schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

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schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

Ja...für mich beim Kauf absolut unverzichtbar
100
74%
Ja...könnte beim Kauf aber drauf verzichten
5
4%
Nein...dennoch, für mich beim Kauf absolut unverzichtbar
15
11%
Nein...könnte beim Kauf drauf verzichten
12
9%
Mein Motorrad hat kein ABS
4
3%
 
Abstimmungen insgesamt: 136

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ChristianS
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schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#1 Beitrag von ChristianS » 18. September 2014, 13:27

Hallo.
Ich starte mal eine Umfrage bzgl ABS im Motorrad.
Da ich im normalen Strasenverkehr noch nie im ABS Regelbereich bremsen musste und es auch noch nie "mutwillig" geschafft habe (außer Hinterrad), stellt sich mir die Frage wievielen es noch so geht und ob man möglicherweise drauf verzichten könnte. Dies zuletzt auch aufgrund zur Vermeidung unvorhersehbarer hohen Reparaturkosten außerhalb der Garantie.
Dies soll keine Diskussion mit erhobenen Oberlehrerzeigefinger werden, bzgl "was wäre wenn"!
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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SQ-Ler
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#2 Beitrag von SQ-Ler » 18. September 2014, 14:10

Ich finde das ABS ist komfortabeles Bremsen, auf graden Strecken durchaus zu gebrauchen. Mit Kurven-Abs habe ich leider noch keine Erfahrung gemacht.

Es ist auch noch mein erstes Modul :) Deswegen kann ich mich nicht beschweren (Kate wird nächstes Jahr zehn )

Finde ab 98Ps und 400Kg sollte es dabei sein.
Mein nächster größerer Bock bekommt aber ein nicht ganz so kostspieliges ABS System.
gruß Wieland :)

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Lingman
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#3 Beitrag von Lingman » 18. September 2014, 14:22

Da die Arztrechnung, wenn ich repariert werden muss, bei den mit modernen Krädern erreichbaren Geschwindigkeiten mit größter Wahrscheinlichkeit höher ausfällt als die Kosten für ein eventuell irgendwann mal zu reparierendes ABS, finde ich für mich kein sachliches Argument dagegen.

Mein erstes Motorrad mit ABS hatte ich 1997; seitdem habe ich mehrfach davon profitiert - und nie einen Nachteil (in Form von Fehlfunktionen, Reparaturen o. ä.) dadurch erlebt. Ein fabrikneues Motorrad käme mir nicht mehr "ohne" ins Haus. Einen kleinen Dank schulde ich den Fahrkünsten eines mir glücklicherweise unbekannten BMW-Dosenlenkers - seit dem Frühjahr 2014 weiß ich, dass das ABS an meiner R auch bei moderaten Schräglagen wunschgemäß funktioniert. :wink:
Grüße ausm Ruhrpott

Bernd

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qtreiber
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#4 Beitrag von qtreiber » 18. September 2014, 14:41

ChristianS hat geschrieben: im normalen Straßenverkehr noch nie im ABS Regelbereich bremsen musste
mehrfach erlebt. Zwar alles noch an zwei Händen abzählbar, aber es gibt diese Situationen.


ChristianS hat geschrieben: noch nie "mutwillig" geschafft habe (außer Hinterrad),
gehört für mich auf fast jeder Fahrt dazu. Hinten (= Pillepalle) + Vorne einmal in den Regelbereich zu bremsen.


ChristianS hat geschrieben:Vermeidung unvorhersehbarer hohen Reparaturkosten außerhalb der Garantie.
lachhaft. ;-)

Der Druckmodulator in meiner R wurde nach ~8 Jahren und ~95.000 KM ersetzt. Gesamtreparaturkosten 550 Euro. Worüber soll ich mir da Gedanken machen? ABS ist für mich ein absolutes MUSS in einem Straßenmotorrad. Mehrfach habe ich andere Motorradfahrer wegen Überbremsung der Vorderrades abfliegen sehen. Die Reparaturkosten (ABS = 550 €, Un/mfallschaden am Motorrad???) spielen dann häufig nur die zweite Geige. Wenn überhaupt noch.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
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ekj
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#5 Beitrag von ekj » 18. September 2014, 16:08

Hallo zusammen.
Habe dieses Frühjahr auch Fehler im ABS gehabt. Eine Überhölung durch den Freundlichen wurde vermittelt. 1200,- € . Ohne ABS würde ich nicht gerne fahren.
Gruß
Ewald

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BMW-Josh
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#6 Beitrag von BMW-Josh » 18. September 2014, 16:16

Servus,
ich kaufe grundsätzlich (und dass seit meiner ersten Bandit) nur noch mit ABS. 2x mußte ich es schon einsetzen. Beide Mal mit Sozia drauf, wobei das erste Mal ich unverschuldet in die Situation kam, daß ein Fahranfänger wegen eines Unfalls mehrere!!!! 100m voraus, eine Spontanvollbremsung hinlegte.
Die Ducati stieg trotz Sozia hoch aber wir kamen rechtzeitig hinter dem Golf II zum Stehen. Die berühmte bunte tageszeitung passte vielleicht noch dazwischen.
Gruss der BMW-Josh alias Jörg

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Larsi
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#7 Beitrag von Larsi » 18. September 2014, 17:51

hab grad mal überlegt, ob mir eine situation einfällt, in der mir ABS geholfen hat.
fällt mit grad keine ein, bin aber nicht sicher.

beim kauf eines moppeds würde ich ABS kaufen, wenn es das fürs wunschmopped gibt.
die wahl des moppeds würde aber nicht zwingend am ABS hängen. meine Griso (2010 gekauft, 2013 verkauft) zb hatte kein ABS, verkauf erfolgte nicht wegen fehlendem ABS.
gewählt habe ich daher "Nein...könnte beim Kauf drauf verzichten"
Gruß Lars

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Homa
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#8 Beitrag von Homa » 19. September 2014, 06:42

Genauso gehts mir auch. Hab es Gott sei Dank auch noch nie gebraucht.
Zuletzt geändert von hixtert am 19. September 2014, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: überflüssiges Fullquote gelöscht.

octane
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#9 Beitrag von octane » 19. September 2014, 07:57

ChristianS hat geschrieben: Da ich im normalen Strasenverkehr noch nie im ABS Regelbereich bremsen musste und es auch noch nie "mutwillig" geschafft habe"!
Sei froh.
ChristianS hat geschrieben:ob man möglicherweise drauf verzichten könnte.
Verzichtest du auch auf Krankenkasse, Unfallversicherung, Haftplichtversicherung wenn du sie nicht brauchst (ja ok ich weiss dass manches Pflicht ist)? Schau einfach ABS als Versicherung an und schon muss man nicht mehr grübeln. Ab 2016 hat sich das eh erledigt. Bzw. schon heute kann man kaum mehr Neumotorräder ohne ABS kaufen. Insofern ist die Diskussion obsolet.
ChristianS hat geschrieben:Dies zuletzt auch aufgrund zur Vermeidung unvorhersehbarer hohen Reparaturkosten außerhalb der Garantie.
Wenn das wirklich ein Argument ist für dich hast du das falsche Hobby.

Übrigens grad gestern wieder in einer Talkshow gehört: Schwerer Motorradunfall mit 125er vor 20 Jahren. Ursache nach der Beschreibung: überbremst. Folge: Unterschenkel konnte knapp gerettet werden. 3 Monate Krankenhausaufenthalt. Mit ABS wäre der Sturz unter Umständen nicht passiert.

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Star Trooper
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#10 Beitrag von Star Trooper » 19. September 2014, 08:24

Ich habe beim Kauf der Maschine schon Wert auf das ABS gelegt.
Wegen eines dummen Fahrfehlers meinerseits durfte mein ABS auch einmal eingreifen.
Ohne ABS hätts mich hingelegt.
Für mich ein absolut sinnvolles Extra.

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Peter
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#11 Beitrag von Peter » 19. September 2014, 08:30

ABS?
Logo. Nie mehr ohne.
Bei mir setzt ABS öfter ein. Damit rechne ich sogar.
Bestes Beispiel: Bergab, leichte Rechts. Stoppschild. Straße von schweren Wagen wellig gebremst. Da setzt ABS immer ein. (Es sein denn ich fahre langsamer an diese Stelle)
Ich möchte sogar, dass ABS ab und an anspringt. Dann weiß ich jedenfalls das es funktioniert :-)

Ich hatte vor Jahren einen Unfall. Trecker biegt mir entgegenkommend links ab... Vollbremsung. Beide Räder blockiert. bummm. Mit ABS wäre das nicht passiert.

Gruß
Peter
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Re: AW: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benöti

#12 Beitrag von Larsi » 19. September 2014, 08:36

Peter hat geschrieben:...
Bestes Beispiel: Bergab, leichte Rechts. Stoppschild. Straße von schweren Wagen wellig gebremst. Da setzt ABS immer ein. ...
Ja das kenne ich auch.
Das ist eine der seltenen Situationen, wo das ABS stört, weil es völlig unnötig auslöst.
Gruß Lars

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#13 Beitrag von juppi » 19. September 2014, 09:03

ABS ist für mich die wichtigste Sache am Moped :!:

Gebraucht habe ich es schon drei - oder viermal.
Testbremsungen bis in den Regelbereich mache ich fast bei jeder Fahrt.

Es gibt wohl immer wieder Leute, die investieren lieber Geld in einen Auspuff oder Spoiler als in ihre Sicherheit.
:roll: :cry: :shock:
Wenn ich schon ein gefährliches Hobby habe, dann will ich zumindest alles in meine Sicherheit investieren was mir möglich ist.
Das gilt für das Material genauso wie für mich und meinen körperlichen Zustand.
Zuletzt geändert von juppi am 19. September 2014, 09:06, insgesamt 1-mal geändert.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#14 Beitrag von Bernard » 19. September 2014, 09:04

ABS -- immer mit


auch schon öfter gebraucht
Gruß Bernard
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http://www.kneuertz.de/12/lt.jpg Mein Hobby: BMW K1200LT

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#15 Beitrag von aimypost » 19. September 2014, 09:20

So, habe auch mal abgestimmt.
Hier wird die Abfrage einer Erfahrung mit einer weiteren Aussage verbunden, daher hier meine Ergänzung:
-ja, ich hätte ABS evtl. schon mal gebrauchen können
-ja, NEUkauf nur mit ABS
-ich würde ältere Gebrauchtmaschinen auch ohne ABS kaufen. Und die ABS-Varianten vor Generation 4 brauche ich auch nicht.
greetings
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#16 Beitrag von Werner » 19. September 2014, 18:49

Für mich gibts nur ein Moto mit ABS ....... ohne zu fahren kommt nicht in die Tüte.

Ich hab nur ein Leben und das möcht ich so gerne schützen wie es nur geht. Wie oft ich in den Regelbereich gebremst hab weiß ich nicht ..... will ich auch nicht wissen. Es funzt und das soll es auch.
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#17 Beitrag von Peter S » 10. November 2014, 13:23

Servus

Wenn ich mir was neues kaufe dann nur mit ABS. Bei meiner R 1100S im Jahr 2003 hat ABS mir einmal sprichwörtlich den ****** gerettet, ohne ABS wäre ich zu 100% gestürzt oder Eingeschlagen bzw beides :shock: Brauchte danach auch ungefähr 10 Minuten bis ich wieder Nervlich in der Lage war die Fahrt fortzusetzen, aber ohne ABS wäre ich bestenfalls im Krankenwagen weitergefahren. Ansonsten gelegentlich mal kurz im in den Regelbereich gekommen aber nichts dramatisches.

Die 2 sehr gefährliche Aktion hatte ich erst vor kurzen, da konnte ich das Kurven ABS der KTM schon unfreiwillig testen. Ob es zum Sturz ohne Schräglagensensor gekommen währe :?: Keine Ahnung, aber Heikel war die Situation auch so schon genug. Hab nur noch reflexartig die Bremse gezogen und bin innen rein gezogen und konnte trotz guter Schräglage und gleichzeitiger Vollbremsung sauber das Hindernis ( PKW ) umfahren. Bin dank der danach recht geringen Geschwindigkeit auch wieder rechtzeitig auf meine Straßenseite gekommen bevor mich der Gegenverkehr abgeschossen hätte. War zwar auch wieder Nervlich :oops: ziemlich am Ende aber sonst war alles in Ordnung. Ok der Hauptständer ist bei der Aktion heftig aufgesessen :oops: habe darauf hin den Anschlag so weit es geht nach oben gestellt. Seither ist er zumindest nicht mehr aufgesessen.

Würde mal behauten das Kurven-ABS hat den Unfreiwilligen Test mit Bravur bestanden. :D Schon verblüffend was Technik heute so alles kann.
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#18 Beitrag von DARKMAN » 10. November 2014, 13:48

Wie oben auch schon gevotet hatte, ist mir ABS völlig Wurscht! Es kommt auf die Emotionen des Motorrads an, die es an mich rüber bringt.

Zudem bin ich immer noch der Meinung, dass das Technikgedöns ( bitte entschuldigt den Ausdruck aber ich halte nicht viel davon) unsere eigenen Reaktionen und motorischen Sinne verkommen lässt und nach und nach die Einstellung ( ICH HAB JA für alles einen elektrischen Helfer an Bord) in den Köpfen implantiert. Das hat zur Folge das die Konzentration im Verkehr noch mehr schwindet, die Sinne noch mehr abstumpfen und ich beim Ausfall des Systems im schlimmsten Fall versage.

Für den der es mag ist es das größte und ich werde meine R mit ABS und ESA auch nicht hergeben, aber bei den Unfällen die ich bisher bei Freunden gesehen habe und die mir selbst passiert sind hätte das ABS nichts geholfen.

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#19 Beitrag von Lingman » 10. November 2014, 14:50

DARKMAN hat geschrieben:Technikgedöns
Als Fahrer einer R 1200 R verwende ich das Wort nur dosiert - eine moderne BMW ist für mich ein einziges ... :wink:
DARKMAN hat geschrieben:unsere eigenen Reaktionen und motorischen Sinne verkommen lässt
So könnte man auch prima gegen Scheibenbremsen, Beleuchtung oder gegen Sicherheitsgurte im Auto argumentieren. Für mich ist das der Prototyp einer Worthülse. Aber ich lasse mich gern widerlegen. Was verkommt denn in Kopf und Körper bei einem Motorrad mit ABS?
Grüße ausm Ruhrpott

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#20 Beitrag von nargero » 10. November 2014, 15:01

"ohne" ABS könnte ich diese Zeilen vermutlich nicht schreiben. Daher musste ich nicht lange überlegen für was ich abstimme.

Ein guter und trainierter Fahrer kann ein Motorrad auch ohne ABS sicher und schnell zum stehen bringen - keine Frage. Aaaaaber NUR und ausschließlich so lange er damit irgendwie rechnet... Wer was anderes behauptet hat noch nie eine wirklich "überraschende" Situation am eigenen Leib erlebt...
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut
haben"
– Alexander von Humboldt

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#21 Beitrag von DARKMAN » 10. November 2014, 15:23

Anbei mal eine überraschende Situation .....

60 Km/h und Hund von links ................ Kein ABS der Welt hilft dir dabei........
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#22 Beitrag von aimypost » 10. November 2014, 15:32

nargero hat geschrieben:Ein guter und trainierter Fahrer kann ein Motorrad auch ohne ABS sicher und schnell zum stehen bringen - keine Frage.
..und auch das stimmt nur eingeschränkt, wie entsprechende Berichte von "Profis" beim Testen des Schräglagen-ABS ausweisen: auch hier waren die Profis in der Kurve um einiges weg vom max. Bremsdruck bzw. von den Grip-Möglichkeiten der Reifen, bis tatsächlich das ABS in Schräglage eingriff.
Und mit "guter und trainierter Fahrer" können auch keine Berufsrennfahrer gemeint sein, denn die legen sich bei besten Verhältnissen ja immer noch regelmäßig unregelmäßig auf die Schnauze. :wink:
greetings
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#23 Beitrag von nargero » 10. November 2014, 15:39

Tausch mal den Hund gegen ein Auto.
MIT einem ABS knallst Du in das Auto und fliegst danach drüber... Gute Chancen mit mehr oder weniger üblen Blessuren / Brüchen / etc. davon zu kommen.
OHNE ein ABS machst Du zu 99,9% eine Schreckbremsung und landest sammt Mopped "im" oder "unterm" Auto und bist in der Regel extrem schwer verletzt oder tot.
Dieses Jahr selber ausprobiert - und zum Glück in Variante 1 mit ABS.

Wir haben 8 Motorräder, nur 2 davon haben ABS, aber glaub mir - es wäre mir inzwischen definitiv lieber, alle hätten es... (bei den Enduros natürlich abschaltbar, wie bei meiner ADV-R...)
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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#24 Beitrag von DARKMAN » 10. November 2014, 15:42

Wie ich oben schon schrieb, der für den es wichtig ist, für den ist es das größte und auch notwendig für den Kopf! Ich sehe es als nicht so wichtig an, zumal ich Motorrad fahren will und keine Unfälle bauen möchte :-)!

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Re: schonmal ABS beim Motorradfahren unfreiwillig benötigt?

#25 Beitrag von Lingman » 10. November 2014, 15:48

Tut mir leid für den Hund und für die Emme. Aber die Fotos zeigen einen Unfall von Millionen; für einen Unbeteiligten ist es unmöglich zu beurteilen, ob und was da jetzt mit oder ohne ABS unterschiedlich gelaufen wäre. Ich bin aber sicher, dass ich nur aufgrund der Anwesenheit von Regelsystemen wie ABS oder ASC an Bord nichts anders mache als vorher. Statt an der Blockiergrenze des Reifens hangele ich mich jetzt halt manchmal an der Regelgrenze des ABS lang, und das ASC oder auch eine echte Traktionskontrolle entbinden mich nicht von meiner Aufgabe, via Auge, Hand und Popometer die Reifenhaftgrenze korrekt einzuschätzen, wenn's doch mal eiliger zur Sache geht. Und gerade in unkontrollierbaren Situationen läuft mit Einsatz des ABS sicher nichts schlechter als ohne - ich behaupte, das Gegenteil ist der Fall.
Wenn man keine Regelsysteme möchte, prima, es gibt Alternativen zu BMW, KTM und Konsorten. Aber für Straßenfahrer gibt es kein belastbares Argument gegen ABS - so weit lehne ich mich mal aus dem Fenster.
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