Eingetütet

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schichti
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Re: Eingetütet

#76 Beitrag von schichti » 20. Dezember 2017, 19:45

Okay, ich schau einfach mal, wie die Entladung in einigen Wochen ist. Für einen Neukauf ist ja noch Zeit genug. Bis zum Ausbau hat sie aber einen ganz gesunden Eindruck gemacht, weshalb ich auch erstmal davon ausgehe, dass die Batterie noch für eine Weile gut sein wird. Möglicherweise ist der Ladeapparat ja doch so sehr Ramschladen-Qualität, dass die angezeigten Zahlen eher im Bereich Näherungswerte einzuordnen sind. Aufwendig kann das Ding für den Preis ja nicht sein.
Beste Grüße, Thorsten

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Chucky1978
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Re: Eingetütet

#77 Beitrag von Chucky1978 » 21. Dezember 2017, 01:05

schichti hat geschrieben:
20. Dezember 2017, 19:45
Okay, ich schau einfach mal, wie die Entladung in einigen Wochen ist. Für einen Neukauf ist ja noch Zeit genug. Bis zum Ausbau hat sie aber einen ganz gesunden Eindruck gemacht, weshalb ich auch erstmal davon ausgehe, dass die Batterie noch für eine Weile gut sein wird. Möglicherweise ist der Ladeapparat ja doch so sehr Ramschladen-Qualität, dass die angezeigten Zahlen eher im Bereich Näherungswerte einzuordnen sind. Aufwendig kann das Ding für den Preis ja nicht sein.
Japp die Zeit sollte man sich nehmen. Ich würde mit einem Multimeter einfach mal nachmessen. nach dem Laden einfach mal 2 Stunden nix tun, und erneut nach messen.
Als Grundwert für die abgeklemmte Batterie nachdem sie schon ein zwei Stunden im Vorfeld unangetastet ist.
12,8V = voll
12,5V = halb-voll
<12,2V = Leer

Alles unter 11,8V sehe ich persönlich schon als Tiefentladen an, was aber noch nicht neue Batterie heißt, sondern hier rechne ich bereits mit einbußen bei der Lebensdauer und ohnehin bei der Kapazität. Die sind jedoch ohnehin zu erwarten sobald eine solche Batterie längere Zeit mit einer Spannung ab unterhalb von 12,6V gelagert wird (Sulfatierung). Daher wäre es optimal bei 12,6V bereits nachzuladen. Dürfte aber schwer werden, da gebrauchte Batterien durch den vorherigen Gebrauch sicherlich nicht selten lange die Spannung 12,8 halten werden.

Mit Verbrauchern gehen die Spannungen entsprechend weiter in den Keller, und auch nur die würden letztlich wirklich genauer Aufschluss geben, daher würde ich auch bei 11,7 Volt da die Böcke nicht sofort scheu machen, aber zumindest im Hinterkopf behalten das die Batterie zumindest schneller den Geist aufgibt und definitiv nicht mehr den Laborwerten der Hersteller Rechnung tragen wird.

Man kann versuchen die Batterien dann mit recht geringem Strom von 100-200mA aufzuladen und damit wieder zu beleben. Das funktioniert meistens aber nur wenn der Schaden nicht bereits all zu groß ist.
Heißt also Laden auf 12,8 Volt und wenn sie recht schnell auf 12,5 absackt, nochmal mit geringem Strom nachladen. Wenn die Zeit zwischen aufgeladen und halb-geladen sich vergrößert, würde ich das dann so weiter Handhaben die kommenden Monate, und drauf hoffen das die kommende Saison vielleicht noch was werden kann. Ein Problem dürfte bei der Sache aber sein, das du den Lader gar nicht auf solch einen geringen Strom einstellen kannst.

Eine andere Konditionierung wie sie der ein oder andere Lader anbieten mit Pulseladung, hoher Strom oder hohe Spannung, würde ich gerade durch die Wartungsfreiheit der Batterie unterlassen.

Was diese Ramschladen-Qualität angeht. Die Elektronik selbst ist nicht wirklich teuer. Dein Lader unterscheidet sich von den Daten nicht wirklich groß von einem MXS der das doppelte und mehr kostet. Bevor man über ein Gerät herzieht und andere hoch lobt, sollte man andere Argumente in Betracht ziehen ausser den Preis oder Ort wo es herkommt. Made in Taiwan steht sicherlich auch in einem Produkt drauf, auf dem außen Made in Germany aufgedruckt ist, außer wenn noch Made in W-Germany drauf steht, dann sind die Chancen gut, das alles in DE zusammen gebaut wurde. :-)
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Gruß Ingo

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emca
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Re: Eingetütet

#78 Beitrag von emca » 21. Dezember 2017, 10:33

Chucky, viel zu viel Theorie, weil ich sonst seit Jahrzehnten ständig mit leerer Batterie unterwegs bin und ich kann dir glaubhaft versichern, ich habe meine Maschine nicht angekurbelt oder angeschoben, das hat immer die leere Batterie gemacht. :lol:

Deinen letzten Absatz unterschreibe ich und behaupte, alle die ihren teuren Markenkram über den Klee loben, haben wenig bis keine Ahnung von Technik oder sprechen wie der Blinde von der Farbe. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Noch ein Satz zum 1.000 Batteriethread. Wenn jetzt einer auf die Idee kommt, die Erhaltungsladung als das Mittel der Wahl anzusehen, mach es, wenn ....... :lol:
Eine Lösung hatte ich, sie passte leider nicht zum Problem.

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schichti
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Re: Eingetütet

#79 Beitrag von schichti » 21. Dezember 2017, 21:28

Hier noch der Vollständigkeit halber eine Messung mit dem Multimeter, einen Tag nach dem Ende der monatlichen Aufladung.

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Re: Eingetütet

#80 Beitrag von Chucky1978 » 22. Dezember 2017, 03:33

@Schichti

Jetzt nur noch ab und zu mal nach kontrollieren wie schnell der Spannungverlust stattfindet. Mein Ratschlag wäre, die Spannung nicht unter 12,50 Volt fallen zu lassen. In der Regel sollte sie zumindest über 12,6V kommen wenn sie die 12,8 oder gar 13,0 schon nicht erreicht, was viele neuen schon vermutlich nicht erreichen, zumindest nicht langfristig. Da muss man die Herstellerangaben einfach beachten. Manche Batterien werden mit lediglich >12,6V angegeben, das ist das absolute Minimum. Theorie besagt 12,8V, es gibt aber auch Hersteller die geben für gerade AGM-Batterien sogar 13,0 Volt an.
Die Spannung ist keine Kapazitätsmessung, aber daran kann man schon das ein oder andere ableiten.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, das wenn man 11,7V als Normal nach 4 Wochen ansieht, die Batterie nach 2 Monaten ohne zu tun spätestens "fertig" ist.

@emca
Das hat nichts mit Theorie zu tun. Die Theorie besagt das die Batterie entladen ist, wenn eine Spannung von 10,5V erreicht ist. Das Problem dabei ist, das die Spannung nicht Linear mit der Kapazität abfällt. Bei der Ruhespannung messen wir aber die Ruhespannung, und keine Kapazitätsspannung oder so was. Also ohne einen Widerstand zu verwenden, muss man sich leider nun mal auf die "alten" und sicherlich praktisch erprobten Werte verlassen, und mir ist kein hersteller Bekannt, der 11,7V als normal bezeichnet, dabei müsste er das, wenn er noch mehr Batterien verkaufen wollen würde.

Die Kapazität die auf der Batterie drauf steht gibt auch nur wieder was raus kommt bis zu diesen 10,5V bei einem Entladestrom von lediglich 1/10 oder 1/20C.

Ganz Salopp gesagt, wenn deine Batteriespannung 11,7V anzeigt, du den Anlasser drückst und die Spannung sackt nicht unter 10,5V ab, ist alles in Ordnung. Sackt sie unter 9V wird dein ABS mucken machen und der Akku ist ohnehin im Eimer. Aber das der Akku soweit absacken kann zeigt natürlich das man ein Mopped auch mit entladener Batterie an bekommen kann. Nur wenn ich nach 3KM laufen im ****** bin, muss dann aber 5 KM weiter, geht das an mir auch nicht so einfach am Hintern vorbei, da muss ich danach schonmal ne Zigarette mehr rauchen um mich zu erholen ;-)

Das schöne wird aber sein : Geile Story -> Sackt die Batteriespannung beim starten unter die 10,5V, schädigst du deinen Akku, und ganz grob gesagt machst aus einem 12Ah-Akku einen 11Ah-Akku (stimmt so nicht im Detail, aber ist ja nur eine Story) machst du das nochmal wird es ein 10er dann ein 9er usw. Wenn du das dann so oft gemacht hast das es am ende nur noch ein 4er oder so hast, wird es bei Fernlicht und betätigen der Bremse recht dunkel draussen, und wenn man dann noch Blinken will bekommt man Mäusekino im Cockpit. Aber richtig genial wird das dann mit der Griffheizung die du dann auf Stufe 2 anhand der Motordrehzahl in der Wärme regulieren kannst, und den Wärmegrad kannst du an dem Lichtkegel deines Hauptscheinwerfers ablesen. Und sofern du die Heizung 10min vor Ankunft abschaltest, wirst du nach stillstand auch wieder starten können, und falls nicht, Anlasser tauschen weil der zuviel Strom zieht.
Natürlich ist das alles etwas überzogen aber etwas wahres ist drin. Manche sagen nicht unter 10V, aber für mich ist Entladeschlussspannung von 10,5V keine 10V auch wenn man das heute wohl so lernt, aber vielleicht hab ichs auch falsch gelernt..auch möglich.

Ne jetzt mal im ernst. Das 11,7V als normal durchgehen ist indiskutabel. natürlich kann ein Mopped dann evtl. noch starten können. Warum auch nicht. Die Lebensdauer und Kapazitätsverlust durch die Tiefentladung und die Zyklische ENtladung stellen sich da halt nur ein. Das Elektolyt wird mehr als normal verunreinigt und allein weil die Säuredichte so rapide gesunken ist und so bei 1,05-1,10 g/cm³ liegen wird, wird die Batterie bei bereits -5-10 Grad irgendwo einfrieren, und so was muss doch nicht sein, auch wenn sie im Einzelfall im Keller gelagert wird. Aber wenn man man 11,7V als "normal" ansieht ist mir auch klar, warum in der Statistik bei Batteriedefekten der ADAC Tiefentladung mit fast 80% angibt während ohnehin fast 40% der Einsätze wegen Batterien ist.
Ein goldener Sattel macht einen Esel noch nicht zum Pferd

Gruß Ingo

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Re: Eingetütet

#81 Beitrag von Biker63 » 22. Dezember 2017, 14:27

Ich glaube, ich würde mal eine neue Batterie einplanen...

Gollum
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Re: Eingetütet

#82 Beitrag von Gollum » 22. Dezember 2017, 15:42

Chucky1978 hat geschrieben:
22. Dezember 2017, 03:33
Die Kapazität die auf der Batterie drauf steht gibt auch nur wieder was raus kommt bis zu diesen 10,5V bei einem Entladestrom von lediglich 1/10 oder 1/20C.

Ganz Salopp gesagt, wenn deine Batteriespannung 11,7V anzeigt, du den Anlasser drückst und die Spannung sackt nicht unter 10,5V ab, ist alles in Ordnung.
Genau, denn da startet das Motorrad mit aller Wahrscheinlichkeit noch. Fällt das aber
auf 10,4 Volt ist es vorbei mit dem Starten und das Anlaßer Relais fängt zu rattern an
wie ein Maschinengewehr! Das Anlaßer Relais ist nämlich Spannungs geregelt, so die
Aussage des Werkstattchefs Motorrad der Niederlassung Stuttgart Vaihingen!
Das wurde mir mal für meine Erika 1100S bestätigt! Und bei einem Selbstversuch
mit einem Multimeter, sackt die Spannung von ca. 1,5 bis zu 2 Volt beim Starten ab.
Selbst wenn noch 12Volt auf dem Multimeter stehen kann es schon sein, daß die Erika
mit Hängen und Würgen, aber saumäßig schwer anläuft. Und schon nach 8 Wochen
Nichtfahren sprang meine Erika so gut wie nicht mehr an, da die Scheiß Borduhr
tatsächlich so viel Spannungsabfall verursacht hat. Jetzt ist die Uhr abgeklemmt
und die Spannung reicht sogar bis zu 12 Wochen noch zum Starten!

:wink:
:wink:

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Re: Eingetütet

#83 Beitrag von schichti » 31. Dezember 2017, 16:46

Und zum Schluss des Jahres noch kurz eine Messung nach 10 Tagen Ruhe...
BTW: Euch allen einen guten Beschluss und einen guten Start ins neue Jahr :!: :wink: :!:


IMG_20171231_134238.jpg
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Alpenbummler
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Re: Eingetütet

#84 Beitrag von Alpenbummler » 31. Dezember 2017, 17:36

Gute Idee, das mal nachzumessen. Hab' ich dann auch gleich mal an meiner im Keller stehenden Batterie gemacht: 12,89 V hat die.

Auch von mir die besten Wünsche für's kommende 2018 allen hier.

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