Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

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Franz1954

Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#1 Beitrag von Franz1954 » 24. Januar 2015, 01:59

Habe hier mal in einem anderen Forum einen Werkzeugtest endeckt. Ich finde ihn ganz interessant. Man sieht deutlich dass teuer nicht unbedingt gleichbedeutend mit gut ist.

http://www.madeleine.lv/temp/wrench_test.pdf

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hixtert
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Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#2 Beitrag von hixtert » 24. Januar 2015, 10:23

Die im Test angewandten dreistelligen Drehmomente errreicht man mit der SW 13 in der Praxis eher selten. Kernaussage des Tests ist also, dass ein ungeübter Grobmotoriker mit jedem Schraubenschlüssel jede SW13/M8 abreißen oder überdrehen kann.

Das wusste ich schon immer :wink:

Bei dem Test wurde das Drehmoment nur langsam aufgebaut. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei ruckartiger Belastung das Ergebnis anders aussieht.
Grüße
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Franz1954

Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#3 Beitrag von Franz1954 » 24. Januar 2015, 10:31

Man sieht aber auch, dass es nicht unbedingt die teuren Schlüssel sein müssen, sogar ganz im Gegenteil die teuren Schlüssel eher noch Nachteilig sein können. z.B. wegen der dicke des Materials. Das war ein Punkt über den ich mich auch schon machmal geärgert habe wenn man auch zwei gekonnterte Muttern nicht mit zwei Schlüsseln kam, weil die Mutter düner als der Schlüssel war. Und auch die billigen Schlüssel locker die Kraft aufbringen können, die man normal bei der Grösse benötigt. Also Preis und Name ist nicht alles. Und man sieht welche billigen Schlüssel man sich getrost kaufen kann, weil sie mindestens genauso gut ihren Dienst verrichten.

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farbschema
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Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#4 Beitrag von farbschema » 24. Januar 2015, 16:11

Schönen Dank für den ausführlichen Test!

:)

Das Ergebnis ist eher ungewöhnlich und vielleicht nicht über die ganze Bandbreite der Werkzeuge repräsentativ. Gedore hätte ich persönlich besser eingeschätzt. Hazet ist ja sehr bekannt für TopQualität

Mich hat es in meiner Überzeugung bestätigt, seit über 25 Jahren Proxxon Werkzeug für
den Hobby-Bereich zu nutzen. Hier hat man eine ordentliche Qualität zu einem akzeptablen Preis.
Das kommt zwar irgendwie auch aus Asien, funktioniert aber wie es soll. Zumindest im privaten Umfeld.

Bei den superbilligen Angeboten im Test fällt es schwer, beim Kauf eines Sortiments einzelne Ausreißer herauszufinden - bei den Billig-Schlüsseln für 1 EUR erwarte ich persönlich kein gutes Qualitätsmanagement. Daher bevorzuge ich das ordentliche mittlere Segment und gehe davon aus, dass dem Hersteller sein Image nicht völlig gleich ist. Mitunter erkennt man das auch an der umfassenden Garantie.

Wenn man jedoch mit Billigstwerkzeug sukzessive das eigene Fahrzeug vermurkst, wars die Ersparnis dann sicher nicht wert.

Selbst als Fachmann fällt es schwer, Werkzeuge - also Schlüsselweiten und maximale Drehmomente beim Kauf zu überprüfen. Eigentlich ist es nicht sinnvoll möglich.
Daher kommt man um den Kauf einer Marke imho leider nicht herum.


Franz1954 hat geschrieben:Habe hier mal in einem anderen Forum einen Werkzeugtest endeckt. Ich finde ihn ganz interessant. Man sieht deutlich dass teuer nicht unbedingt gleichbedeutend mit gut ist.

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Grüße, Felix
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teileklaus
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Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#5 Beitrag von teileklaus » 24. Januar 2015, 16:30

hallo interessant ist der Test schon, allerdings in dem Test sind Dinge geprüft und sogar bewertet, die der Praktiker überhaupt nicht braucht.
Ob der Ring Schlüssel bei 100 NM oder 250 bricht, sich verbiegt oder verdreht ist so Praxisfremd, dass es nicht geprüft gehört.
Eher wie weit weitet sich die Gabelseite unter Belastung auf?
Jeder, der eine 8 er Schraube mit mehr als 70 NM dreht, reißt sie gewöhnlich ab. Also was soll dann eine Prüfung der Belastbarkeit über 150 NM?
Damit dreht man 14 er oder 16 er Radschrauben an. Wenn sich da der Schlüssel verbiegt ist es für mich gut, besser als Abbrechen.
Verschleißverhalten der Oberfläche in der Ringseite, also lange Maßhaltigkeit wäre für Profis eher ein Kriterium.
Sehr wichtig ist mir auch die Grundmaßhaltigkeit,da eine eher untermaßige Schraube den Härtefall "Durchrutschen am 6 Kant" bedeutet. Wenn da der Schlüssel schon 3 /10 zu weit ist rutscht der eben früh durch.
Ich habe uralte Hazet Schlüssel die aus Altbeständen einer Werkstatt stammen, und wenn da ein 13 er Schlüssel mal ausgelutscht ist, ist es nach 30 Jahren auch gut.
Richtig dargestellt ist dass man grad oft auch mal einen schlanken Schlüssel braucht, wo der Dicke Gedore oder Hazet seine höhere Festigkeit garnicht ausspielen kann

Franz1954

Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#6 Beitrag von Franz1954 » 24. Januar 2015, 19:44

Ja, die Maulweite vor und nach dem Test wäre noch ein interessantes Kriterium gewesen :roll:

Aber wegen der Festigkeit bei hohen Drehmomenten. Da wird eben klar, dass auch der billige Schlüssel locker bei den Kräften mitspielt die man bei einer 13ner Schraube benötigt.

Franz

Mein Werkzeug ist auch fast durchgängig Proxxon, weil ich dachte dass das zumindest im guten Mittelfeld spielt und ich ja nicht jeden Tag irgend welche Fahrzeuge repariere sondern nur gelegendlich an den eigenen Fahrzeugen arbeite.

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Re: Werkzeugvergleich Maul- und Ringschlüssel

#7 Beitrag von farbschema » 25. Januar 2015, 21:55

Die Schlüssel mit überzogenen Drehmomenten zu beaufschlagen ist "einfach ein Test". Sofern der billige indische / chinesische Schlüssel extrem früh brechen / biegen würde - hier käme es ans Licht.

Ich vermute, vor einigen Jahren sind 1 EUR Schlüssel noch relativ früh gebrochen / gebogen oder waren nicht
hinreichend Maßhaltig. Vermutlich hat die Gesamtqualität extrem zugenommen. Klar, wenn in Asien / Indien mittlerweile
absoluter HiTech-Maschinenbau arbeitet. So schlecht wird das nicht mehr sein ;-)

Das Verschleißverhalten ist vielleicht ein Thema - aber wie lange brauchen gehärtete Schlüsselflächen, bis sie
nennenswert abgetragen sind? Das ist vielleicht eher ein Thema für Werkzeuge wie Schraubendreher. Aber das können KFZ-Mechaniker ggf. besser sagen.

Ob sich Schlüsselflächen wirklich unter einer "regulären" Belastung nennenswert aufbiegen müsste man hinterfragen. Es ist in jedem Fall nicht so einfach zu messen (s. Bericht: Vergrößerung und Projektion der Maße). Relevant wäre es, wenn durch das Aufbiegen der Maßunterschied derart große ist, dass dadurch die Schlüsselfläche durchrutscht / beschädigt wird.
teileklaus hat geschrieben: in dem Test sind Dinge geprüft und sogar bewertet, die der Praktiker überhaupt nicht braucht.
Ob der Ring Schlüssel bei 100 NM oder 250 bricht, sich verbiegt oder verdreht ist so Praxisfremd, dass es nicht geprüft gehört.

Eher wie weit weitet sich die Gabelseite unter Belastung auf?
Jeder, der eine 8 er Schraube mit mehr als 70 NM dreht, reißt sie gewöhnlich ab. Also was soll dann eine Prüfung der Belastbarkeit über 150 NM?

Damit dreht man 14 er oder 16 er Radschrauben an. Wenn sich da der Schlüssel verbiegt ist es für mich gut, besser als Abbrechen.
Verschleißverhalten der Oberfläche in der Ringseite, also lange Maßhaltigkeit wäre für Profis eher ein Kriterium.

Richtig dargestellt ist dass man grad oft auch mal einen schlanken Schlüssel braucht, wo der Dicke Gedore oder Hazet seine höhere Festigkeit garnicht ausspielen kann
Grüße, Felix
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