Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

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Richard
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Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#1 Beitrag von Richard » 12. Mai 2017, 11:00

Hallo zusammen,
seit voriger Woche wieder zu Hause. Zurück unter anderem über Frankreichs Autobahnen. Bedingt durch den Wechsel auf verschiedene Autobahnstränge z. B. von Rocamadour bis Paris fielen mir nicht nur die vielen normalen Mautstationen auf :oops: :cry: Besonders ein mir bisher unbekanntes System. Im Netz habe ich bisher vergleichbares nicht gefunden. Gelegentlich kleinere Sektionen mit über der Fahrbahn montierten Kameras (für jede Fahrbahn extra) und den Hinweisen auf die unterschiedlichen Gebühren für Fahrzeuge. Krieg ich jetzt noch `ne Rechnung nach Hause? Vergleichbar mit Norwegen? Ein neueres System ?

Übrigens - Marokko ist eine (..und nicht nur eine :) Reise wert. Mit einer Gruppe hin. Nächste Fahrt unbedingt alleine :D Vielleicht noch mal im Herbst.

Das mit den Bilder einfügen muss ich noch üben :wink: Haben mit dem Thema "telepeage" direkt nix zu tun. Allein halt nur die Inspiration..........
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Gruss Richard

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PHS
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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#2 Beitrag von PHS » 12. Mai 2017, 13:46

Télépéage: nach Erwerb (in Frankreich bei vielen Mautstellen) eines Streichholzschachtelgrossen Sensors der unter der Windschutzscheibe befestigt wird und Angabe eines Bankkontos in Frankreich kann man an jeder Mautstelle auf den mit Telépéage bezeichneten Spuren Geld- und Kontaktlos im Schritttempo durchfahren (manchmal sogar mit bis zu 30 KmSt), alle Monate wird das Konto belastet. Der grosse Vorteil ist dass man bei Andrang so locker durch die Mautsctelle durchpflutscht während die "Masse" bis zu einer halben Stunde warten muss um per Karte oder bar zu bezahlen.
Au revoir,
Philipp

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Richard
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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#3 Beitrag von Richard » 13. Mai 2017, 22:39

Hallo Philipp,

du schreibst "......dass man bei Andrang so locker durch die Mautstelle durchpflutscht während die "Masse" bis zu einer halben Stunde warten muss um per Karte oder bar zu bezahlen"

Da rasen/brettern manche durch - nicht zu fassen !!

Meine Frage bezüglich der oberhalb der Fahrbahn montierten Kameras ist mir so noch nicht ganz klar beantwortet.

Das reguläre System ist Ticket ziehen und bei der nächsten Ausfahrtstelle zahlen. Okay.
Gruss Richard

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Dietmar Hencke
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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#4 Beitrag von Dietmar Hencke » 14. Mai 2017, 10:56

Richard hat geschrieben:
13. Mai 2017, 22:39
Das reguläre System ist Ticket ziehen und bei der nächsten Ausfahrtstelle zahlen. Okay.

Du hast doch immer die 2 Möglichkeiten:
Ticket ... und an der Ausfahrt zahlen oder Télépéage. Letzteres geht nur
wenn Du, wie vorher schon beschrieben, registriert bist und den Apparat im/am Fahrzeug hast.

Wenn Du ohne zu zahlen durchfährst ist das "Fraude" (Betrug), und wird geahndet, sofern Du erwischt wirst. Die Kameras
dienen zunächst zur einfachen Überwachung, z.B. werden bei Staus zusätzliche Stationen, falls vorhanden, geöffnet, oder
Unfälle werden registriert und Mautbetrüger können natürlich genauso identifiziert werden.

Höchstwahrscheinlich laufen viele Kameras im Aufzeichnungsmodus, um evtl. später kontrollieren zu können.
Gruß Dietmar

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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#5 Beitrag von Richard » 14. Mai 2017, 23:41

Hallo Dietmar,

deine Beschreibung klingt einleuchtend. Warscheinlich brettern manche einfach so durch . Und für die ist die Kontrolle natürlich angezeigt. Und diese kann meines Erachtens dann nur so erfolgen.
Also dann doch kein neues -vielleicht in der Erprobung befindliches- System. Ich bin jetzt beruhigt!!

Guten Start in die Woche allen lesenden......
Gruss Richard

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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#6 Beitrag von q.treiber » 15. Mai 2017, 09:49

PHS hat geschrieben:
12. Mai 2017, 13:46
Télépéage: nach Erwerb (in Frankreich bei vielen Mautstellen) eines Streichholzschachtelgrossen Sensors der unter der Windschutzscheibe befestigt wird und Angabe eines Bankkontos in Frankreich kann man an jeder Mautstelle auf den mit Telépéage bezeichneten Spuren Geld- und Kontaktlos im Schritttempo durchfahren (manchmal sogar mit bis zu 30 KmSt), alle Monate wird das Konto belastet. Der grosse Vorteil ist dass man bei Andrang so locker durch die Mautsctelle durchpflutscht während die "Masse" bis zu einer halben Stunde warten muss um per Karte oder bar zu bezahlen.
Mit dem Motorrad "flutsche" ich auch durch, zuletzt im April nach/von Spanien.
Kreditkarte im Schnellöffner des Tankrucksack, einschieben und abbuchen lassen, wegstecken und fort. Das geht ratzfatz. :)
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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#7 Beitrag von nargero » 16. Mai 2017, 08:00

PHS hat geschrieben:
12. Mai 2017, 13:46
...und Angabe eines Bankkontos in Frankreich kann man an jeder Mautstelle auf den mit Telépéage bezeichneten Spuren Geld- und Kontaktlos im Schritttempo durchfahren
Danke für die Infos, ich wollte mich da eigentlich auch so langsam mal "schlau" machen.
Ist das Bankkonto in Frankreich zwingend notwendig, oder funktioniert auch das Hinterlegen eines Kreditkartenkontos?
Das wäre echt ne feine Sache, weil man schon gut Zeit verliert, wenn man an die normalen Automaten fährt...
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haben"
– Alexander von Humboldt

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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#8 Beitrag von PHS » 16. Mai 2017, 08:30

Erwerb des "Télépéage":
https://www.bipandgo.com/de/
Ohne Télépéage und zu bestimmten Zeiten wie französische Schulferien, Monats- und Wochen- Beginn & Ende (insbesondere Monatswechsel Juli-August) kann man an französischen Mautstellen ohne weiteres eine Stunde stehen. Sommer wie Winter.
Es gibt Abo-Optionen bei denen man die monatliche Gebühr nur bei Benutzung zahlt.
Ich nutze dieses System seit Einführung vor ca 20 Jahren und habe das Ding zwei Mal eingetauscht wegen der Batterie.
Mittlerweilen geht es auch über eien International anerkannte Kreditkarte.
Der Trend geht zur Grenzüberschreitender Nutzung solcher Systeme.
Au revoir,
Philipp

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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#9 Beitrag von emca » 16. Mai 2017, 08:31

Das Thema ist sehr interessant, u.a. deshalb. :evil:

Auszug aus einem meiner Reiseberichte.
(...) im Gegensatz zum Französischen System. Da fällt mir nur Merde ein. Manchmal muss man nach wenigen Kilometern zahlen und höllisch aufpassen, damit man die richtige Spur erwischt. Wenn man die richtige gewählt hat und du ordnungsgemäß am Automaten bezahlt hast, dann geht die Schranke manchmal auf, manchmal auch nicht und einmal ging sie auf, bis ich meine Handschuhe an hatte, war sie wieder dicht. Notknopf gedrückt, nach wütendem Gehupe hinter mir, ertönte eine französische Stimme, die aber kein Englisch verstand, jedenfalls meines nicht. Nach ein paar kräftigen Flüchen ging die Schranke dann auf. Bei wieder einer anderen Station wurde der Geldschein (20€) immer wieder ausgespuckt und dann vom Winde verweht. Ich kann nur sagen, wer diesen Mist erfunden hat, der soll geteert und gefedert werden. An der Tankstelle war das dann auch ein kurzes Gesprächsthema unter Motorradfahrern, die ich dort traf. Bei einem war das Ticket etwas aufgeweicht und beim Reinstecken wurde die erste Hälfte abgetrennt und eingezogen, die andere hielt er in der Hand. Die Folge war eine aufgebrachte Menge, denn es musste ein Reisebus und einige PKW rückwärts geordert werden, denn die Schranke hat sich nicht mehr geöffnet. Bringt mich dazu, jede Maut ist Sch..., ob sie nun Pickerl oder sonst wie heißt. Und sollte sie in Deutschland eingeführt werden, werde ich wohl Mordgedanken entwickeln, ach nein, ich war am Cap Finisterre und wollte ......

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Re: Frankreich elektr. Gebührenerfassung "Télépéage"

#10 Beitrag von Code:QR » 16. Mai 2017, 18:09

Danke für das Aufgreifen dieses Themas. Ich habe mich immer wieder auf den Fahrten gen Süden gefragt, welche Voraussetzungen für die Benutzung der Telepeage-Spuren an den Mautstellen erfüllt sein müssen. Der obige Link zu bip&go erklärt fast alles.

Aber wenn ich nicht gerade zu den Hauptsaisonen und vor allem öfters fahre, erachte ICH dies als verzichtbar, obwohl es bestimmt eine feine Sache für die, die öfters unterwegs sind, darstellt.
Gruß Bernd

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