erreciht werden. Dadurch wird im Endeffekt insgesamt mehr Bremsleistung erzielt = kürzerer Bremsweg.
Ich unterstell den Regelmechanismen des ABS jetzt mal, dass sie das nicht berücksichtigen können.

Sollte ich irren, erklärs mir einer besser. :wink:
1. last kommt doch nur wenn volle leistung.

2.abs regelt nur wenn der reibwert kurz vorm rutschen steht.

3.du fährst kein abs wie ich aus den ersten sätzen sehe. :lol:
kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#81 Beitrag von kub0711 »

zu 3: Doch, und das hat gelegentlich auch was zu tun.
zu 2:Der Punkt ist aber früher erreicht, wenn noch keine Last da ist. Die Lastverschiebung baut sich langsamer auf als der Bremsdruck
zu 1: Zur Lastverschiebung brauchts keinen maximalen Bremsdruck, sondern nur Verzögerung.

Würd mich interessieren, ob es speziell dazu Versuche gibt.
Der Aufbau der Lastverschiebung geht ja idealerweise parallel zum Aufbau des Bremsdrucks, was konventionell in jedem Fall progressives Bremsen erfordert.
Schafft es das ABS, in dieser Anstiegskurve näher ans Ideal zu kommen?
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Philipp
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#82 Beitrag von Philipp »

Ich denke da widerspricht sich zweierlei.
1. panikmäßig reinzulangen verlängert den bremsweg, weil das Rad überbremst wird und das ABS kurzzeitig wieder "aufmacht.
2. andererseits, wenn man während einer Gefahrbremsung dosiert steigert und sich immer am Haftlimit bewegt , wird der Bremsweg minimal. Nur kann das kaum einer (deswegen gibt es ja diese ABS) und man bremst unter Umständen zu zaghaft. Das führt auch zu einer Verlängerung des Bremsweges.

Also wie man es macht, man macht es verkehrt. Und da im öffentlichen Straßenverkehr immer unterschiedliche Bedingungen herrschen, was die Haftung angeht, wage ich mal zu behaupten, dass niemand wirklich optimal an der Haftgrenze bremsen kann. Viel zu leicht ist man drüber oder drunter und verschenkt wertvollen weg.

Deswegen ist es meiner Meinung nach sinnvoll, beim ABS einfach voll reinzugreifen und die Technik mal machen lassen. In einer Notsituation hat man eh nicht die Zeit zum überlegen und kann so einfach instinktiv am Hebel reissen.

Grüße Philipp, der sich auch nicht ganz sicher ist, was er in so einer Schrecksekunde instinktiv macht...
Mit maximalem Aufwand einen möglichst geringen Nutzen erzielen.
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#83 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

Philipp_BOR hat geschrieben:Ich denke da widerspricht sich zweierlei.
1. panikmäßig reinzulangen verlängert den bremsweg, weil das Rad überbremst wird und das ABS kurzzeitig wieder "aufmacht.
2. andererseits, wenn man während einer Gefahrbremsung dosiert steigert und sich immer am Haftlimit bewegt , wird der Bremsweg minimal. Nur kann das kaum einer (deswegen gibt es ja diese ABS) und man bremst unter Umständen zu zaghaft. Das führt auch zu einer Verlängerung des Bremsweges.

Also wie man es macht, man macht es verkehrt. Und da im öffentlichen Straßenverkehr immer unterschiedliche Bedingungen herrschen, was die Haftung angeht, wage ich mal zu behaupten, dass niemand wirklich optimal an der Haftgrenze bremsen kann. Viel zu leicht ist man drüber oder drunter und verschenkt wertvollen weg.

Deswegen ist es meiner Meinung nach sinnvoll, beim ABS einfach voll reinzugreifen und die Technik mal machen lassen. In einer Notsituation hat man eh nicht die Zeit zum überlegen und kann so einfach instinktiv am Hebel reissen.

Grüße Philipp, der sich auch nicht ganz sicher ist, was er in so einer Schrecksekunde instinktiv macht...
:lol: der philipp liegt nicht mal so weit wegweil, und des wegen abs,es gibt einen lääääängeren bremsweg, der weg dahin ist aber lenkbar
und daß ist der punkt, nicht erschreken wegen dem pulsieren des bremshebels, blick richtung und dranne vorbei und nicht reinrutschen
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helmi123 (inaktiv)
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Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#84 Beitrag von helmi123 (inaktiv) »

kub0711 hat geschrieben:zu 3: Doch, und das hat gelegentlich auch was zu tun.
zu 2:Der Punkt ist aber früher erreicht, wenn noch keine Last da ist. Die Lastverschiebung baut sich langsamer auf als der Bremsdruck
zu 1: Zur Lastverschiebung brauchts keinen maximalen Bremsdruck, sondern nur Verzögerung.
Würd mich interessieren, ob es speziell dazu Versuche gibt.
Der Aufbau der Lastverschiebung geht ja idealerweise parallel zum Aufbau des Bremsdrucks, was konventionell in jedem Fall progressives Bremsen erfordert.
Schafft es das ABS, in dieser Anstiegskurve näher ans Ideal zu kommen?
wer bitte schön verschiebt eine last ,ist doch gar keine da : wegen dem zögerlichen huch der zietttert ja (der B remshebel)

nur die verzögerung baut die lastverschiebung auf nicht anders rum. :lol:
kub0711

Re: "Einschlag"geschwindigkeit

#85 Beitrag von kub0711 »

Sag ich doch.

Ausserdem pulsiert da beim I-ABS nix.
Beim CBS-ABS (Honda) vom Mopped von Fraule pulsiert es etwas, ist aber nur störend, nicht negativ.

Für die Vollbremsung als solche sag ich ja auch: Anschlag.
Nur der Weg bis zum Anschlag sollte nicht ein schlagartiges Zuknallen sein (geht nach Messungen wohl innerhalb 0,2s), sondern ein schneller Anstieg.

PS: Damit meine ich gerade NICHT ein zögerliches Zupacken
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